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Corona-Wahn

25. November 2021 in Kommentar, 63 Lesermeinungen
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"Es darf kein Impfzwang ausgeübt werden. Es darf keine Impfpflicht geben. Nichts rechtfertigt die Apartheid zwischen Geimpften und Ungeimpften in unserer Gesellschaft" - Ein Gastkommentar des Pastoraltheologen Hubert Windisch


Regensburg (kath.net)

* Friedlos und freudlos ist unser Miteinander geworden in diesen Zeiten. Das liegt nicht primär an der potentiellen Gefährlichkeit des Coronavirus, sondern am politischen Umgang mit den Herausforderungen durch dieses Virus. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß es inzwischen in erster Linie nicht mehr um einen medizinisch geforderten Einsatz gegen diese Art von Erkrankung geht, sondern unter dem Vorzeichen von Corona um ein gesellschaftliches Programm, das im Great Reset  (Klaus Schwab) beschrieben wird. Wie soll man sich anders so viele Ungereimtheiten erklären, die einem täglich medial präsentiert werden? Ein Beispiel: Welche (falsche) Hoffnungen wurden doch auf das Impfen gesetzt! Dabei zeigt sich jetzt, daß zwei- und dreifach Geimpfte Virenträger und Überträger sein können wie Ungeimpfte auch und auch genauso erkranken und andere anstecken können wie Ungeimpfte auch. Weshalb werden dann aber  Ungeimpfte  immer mehr vom öffentlichen Leben ausgeschlossen, weil sie angeblich die Träger des Pandemiegeschehens sind, dabei aber eigentlich nur in persönlicher Verantwortung einen schwereren Verlauf einer Coronaerkrankung in Kauf nehmen (der auch Geimpfte treffen kann), dafür aber auf die zum Teil gravierenden Nebenfolgen einer Impfung verzichten? Es darf kein Impfzwang ausgeübt werden. Es darf keine Impfpflicht geben. Nichts rechtfertigt die Apartheid zwischen Geimpften und Ungeimpften in unserer Gesellschaft, die Henryk Broder, dieser scharfsinnige jüdische Beobachter des Zeitgeschehens, als gruppenspezifische Menschenverachtung bezeichnet. Der inzwischen schon wahnhaft aufgebaute Impfdruck bzw. Impfzwang widerspricht jeglicher medizinischer und politischer Vernunft und läßt sich eigentlich nur dadurch erklären, daß die Impfung als ein politisch-medizinisches Heilsversprechen gehandelt wird, von dem man genau weiß, daß es nicht gehalten werden kann. Nur will man sich diese Tatsache nicht eingestehen. Die fast zwei Jahre der Coronazeit haben gezeigt, daß die Politik irrational und hilflos geworden ist. Und arrogant und autoritär.


* Machthaber sind selten demütig, weder gegenüber Fakten noch gegenüber den von den Fakten betroffenen Menschen. Die Coronafakten freilich widersprechen seit bald zwei Jahren den Coronamaßnahmen. Im Buch der Weisheit (6,1-11) stehen harte Worte gegen die Herrscher dieser Welt, die mit einem strengen Gericht rechnen müssen. Und Jesus sagt in Mt 20,25-26: „Ihr wißt, daß die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen mißbrauchen. Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener (minister) sein.“ Wird dieses Wort in den Parteien, die ein „C“ im Namen tragen, noch gekannt?

* Laut dem bereits genannten Henryk Broder soll Albert Einstein einmal gesagt haben, es sei ein Zeichen von Wahnsinn, wenn man mit den immer gleichen Methoden andere Ergebnisse erzielen will. Also Lockdown 1 und 2 und 3, Impfung 1 und 2 und 3 usw. Sind wir dabei, wahnsinnig zu werden?

* Leider spielen auch viele führende Kräfte in der Kirche, Kleriker wie Laien, dieses Spiel auf eigenartige Weise mit. Die Kirche scheint weithin ihre Kraft der Orientierung, ihr tiefes geistliches Fundament und ihren geschichtlichen Weitblick verloren zu haben. Auch die Theologie, zumal die Moraltheologie und die Praktische Theologie, ist verstummt und hat ihre lange Zeit genüßlich gepflegte kritische Funktion gegenüber politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen aufgegeben. Dabei war die Verbindung von Glaube und Vernunft immer die Stärke kirchlicher Lehre und ihres praktischen Lebens. Wann kehren Fides et Ratio zurück, um die bedrückende kirchliche und theologische Irrelevanz in bezug auf die humane Gestaltung der Gesellschaft zu überwinden? Sogar Gottesdienste unter 3G- oder 2G-Vorzeichen werden allenthalben schon gefordert oder eingeführt. Solche Gottesdienste können sich jedoch nicht mehr auf den Geist Jesu berufen, der keine Ausgrenzungen oder Berührungsängste unter gesundheitlichen Vorbedingungen kannte (vgl. Mk 1,40-42). In der Feier der Eucharistie feiern wir seine erlösende Hingabe am Kreuz und seine Auferstehung als Grund unserer gläubigen Dankbarkeit, nicht unseren Gehorsam gegenüber politischen Vorgaben. Soll Weihnachten wieder der Angst geopfert werden? Die Verkündigung der Hygiene? „Komm, Herr Jesus, komm zur Erde“ (altes Gotteslob Nr. 565)! Die Menschheit taumelt. Es ist Nacht. Wir brauchen dich! „Amen. Komm, Herr Jesus (Offb 22,20)!“ Komme bald!


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