Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  2. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  3. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  4. „Die Berufung auf die Tradition gegen die Kirche von Rom ist ein Widerspruch in sich“
  5. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  6. Écône, zum Zweiten
  7. Christian Würtz ist neuer Bischof von Eichstätt!
  8. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  9. Taylor Marshall zu FSSPX: Diese liturgische Neuerung ist eindeutig ‚nicht traditionell‘
  10. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  11. Leo XIV. auf Lampedusa: Zum Nächsten wird man!
  12. "Ohne Einheit mit dem Papst keine volle Gemeinschaft mit der Kirche"
  13. Papst ernennt Sr. Alessandra Smerilli zur Präfektin des Entwicklungsdikasteriums
  14. Vatikan hofft weiterhin auf Dialog mit der Piusbruderschaft
  15. Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“

Wie beim Synodalen Weg in Deutschland? - Dies ist "genau der falsche Weg"

28. September 2021 in Österreich, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kärntner Diözesanverantwortlicher für den vom Papst gestarteten synodalen Weg im Kärntner "Sonntag"-Interview: Es geht nicht vorrangig um Demokratisierung oder Strukturreform, sondern um ein "gemeinsames Gehen" und ein Aufeinander-Hören


Klagenfurt  (kath.net/KAP) Der synodale Prozess, den Papst Franziskus den Diözesen weltweit verordnet hat und der am 17. Oktober offiziell beginnen wird, ist "epochal" und genau das, was die Kirche jetzt benötigt: "das gemeinsame Gehen", wie es bereits das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65) eingefordert hat: Das hat der Kärntner Bischofsvikar und Diözesanverantwortliche für den Synodalen Prozess, Engelbert Guggenberger, in einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Kärntner "Sonntag" betont. "Mir kommt es fast so vor wie sein Testament", brachte Guggenberger seine Einschätzung des Papst-Anliegens auf den Punkt.

Zugleich mahnte Guggenberger, den Prozess, der in allen Diözesen Mitte Oktober starten wird und schließlich im Jahr 2023 in eine große Bischofssynode in Rom münden soll, nicht als Versuch einer kirchlichen Demokratisierung oder als Teil einer Strukturreform misszuverstehen: "Natürlich gibt es in puncto Demokratie noch Handlungsbedarf in der Kirche. Doch dieses gemeinsame Gehen ist etwas anderes als nur die Implementierung demokratischer Spielregeln". Strukturveränderungen an sich seien "nicht das vorrangige Ziel" - vielmehr brauche es "ein neues Bewusstsein", welches jeder Veränderung vorausgehen müsse. Es gehe dem Papst um eine gemeinsame Sendung aller Gläubigen, um einen gemeinsamen Weg, der an sich schon "Methode und Ziel" ist und der zugleich eine "spirituelle Einbettung" benötigt.

Wenn dieser Weg etwa in Forderungen nach Abstimmungen o.ä. einmünde wie beim Synodalen Weg in Deutschland, so sei dies "genau der falsche Weg", zeigte sich Guggenberger überzeugt. "Denn dies führt in einen Parlamentarismus, der von der Idee der Synodalität massiv abweicht", da er nicht sieht, dass es um die Einübung einer inneren Haltung des Aufeinander-Hörens und Miteinander-Redens ankomme: "Das Miteinander-Reden ist schon ein Einüben in Synodalität. Dadurch kommt es zum Aufweichen festgefahrener Einstellungen."

In Kärnten werde man zum Auftakt dieses weltweiten Prozesses am 16. Oktober in zwölf Pfarren Gesprächsrunden starten, um Themen zu sammeln, was die Menschen heute beschäftige und wie eine synodale Kirche aussehen könnte, führte Guggenberger weiters aus. Am 17. Oktober werde dann ein Hirtenwort zur Eröffnung des Prozesses verlesen. In Folge sollen dann weitere Gesprächsinitiativen gestartet werden, bei denen Gläubige und Kirchennahe ebenso gehört werden sollen wie Ausgetretene und Angehörige anderer Konfessionen und Religionen. "Es geht also um einen breiten Dialog der Kirche mit der Gesellschaft", so Guggenberger. Zudem wolle man eine Bilanz im Blick auf die Kärntner Diözesansynode aus dem Jahr 1972 ziehen und fragen, was seit damals umgesetzt wurde und wo es noch offene Punkte gebe.


Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  2. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  3. Écône, zum Zweiten
  4. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  5. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  6. Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“
  7. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  8. Deutsche Medien schweigen zum Bericht über Vergewaltigungsbanden in Großbritannien
  9. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  10. Christian Würtz ist neuer Bischof von Eichstätt!
  11. Ehemalige Äbtissin wehrt sich gerichtlich gegen Rauswurf
  12. Freimaurerei „mit einem vollständigen Bekenntnis zum katholischen Glauben unvereinbar“
  13. Taylor Marshall zu FSSPX: Diese liturgische Neuerung ist eindeutig ‚nicht traditionell‘
  14. "Ohne Einheit mit dem Papst keine volle Gemeinschaft mit der Kirche"
  15. Vatikan hofft weiterhin auf Dialog mit der Piusbruderschaft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz