Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  2. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  3. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  4. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  5. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  8. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  9. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  10. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  11. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  12. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  13. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  14. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  15. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!

Muezzin-Rufe in Köln – Politik hofiert „radikalen Kopftuch-Islam“ – Messer im Rücken der Integration

26. Oktober 2021 in Kommentar, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Es ist auch ein Statement gegen liberale Muslime und Ex-Muslime, die vor Islamisten nach Deutschland geflohen sind.“ Gastbeitrag von Seyran Ateş/Katholische SonntagsZeitung


Augsburg-Berlin (kath.net/Katholische SonntagsZeitung/Neue Bildpost) kath.net dokumentiert den Gastbeitrag der Rechtsanwältin, Moschee-Gründerin und Frauenrechtlerin Seyran Ateş zu den Plänen der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, in Köln künftig Muezzin-Rufe zu genehmigen, in voller Länge und dankt der Katholischen Sonntagszeitung Augsburg für die freundliche Erlaubnis zum Abdruck.

Ich bin Muslimin und Gründerin einer Moschee. Ich liebe den Gebetsruf, den Adhan – aber ich brauche keinen Muezzin, der die Stadt und Nachbarschaft damit beschallt. In unserer Moschee rufen nicht nur Männer, sondern auch Frauen zum Freitagsgebet. Sie rufen in der Moschee, um das Freitagsgebet einzuläuten, um die Menschen in der Moschee auf die folgenden spirituellen Momente einzustimmen. Man kann sich den Ruf der Frauen auch auf YouTube anhören.


Neben vielen positiven Reaktionen erhalten wir auch Ablehnung. So schrieb jemand: „Boah, ich bekomme Ohrenschmerzen vom Gesang.“ Ein anderer kommentierte unter dem Video mit dem Ruf einer Iranerin, die in unserer Moschee gerufen hat: „Als Frau ist es nicht gestattet, den Quran laut zu rezitieren.“

Seit 2017 existiert unsere liberale Moschee. Wir werden von der Mehrheit der sogenannten konservativen Muslime und der Mehrheit der deutschen Politik als „Randerscheinung“ behandelt, diskriminiert und sind schlimmsten Anfeindungen durch den politischen Islam ausgesetzt. Aktionen wie jetzt in Köln, den Muezzin vom Minarett rufen zu lassen, dienen weder der Integration noch einem friedlichen Miteinander!

Diese vorgeblich tolerante und weltoffene Politik ist nicht die erste Anbiederung der Politik, vor allem der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, an den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, seine Moschee in Köln und den politischen Islam. Es ist auch ein Statement gegen liberale Muslime und Ex-Muslime, die vor Islamisten nach Deutschland geflohen sind.

Seit mehr als 40 Jahren sind wir einer deutschen Machtpolitik ausgesetzt, die sich für einen konservativen, radikalen, politischen Kopftuch-Islam einsetzt. Aus all den Moscheen, die Frau Reker hofiert, wird keine Frau rufen. Denn dort herrschen patriarchale Strukturen, gegen die wir liberale Muslime ankämpfen. Die Entscheider in Köln haben uns ein weiteres Messer in den Rücken gerammt und den politischen Islam gestärkt. Ich habe aufgegeben, die Messer zu zählen.

Symbolbild: Verschleierte Schaufensterpuppen


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  8. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  11. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  12. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  13. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  14. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  15. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz