Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  2. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  3. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  4. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  5. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  6. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  7. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  8. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  9. Die Stunde der Heuchler
  10. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  11. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  12. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  13. Ein einziges Depositum der Wahrheit. Die Einheit von Schrift und Tradition
  14. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  15. Einzugstermin für Papst Leo XIV. im Vatikan weiter offen

Orban: Welt steht Christen feindlich gegenüber

20. Juni 2021 in Familie, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ungarischer Premier: Christentum in "Zivilisationskampf um Seele und Zukunft Europas"


Zagreb/Budapest  (kath.net/KAP) Viktor Orban sieht das Christentum in einem "Zivilisationskampf um die Seele und die Zukunft Europas". Die Christen umgebende Welt sei diesen feindlich gegenüber eingestellt, meinte der ungarische Regierungschef in einem Interview für die aktuelle Ausgabe der kroatischen katholischen Wochenzeitung "Glas koncila". Die Konfession spiele dabei keine Rolle, die Situation betreffe Katholiken genauso wie ihn als Calvinisten, sagte Orban.

Umso notwendiger erachtet er die Überwindung der Spaltung des Christenheit. "Wir brauchen das Gebet für die völlige christliche Einheit, die Orthodoxen mit inbegriffen - denn ohne Zusammenarbeit können wir in Europa das Christentum nicht erhalten", so der Premier. Er lebe mit fünf katholischen Frauen - seiner Ehefrau sowie vier katholisch getauften Töchtern - und einem calvinistischen Sohn unter einem Dach, berichtete der 58-jährige Fidesz-Vorsitzende. Eine seiner Töchter sei zudem mit einem griechisch-katholischen Priester verheiratet, so Orban. "Wir sind viele, die wir uns nach der Verwirklichung der christlichen Einheit sehnen." In dem unter anderem vor dem Hintergrund der für September erwarteten Budapest-Visite von Papst Franziskus geführten Interview, äußerte sich der Politiker auch zum Verhältnis von Kirche und Staat und zu seinem Bild einer christdemokratischen Politik.


Letztere ziehe ihr Mandat aus einer Verbindung mit der christlichen Kultur, so Orban. "Das Christentum hat erstens den freien Menschen geschaffen. Deshalb müssen wir in erster Linie die menschliche Würde verteidigen. Danach schuf das Christentum die christliche Familie. Wir müssen das Konzept der christlichen Familie verteidigen", führte der ungarische Premier aus. Außerdem habe das Christentum in Europa auch Nationen geschaffen, so Orban: "Wenn wir Ungarn über 1.000 Jahre hinweg nicht dem Christentum gefolgt wären, wären wir verschwunden, deshalb müssen wir auch die Nation schützen." "Unsere Aufgabe ist es nicht, Glaubenssätze zu schützen, das ist die Mission der Kirche, sondern die großen Ergebnisse der christlichen Zivilisation, fügte der Fidesz-Chef hinzu.

Macht sei die "Fähigkeit des gemeinsamen Handelns" und politische Macht erschaffe das gemeinsame Handeln als politisches Handeln, erklärte Orban weiter. Die Kirche wiederum verwirklicht das gemeinsame Handeln auf geistigem Weg, durch seelische Führung, "Wenn diese beiden Seiten in Verbindung treten, entstehen große Ergebnisse", zeigte sich der Premier überzeugt. Eine strikte Trennung von Kirche und Staat wie mancherorts im Westen werde er daher "niemals akzeptieren". Die ungarische Verfassung sehe vor, dass Staat und Kirche getrennt wirken, dies ermögliche aber auch Zusammenarbeit.

 

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 

 

Foto: (c) Von European People's Party - EPP Summit, Brussels, December 2018, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=82477683


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  4. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  7. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  8. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  9. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  10. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  11. Die Stunde der Heuchler
  12. Goldensteiner Schwestern: Schwere Vorwürfe um Spendengelder
  13. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  14. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  15. Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz