Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  5. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  6. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  11. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  12. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  13. „Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation scheiterte, Neuevangelisierung ist notwendig“
  14. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  15. Die Heilige Schrift als Wort Gottes und Raum der Offenbarung in menschlicher Sprache

Aupetit: „Ich wurde Opfer einer Intrige“ – Er kündigt Verleumdungsklage an

15. Dezember 2021 in Weltkirche, 16 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Emeritierter Erzbischof von Paris wird gegen „Paris Match“ klagen, weil sie Paparazzi-Fotos von ihm mit einer belgischen Theologin veröffentlicht und die Frau als seine Freundin bezeichnet hatten.


Paris (kath.net/pl) „Ich wurde Opfer einer Intrige.“ Das sagte der emeritierte Erzbischof von Paris, Michel Aupetit, im Interview mit „Le Parisien“. Der Erzbischof hatte nach entsprechenden Presseberichten Papst Franziskus seinen Rücktritt angeboten, dieses Angebot nahm Papst Franziskus auffallend schnell binnen weniger Tage an.

Aupetit bestreitet im Interview, dass es sich bei der Beziehung zu einer Frau (vor seiner Zeit als Erzbischof) um eine intime und einvernehmliche Beziehung gehandelt habe. Sondern „sie war eine Person, die, wie es so oft passiert, wenn man Priester oder Arzt ist, anhänglich wurde, weil sie unter Einsamkeit litt. Sie hat mir jeden Tag geschrieben. Ich habe auf einen Brief geantwortet und meine Sekretärin konnte ihn lesen, da wir uns den gleichen Briefkasten teilen“, verteidigt Bischof Michel Aupetit in „Le Parisien“.

Am 8. Dezember hatte „Paris Match“ dann auch Fotos von ihm in Begleitung der belgischen Theologin und geweihten Jungfrau Laetitia Calmeyn veröffentlicht. „Das hat nichts mit einer Liebesbeziehung oder einer sexuellen Beziehung zu tun. Es ist eine Freundschaft (...) Ich finde es verabscheuungswürdig, dass sie beschmutzt ist.“ Aupetit erläuterte weiter, er habe mit ihr in einem kleinen Bistro zu Mittag gegessen, bevor er mit ihr durch den Wald von Meudon spazierengegangen sei. „Wenn du nicht mehr mit einer Freundin essen kannst, ohne dass dich ein Paparazzi fotografiert, in welcher Welt leben wir dann?“ Er werde Klage gegen „Paris Match“ erheben, denn „ich kann nicht akzeptieren, dass mein Schweigen als Schuldeingeständnis interpretiert wird“.


Bei dieser belgischen Theologin handelt es sich nicht um jene Frau, die in der ursprünglichen – komprimittierenden – Email genannt worden war. „Le Point“ hatte am 22. November über eine E-Mail zwischen Bischof Aupetit und einer Frau aus dem Jahr 2012 berichtet. Der Inhalt der Mail zeuge, so behaupten Quellen, von einer innigen Beziehung zu einer Frau. Aupetit erläuterte dazu: „Es war nicht Laetitia Calmeyn, ich kannte sie noch nicht. Es gab keine Affäre. Diese Person hatte einmal Rückenschmerzen. Ich habe ihr eine Massage gegeben, um ihr zu helfen“, erläuterte Aupetit und erinnerte daran, dass er auch Arzt ist.

Hintergrund: Aupetit war nach seinem Medizinstudium 12 Jahre lang als Arzt tätig gewesen. Erst im Alter von 39 Jahren war er als Spätberufener in das Priesterseminar eingetreten. Allerdings hat der Papst inzwischen auf dem Rückflug seiner Griechenlandreise vor den mitfliegenden Journalisten erläutert: „Ich habe den Rücktritt von Aupetit angenommen, nicht auf dem Altar der Wahrheit, sondern auf dem Altar der Heuchelei“, kath.net hat berichtet. Der Papst erläuterte weiter, er habe Aupetits Amtsverzicht angenommen, weil dessen Ruf nach den Vorwürfen so beschädigt gewesen sei, dass er seine Diözese nicht mehr habe regieren können. Dennoch sei der Rücktritt eine Ungerechtigkeit. Der Erzbischof habe Fehler gemacht, indem er vor Jahren seine Sekretärin „leicht gestreichelt und massiert“ habe, so der Papst. Dies sei ein teilweiser Verstoß gegen das sechste Gebot gewesen, aber kein schwerer und daher nicht allein ausschlaggebend. Diese Reaktion des Papstes hinterließ allerdings mehr Fragen als sie beantworten konnte, siehe Link.

Archivfoto Erzbischof Aupetit (c) Erzbistum Paris


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  6. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  9. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  10. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  11. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  12. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  13. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  14. Ist Jesus der Herr?
  15. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz