Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  2. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  5. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  6. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  7. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  8. Bätzing gegen Papst Leo
  9. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  10. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  11. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  12. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  13. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  14. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  15. „Wir werden erwartet“

Kardinal Zen: Keine Antwort auf ‚dubia’ zu China

9. Juli 2020 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst Franziskus habe seine kritischen Anfragen zur Chinapolitik des Vatikan auch ein Jahr später noch nicht beantwortet, kritisiert der emeritierte Bischof von Hongkong.


Vatikan (kath.net/lifesitenews/jg)

Nach einem Jahr seien seine „dubia“ zum Dokument über die staatliche Registrierung katholischer Kleriker in der Volksrepublik China immer noch nicht beantwortet, schrieb Joseph Kardinal Zen, der emeritierte Bischof von Hongkong, in seinem Blog. Im Juli 2019 habe er Papst Franziskus mehrere kritische Anfragen zu dem Dokument geschickt, ergänzte er.

 

Kardinal Zen hat das Dokument und die Chinapolitik des Vatikans unter Papst Franziskus wiederholt scharf kritisiert. Die Registrierung katholischer Geistlicher in der vorgesehenen Form bedeute nichts weniger, als sich einer schismatischen Kirche anzuschließen, warnte er.


 

In seinem Blogeintrag fasste Kardinal Zen seine Kritik zusammen. Der Vatikan habe drei Dinge unternommen, welche der katholischen Kirche in China massiv geschadet hätten, schreibt er.

 

Der erste Schritt sei das Abkommen mit dem kommunistischen Regime vom September 2018 gewesen, das die Einsetzung der Bischöfe zum Inhalt habe. Das Abkommen sei bis heute geheim. Er selbst habe es nicht zu Gesicht bekommen. Papst Franziskus habe zwar festgestellt, dass er das letzte Wort bei der Bestellung habe, schrieb Zen, meldete jedoch gleichzeitig Zweifel an. Schon vor Unterzeichnung des Abkommens habe es eine ungeschriebene Übereinkunft gegeben, Kandidaten auszuwählen, die sowohl für den Vatikan als auch für das kommunistische Regime akzeptabel seien.

 

Der zweite und noch schlimmere Schritt sei die Anerkennung von sieben exkommunizierten „Bischöfen“ gewesen – Zen setzte das Wort Bischöfe bewusst unter Anführungszeichen. Sie hätten sich die Exkommunikation zugezogen, weil sie die Lehre und die Jurisdiktion der Kirche nicht anerkannt hätten. Er sei überrascht gewesen, dass nicht nur deren Exkommunikation aufgehoben worden sei, sondern dass der Vatikan sie als Bischöfe eingesetzt habe. Diese hätten ihre früheres Verhalten weder bereut noch geändert.

 

Der dritte und schlimmste Schritt seien die eingangs erwähnten „pastoralen Leitlinien“ gewesen, mit denen dem Klerus nahegelegt worden sei, sich bei den Behörden der Volksrepublik China zu registrieren. Damit seien die Mitglieder der katholischen Untergrundkirche aufgefordert worden, sich der Patriotischen Vereinigung anzuschließen, einer schismatischen Gemeinschaft die von der kommunistischen Partei kontrolliert werde, kritisierte Zen.

 

Wie bereits in früheren Stellungnahmen sah der Kardinal auch in diesem Beitrag die Hauptschuld bei Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin. Dieser habe die beschriebene „Trilogie des Todes der Kirche in China“ zur Vollendung gebracht.

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Der Petersdom feiert das 400-jährige Weihejubiläum: „Die Pfarrkirche der Welt“
  2. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  3. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  4. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  5. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  6. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  7. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“

China

  1. Bistum Hongkong im Aufbruch: Erneut rund 2.500 Taufen zu Ostern 2026, davon 1.600 Erwachsene
  2. "Ein tragisches Unrecht"
  3. Chinas Bevölkerung wird nächstes Jahr um 3,2 Millionen schrumpfen
  4. China schränkt Aktivitäten ausländischer Christen weiter ein
  5. Chinesischer Bischof wegen ‚illegaler‘ Messe verhaftet
  6. GfbV kritisiert Wiederwahl von China in den UN-Menschenrechtsrat scharf
  7. China reagiert auf Grußtelegramm von Papst Franziskus







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Die ‚Irish Times‘ hat den 3293. Artikel von jemandem veröffentlicht, der nicht mehr zur Messe geht“
  3. Ulf Poschardt warnt vor Islamismus: Erst sind die Synagogen dran, dann die Christen
  4. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  5. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  6. Papst Leo beantragte Briefwahl-Unterlagen für die Midterms - Papst hat tatsächlich gewählt!
  7. „Mit der Unterstützung meiner Schwiegereltern verließ ich eine nicht-sakramentale Beziehung“
  8. Erzbischof von Vilnius als CCEE-Präsident wiedergewählt
  9. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  10. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  11. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  12. 'Junge Menschen sehnen sich danach, mit etwas Zeitlosem verbunden zu sein'
  13. Jesus begegnen im Stift Kremsmünster
  14. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  15. „Die Kirche sieht Medjugorje heute aus geistlicher und aus pastoraler Sicht positiv“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz