Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  5. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  6. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  7. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  8. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  9. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  10. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden
  11. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  12. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  13. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘
  14. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  15. Ostern – oder die Frage, die wir vermeiden

Bischof Paprocki: Liturgische Einheit bedeutet nicht Uniformität

11. August 2021 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


‚Traditionis custodes’ enthalte sowohl Empfehlungen als auch Anordnungen. Man muss das Dokument genau lesen, empfiehlt der Bischof von Springfield.


Springfield (kath.net/jg)

Mit dem Motu proprio „Traditionis cust0des“ wolle Papst Franziskus die Alte Messe nicht unterdrücken, sondern stärker der Aufsicht der Ortsbischöfe unterstellen. Diese Ansicht vertritt Thomas Paprocki, der Bischof von Springfield (US-Bundesstaat Illinois) in einem Interview mit dem National Catholic Register. (Siehe Link am Ende des Artikels)

Man müsse das Dokument genau lesen, betont er. Das Dokument enthalte sowohl Empfehlungen als auch Anordnungen. Er achte stets darauf, ob bei einer Bestimmung „muss“ oder „soll“ steht, sagt Paprocki, der ausgebildeter Kirchenrechtler ist.

Nach der Veröffentlichung von „Traditionis custodes“ hat Bischof Paprocki zwei Pfarrkirchen in seiner Diözese die Erlaubnis erteilt, die Messe weiterhin in der außerordentlichen Form zu feiern. Er ist der Ansicht, dass das Dokument in dieser Hinsicht nicht eindeutig sei. In einem Absatz sei die Feier der Messe nach dem Missale von 1962 in Pfarrkirchen untersagt, in einem anderen Absatz werde festgelegt, dass der Bischof die Situation in diesen Pfarren zu überprüfen habe und dann entscheide, ob sie beibehalten würden oder nicht. Er könne sich nicht vorstellen, dass der Papst verlange, die Feier der Messe in einen Turnsaal zu verlegen, oder vom Bischof erwarte, einer Kirche deshalb den kanonischen Status als Pfarrkirche zu entziehen.


Er könne aus seiner Erfahrung keinen Zusammenhang zwischen der Feier der Messe in der außerordentlichen Form und einer Ablehnung des Zweiten Vatikanischen Konzils feststellen, sagte Paprocki. Er wolle aber auch klarstellen, dass man den Erfolg des Konzils in Frage stellen könne, ohne dessen Gültigkeit zu leugnen. Angesichts sinkender Teilnehmerzahlen bei Messen und weniger Priester- und Ordensberufungen in vielen Ländern könne man kaum sagen, das Ziel einer intensiveren Partizipation am religiösen, priesterlichen und sakramentalen Leben der Kirche sei erreicht worden.

Papst Franziskus wolle mit „Traditionis custodes“ die Einheit in der Kirche stärken. Die Einheit der Christen sei ein Wunsch, der auf Jesus zurückgehe. Seit 2.000 Jahren bemühten sich die Christen, diesem Wunsch zu entsprechen, sagt der Bischof. Einheit bedeute aber nicht Uniformität. Man müsse nicht alles auf die gleiche Weise tun. Die Herausforderung besteht nach seiner Ansicht darin, eine gewisse Vielfalt in den Gottesdiensten zu ermöglichen, die keine Spaltung im Glauben und in der Liebe zu Gott und zu den Nächsten zur Folge habe.

 

Link zum Interview mit Bischof Thomas Paprocki (englisch):

Bishop Paprocki Discusses ‘Traditionis Custodes’: Liturgical Unity Doesn’t Mean Liturgical Uniformity

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Liturgie

  1. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  2. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  3. Vom Elend der Fürbitten
  4. „Laetare Jerusalem“ – Freude mitten in der Bußzeit
  5. Umkehr – Beichte – Bußsakrament
  6. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  7. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  8. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  9. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  10. „O Sapientia“ – O Weisheit







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  4. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  5. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  6. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  7. Papstsekretär: Leo XIV. bleibt "Padre Roberto"
  8. Der Kreuzweg mit Papst Leo
  9. Hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt
  10. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  11. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  12. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  13. Britisches Innenministerium stoppt Ermittlungen gegen legale Online-Posts
  14. Terror-Warnung zu Ostern: ISIS ruft zu Anschlägen auf Kirchen und Synagogen auf
  15. 'Tödliche Bedrohung': Bischof Barron warnt vor Kollaps der westlichen Zivilisation

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz