Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx-Bätzing-Kurs - Mega-Anstieg bei Kirchenaustritten in Deutschland
  2. Wozu brauchen wir die Kirche überhaupt?
  3. Erzbischof meint: Sie werden sonst in der Hölle landen!
  4. Das II. Vatikanische Konzil: Probleme der Interpretation
  5. Diözese Linz: Gay-Fahne auf katholischer Kirche
  6. Weil sie beim Beten keine Maske tragen wollte
  7. Papst-Unterstützung für Synodalen Weg?
  8. R.I.P. Georg Ratzinger
  9. China-Dissident behauptet: China hat Vatikan-Schweigen gekauft
  10. Vatikanberaterin bringt "Kardinalskollegium mit Frauen" ins Spiel
  11. Erzbischof Lackner will intensiven Dialog mit der Politik pflegen
  12. Hartl: „Bereits die ersten Christen waren dafür bekannt, gegen Abtreibung zu sein“
  13. Berlin: Portal des Senats wirbt für Austritt aus der Kirche
  14. Prozession zur Ehre des hl. Johannes erstmals seit 14. Jahrhundert verboten!
  15. Die Helden von Kalifornien

Die Karte, die wir unbedingt ausspielen sollten

21. Februar 2020 in Kommentar, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gott gibt uns manchmal weder Antworten noch Heilung. Aber mitten in unseren Lebensprozessen schenkt er uns Heimat. BeneDicta von Petra Knapp-Biermeier.


Linz (kath.net) „So wie Pommes ohne Ketchup, wie ein Schlauchboot ohne Luft, so wie Sommer ohne Sonne, so wie Joghurt ohne Frucht... So bin ich Jesus ohne dich, so bin ich Jesus ohne dich!“ Vier Buben sind heuer in meiner Erstkommunionsgruppe, und dieses Lied lieben sie. Da wird getrommelt, getanzt, geklatscht, gebrüllt. Da singen wir miteinander eine Wahrheit über unser Leben, die ganz simpel ist: Ohne Gott sind wir nicht vollständig.

Wenn ich vor die Tür gehe, erlebe ich ganz andere Geschichten. Da dulden wir Gott an bestimmten Kreuzungen unseres Lebens, bei Erstkommunionsfeiern, Hochzeiten und Begräbnissen, beim Abendgebet, Tischgebet, vielleicht noch bei der Christmette, am Ostersonntag oder sogar bei der gelegentlichen Sonntagsmesse. Zutritt kurz mal erlaubt. Ja, Gott liefert sich vollkommen unserer Willkür aus, und so benutzen wir ihn gerne für Momente, wo er ganz gut hineinpasst.


Die ganze Story ist das aber längst nicht. Denn Gott ließ sich zwar von Menschen berühren, indem er sich als kleines Baby dieser Welt anvertraute. Aber er ist von seinem Wesen her unantastbar in seiner Souveränität, einer, vor dem Berge schmelzen, der Ursprung allen Seins. Gott ist niemandem Rechenschaft schuldig und trotzdem interessiert er sich für jeden Bereich unseres Lebens, gerade für alles nicht gelungene.

„Ich habe begriffen, dass ich vielleicht keine Antwort darauf bekommen werde, warum bestimmte Dinge in meinem Leben so gelaufen sind“, sagte mir T. gestern. Sie ist bei unserer Gruppe „Lifestyle Jüngerschaft“, und an einem der ersten Abende geht es um das Thema „Identität und Selbstannahme“. Jeder einzelne von uns erzählt von Krisen, Brüchen und Traumata in seinem Leben. Das ernüchtert. Macht auch mal sprachlos.

Und doch. Verkünden wir nicht einen Gott, der auf krummen Zeilen gerade schreibt? Der das zerknickte Rohr nicht einfach abbricht, sondern aufrichtet? Ist das nicht unser Gott, von dem die Bibel erzählt? Einer, der uns rausholt aus allen Determinierungen, die uns unausweichlich scheinen durch eine traumatische Kindheit oder massive Brüche in unserem Leben? Ist Gott nicht einer, der sich nicht eingrenzen lässt? Nicht einmal durch unsere Gebrochenheit?

Er ist definitiv unser Joker. Er ist die Karte, die wir unbedingt ausspielen sollten. Wenn Gott nämlich mit uns ist, dann ändert sich das Spiel. Dann kriegen wir vielleicht keine Erklärung, und heil wird auch nicht alles in unserem Leben. Aber kennst du das Gefühl vom Heimkommen? Du öffnest die Tür, machst Licht, bist endlich daheim, vielleicht verschwitzt vom Laufen, gestresst, angespannt, aber dann lässt du los, regenerierst dich langsam an einem vertrauten und sicheren Ort.

So will Gott für dich da sein: Er ist dein letzter Halt, dein Sicherheitsnetz, dein Versorger, der vertraute Platz, wo dein Herz zur Ruhe kommt und wo du ganz du selber sein darfst. „Unruhig ist mein Herz, bis es Ruhe findet in dir“, betet der heilige Augustinus. Nimm dir heute eine ruhige Minute, wo du Gott dein verwundetes Herz hinhältst und sag nur: „Jesus, du bist meine Sicherheit, ich vertraue mich dir an!“

Gott zögert nicht. Er steht schon hinter dir. Er erspart dir nicht deine Lebensprozesse, aber er wird deine Vision sein, wo du letztlich hingehörst. Du wirst ab und zu schlittern und stolpern, aber du wirst wissen, dass dich im Letzten und in Ewigkeit einer hält. Ja, Gott macht aus deinem Minus ein wunderbares Plus. Alles, was dir fehlt, findest du in ihm.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 lesa 21. Februar 2020 

Gott ist größer als unser Herz und er weiß alles (1 Joh)

Sehr schön, DANKE!
… und gerade weil er größer ist als das, was wir von ihm denken können...


5

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

BeneDicta

  1. Drei Minuten, die dein Leben verändern
  2. Herzliche Grüße aus Schilda! Oder: die Schlepper der Dunkelheit
  3. Einmal Kinder bitte!
  4. Solo dios basta!
  5. Aschenputtelchen ohne Stimme?
  6. Vom Maßnehmen in der Nebelzeit
  7. Ruhe in Gott
  8. Herr, erbarme dich unser. Wir brauchen dich!
  9. Ein kleines Abbild des Paradieses
  10. Der neue Wert der Worte, oder ....








Top-15

meist-gelesen

  1. R.I.P. Georg Ratzinger
  2. Marx-Bätzing-Kurs - Mega-Anstieg bei Kirchenaustritten in Deutschland
  3. Weil sie beim Beten keine Maske tragen wollte
  4. Das II. Vatikanische Konzil: Probleme der Interpretation
  5. Diözese Linz: Gay-Fahne auf katholischer Kirche
  6. Erzbischof meint: Sie werden sonst in der Hölle landen!
  7. Wozu brauchen wir die Kirche überhaupt?
  8. Keine Veranlassung etwas zu ändern!
  9. Papst-Unterstützung für Synodalen Weg?
  10. Die Helden von Kalifornien
  11. Hartl: „Bereits die ersten Christen waren dafür bekannt, gegen Abtreibung zu sein“
  12. Bistum Regensburg wird Priesterausbildung nicht verändern
  13. Die Sprache der Engel
  14. Berlin: Portal des Senats wirbt für Austritt aus der Kirche
  15. China-Dissident behauptet: China hat Vatikan-Schweigen gekauft

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz