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Heute vor 90 Jahren: C. S. Lewis wird „Hineingenommen in die Liebe“

28. September 2021 in Chronik, 3 Lesermeinungen
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Lewis hatte 1931 eine tiefe Glaubenserfahrung. Er bestieg das Motorrad, als ein noch nicht an Christus Glaubender und als er abstieg, glaubte er, dass Christus der Sohn Gottes sei - Leseprobe aus: Helmut Müller, Hineingenommen in die Liebe


Kevelaer (kath.net) Am 28. 9. 1931 begann ein beispiellos fruchtbares christliches Schriftstellerleben. C. S. Lewis ist u. a. der Autor von „Dienstanweisungen an einen Unterteufel“ und den Narnia Chroniken. Gott zur Sprache bringen wie C. S. Lewis, sollte das nicht auch eine Anregung sein für alle, die sich jetzt auf den „synodalen Weg“ begeben?

Leseprobe aus: Helmut Müller, Hineingenommen in die Liebe – aber spüren wir sie auch im orbis catholicus? Skizzen einer autobiografischen Theologie

Vallendar (kath.net) C. S. Lewis hatte wenige Wochen nach einem intensiven Glaubensgespräch mit seinen Freunden J. R. R. Tolkien und Hugo Dyson am 28. Sept. 1931 während einer Motorradfahrt eine tiefe Glaubenserfahrung. Er bestieg das Motorrad, als ein noch nicht an Christus Glaubender und als er abstieg, glaubte er, dass Christus der Sohn Gottes sei. Er beschrieb die Erfahrung als „Joy“ (Freude). Drei Tage später am 1. Oktober 1931 schrieb er an seinen Freund Arthur Greeves: „Die Freuden dieser frühen Tage wurden uns gegeben, um uns in die Welt des Geistes zu locken, etwa so, wie die sexuelle Ekstase dazu da ist, Nachwuchs und Familienleben hervorzubringen. Sie waren hochzeitliche Leidenschaften. Zu wünschen, sie möchten wiederkehren oder sollten bleiben, ist wie der Wunsch, die Flitterwochen zu verlängern.“ Diese Notiz, nur drei Tage nach dem „Joy-Erlebnis“, ist absolut bemerkenswert. Was wäre gewesen, wenn Paulus sein Damaskuserlebnis nach drei Tagen niedergeschrieben hätte? Vergleichbar ist es m. E. mit dem Erlebnis Blaise Pascals, der seine Gotteserfahrung mit „Jahr der Gnade 1654, Montag, den 23. 11. […]Feuer. Gott Abrahams, Isaaks, Gott Jakobs, nicht der Philosophen und Gelehrten. Gewissheit, Gewissheit, Empfinden, Freude, Friede. Der Gott Jesu Christi“ in seine Kleidung einnähte.


   Der prominenteste Ort einer Gotteserfahrung war mit Sicherheit die von Paul Claudel, die dieser als 18 Jähriger in Notre Dame, dem einstmaligen Tempel der Vernunft der französischen Revolution erfuhr: „Im Nu wurde mein Herz ergriffen. Ich glaubte. Ich glaubte mit einer so mächtigen inneren Zustimmung mit solch unerschütterlicher Gewissheit, dass keinerlei Platz auch nur für den leisesten Zweifel offen blieb, dass von diesem Tag an alle Bücher, alles Klügeln, alle Zufälle eines bewegten Lebens meinen Glauben nicht zu erschüttern, ja auch nicht nur anzutasten vermochten ... Es ist wahr! Gott existiert, er ist da. Er ist jemand, er ist ein ebenso persönliches Wesen wie ich. Er liebt mich, er ruft mich."

Und Jahre später:
„Während ich auf das Magnifikat hörte, hatte ich die Offenbarung von einem Gott, der die Arme nach mir ausstreckte."

kath.net Lesetipp
Helmut Müller
Hineingenommen in die Liebe - aber spüren wir sie auch im orbis catholicus?
Skizzen einer autobiografischen Theologie
250 Seiten, Paperback
Fe-Verlag
ISBN /EAN: 9783717113355

 


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Lesermeinungen

 physicus 28. September 2021 
 

@Robensl

Da kann ich nur beipflichten, auch, was das mehrmalige Lesen angeht ... vor kurzem habe ich, nach Hinweis von Mitforist @girsberg74, die oben erwähnten „Dienstanweisungen an einen Unterteufel“ gelesen, klasse. Manches ist wie auf den deutsch-syondalen Weg gemünzt. Zum Beispiel der teuflische Rat, man solle die Menschen zur Überzeugung bringen, dass das "wirkliche" Leben zählt (Stichwort "Lebenswirklichkeit"), und nicht die "Wahrheit". Hat man sie erstmal soweit, kann man ihnen viel an "Wirklichkeit" vorgaukeln.


3
 
 Innozenz11 28. September 2021 
 

Zustimmung

Werter @Robensl
da kann ich Ihnen nur zustimmen. C. S. Lewis gehört zu den basics und "Abschaffung des Menschen" ragt unter seinen vielen großartigen Werken noch ein ganzes Stück heraus.


3
 
 Robensl 28. September 2021 
 

Schriften von ihm sollte jeder kennen

"Die Abschaffung des Menschen" z.B. ist ein Meisterwerk. Ich verstand nicht gleich alles, musste einiges zwei-, dreimal lesen. Aber es war von den ersten Seiten an ein Eindruck wie beim Betrachten eines Gemäldes, bei dem man gleich merkt, dass es grossartig ist, auch wenn man (noch) nicht alles darin begreift.


5
 

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