Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  5. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  10. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  11. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  12. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  13. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  14. Wir machen da was mit Medien
  15. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich

Tschechien: Erzbischof Graubner ruft zum Gebet für Zeman auf

13. Oktober 2021 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Auch Genesungswünsche an Staatspräsident in kurzer Erklärung des Bischofskonferenz-Vorsitzenden zu jüngster Parlamentswahl


Prag (kath.net/KAP) Der Vorsitzende der Tschechischen Bischofskonferenz hat in einer kurzen Erklärung den Ausgang der jüngsten Parlamentswahl kommentiert und zum Gebet für den erkrankten Staatspräsidenten Milos Zeman aufgerufen. Für Zeman bitte man um Genesung und Kraft, damit er "die Hauptaufgaben des Staatsoberhaupts in dieser wichtigen Zeit erfüllen" könne, betonte der Olmützer Erzbischof Jan Graubner laut Mitteilung des Kirchenportals "Cirkev.cz". Da die Verhandlungen um die Zusammenarbeit der Parteien in Parlament und Regierung "nicht mühelos verlaufen" würden, rief Graubner auch hierzu zum Gebet auf, damit die Politiker "bei der Erfüllung ihrer Wahlversprechen und parteilichen Prioritäten nicht das Gemeinwohl aus den Augen verlieren".

Er wolle "den Siegern und zugleich allen Mitbürgern, die zur Wahl gegangen sind und so einen neuen Impuls zur weiteren Ausrichtung unseres Landes gegeben haben, eine herzliche Gratulation aussprechen", hielt Graubner zum Ergebnis der Wahl fest. Er hoffe auf eine "friedliche und funktionierende Ordnung nach der Wahl", so der Erzbischof, "in der die Stimme der Christen unverzichtbar und gut hörbar sein wird". Über den Gesundheitszustand von Präsident Zeman, der seit dem Wochenende auf der Intensivstation eines Spitals in Prag behandelt wird, gab es zuletzt keine weiteren Informationen. Eine Sprecherin des Krankenhauses erklärte am Montag nur, der Zustand Zemans sei "stabilisiert".


Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus am Freitag und Samstag hatte das liberal-konservative Wahlbündnis Spolu (Gemeinsam) aus Demokratischer Bürgerpartei (ODS), christdemokratischer Volkspartei (KDU-CSL) und bürgerlich-liberaler TOP 09 mit einem Stimmenanteil von 27,8 Prozent die Partei ANO (Aktion unzufriedener Bürger) von Regierungschef Andrej Babis (27,1 Prozent) überholt. Zusammen mit dem Bündnis der Piraten und der Gruppierung Stan hat Spolu eine Mehrheit von 108 der 200 Sitze. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg sind die Kommunisten künftig nicht mehr im Unterhaus des Parlaments vertreten. Sie scheiterten wie die Sozialdemokraten an der Fünf-Prozent-Hürde. Regierungschef Babis verlor damit auch beide Partner seiner 2018 gebildeten Minderheitsregierung.

Die Katholische Kirche hat sich im abgelaufenen Wahlkampf diesmal völlig zurückgehalten. Mediales Interesse erweckte nur das Antreten zweier Persönlichkeiten mit einem Naheverhältnis zur Kirche: Die Wirtschaftswissenschaftlerin Hana Lipovska (30) verpasste den Einzug ins Abgeordnetenhaus, da der neu gegründete "Freie Block" (Volny blok), für den sie kandidierte, landesweit nur 1,33 Prozent der Stimmen erzielte. Lipovska war im Vorjahr vom früheren Bischofskonferenz-Vorsitzenden Kardinal Dominik Duka gegen erheblichen Widerstand auch innerhalb Bischofskonferenz als Vertreterin der Kirche in den Rat des öffentlich-rechtlichen Senders CTV nominiert worden.

Josef Nerusil (38), ein enger Mitarbeiter Kardinal Dukas vor allem im Bereich der Medienarbeit, kandidierte bei den Wahlen für die rechtspopulistische SPD (Freiheit und direkte Demokratie) Tomio Okamuras. Diese schaffte zwar mühelos den Wiedereinzug in die Abgeordnetenkammer, reüssierte aber nicht in Prag. Als Listenführer der Hauptstadt erhielt Nerusil nicht einmal halb so viele Vorzugsstimmen wie der wiedergewählte Jiri Hobza.

 

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  2. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  3. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  4. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein
  5. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  6. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier
  7. 'Rita hat das Herz eines Engels! Gott segne sie!“
  8. Filmstar Evangeline Lilly verließ Hollywood vor sechs Jahren: ‚Gott hat einen Plan‘
  9. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  10. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  11. Papst Leo lädt zum Weltjugendtag ein: „Ich freue mich darauf, euch in Seoul zu sehen!“
  12. USA: Kontenschließungen von Banken bei Lebensschutz- und konservativen Gruppen
  13. Krakauer Regens: Johannes Paul II. war Hotspot für Verbindung mit Gott
  14. US-Erzbischof Cordileone: „Die Familie: Das Abbild Gottes“
  15. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz