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"Der Herr braucht Gärtner"

5. März 2022 in Jugend, 5 Lesermeinungen
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"Was ist, wenn man seine Bestimmung für dieses irdische Leben noch nicht gefunden habe. Ja, was dann?" Die Jugendkolumne von kath.net - Von Magdalena Preineder


Wien (kath.net)

Mein letzter Beitrag hier erlaubte mir eine inspirierende Unterhaltung zu führen. In dieser Unterhaltung ging es darum, was denn sei, wenn man seine Bestimmung für dieses irdische Leben noch nicht gefunden habe. Ja, was dann?

Meine Antwort darauf ist eigentlich recht simpel: Der Herr braucht Gärtner.

In meiner Jugend habe ich mich oft gefragt, warum Gott wohl Österreich als mein Heimatland ausgewählt hat. Zugegebenermaßen schlug mein Herz damals am lautesten für eine andere Weltregion, aber ich erkenne immer mehr: Wir sind nicht aus Zufall dort, wo wir sind. Wir sind nicht aus Zufall, wo wir hingepflanzt wurden.  In Est 4,14 können wir folgenden Vers lesen: „Wer weiß, ob Du nicht gerade dafür in dieser Zeit Königin geworden bist?“ – Dieser Logik folgend sage ich: Wer weiß, ob Du nicht gerade für diesen Garten geschaffen bist – beziehungsweise gehe ich noch einen Schritt weiter – ich bin mir sicher, dass Du gerade für diesen Garten, in den Du gepflanzt wurdest, geschaffen bist.

Was ist also, wenn die persönliche Aufgabe noch unentdeckt ist? Müssen wir dann ratlos und rastlos durch die Welt irren oder dürfen wir trotzdem irgendwo ankommen?

Ich denke gerade an einen meiner liebsten Verse: „Wenn aber der Geist aus der Höhe über uns ausgegossen wird, dann wird die Wüste zum Garten.“ (Jes 32,15) Welch schöne, verheißungsvolle Aussage!

Wie Du bereits erahnen kannst, sehe ich es so, dass jeder von uns in solch einem Garten steht – oder zumindest inmitten eines Stückes Land mit dem Potenzial zum blühenden Garten zu werden. Dieser Garten besteht aus verschiedenen Beeten, Blumen und Bäumen. Manche davon stehen für Dein eigenes Herz, manche davon für Dein Umfeld.

Wenn Du Deine Aufgabe noch nicht erkennen kannst und doch auf der Suche bist, was Du jetzt tun kannst oder sollst, dann lade ich Dich ein: Sei Gärtner! Nimm das Jetzt als deine Aufgabe an – kultiviere ein Herz, das radikal auf Gott ausgerichtet ist, so wirst Du aufblühen, wo Du hingepflanzt wurdest. Sei Gärtner für Dein Umfeld – für Deine Familie, Deine Freunde und in Deiner Arbeit. Sei Gärtner und bewässere Dein Umfeld mit der Gießkanne des Heiligen Geistes. Sei Gärtner, um Menschen auf ihrem Weg zu Jesus zu begleiten. Sei Gärtner, um Jesus neue Jünger zuzuführen. Und sei Dir dabei nicht zu schade auch mal die Hände und Kleidung voll Erde zu bekommen – Jüngerschaft ist nicht immer einfach, aber sie ist es wert.

Sei Gärtner, sei Jünger.


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Lesermeinungen

 lesa 8. März 2022 

Danke für den schönen Artikel!
"Wir sind geschaffen zu guten Werken, die wir uns aber nicht selber auszudenken haben, sondern die Gott bereit gestellt hat, damit wir in ihnen wandeln." (vgl Eph 2)
"Eine Stecknadel aufheben kann einen Menschn bekehren. (Kl.Heilige Therese)


0
 
 Fatima 1713 5. März 2022 
 

Lieber _Achatius_

Es freut mich sehr, dass ich Ihnen mit meinem Kommentar ein wenig Ermutigung geben konnte. Neben dem persönlichen Zeugnis war es mir auch genau deshalb wichtig, meine Erfahrung hier nieder zu schreiben. Ich weiß wie schwer das sein kann, aber Ihre Worte zeigen, dass Sie auf dem richtigen Weg sind und ich werde Sie in mein Gebet einschließen!


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 _Achatius_ 5. März 2022 
 

Ein sehr ermutigender Kommentar

Liebe Fatima 1713.
ich behaupte ich befinde mich grade in solch einer Phase. Neben dem Artikel auf den ich nun gestoßen bin ermutigt mich auch ihr Kommentar. Täglich bitte ich um den Heiligen Geist und weiß mich trotz allem geführt.
Wichtiger als den nächsten Schritt zu wissen, ist es den nächsten Schritt mit Gott zu gehen.
Vielen Dank für den Artikel!!
Amen, Komm Herr Jesus!


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 Fatima 1713 5. März 2022 
 

Ein sehr guter ermutigender Artikel

Ich habe seeehr lange darunter gelitten, keine konkrete Berufung zu haben, keine Ehe, die ich mir gewünscht hätte, und auch keine geistliche Berufung. Ich gebe zu, in dieser Zeit hätte ich diesen Artikel nur sehr begrenzt als tröstlich empfunden. Alle Ermutigungen, die man versuchte, mir damals zu geben, empfand ich als Beschönigen meiner Situation, manchmal sogar als Hohn. Jedenfalls fühlte ich mich meistens nicht verstanden.
Aber ich kann nur jeden ermutigen, der sich in einer ähnlichen Situation befindet: irgendwann findet man seine Berufung und sie kann eine große Überraschung sein!
Auch wenn es sehr lange dauern kann, die hl. Monika hat 30 Jahre für die Bekehrung ihres Sohnes gebetet. Manchen Menschen mutet Gott eben einen sehr langen Atem zu.


2
 
 bibelfreund 5. März 2022 
 

Wunderbar und klar

Da geht einem das Herz auf! Ja, jesus will keine Nachbeter, sondern Nachfolger. Keine Genießer, sondern genossen —- Weggenossen als Arbeiter in seinem Reich! Eben: Gärtner


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