Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  5. Der anderskatholische Papstkritiker
  6. Bätzing gegen Papst Leo
  7. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  11. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Drei Stunden im Fegefeuer
  14. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  15. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist

Corona eine Strafe Gottes? - "Es ist möglich!"

6. April 2021 in Weltkirche, 74 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Deutscher Theologe Imkamp: Theologische Stellungnahmen seien heute meistens Mainstream-Angelegenheiten von zeitgeistabhängigen Mitläufern!


Welt (kath.net) Der bekannte deutsche Theologe Prälat Wilhelm Imkamp wirft den Corona-Managern in Deutschland vor, dass sich diese wie „Krisen- und Seuchengewinnler“ benommen haben. In einem Interview mit Henryk Broder in der  "Welt" übte Imkamp auch deutliche Kritik an der Theologie. Theologische Stellungnahmen seien heute meistens Mainstream-Angelegenheiten von zeitgeistabhängigen Mitläufern. Auch bei Corona sei es nicht anders. Er kenne keine ernst zu nehmende theologische Stellungnahme zu Corona. Für Imkamp waren in der Corona-Zeit die katholischen Kirchenbürokraten vollauf beschäftigt, ihren vorauseilenden Gehorsam zu dokumentieren und Vollzugsmeldungen zu machen. Kirchlichen Anordnungen nichts anderes gewesen als die Übersetzung von staatlichen Anordnungen. Für Imkamp habe der Staat im Gottesdienst und in der Kirche nichts zu suchen.

Für Imkamp ist Corona eine Folge der Erbsünde. Es gehe dabei immer um dieselbe Frage: "Wieso kann ein gütiger Gott etwas Böses zulassen?" Für Imkamp ist die Antwort klar: Das Böse kommt aus dem Missbrauch der Freiheit. Für Imkamp stehe auch fest, dass die Gläubigen mit der Pestseuche besser fertig geworden seien als die Aufgeklärten heute mit Corona. Auf die Frage, ob Corona vielleicht doch eine Strafe Gottes sei, erinnert der Theologe, dass das Alte Testament und vor allem die Psalmen oft vom strafenden Gott sprechen. Er selber sei vorsichtig, von einer Strafe Gottes zu sprechen. Er würde aber Bischöfe und Priester, die behaupten, dass es keine Strafe Gottes sei, fragen, woher die das denn wissen. "Hast du mit ihm telefoniert, hast du eine Privataudienz oder eine Offenbarung gehabt?" Für ihn sei es möglich, dass es eine Strafe Gottes sei. Für den Theologen ist es auch ein Skandal, dass die Kirche nichts mehr zum Themenbereichen "Leben nach dem Tode,  Himmel, Hölle, Fegefeuer" sagen. Das wären laut Imkampf  die Themen gewesen, die jetzt hätten behandelt werden müssen. Die Botschaft vom ewigen Leben sei etwas "ganz Großartiges."
 
Weitere Zitate aus dem Interview:
 
"Wir sind dialogfähig – wer katholisch ist, braucht keine Grünen mehr. Es ist tatsächlich so, obwohl es abgedroschen klingt:

"Der moderne Mensch zeichnet sich durch mehr Dummheit und weniger Demut aus. Dummheit und Demut sind kommunizierende Röhren. Nicht alles ist machbar; nicht alles, was wir wollen, ist möglich. Wir stoßen an unsere Grenzen, es gibt auch Grenzen für die bürokratische Verfasstheit der Kirche."



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Coronavirus

  1. YouTube-Star "MrWissen2go" räumt Fehler bei Corona-Berichterstattung ein
  2. Britische Gesundheitsbehörde gibt Zahlen zu Covid-Impfung und Übersterblichkeit nicht bekannt
  3. Großbritanniens bekanntester Moderator bittet Tennisstar Novak Djokovic um Entschuldigung
  4. Spanisches Verfassungsgericht erklärt einige Corona-Maßnahmen für verfassungswidrig
  5. ARD zeigt Kabarettistin mit schweren Impfschäden nach Corona-Impfung
  6. Covid-Impfung verweigert – Katholikin erhält 12,7 Millionen Dollar nach ungerechtfertigter Kündigung
  7. Virologe Streeck vergleicht Corona-Ungeimpfte mit Juden während der Pest
  8. Evangelischer Bischof bittet um Entschuldigung für Ausgrenzung während Covid-Pandemie
  9. Krach in der Ampel-Regierung: Kubicki fordert Lauterbach zum Rücktritt auf
  10. Covid-19-Pandemie: Ehemalige Proberichterin wegen Rechtsbeugung verurteilt







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  3. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  4. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  5. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  6. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  7. ‚Lieber ein ‚Fanatiker‘ als ein Verräter für Kataris und Dschihadisten‘
  8. Benedikt XVI.: „Wir fragen uns jedoch: Warum empfinden wir Angst vor dem Tod?“
  9. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen
  10. Der unbekannte Bekannte: St. Martin
  11. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  12. Allerheiligen oder Heilige für alle?
  13. Schmunzelnder Papst scherzt mit Basketballern seiner früheren Uni
  14. „Die Heiligen sind keine kleine Gruppe Auserwählter, sondern eine unzählige Schar“
  15. Brücken bauen, Wurzeln schlagen, Gemeinschaft leben. Der Glaube als gemeinsamer Ursprung und Auftrag

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz