Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  5. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  6. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  7. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  8. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  9. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  10. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  11. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  12. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  13. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  14. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier
  15. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse

Bischof Paprocki: Liturgische Einheit bedeutet nicht Uniformität

11. August 2021 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


‚Traditionis custodes’ enthalte sowohl Empfehlungen als auch Anordnungen. Man muss das Dokument genau lesen, empfiehlt der Bischof von Springfield.


Springfield (kath.net/jg)

Mit dem Motu proprio „Traditionis cust0des“ wolle Papst Franziskus die Alte Messe nicht unterdrücken, sondern stärker der Aufsicht der Ortsbischöfe unterstellen. Diese Ansicht vertritt Thomas Paprocki, der Bischof von Springfield (US-Bundesstaat Illinois) in einem Interview mit dem National Catholic Register. (Siehe Link am Ende des Artikels)

Man müsse das Dokument genau lesen, betont er. Das Dokument enthalte sowohl Empfehlungen als auch Anordnungen. Er achte stets darauf, ob bei einer Bestimmung „muss“ oder „soll“ steht, sagt Paprocki, der ausgebildeter Kirchenrechtler ist.

Nach der Veröffentlichung von „Traditionis custodes“ hat Bischof Paprocki zwei Pfarrkirchen in seiner Diözese die Erlaubnis erteilt, die Messe weiterhin in der außerordentlichen Form zu feiern. Er ist der Ansicht, dass das Dokument in dieser Hinsicht nicht eindeutig sei. In einem Absatz sei die Feier der Messe nach dem Missale von 1962 in Pfarrkirchen untersagt, in einem anderen Absatz werde festgelegt, dass der Bischof die Situation in diesen Pfarren zu überprüfen habe und dann entscheide, ob sie beibehalten würden oder nicht. Er könne sich nicht vorstellen, dass der Papst verlange, die Feier der Messe in einen Turnsaal zu verlegen, oder vom Bischof erwarte, einer Kirche deshalb den kanonischen Status als Pfarrkirche zu entziehen.


Er könne aus seiner Erfahrung keinen Zusammenhang zwischen der Feier der Messe in der außerordentlichen Form und einer Ablehnung des Zweiten Vatikanischen Konzils feststellen, sagte Paprocki. Er wolle aber auch klarstellen, dass man den Erfolg des Konzils in Frage stellen könne, ohne dessen Gültigkeit zu leugnen. Angesichts sinkender Teilnehmerzahlen bei Messen und weniger Priester- und Ordensberufungen in vielen Ländern könne man kaum sagen, das Ziel einer intensiveren Partizipation am religiösen, priesterlichen und sakramentalen Leben der Kirche sei erreicht worden.

Papst Franziskus wolle mit „Traditionis custodes“ die Einheit in der Kirche stärken. Die Einheit der Christen sei ein Wunsch, der auf Jesus zurückgehe. Seit 2.000 Jahren bemühten sich die Christen, diesem Wunsch zu entsprechen, sagt der Bischof. Einheit bedeute aber nicht Uniformität. Man müsse nicht alles auf die gleiche Weise tun. Die Herausforderung besteht nach seiner Ansicht darin, eine gewisse Vielfalt in den Gottesdiensten zu ermöglichen, die keine Spaltung im Glauben und in der Liebe zu Gott und zu den Nächsten zur Folge habe.

 

Link zum Interview mit Bischof Thomas Paprocki (englisch):

Bishop Paprocki Discusses ‘Traditionis Custodes’: Liturgical Unity Doesn’t Mean Liturgical Uniformity

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Liturgie

  1. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. US-Bischof weitet Angebot an tridentinischen Messen in seiner Diözese aus
  4. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  5. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  6. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  7. Brasilianischer Bischof: Junge Katholiken haben ein ‚Recht‘ auf traditionelle Liturgie
  8. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  9. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  10. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“







Top-15

meist-gelesen

  1. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  2. Belgien: Anteil der Euthanasiefälle in den letzten fünf Jahren verdoppelt
  3. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  4. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  5. Patrozinium im Mailänder Dom, während draußen Explosionen und Sirenen zu hören sind
  6. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  7. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  8. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission
  9. Papst sprach auch mit Selenskyj über Lage in Frontstadt Oleschky
  10. Apostolisch und nix anderes
  11. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'
  12. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  13. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch
  14. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“
  15. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz