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Du liebst Gott und nicht den Bruder? Du bist ein Lügner!

10. Jänner 2020 in Aktuelles, 30 Lesermeinungen
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Franziskus in Santa Marta: Gott hat uns zuerst geliebt. Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, aber seinen Bruder hasst, ist er ein Lügner. Die Notwendigkeit, sich die Hände schmutzig zu machen und kein destilliertes Wasser zu trinken. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Die erste Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Johannes (1 Joh 4,19-5, 4): sie handelt von der Liebe. Darauf konzentrierte Papst Franziskus seine Aufmerksamkeit in der Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am 10. Januar in der Weihnachtszeit:

„Wir wollen lieben, weil er uns zuerst geliebt hat. Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott!, aber seinen Bruder hasst, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht. Und dieses Gebot haben wir von ihm: Wer Gott liebt, soll auch seinen Bruder lieben. Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, ist aus Gott gezeugt und jeder, der den Vater liebt, liebt auch den, der aus ihm gezeugt ist. Daran erkennen wir, dass wir die Kinder Gottes lieben: wenn wir Gott lieben und seine Gebote erfüllen. Denn darin besteht die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer. 4 Denn alles, was aus Gott gezeugt ist, besiegt die Welt. Und das ist der Sieg, der die Welt besiegt hat: unser Glaube.“

Der Apostel habe verstanden, was die Liebe sei, er habe sie erfahren, und als er in das Herz Jesu eingetreten sei, habe er verstanden, wie sie sich offenbart habe. In seinem Brief erzähle er uns daher, wie wir liebten und wie wir geliebt worden seien.

Es gebe da zwei Aussagen, die der Papst als „klar“ definierte. Die erste sei die Grundlage der Liebe: „Wir wollen lieben, weil er uns zuerst geliebt hat“. Der Anfang der Liebe komme von ihm. „Ich fange an zu lieben, oder ich kann anfangen zu lieben“, so der Papst, „weil ich weiß, dass er mich zuerst geliebt hat“. Und er fuhr fort: „Wenn er uns nicht geliebt hätte, könnten wir sicher nicht lieben“. Franziskus machte dann ein Beispiel:


„Wenn ein neugeborenes Kind, das nur wenige Tage alt ist, sprechen könnte, würde das sicherlich diese Realität erklären: ‚Ich fühle mich von den Eltern geliebt’. Und was die Eltern mit dem Kind machen, ist das, was Gott mit uns gemacht hat: er hat uns zuerst geliebt. Und dies gebiert und erhöht unsere Fähigkeit zu lieben. Das ist eine klare Definition von Liebe: wir können Gott lieben, weil er uns zuerst geliebt hat“.

Das Zweite, was der Apostel ohne Umschweife sage, sei das Folgende: „Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott!, aber seinen Bruder hasst, ist er ein Lügner“. Der Papst wies darauf hin, dass Johannes nicht sage, er sei „unhöflich“ oder „einer, der sich irrt“, er sage „Lügner“, und auch wir müssten dies lernen:

„Ich liebe Gott, ich bete, ich trete in Ekstase... und dann lehne ich die anderen ab, ich hasse die anderen oder ich liebe sie einfach nicht, oder ich bin gleichgültig gegenüber den anderen... Er sagt nicht: ‚du hast dich geirrt’, er sagt: ‚du bist ein Lügner’. Und dieses Wort in der Bibel ist klar, denn ein Lügner zu sein ist die Art des Teufels: er ist der große Lügner, sagt uns das Neue Testament, er ist der Vater der Lüge. Das ist die Definition des Satans, die uns die Bibel gibt. Und wenn du sagst, du liebst Gott und hasst deinen Bruder, bist du auf der anderen Seite: du bist ein Lügner. Darin gibt es keine Zugeständnisse“.

Viele könnten Rechtfertigungen dafür finden, nicht zu lieben, einige könnten sagen: „Ich hasse nicht, Pater, aber es gibt viele Menschen, die mich verletzen oder die ich nicht akzeptieren kann, weil sie unhöflich oder grob sind“. Und der Papst kommentierte die von Johannes angedeutete Konkretheit der Liebe, wenn er schreibt: „Wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht“, und bekräftigte: „Wenn du nicht fähig bist, die Menschen zu lieben, von denen, die am nächsten sind, bis hin zu den fernsten, kannst du uns nicht sagen, dass du Gott liebst: du bist ein Lügner“.

