SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: 



Top-15meist-diskutiert- Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
- Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
- Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
- Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
- Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
- Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
- Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
- „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
- „Das Ende von Maria 2.0“
- Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
- US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
- Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
- Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
- Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
- Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
| 
Wie beim Synodalen Weg in Deutschland? - Dies ist "genau der falsche Weg"28. September 2021 in Österreich, 7 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Kärntner Diözesanverantwortlicher für den vom Papst gestarteten synodalen Weg im Kärntner "Sonntag"-Interview: Es geht nicht vorrangig um Demokratisierung oder Strukturreform, sondern um ein "gemeinsames Gehen" und ein Aufeinander-Hören
Klagenfurt (kath.net/KAP) Der synodale Prozess, den Papst Franziskus den Diözesen weltweit verordnet hat und der am 17. Oktober offiziell beginnen wird, ist "epochal" und genau das, was die Kirche jetzt benötigt: "das gemeinsame Gehen", wie es bereits das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65) eingefordert hat: Das hat der Kärntner Bischofsvikar und Diözesanverantwortliche für den Synodalen Prozess, Engelbert Guggenberger, in einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Kärntner "Sonntag" betont. "Mir kommt es fast so vor wie sein Testament", brachte Guggenberger seine Einschätzung des Papst-Anliegens auf den Punkt.
Zugleich mahnte Guggenberger, den Prozess, der in allen Diözesen Mitte Oktober starten wird und schließlich im Jahr 2023 in eine große Bischofssynode in Rom münden soll, nicht als Versuch einer kirchlichen Demokratisierung oder als Teil einer Strukturreform misszuverstehen: "Natürlich gibt es in puncto Demokratie noch Handlungsbedarf in der Kirche. Doch dieses gemeinsame Gehen ist etwas anderes als nur die Implementierung demokratischer Spielregeln". Strukturveränderungen an sich seien "nicht das vorrangige Ziel" - vielmehr brauche es "ein neues Bewusstsein", welches jeder Veränderung vorausgehen müsse. Es gehe dem Papst um eine gemeinsame Sendung aller Gläubigen, um einen gemeinsamen Weg, der an sich schon "Methode und Ziel" ist und der zugleich eine "spirituelle Einbettung" benötigt.
Wenn dieser Weg etwa in Forderungen nach Abstimmungen o.ä. einmünde wie beim Synodalen Weg in Deutschland, so sei dies "genau der falsche Weg", zeigte sich Guggenberger überzeugt. "Denn dies führt in einen Parlamentarismus, der von der Idee der Synodalität massiv abweicht", da er nicht sieht, dass es um die Einübung einer inneren Haltung des Aufeinander-Hörens und Miteinander-Redens ankomme: "Das Miteinander-Reden ist schon ein Einüben in Synodalität. Dadurch kommt es zum Aufweichen festgefahrener Einstellungen."
In Kärnten werde man zum Auftakt dieses weltweiten Prozesses am 16. Oktober in zwölf Pfarren Gesprächsrunden starten, um Themen zu sammeln, was die Menschen heute beschäftige und wie eine synodale Kirche aussehen könnte, führte Guggenberger weiters aus. Am 17. Oktober werde dann ein Hirtenwort zur Eröffnung des Prozesses verlesen. In Folge sollen dann weitere Gesprächsinitiativen gestartet werden, bei denen Gläubige und Kirchennahe ebenso gehört werden sollen wie Ausgetretene und Angehörige anderer Konfessionen und Religionen. "Es geht also um einen breiten Dialog der Kirche mit der Gesellschaft", so Guggenberger. Zudem wolle man eine Bilanz im Blick auf die Kärntner Diözesansynode aus dem Jahr 1972 ziehen und fragen, was seit damals umgesetzt wurde und wo es noch offene Punkte gebe.
Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten 
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. | 
Mehr zu | 






Top-15meist-gelesen- Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
- Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
- „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
- Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
- Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
- Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
- Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
- Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
- Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
- Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
- Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
- Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
- Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
- USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
- 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
|