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DBK-Vorsitzender Bätzing fordert Katechismusänderungen!

28. Dezember 2020 in Aktuelles, 136 Lesermeinungen
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Bätzing ist für „Segnungen“ von wiederverheirateten Geschiedenen und homosexuellen Paaren, möglicherweise auch ohne vatikanische Anerkennung – Er spricht sich für Diakonen- und Priesterweihe für Frauen aus


Bonn-Freiburg (kath.net) Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, stuft es als immer schwieriger ein, das Verbot der Diakonen- und Priesterweihe für Frauen in der katholischen Kirche zu begründen. Der Bischof von Limburg äußerte sich im Interview mit der „Herder Korrespondenz“. Über die Möglichkeit einer Bischofsweihe für Frauen sprach er in diesem Zusammenhang überraschenderweise nicht. Die Argumenten zur Öffnung des sakramentalen Amtes für Frauen würden immer mehr überzeugen, behauptete er. Er sehe für das Diakonenamt Spielraum und wolle dies als ersten Schritt nennen.

Bätzing setzt sich außerdem für Katechismusänderungen in der Lehre über die Homosexualität aus: „Wir brauchen hierfür Lösungen, die nicht nur im Privaten greifen, sondern auch eine öffentliche Sichtbarkeit haben – aber deutlich machen, dass keine Ehe gestiftet wird.“ Dies könne dann auch zivilrechtlich wiederverheirateten Geschiedenen zugute kommen. Möglicherweise seien solche Segnungen auch ohne vatikanische Anerkennung möglich.


Außerdem verteidigte der DBK-Vorsitzende das umstrittene „Gemeinsam am Tisch des Herrn – Ökumenische Perspektiven bei der Feier von Abendmahl und Eucharistie“ des Ökumenischen Arbeitskreises (ÖAK). Gleichzeitig äußerte er Kritik an den Einwänden der Glaubenskongregation. Es sei irritierend gewesen, dass diese Kritik erst wenige Tage vor Beginn der DBK-Herbstvollversammlung gekommen sei.


Bezüglich Synodalem Weg sowie Grenzen der Pfarreireformen und binnenkirchlichen Umstrukturierungen behauptete Bätzing, es gebe im Vatikan Vorbehalte „gegenüber uns Deutschen und der Art und Weise, wie wir Dinge angehen“. Er versuche, dies zu verstehen, so Bätzing, und vermute, dass man in Rom „unter großem Druck“ sei, „wie man die Weltkirche so unterschiedlicher kultureller Prägungen zusammenhalten“ könne. Hier hoffe er auf dezentralere Lösungen und mehr Freiräume, damit Antworten gegeben werden könnten, die für den jeweiligen „kulturellen Kontext zutreffend sind und dazu führen, dass der Graben zwischen dem Evangelium und der jeweiligen Kultur nicht immer größer wird“. Zwar sei der Papst letzte Instanz in klar definierten Glaubensfragen, doch auch das Bischofskollegium sei Teil der Weltkirchenleitung, was auch auf Spielräume beim Synodalen Weg abfärben sollte.

Archivfoto Bischof Bätzing (c) Bistum Limburg

 


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