Doch es gebe nicht nur das Gefühl des Hasses, es könne auch der Wille vorhanden sein, sich nicht in die Dinge der anderen „einzumischen“. Aber das sei nicht gut, denn die Liebe „drückt sich aus, indem man Gutes tut“:

„Wenn ein Mensch sagt: ‚Ich trinke nur destilliertes Wasser, um sauber zu sein’, wirst du sterben, denn das nützt dem Leben nichts. Wahre Liebe ist nicht destilliertes Wasser: es ist das Wasser des Alltags, mit Problemen, mit Zuneigungen, mit Liebe und mit Hass, aber es ist dies. Die Konkretheit lieben, die konkrete Liebe: es ist keine Laboratoriumsliebe. Das lehrt uns mit diesen klaren Definitionen den Apostel. Aber es gibt einen Weg, Gott nicht zu lieben und ein wenig versteckt unseren Nächsten nicht zu lieben, das ist die Gleichgültigkeit. ‚Nein, das will ich nicht: Ich will destilliertes Wasser. Ich mische mich nicht in die Probleme anderer Leute ein’. Du musst, um zu helfen, um zu beten“.

Papst Franziskus zitierte dann einen Ausdruck des heiligen Alberto Hurtado, der sagte: „Keinen Schaden anzurichtgen ist gut. Aber wenn man nichts Gutes tut, ist das schlecht“. Wahre Liebe „muss dazu führen, Gutes zu tun, dazu, sich die Hände mit den Werken der Liebe schmutzig zu machen“.

Dies sei nicht leicht, aber durch den Weg des Glaubens gebe es die Möglichkeit, die Welt zu überwinden, die Mentalität der Welt, „die uns an der Liebe hindert“. Das sei der Weg: „hier treten nicht die Gleichgültigen ein, diejenigen, die sich ihre Hände von den Problemen waschen, die sich nicht in Probleme einmischen wollen, um zu helfen, um Gutes zu tun. Die falschen Mystiker treten nicht ein, diejenigen mit einem wie Wasser destillierten Herzen, die sagen, sie lieben Gott, aber von der Nächstenliebe absehen“.

Franziskus beendete seine Betrachtungen: „Möge der Herr uns diese Wahrheiten lehren: die Gewissheit, zuerst geliebt worden zu sein und den Mut, unsere Brüder und Schwestern zu lieben“.

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Lesermeinungen

 Ihr Priester lasst uns nicht allein! 13. Jänner 2020 
 

"Wie soll ich den Sünder lieben,

wenn der die Sünde nicht bereut?"
Werter @hape,sinngemäß sagt Jesus in einem der Gottmensch-Bücher von Maria Valtorta:Wenn schon nicht lieben,dann wenigstens nicht hassen.Diese Anleitung hat mir schon sehr oft geholfen einfach zu schweigen-im Inneren keinen Ärger aufkommen zu lassen.
Wie kann man lieben,wenn der Sünder nicht bereut-das macht es aus menschlicher Sicht schwer,aber wenn man an das Gebet denkt:"O,mein Jesus, verzeih´uns unsere Sünden,bewahre uns vor dem Feuer der Hölle,führe alle Seelen in den Himmel,besonders jene,die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen."-sind nicht diejenigen,die nicht bereuen,besonders erbärmlich? Dieses Gebet vom Himmel drückt für mich eine Sehnsucht Gottes aus,der ich mich nicht entgegenstellen möchte,und ein Blick auf `Höllenberichte´ von Heiligen lässt Traurigkeit und Mitleid aufkommen, anstelle von Ärger,die wiederum zu Gebet und die Bitte um Erbarmen führen,wobei ich ihre Opfer mit einschließe.


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 Winrod 13. Jänner 2020 
 

Zur Erhellung des Themas "Nächstenliebe"

fallen mir noch zwei Heiligenzitate ein:
Hl Augustinus: Du kannst erst der Freund eines Menschen sein, wenn du zuvor ein Freund der Wahrheit bist.
Hl Thomas von Aquin: Die größte Tat der Nächstenliebe ist es, einen Mitmenschen vom Irrtum in die Wahrheit zu führen.


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 Lilia 13. Jänner 2020 
 

Wie immer: Nichts als heiße Luft!

Soll PF erst einmal vorleben was er anderen predigt und sich endlich für die Freilassung von Kardinal Pell einsetzen, seinem "Bruder", Erzbischof Vigano die Hand reichen und ihm ermöglichen wieder ein normales Leben zu führen!
Schließlich soll er damit aufhören, lehramtstreue Bischöfe in die Wüste zu schicken und traditionelle Klöster zu zerstören!


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 phillip 13. Jänner 2020 
 

Der Katholik - in welcher Funktion auch immer -, der sagt, er liebt Gott, aber...

...mit dem irrsinnigen Plan der NWO sympathisiert, eine Gleichschaltung sämtlicher Völker, Kulturen und Religionen Ausrottung und Schaffung einer Religion, in der alle Menschen übereinstimmen sollen, vorsieht – aber vor allem auch eine globale Islamisierung anstrebt, der ist ein Lügner!


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 phillip 13. Jänner 2020 
 

Wenn ein Katholik sagt, er liebt Gott, aber...

... mit einem totalitären antichristlichen, ja sogar christenverfolgenden Staat einen Vertrag abschließt, ihn gut preist und verlangt, dass seine Brüder und Schwester danach handeln soll, ihn aber der Öffentlichkeit nicht zugänglich macht, der ist ein Lügner.


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 hape 13. Jänner 2020 

Werter @Winrod,

zur Ihrer Frage an @Stefan Fleischer: wie lieben dann Atheisten? – Die Kommentatorin @St. Hildegard hat das unten eigentlich schon beantwortet. Sie schrieb: „Ebenso kann ich auch als Atheist einem Notleidenden gegenüber barmherzig sein und wunderbar verständnisvoll mit meinen Mitmenschen umgehen – es ist aber eben keine Gottesliebe. Gottesliebe heißt nun einmal, Gott an die erste Stelle zu setzen – so, wie es die zehn Gebote einfordern.“ –

Zwei Beispiele: Mafiosi und Nazis. Auch sie lieben ihre Familien. Manche Mafiosi gehen sonntags sogar brav in die Kirche und zur Kommunion. Sie haben aber kein Problem damit, anschließend irgendwo irgendjemanden zu foltern oder zu erschießen.

Nazischergen taten in den Konzentrationslagern morgens ihren mörderischen Dienst und gingen, als ob das Morden von Juden ein gutbürgerlicher Beruf wäre, zum Mittagessen nachhause, zu ihren geliebten Familien. –

So lieben Atheisten.


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 hape 13. Jänner 2020 

Werter @Hadrianus Antonius,

bei uns gibt es das Sprichwort: wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht. –

Wenn nun also klar ist, dass Papst Franziskus in der Sache „Grassi“ gelogen hat, dann hat er seine Glaubwürdigkeit schon verloren. Was bringt es dann, ihm weitere Lügen nachzuweisen?

Als Katholik fühle ich mich gegenüber dem Papst zur Treue und Liebe verpflichtet. Wie soll ich aber einen Papst lieben, der gelogen hat? Wie soll ich den Sünder lieben, wenn der die Sünde nicht bereut? Wozu verpflichtet mich das Gebot der Nächsten- und Feindesliebe?


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 phillip 13. Jänner 2020 
 

Wenn ein Katholik sagt: Er liebt Gott, aber ...

… nicht Klartext redet, die Wahrheit nicht unzweideutig verkündet und verteidigt oder Irrtümer nicht benennt, ist ein Lügner!


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 Hadrianus Antonius 13. Jänner 2020 
 

Der Lügner = Satan, der die Bibel gibt

Am Ende des Films "The Silence of the Sheperds" wird PF bei einer öffentlichen Audienz gefragt ob er etwas vom Fall Grassi (argentinischer Mißbrauchspriester mit Heimen für arme Kinder und eigenem Fernsehsender) und dem Mißbrauch in Buenos Aires wußte.
Darauf antwortete PF ganz deutlich: "Nein".
Eine eklatante Lüge, vor Allem auf dem Hintergrund des 4-bändigen Werkes "Estudios sobre el caso Grassi".
Ist PF nah seiner eigenen Logik jetzt "der Satan mit der Bibel"?
Der Nächste würde ich wohl nicht als "Mysterium tremendum ac fascinosum" bezeichnen...


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 Winrod 12. Jänner 2020 
 

@Stefan Fleischer

Wie lieben dann Atheisten?
Und noch ein Davila - Zitat ( sinngemäß?):
Viele lieben die Menschen nur, um Gott zu verdrängen.


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 lesa 11. Jänner 2020 

Die Rebe, die nicht am Weinstock bleibt, verdorrt (Joh 15)

@Fatima: Danke für die klare Antwort. Die Nächstenliebe hört oft auf, wo die Gottesliebe abhanden kommt.
Darum lautet das Hauptgebot: "Du sollst Gott lieben aus ganzem Herzen, mit all deinen Gedanken, mit all deiner Kraft und deinen Nächsten wie dich selbst."
Darum hat der Heilige Benedikt in einer Zeit kompletten Niedergangs viel bewirkt, weil es in seiner Regel heißt: "Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden." und das Motto des Ordens: "Ora et labora!"


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 Stefan Fleischer 11. Jänner 2020 

@ Winrod

"Liebst du jetzt Gott mehr als mich? Bin ich dir nicht mehr wert?"
Die Antwort ist einfach: "Würde ich Gott nicht mehr lieben als Dich, so wäre ich nicht in der Lage, Dich wirklich zu lieben, so wäre meine Liebe egozentrisch."


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 Fatima 1713 11. Jänner 2020 
 

@Oelberg

"Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt." - Joh 14,21

(Die Nächstenliebe ist nicht das einzige Gebot Jesu, so wie das manche glauben.)


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 Klimakos 11. Jänner 2020 

Die Schrift wird leider sehr oft so gedeutet um Menschen zu manipulieren.
Es hat alles sein Ordnung, um des Menschen willen. An der ersten Stelle kommt Gott und dann die Nächstenliebe.
Wenn ich mich selbst aber dazwischen reinquetsche dann geriet alles durcheinander und funktioniert nicht mehr.

Gleichzeitig muss ich sagen, ich glaube diesen marxistischen Jesuiten nicht so viel, die verfolgen ihre eigene Ziele.


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 petrafel 11. Jänner 2020 
 

Wie drückt sich Gottesliebe aus - meine Erfahrung

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen mit echter Gottesliebe irgendwie aus sich selbst heraus leuchten. Man sieht ihnen die Gottesliebe einfach an. Und das hängt nicht direkt davon ab, was sie tun oder sagen.
Menschen mit solcher Gottesliebe, die ich kennengelernt habe (nicht sehr viele), haben ALLE eine tiefe Nächstenliebe, offenbar als natürliche Folge ihrer Gottesliebe. Die müssen sich da gar nicht anstrengen, die sind einfach so. Es ist einfach in ihnen drin. Sie geben die Liebe, die Gott ihnen schenkt und die sie spüren einfach weiter. Sie können gar nicht anders. Ich würde also sagen, dass echte Gottesliebe "automatisch" zu Nächstenliebe führt. Ich denke, umgekehrt klappt das nicht so einfach, auch nicht mit viel gutem Willen.


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 phillip 11. Jänner 2020 
 

"Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, aber seinen Bruder hasst, ist er ein Lügner" ...

... sagt der Papst Franziskus! Ein wahrer Spruch! Ein weiterer und wahrer Spruch ist: "Wer sagt, er liebe Gott und ändert seine Offenbarung, seine Lehre, Gebote und Sakramente oder schafft diese ab, ist ein Lügner!"


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 Tisserant 11. Jänner 2020 

Wieso höre ich nie ein einziges Wort über die Ermordung von unseren Brüder und Schwestern im Herrn?
Stattdessen diese permanenten moralinsauren Predigten, welche mir um die Ohren gehauen werden.
Keine klaren Aussagen zu dem Massaker am 26.12.2019 in Nigeria.
Nichts!

Liegt es daran, dass man dann aus der Wohlfühlblase der Selbstgerechtigkeiten heraustreten muss?


