Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Tantum ergo Sacramentum
  5. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  10. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  11. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  12. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  13. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  14. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  15. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet

US-Bischöfe: Joe Bidens Haltung zur Abtreibung ist 'religiös und ethisch inkohärent'

31. Jänner 2021 in Prolife, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


48. Auflage der jährlichen Großdemonstration aufgrund von Corona im Internet, mit symbolischem Marsch in Washington vor den Supreme Court übt nochmals deutliche Kritik an US-Präsident Biden für Aufhebung der "Mexiko-City-Politik"


Washington (kath.net/KAP/red) Die weltweit wichtigste Lebensschutz-Veranstaltung, der Washingtoner "Marsch für das Leben", hat am Freitag erstmals virtuell stattgefunden. Die Organisatoren der jährlichen Protestveranstaltung gegen Abtreibungen hatten die jährliche Großdemonstration wegen der Coronavirus-Pandemie der Straße ins Netz verlegt. Ein nur "symbolischer" Marsch mit 200 Teilnehmern fand bei Minustemperaturen vom Washingtoner Museum oft the Bible bis zum Supreme Court statt. Papst Franziskus hatte bereits vorab allen Teilnehmern des diesjährigen - realen wie virtuellen - "Marsch für das Leben" einen vollkommenen Ablass gewährt.

Das Oberste Gericht der USA hatte am 22. Jänner 1973 in dem Grundsatzurteil "Roe vs. Wade" Abtreibungen zur Privatangelegenheit erklärt. Als Protest dagegen gab es seither rund um dieses Datum jährlich große Märsche, die in den vergangenen Jahren jeweils mehrere Hunderttausend Teilnehmer hatten. Traditionell werden dabei im Trauergedenken an die 62 Millionen in den USA seither durch Abtreibungen getöteten Ungeborenen rote Rosen auf den Stufen des Gerichtsgebäudes niedergelegt. Am diesjährigen 90-minütigen Marsch - der 48. Auflage - beteiligten sich u.a. der US-Militärbischof Joseph L. Coffey, der ehemalige NFL-Spieler Benjamin Watson, die frühere Planned-Parenthood-Klinikleiterin Abby Johnson sowie Mitglieder des Kolumbusritter-Ordens.


Ab mittags (Ortszeit) wurden die Reden führender Lebensschutz-Aktivisten auf der National Mall per Livestream übertragen. Als Hauptredner ergriff dabei Football-Legende Tim Tebow das Wort und erzählte, wie seine Mutter eine Abtreibung vornehmen wollte, als sie mit ihm schwanger war, um ihr Leben zu retten, sich dann aber dagegen entschied. Die virtuellen Marschierer sollten "besser daran arbeiten, immer für das Leben zu sein" und dabei auch bereit sein, "für und mit den Ungeborenen zu leiden", appellierte der frühere Profi-Quarterback. Die Kundgebung dürfe nicht das Ende des Einsatzes für den Lebensschutz darstellen.

Demokratin fordert Hilfen für Frauen

Zur Eröffnung sprach der Vorsitzende des Pro-Life-Komitees der US-Bischofskonferenz, Joseph F. Naumann, ein Gebet "für schwangere Frauen und für diejenigen, die durch Abtreibung verwundet wurden". Es sei wichtig, diesen Betroffenen Unterstützung zu geben, betonte der Erzbischof von Kansas City. Das Schlussgebet kam von der Enkelin des bekannten Baptisten-Predigers Billy Graham, Cissie Graham Lynch.

Mehrere Kongressredner richteten voraufgezeichnete Botschaften an die Teilnehmer, darunter auch Demokraten wie die Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus, Angie Hatton. Sie forderte eine "parteiübergreifende Anstrengung" für die Beendigung der Abtreibung, und zwar "nicht nur durch Verbote, sondern durch bessere Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung, Adoption und soziale Dienste", da Frauen dadurch die Notwendigkeit für Abtreibungen genommen werden könne. Nötig sei eine "Pro-Baby- und Mütter-Gesetzgebung".

Weitere Redner appellierten an den neuen US-Präsidenten Joe Biden, er solle "Freund und Fürsprecher der Ungeborenen sein, nicht ein weiterer mächtiger Gegner". Der von ihm bei der Amtseinführung erwähnte "Traum von Gerechtigkeit" müsse das Leben ungeborener Kinder mit einbeziehen und auch ihr Leben schützen. Biden hatte unmittelbar vor dem "March for Life" die sogenannte "Mexiko-City-Politik" gestoppt und ein entsprechendes Dekret unterzeichnet. Die unter Donald Trump geltende Regel verweigerte Nichtregierungsorganisationen im Ausland US-Steuermittel für Abtreibungen.

Biden "religiös und ethisch inkohärent"

Bereits am Donnerstagabend fand in der Washingtoner "Saint Matthew"-Kathedrale eine von Erzbischof Naumann geleitete Gebetswache statt, an der aufgrund der Corona-Bestimmungen nur 250 Personen zugelassen waren. Bei der Vigil, deren Livestream auch auf der Website der US-Bischofskonferenz übertragen wurde, bezeichnete der Lebensschutz-Bischof Joe Bidens Haltung zur Abtreibung als "religiös und ethisch inkohärent": Der neue Präsident zeige sich zwar stolz als frommer Katholik, versuche aber dennoch die US-Amerikaner zur Finanzierung von Abtreibungen zu zwingen und Ordensspitäler zur Abgabe von Verhütungs- und Abtreibungsmitteln an ihre Angestellte zu verpflichten. Biden "behauptet zu glauben, dass das menschliche Leben mit der Empfängnis beginnt und ist persönlich gegen Abtreibung, während er jedoch alles in seiner Macht Stehende tut, um Abtreibung nicht nur in den USA, sondern auch weltweit zu fördern und zu institutionalisieren", kritisierte der Erzbischof.

Zuvor hatten am Donnerstag die katholischen US-Bischöfe Bidens Entscheidung als "unvereinbar mit der katholischen Lehre" bezeichnet. Sein jüngstes Dekret fördere eine "aktive Zerstörung von Menschenleben in Entwicklungsländern", erklärten Naumann und Bischof David Malloy in einer Stellungnahme im Namen der Bischofskonferenz. Die katholische Kirche in der USA rufe den Präsidenten dazu auf, "sein Amt zum Guten zu nutzen und den Schwächsten, einschließlich der ungeborenen Kinder, Vorrang zu geben", wofür man Zusammenarbeit anbiete. Die Förderung der Gesundheit von Frauen weltweit solle in einer Weise geschehen, "die die ganzheitliche menschliche Entwicklung vorantreibt und die angeborenen Menschenrechte sowie die Würde jedes menschlichen Lebens, beginnend im Mutterleib, schützt".


Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. DJ "Padre Guilherme" begeistert in Mörbisch 5.000 Jugendliche
  4. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  5. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  6. Papst-Tipps an neue Bischöfe: Namen Kennen, Zuhören und Hausbesuche
  7. „Selbst wenn ein paar Omas dazu gedrängt werden – ist das nicht ein Preis, den man zahlen kann?“
  8. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  9. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  10. Erzbischof von Westminster: „Wir beten für eine Neuevangelisierung Englands“
  11. Benedikt XVI. zum Fest Kreuzerhöhung: „Ein unlösliches Band zwischen Kreuz und Auferstehung“
  12. Vergebung kennt keine Grenze
  13. Papst gewährt Mexiko "Heiliges Jahr" zum Guadalupe-Jubiläum
  14. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  15. Hofer: Mit Franziskus gegen "angepasstes Kulturchristentum"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz