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Vatikan-Website spricht von Papstreise nach Marseille

12. April 2021 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Franziskus zeigt sich an "Pilgerreise durch die Mittelmeerregion" im Oktober interessiert - Der Papst hofft offenbar auch darauf, in einigen Jahren die durch Großbrand beeinträchtigte Pariser Kathedrale Notre Dame wieder einweihen zu können


Vatikanstadt/Paris (kath.net/KAP) Im Vatikan gibt es Überlegungen für eine Papstreise nach Frankreich. Ein solcher Besuch mit Ziel Marseille sei im Oktober möglich, teilte die Kommunikationsabteilung am Wochenende auf ihrer Internetseite mit, deren Inhalte üblicherweise mit dem vatikanischen Staatssekretariat abstimmt sind. Papst Franziskus sei an einer Visite als Teil einer "Pilgerreise durch die Mittelmeerregion" interessiert, hieß es unter Berufung auf den Erzbischof der südfranzösischen Hafenstadt, Jean-Marc Aveline.

Aveline war am Freitag mit Franziskus im Vatikan zusammengetroffen. Inhalt des Gesprächs war laut dem Erzbischof ein mögliches Profil einer Marseille-Reise. Aveline beschrieb seine Stadt als Brennpunkt der unterschiedlichen Kulturen und Religionen im Mittelmeerraum und als Ort, von dem aus sich der Papst an Europa wenden könne. Franziskus hatte zuvor bei Besuchen in den Hafenstädten Neapel 2019 und in Bari 2020 auf die Bedeutung des kulturellen Austauschs und der Zusammenarbeit der Mittelmeer-Anrainerstaaten hingewiesen.


Die französische Zeitung "La Croix" (Onlineausgabe Freitag) berichtete ebenfalls über eine mögliche Reise des Kirchenoberhaupts nach Marseille. Nach Informationen des Blatts will die Spitze der Französischen Bischofskonferenz unter ihrem Vorsitzenden Erzbischof Eric de Moulins-Beaufort Ende April in Rom mit Franziskus unterschiedliche Perspektiven eines Besuchs erörtern. Staatspräsident Emmanuel Macron hatte den Papst wiederholt eingeladen.

"La Croix" berief sich auf eine "hochrangige Quelle im Vatikan", wonach der Papst zunächst zu einem hochrangigen Jesuiten-Treffen nach Marseille reisen könnte, um danach womöglich an der traditionellen Herbstvollversammlung der Bischofskonferenz in Lourdes teilzunehmen. Ein anderer hochrangiger Kurienbeamter wurde jedoch mit den Worten zitiert, Franziskus träume eher davon, einst die nach dem Großbrand 2019 restaurierte Pariser Kathedrale Notre-Dame einzuweihen. Dies dürfte allerdings laut Expertenmeinung nicht vor 2024 geschehen.

Papst Johannes Paul II. (1978-2005) besuchte in seiner fast 27 Jahre dauernden Amtszeit achtmal Frankreich; nur in Polen war er einmal häufiger. Benedikt XVI. (2005-2013) besuchte das einst stark katholisch geprägte Land 2008. Papst Franziskus widmete einen Tagesbesuch 2014 ausschließlich den europäischen Institutionen in Straßburg.

Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hatte der Papst seine Pastoralreisen eingestellt. Erstmals unternahm er im März wieder einen Auslandsbesuch mit einer Visite im Irak. Für September kündigte das Kirchenoberhaupt eine Reise zum Eucharistischen Weltkongress in Budapest und mit einem möglichen Abstecher in die Slowakei an.

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