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 jabberwocky 11. Jänner 2020 

@Oelberg

Ich finde, Ihre Frage:
"Wie drückt sich GOTTESLIEBE aus wenn nicht in der Nächstenliebe???"
ist eine gute Frage, darum hier meine persönliche Antwort:

Meine Gottesliebe drückt sich u.a. so aus:

Liebe zur und Sehnsucht nach der Wahrheit

Sehnsucht nach dem Himmel als unser ewiges Ziel und damit heraustreten aus der puren Diesseitsorientierung

Dankbarkeit gegenüber dem, was Gott in Jesus Christus für mich getan hat und tut (Er hat mir das Leben gerettet!)

Bereitschaft zur Sündenerkenntnis und daraus folgende ständige Umkehr

Entscheidung, Gott den ersten Platz in meinem Herzen zu geben

Unterscheidung der Geister

Einen Teil meiner Zeit ALLEIN mit Gott verbringen

Die restliche Zeit ebenfalls im Bewußtsein von Gottes Gegenwart verbringen


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 St. Hildegard 11. Jänner 2020 
 

@Oelberg, kleiner Nachtrag

Ich gebe zu, das ist oft nicht zu trennen, da unsere Gottesliebe im Alltag ja praktisch immer im Umgang mit Menschen geprüft wird. Aber es gibt eben auch noch die Beziehung zwischen Gott und dem Gläubigen, und die darf nicht vernachlässigt werden. Noch ein Beispiel: In Glaubenskursen geht es manchmal um Fragen wie zB. "Wie kann ich die Stimme Gottes unter all den anderen, lärmenden Alltagsstimmen heraushören?"
Es gibt nämlich auch viele gute, engagierte Christen, die aber praktisch kein Gebetsleben haben und für die solche Fragen eher fremd sind. Insofern hat die Gottesliebe eben noch eine andere Dimension.


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 Diadochus 11. Jänner 2020 
 

@Oelberg

Die Gottesliebe drückt sich im Gebet aus. Gott steht an erster Stelle. Beten Sie zum Hl. Geist. Er wird Ihnen helfen, Gott zu finden. Wenn Sie Ihn gefunden haben, wird Er Ihnen helfen, den Nächsten in der rechten Weise zu lieben.
"Komm, o Geist der Liebe, und erfülle meine Seele mit heiliger Wärme, mit starker heiliger Gotteswärme, dass ich alle Halbheit überwinde, alle Leichtfertigkeit und Oberflächlichkeit meines Wesens. Ich rufe Dich, Du Schöpfergeist, erfülle mich mit Deiner Liebe und mit Deiner Kraft! Amen."

@hape, Ihre Argumentation gefällt mir. Da haben Sie Papst Franziskus glatt als Lügner überführt. Er widerspricht sich selbst in seiner Lehre.


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 St. Hildegard 11. Jänner 2020 
 

@Oelberg

Das habe ich doch versucht zu beantworten: Gott zu lieben heißt, Gott in seinem Leben an die erste Stelle zu setzen, sein Leben nach dem Willen Gottes auszurichten. Das bedeutet im Übrigen auch beispielsweise, dass man immer weiß, dass man allein von Gott abhängig ist und deshalb seine Sicherheit nicht in weltlichen Dingen sucht.
Das ist aber bei tatsächlicher oder vermeintlicher Nächstenliebe noch nicht zwangläufig der Fall. Hier geht es um die Rangordnung.


9

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 Winrod 11. Jänner 2020 
 

@ St. Hildegard

Genauso sehe ich es auch. Es gibt Präzedenzfälle, in denen die Nächstenliebe gegen die Gottesliebe stehen kann. Es könnte mich jemand in einer konkreten Situation fragen: Liebst du jetzt Gott mehr als mich? Bin ich dir nicht mehr wert?


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 Rolando 11. Jänner 2020 
 

Was sagt Gott?

Liebt einander,
nicht, möget einander
er sagt auch, ertragt einander, was im Leben, egal ob im Beruf, Ehe, usw unumgänglich ist.
Z.B. bei der Feindesliebe, man mag seinen Schädiger nicht, tut ihm selbst aber nichts Böses.
Es gibt auch die Strenge Zurechtweisung, die Hl. Schrift spricht auch von der Zucht, auch mit Schlägen, warum, wozu, um auf den rechten Weg zu führen, von der Sünde zur Abkehr von der Sünde.
Da wir in der Liebe immer wieder fallen, gibts auch immer wieder Vergebung und Neuanfang.
Vor allem keine bitteren Wurzeln wachsen lassen.


