Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  3. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  4. Der entschärfte Gott
  5. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  6. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  7. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  8. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  9. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  10. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  11. Realitätsverlust im Bistum Chur
  12. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  13. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  14. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  15. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen

Bernhard Meuser: „Was Sie von Weihnachten haben“

27. Dezember 2021 in Spirituelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Theologe: „'Was haben Sie eigentlich von Weihnachten? ... ich meine so als Christ ...' – das hat mich tatsächlich jemand gefragt, als ich mal wieder über Elchschlitten, Weihnachtsmänner und sonstige Rahmenbedingungen von Weihnachten ablästerte.“


Augsburg (kath.net) kath.net dokumentiert Facebook-Bemerkungen des Augsburger Theologen und Buchautors Bernhard Meuser in voller Länge:

„Was haben Sie eigentlich von Weihnachten? ... ich meine so als Christ ...“ – das hat mich tatsächlich jemand gefragt, als ich mal wieder über Elchschlitten, Weihnachtsmänner und sonstige Rahmenbedingungen von Weihnachten ablästerte. Ich hatte keine besonders überzeugende Antwort parat – aber es löste in mir etwas aus.

Ja, was habe ich davon, dass der ewige, allmächtige, Zeit und Raum enthobene Gott da als ein kleines Kind in einer dreckigen Futterkrippe liegt? „Kann ein Gott so blöd sein?“, fragte einst der Atheist Jean-Paul Sartre. Ja. Gott kann. Der christliche Gott zumindest. Für mich ist das kein Konditionalis mehr – wie für Jean-Paul Sartre: „Wenn Gott Mensch würde für mich, dann würde ich ihn lieben, ihn ganz allein. Dann wären Bande zwischen ihm und mir, und für das Danken reichten alle Wege meines Lebens nicht; ein Gott, der Mensch würde aus unserem liebenswerten, elenden Fleisch, ein Gott, der das Leid auf sich nähme, das ich heute leide. Ja, wenn Gott Mensch würde für mich, dann würde ich ihn lieben ... Aber welcher Gott wäre dumm genug dafür?”


Und was habe ich davon – was haben Sie davon? Ich zähle mal auf: Sie kommen in eine tiefe innere Freude. Sie starten anders in den Tag und gehen anders aus ihm heraus. Sie können ohne Bitterkeit zurückblicken. Sie werden gebraucht. Sie fühlen sich geborgen. Sie haben eine klare Sicht auf die Dinge und bekommen inneren Halt. Sie können sich mit Ihrer Vergangenheit versöhnen. Sie werden dankbar. Sie können ohne Angst in die Zukunft blicken. Es kommt Festlichkeit in Ihr Leben. Sie finden Ruhe in Ihrer Seele. Sie haben etwas, woran Sie arbeiten und wofür Sie kämpfen können. Sie werden immun gegen Verzweiflung. Sie werden zu einem Halt für Ihre Kinder oder Ihren Partner. Sie können nach oben schauen und wissen jemand über sich, der Sie liebt. Sie durchschauen den „Zufall“ und fühlen sich von Gott geführt. Sie entdecken Ihre Würde und werden befreit von der Selbstverachtung. Sie finden eine Menge verlässliche Freunde. Sie wissen, wo Sie ansetzen müssen, wenn Sie Abhängigkeiten und Süchten ausgesetzt sind. Sie können besser denken. Sie finden uralte Rituale, die Ihrer Seele guttun. Sie fühlen sich freier. Sie sehen die Welt mit neuen Augen und freuen sich an der Schöpfung. Sie erfahren Segen und Schutz. Sie werden liebevoller und gütiger. Ihre Lebens- und Zukunftsangst nimmt ab. Sie erhalten Kraft für schwierige Aufgaben. Sie können seelische Wunden gut verarbeiten und mit Leid besser umgehen. Sie erleben Zusammengehörigkeit und Gastfreundschaft über Sprachen- und Landesgrenzen hinaus. Sie können gelassener verlieren. Sie können loslassen. Sie haben eine Vorstellung, wie es mit dem Sterben sein wird. Sie finden den Mut zu einer wahnsinnigen Erwartung an das Leben ...

Eine viel zu lange Liste – und doch zu kurz! Je mehr das Christliche – ob unsere schuldhaften Mediokrität – in unserer Gesellschaft marginalisiert wird, desto mehr müssen wir uns Mühe machen, die Gründe für die humane Evidenz und leuchtende Vernünftigkeit des Glaubens auszumachen. Es gibt sie – und sie sind überragend stark!

Frohe gesegnete Weihnachten – allen Freunden hier auf Facebook.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  6. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  7. Vom Elend der Fürbitten
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  10. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  11. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  12. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  13. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
  14. Der entschärfte Gott
  15. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz