Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst: Ehe unauflöslich, doch bei Annullierung barmherzig sein
  2. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  3. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  4. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  5. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  6. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  7. Papstprediger: KI zeigt „gewisses Etwas auf, das nur wir tun können“
  8. Latein nicht mehr erste Amtssprache im Vatikan
  9. 'Für mich gilt: Mein Leben liegt in der Hand Gottes'
  10. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  11. Cantare amantis est. Der Chor: Ikone der Kirche. Die Freilegung des Glaubensgeheimnisses im Gesang
  12. R.I.P. Martin Lohmann
  13. "Hassprediger und Hofnarr"
  14. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  15. Salzburg: Die drei Goldensteiner Ordensfrauen dürfen im Kloster bleiben, ABER...

Franziskus: „Abtreibung ist ein Problem, das selbst ein Atheist im eigenen Gewissen lösen muss“

14. Jänner 2021 in Prolife, 30 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst fragt erneut: „Ist es in Ordnung, einen Auftragskiller anzustellen, um ein Problem zu lösen? Jemanden, der menschliches Leben tötet?“ - Spricht von „Wegwerfkultur“, auch gegenüber Kranken, deren Tod beschleunigt wird. Von Petra Lorleberg


Vatikan (kath.net/pl) „Ist es in Ordnung, einen Killer einzustellen, um ein Problem zu lösen? Jemanden, der menschliches Leben tötet?“ Das sagte Papst Franziskus, als er im italienischen Sender Tg5 ein langes Fernsehinterview gab. „Jemand hatte gesagt, wenn es eine Sache gibt, die wir tun können, wird uns die Religion verstehen. Aber das Problem des Todes ist kein religiöses Problem, seien Sie vorsichtig: Es ist ein menschliches, vorreligiöses Problem, es ist ein Problem der menschlichen Ethik. Dann folgen die Religionen, aber es ist ein Problem, das selbst ein Atheist in seinem eigenen Gewissen lösen muss.“ Franziskus benutzte erneut - und offenbar sehr bewusst - das scharfe italienische Wort „sicario“, das „Auftragsmörder/-killer“ bedeutet und ursprünglich von lateinischen „Dolchträger/Messerschwinger“ stammt. Mit dieser beinahe schon plastischen Wortwahl hatte er bereits mehrfach für Aufsehen gesorgt.


Ob man ein Recht auf Abtreibung habe? „Die wissenschaftliche Antwort: In der dritten Woche bis vierten Woche befinden sich bereits alle Organe des neuen Menschen im Mutterleib, es ist ein menschliches Leben. Ich muss fragen: Ist es richtig, ein menschliches Leben auszuradieren, um ein Problem zu lösen, irgendein Problem? Nein, das ist nicht gerecht. Ist es in Ordnung, einen Auftragskiller anzustellen, um ein Problem zu lösen? Jemanden, der menschliches Leben tötet? Darum geht es beim Problem der Abtreibung. Wissenschaftlich und menschlich. … das menschliche Gewissen darf nicht verloren gehen.“

Der Papst mahnte weiter, dass die „Wegwerfkultur“, die sich in der Abtreibung zeige, sich dann auch in weiteren Ungerechtigkeiten zeige: Wenn Kindern der Zugang zur Bildung verwehrt werde, damit man sie später ausbeuten könne; wenn sie hungern müssen und an Hunger sterben. Wenn der Tod von Alten und Kranken beschleunigt werde. Wenn Migranten im Mittelmeer ertrinken, „diese belasten unser Gewissen schwer. Wie man später mit den Migranten umgeht, das ist ein weiteres Problem, das Staaten vorsichtig und weise angehen müssen – aber sie ertrinken zu lassen, um ein Problem zu lösen, das funktioniert nicht.“

„In dieser Wegwerfkultur brauchen wir eine Willkommenskultur des Willkommens.... Die Kultur der Gleichgültigkeit ist ungültig. Dies ist der Weg, um uns selbst zu retten, Nähe, Brüderlichkeit und alles gemeinsam zu machen.“

Fazit: Mit seinem unermüdlichen Einsatz für den Lebensschutz zählt Papst Franziskus zweifellos zu den großen Prolife-Päpsten. Seine Positionen, die häufige Betonung dieses Anliegens und die deutliche Wortwahl lassen keinen anderen Schluss zu! Es wäre wünschenswert, dass auch im deutschen Sprachraum die Katholiken sich diese Papstposition erkennbarer hinter die Ohren schreiben würden und dies obendrein durch vielfältiges Prolife-Engagement ausdrücken könnten, vom Mitlaufen bei einem Marsch für das Leben bis zur unersetzlichen Unterstützung von Schwangeren und von jungen Familien. Leider ist in diesem Punkt noch äußerst viel Luft nach oben... Katholiken, die sich für das Gemeinwohl einsetzen wollen, engagieren sich gern für Umweltschutz, vergessen aber allzuleicht, dass zur Bewahrung der Schöpfung und zur Nachhaltigkeit auch die Sorge um unsere Kinder gehört.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. R.I.P. Martin Lohmann
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  4. Fairer Streiter für die Wahrheit – Ein Nachruf auf Dr. h.c. Martin Lohmann (14.3.1957-24.11.2025)
  5. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  6. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  7. Papst: Ehe unauflöslich, doch bei Annullierung barmherzig sein
  8. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  9. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  10. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  11. "Hassprediger und Hofnarr"
  12. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  13. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  14. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  15. "Was kümmert es den Mond, wenn ihn der Hund anbellt"

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz