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Schönborn: 90 Prozent vom Leben Jesu sind unbekannt

14. September 2020 in Spirituelles, 9 Lesermeinungen
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Maria Namen-Feier mit Wiener Erzbischof im Stephansdom unter dem Motto "Unterwegs zu Jesus" - Filmpremiere "Wer ist Jesus Christus?" von Regisseurin Tschautscher


Wien  (kath.net/KAP) 90 Prozent vom Leben Jesus werden nicht beachtet, "auch weil wir seinen Alltag nicht kennen". Lediglich die letzten drei Jahre seines Lebens, in denen er öffentlich wirkte, seien bekannt und gut belegt: Das hat Kardinal Christoph Schönborn am Samstagnachmittag bei der Maria-Namen-Feier im Wiener Stephansdom betont. Als Zimmermann habe Jesus arbeiten müssen "wie jeder anderer", so der Wiener Erzbischof. Das Motto der diesjährigen Feier, die von der Rosenkranz-Sühnekreuzzug-Gebetsgemeinschaft (RSK) bereits seit Jahrzehnten in Wien veranstaltet wird - "Unterwegs zu Jesus" - bedeute daher auch nach Kindheit, Jugend, Sorgen und letztlich dem Alltag Jesu zu fragen.

Die jährliche Glaubenskundgebung steht auch in Verbindung mit dem kirchlichen Maria-Namen-Fest an die Befreiung Wiens von der osmanischen Belagerung (12.9.1683) erinnert. Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner wird am Sonntag beim traditionellen Friedensgebet einen Festgottesdienst feiern.


Jesus habe den Großteil seines Lebens als "einfacher Handwerker" verbracht, so Schönborn. Nur drei Jahre habe er öffentlich gewirkt, was auch gut belegt sei; sein Aufwachsen, die Herkunft oder sein Alltag seien hingegen kaum bekannt. "Wenn wir fragen 'Wer ist Jesus' dürfen wir daher nicht nur auf seine letzten Jahre schauen, in denen er öffentlich gewirkt hat", so der Kardinal.


Auch das Leben der meisten Menschen sei "nicht sehr bekannt", meinte Schönborn, der sich davon nicht ausnahm. "Nur wenn man 25 Jahre lang Kardinal ist, dann schreibt man darüber", so der Wiener Erzbischof der vor 25 Jahren, am 14. September 1995, das Amt des Erzbischofs der Erzdiözese Wien und damit die größte Diözese der katholischen Kirche in Österreich übernahm.

Als Glaubensvorbild nannte Schönborn Jesu Mutter, Maria. Diese habe den Glauben an ihren Sohn, von dem sie wusste, "dass er Großes vollbringen wird, auch wenn er 30 Jahre ein normales Leben führte", nicht verloren und das Geheimnis seiner Zeugung und Herkunft bewahrt. Maria sei wegen ihrer Treue auch in einer säkularen Gesellschaft ein Vorbild.

Botschaft und Segen des Papstes

Am Beginn der Feier begrüßte der geistliche Leiter der Gebetsgemeinschaft, Pater Benno Mikocki, unter den zahlreichen Mitfeiernden neben den Kardinal u.a. auch den Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky und die Nationalratsabgeordnete Gudrun Kugler.

In einer offiziellen Botschaft an die Gläubigen bekundete Papst Franziskus seine innere Teilnahme am Gebet für den Frieden. Die Maria-Namen-Feiern sei ein Ausdruck des "Unterwegs sein zu Jesus" und des Gebets, in dem man die Anliegen der Kirche und der Menschen zu Jesu bringe, betonte Papst Franziskus in der von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin gezeichneten Botschaft, die mit dem apostolischen Segen für die Mitfeiernden schloss.

Änderungen wegen Corona

"Die Corona-Welle braucht eine noch größere Gebetswelle", wobei die Maria-Namen-Feier ein Beitrag dazu sei, hieß es seitens des RSK im Vorfeld der diesjährige Glaubenskundgebung. Statt den sonst üblichen Glaubenszeugnissen wird in diesem Jahr ein Film gezeigt: "Wer ist Jesus Christus?" wird sowohl am Samstag als auch am Sonntag vorgeführt. Es handle sich dabei um eine Art Glaubenszeugnis über das Wirken, Leben und die Wunder Jesu, so die Organisatoren über das Filmprojekt von Regisseurin Johanna Tschautscher, bei dem als prominente Sprecher die österreichischen Schauspieler Julia Stemberger und Cornelius Obonya zu hören sind.

Die im Anschluss an den Gottesdienst traditionell stattfindende Prozession mit der Fatima-Statue über Graben und Kohlmarkt zum Michaelerplatz findet in diesem Jahr nicht statt; stattdessen wird die Statue an beiden Tagen im Dom in einer Prozession getragen, informierte der RSK.

Seit 1958 wird die Maria-Namen-Feier in Wien abgehalten, organisiert von der Gebetsgemeinschaft Rosenkranz-Sühnekreuzzug, die 1947 vom Franziskanerpater Petrus Pavlicek (1902-1982) gegründet wurde. Schauplatz war über viele Jahre die Wiener Stadthalle, seit 2011 ist es der Stephansdom. Rund 700.000 Mitglieder aus mehr als 130 Ländern gehören zur Gebetsgemeinschaft, die die Zeitschrift "Betendes Volk" herausgibt. (Info: http://www.rsk-ma.at/mariaenamenfeier)


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto Kardinal Schönborn (c) Pulling/kathpress


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Lesermeinungen

 Eselchen 15. September 2020 
 

Für mich wieder ein Zeichen dafür

dass jemand zu sehr um sich selbst kreist. Bitte das Sakrament der Versöhnung regelmäßig nutzen, dann vergehen so fatalistische Gedanken und Gemütszustände. Ich muss ja auch nicht jedes Detail des Lebens meines Geliebten kennen, Hauptsache ich liebe ihn und das für alle Zeit und Ewigkeit. Grauenvoll diese ungläubiigen Hirten mit ihrem ständigen Gejammer. Welcher glücklich Verliebte jammert denn ständig so herum wie diese vorgeblichen Hirten?


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 Adamo 14. September 2020 
 

Die 10% von Jesu Bekanntheit reichen uns doch.

Und übrigens sagte Jesus zu seiner Mutter bei der Hochzeit zu Kana: "Meine Stunde ist noch nicht gekommen". Joh.2.4

Für mich heißt das, dass sein Leben bis dahin verborgen bleiben soll und sich auch niemand für ihn interessierte.

Erst als Jesus an die Öffentlichkeit trat, wurde sein Wirken bekannt und niedergeschrieben.


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 lesa 14. September 2020 

Danke

@Norbert Sch?necker: Danke für Ihre Rückmeldung! Wie schön, dass Sie auf Maria hinweisen! Ein besseres Beispiel gibt es nicht - außer dem eucharistischen Herrn im Tabernakel ...
Und, nicht wahr, in diesem Wort von Benedikt XVI. ist es sehr schön ausgedrückt:
"Das Zeichen des neuen Bundes ist die Demut, die Verborgenheit - das Zeichen des Senfkorns." (Benedikt XVI.)


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 Norbert Sch?necker 14. September 2020 

Danke @lesa ...

... für diese präzise Klarstellung.
Zusatz: Auch Maria ist bezüglich der verborgenen Jahre Jesu ein Vorbild. Sie hat während der scheinbar (!) bedeutungslosen drei Jahrzehnte ihren Glauben an die Verheißung nicht verloren.


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 lesa 14. September 2020 

Der Alltag ist entscheidend

"Die Corona-Welle braucht eine noch größere Gebetswelle". Damit hat der Krdinal die wichtigste "Coronamaßnahme kurz und prägnant benannt.

Er wollte nicht sagen, dass die verborgenen Jahre Jesus nicht ausreichend theologische Erkenntnisse zulassen, sondern dass das Leben Jeus im Alltag uns ein Vorbild sein soll. Jeder Mensch kann im Alltag gottverbunden leben und unspektakulär "Sauerteig des Evangeliums sein."
"Freunde habe ich euch genannt. Ich habe euch alles mitgeteilt, was ich vom Vater gehört habe. Ich habe euch erwählt das ihr Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt.
Wer mich liebt, wird an meinem Wort festhalten.
(Johannes 15)


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 Hilfslegionär 14. September 2020 
 

Schönborn sollte mal auf Wiens Straßen schauen,

und sich fragen ob er nicht eher einen "Hilferuf" zur erneuten Befreiung Wiens aussenden sollte. Aber der gute Kardinal Schönborn bevorzugt es eher mit den Muslimen zu packeln und auf Appeasment zu setzen. Pfui sag ich da! Früher wurde zumindest noch um Wien gekämpft, man hatte Kultur, Werte und einen Glauben zu verteidigen, heute übergeben unsere politischen und religiösen Führer Gesamteuropa kampflos an den Islam.

wien.orf.at/stories/3066585/


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 laudeturJC 14. September 2020 

Wir wissen aus der Heiligen Schrift

und der Überlieferung alles, was zu unserer Erlösung nötig ist. Niemand, auch kein Kardinal, wird bis an sein irdisches Ende alles davon erfassen können. Bleiben wir daher demütig und bescheiden bei dem, was uns gesagt ist und halten es fest.


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 Zsupan 14. September 2020 
 

Mag ja sein...

... aber die 10%, die wir wissen, reichen doch, nicht wahr?

Qua Berufserfahrung kann ich sagen: Jeder Historiker ist in derselben Lage.

Theologe, bleib bei Deinen Leisten.


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 Winrod 14. September 2020 
 

Auch wieder so ein kryptischer Satz

ähnlich dem, dass die Lust "göttlich" sei.


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