6

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 lesa 11. Jänner 2020 

Verschiedene Arten das erste Gebot zu befolgen

Der Geist der Liebe Gottes wirkt in allem Guten, was geschieht, auch durch Menschen, die sich nicht ausdrücklich auf unseren Glauben beziehen - durch "nicht mehr praktiezierende Christen" oder auch durch Andersgläubige - mitunter mehr als unter uns "Christen".
Aber das ändert nichts an de Tatsache, dass Jesus Christus die uns geoffenbarte Quelle der Liebe ist. Mutter Teresa und viel Heilige sind der beste Beweis, zu welchem Ausmaß an Nächstenliebe Menschen fähig werden, bei denen Gott an erster Stelle steht.
[email protected]: Die Papstpredigt gefällt mir. Aber ich stimme Ihnen zu. Vielleicht sind in unseren Breiten die geistlichen Werke der Barmherzigkeit die am dringendsten benötigten und jene, mit denen sich am meisten 2die Hände schmutzig machen" kann. - und sollte! Zeugnis für die Wahrheit und Treue zu ihr, weil ohne sie das Heil des Nächsten in Gefahr ist und um den glimmenden Funken der Orientierung nicht verlöschen zu lassen. (vgl Jes 42)


4

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 Oelberg 11. Jänner 2020 
 

@St.Hildehard

Das ist aber nicht die Antwort auf meine Frage an @Winrod.

Sondern: Wie drückt sich GOTTESLIEBE aus wenn nicht in der Nächstenliebe???


3

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 hape 11. Jänner 2020 

Gradualität der Lüge? - 2 Ende

Wo aber bleibt denn da die Gradualität, die der Papst, darin Kardinal Schönborn folgend, eigens bei AL in der Fußnote versteckt hat? Wo bleibt nun die moraltheol. Weiterentwicklung, welche normative Eindeutigkeit und Objektivität durch Relativismus überwinden will und die behauptet, normativ sei einzig das subjektive Gewissen?

Ist ein WvG, also jemand der einerseits vor Gott seinem Ehegatten feierlich die Liebe in guten wie in schlechten Zeiten versprochen hat, der aber nun andererseits im dauerhaften Konkubinat lebt, ist ein solcher WvG nicht auch ein Lügner?

Widerspricht das nicht AL und widerspricht sich der Papst nicht selbst in dem, was er lehrt? Wer behauptet, Gott zu lieben, es aber zugleich noch nicht mal schafft, in schweren Zeiten den eigenen Ehegatten zu lieben, der müsste nach dieser Predigt jedenfalls auch ein Lügner sein.

–––
Ende


22

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 hape 11. Jänner 2020 

Gradualität der Lüge? - 1

Interessant und in gewisser Weise widersprüchlich finde ich, wie Papst Franziskus hier auf dem Wort „Lügner“ herumreitet. „Wenn du nicht fähig bist, die Menschen zu lieben, von denen, die am nächsten sind, bis hin zu den fernsten, kannst du uns nicht sagen, dass du Gott liebst: du bist ein Lügner“. Da geht es darum, dass sich die Liebe zu Gott ohne Wenn und Aber in der Nächsten- und Feindesliebe ausdrückt. Der Begriff „Lügner“ steht für die objektive Norm, dass das eine ohne das andere nicht zu haben ist. Klare Kante in den Geboten Gottes. Schwarz-Weiß-Denken sozusagen.

–––
Fortsetzung


14

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 Oelberg 10. Jänner 2020 
 

@Winrod

Ja aber wie denn sonst ????


2

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 padre14.9. 10. Jänner 2020 

@Winrod

klar der Papst Franziscus hat recht, aber auch Dietrich von Hildebrand hat recht. Es ist manchmal sehr schwer die Gottesliebe und die Nächstenliebe zu leben.


3

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 Winrod 10. Jänner 2020 
 

Auch wenn der Papst recht hat,

muss man vor einer Gleichsetzung von Gottes- und Nächstenliebe warnen. Der katholische Philosoph Dietrich von Hildebrand schrieb einmal:
"Wer behauptet, die Gottesliebe drücke sich ausschließlich in der Nächstenliebe aus, ist ein falscher Prophet."


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