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Häuptling des Macuxí-Stammes kritisiert „heidnische“ Vatikanzeremonie

10. Oktober 2019 in Aktuelles, 25 Lesermeinungen
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Rechtsanwalt und Mathematiker Jonas Marcolino Macuxí: „Ich sehe die Befreiungstheologie als eine Lehre, die die Menschen nicht von Sünde, Diebstahl und Lüge befreit, sondern von Technologie und anderen Dingen, die ihr Leben fördern könnten.“


Vatikan (kath.net/pl) Eine Zeremonie in den Vatikanischen Gärten, bei der Papst Franziskus in indigene Traditionen involviert war, wurde vom Rechtsanwalt und Mathematiker Jonas Marcolino Macuxí als „heidnisch“ eingestuft. Marcolino ist der Häuptling des südamerikanischen indigenen Stammes der Macuxí. Er äußerte dies im Interview mit Diane Montagna für „LifeSiteNews“(siehe Video unten) am Rand einer Konferenz in Rom. Der Rechtsanwalt war gefragt worden, ob ihm irgendetwas in der Zeremonie als Teil der indigenen Kultur „vertraut“ vorgekommen sei oder ob er das eher als christlich oder eher als ursprünglicher [„primitiv“] einstufe, antwortete er, dass es entschieden „heidnisch“ („pagan“] ausgesehen habe, es sei „zu 100 Prozent eine heidnische Zeremonie“ gewesen. Marcelino äußerte seine Besorgnis, dass die umstrittene Zeremonie von Befreiungstheologen organisiert worden sei.

Häuptling Marcolino war – trotz seiner inzwischen hervorragenden Ausbildung - in den ersten 18 Jahren seines Lebens Analphabet gewesen. Er ist katholisch getauft, wurde aber inzwischen evangelikaler Christ, unter anderem auch wegen des Zustandes der katholischen Kirche in seiner Region.


Der gebildete Indio wies außerdem darauf hin, dass weiterhin noch immer einige Stämme Kinder töten, die mit Behinderungen geboren werden. Diese barbarische Praxis bestehe seiner Einschätzung nach deshalb weiter, weil „sogar die Bischöfe in der Gegend zu den Menschen sagen, dass sie zu ihren alten Wegen zurückkehren müssen, weil sie viel besser wären als die Sitten und Gebräuche der modernen weißen Gesellschaft.“ Wenigstens werde von seinem Stamm der Kannibalismus inzwischen nicht mehr praktiziert.

Seiner Ansicht nach seien die Indios, die an der umstrittenen Vatikanzeremonie mit der Statue einer nackten schwangeren Frau teilnahmen, „von Menschen der Befreiungstheologie völlig dominiert und ausgenutzt worden“. Er sorge sich darüber, dass viele derjenigen, die Papst Franziskus auf der Amazonas-Synode beraten, ähnliche Formen der Befreiungstheologie vertreten, sowie dass indigene Repräsentanten, die zur Synode eingeladen wurden, „indoktriniert wurden, um in ihrem ursprünglichen Zustand zu bleiben“. Die von der Befreiungstheologie beeinflussten Missionare würden versuchen, die Entwicklung in seiner Heimatregion zu verhindern, um so die indigenen Völker in Armut und Elend zu halten, mit Häusern voller Fledermäuse und mit Füßen, die von Insekten zerfressen seien. Marcelino wörtlich: „Ich sehe die Befreiungstheologie als eine Lehre, die die Menschen nicht von Sünde, Diebstahl und Lüge befreit, sondern von Technologie und anderen Dingen, die ihr Leben fördern und sie von der Barbarei abbringen könnten.“

Hintergrund: In der von Papst Franziskus besuchten Zeremonie waren eine Statue mit einer nackten schwangeren Frau in den Mittelpunkt gestellt worden (siehe Video unten). Der Zusammenhang der nackten Schwangeren zum eigentlichen Thema der Zeremonie – Gedenktag des hl. Franz von Assisi – erschloss sich dem Beobachter nicht unmittelbar, sie sollte möglicherweise die auch beim hl. Franz von Assisi stark betonte Schöpfung symbolisieren. Teilweise wurde die Statue nachträglich als Symbol für die „Mutter Erde“, genauer als die in südamerikanischen Naturreligionen verehrte Göttin Pachamama, interpretiert. Die gestaltete Mitte wurde von der deutschsprachigen Ausgabe von „Radio Vatikan“ als „Mandala“ bezeichnet, einem Begriff, der eigentlich zu den indischen Religionen gehört, wie die Sprecherin auch ausführlich erläutert. Auf die Erklärung, was die Statue der nackten Frau zu bedeuten hat, verzichtete die Sprecherin der deutschsprachigen „Vatican News“. Das Bildmaterial zeigt sowohl zwei Statuen wie auch eine Statue schwangerer Nackter in der Mitte.

LifeSiteNews - Interview mit Häuptling Jonas Marcolino Macuxí (englisch-spanisch)


Papst Franziskus – Das umstrittene Franziskusfest in den Vatikanischen Gärten - Mit Amazonasindianern - Mit der Statue der schwangeren nackten Frau


Foto (c) LifeSiteNews


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Lesermeinungen

 marguerite 11. Oktober 2019 

hab ich's überlesen?

oder hat hier wirklich niemand den nackten mann erwähnt? weshalb nur die nackte frau?


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 Aquilinus 10. Oktober 2019 
 

Pachamama - Maria - Synkretismus 3.

Zur Frage, wer die beiden halbnackten, schwangeren Figuren symbolisieren:
"Es habe sich um eine Darstellung von Elisabeth und Maria gehandelt, hieß es nach der Veranstaltung in Antwort auf Fragen, ob auch dies "die Mutter Erde" symbolisiere."
Das steht hier:
https://de.catholicnewsagency.com/story/indigene-rituale-und-zeremonien-mit-papst-franziskus-in-den-vatikanischen-garten-5142
Hier ist auch zu lesen, dass der Tanz dem "pago a la tierra" ähnelt, einem traditionellen "Opfertanz für Mutter Erde", der in einigen Teilen Südamerikas unter indigenen Völkern üblich sei.
Die Frau, die die halbnackte Figur überreichte nannte sie "Unsere liebe Frau von Amazonas." Wenn man aber den portugiesischen Titel "Nossa Senhora da Amazônia" googelt, findet man nirgends eine solche seltsame Figur, sondern nur schöne Mariendarstellungen. Mich erinnert diese halbnackte Figur sehr an die heidnische Pachamama-Göttin. Das Wort "Gaia" für die griechische "Mutter-Erde-Göttin" bedeutet übrigens "die Gebärende".


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 Federico R. 10. Oktober 2019 
 

@Aquilinus

Mit Interesse habe ich gelesen, was Sie uns hier mitteilen. Den indigenen Menschen einen Synkretismus wie von Ihnen geschildert für sinnvoll und vielleicht auch noch für gut zu halten wäre für die Kirche nun wirklich verantwortungslos und sogar verhängnisvoll.

Man stelle sich mal vor, der Missionar und Bischof Bonifatius hätte in Fulda ... oder der Missionar und Bischof Kilian und seine beiden Gefährten hätten in Würzburg ... Alle vier erlitten sie den Märtyrertod und werden als Heilige verehrt.

Aber der Missionar und Bischof Erwin Kräutler darf sich sogar rühmen, noch nie in seinem Leben einen Indio getauft zu haben. Ist das wahr? Unglaublich.


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 Federico R. 10. Oktober 2019 
 

So ein Aufwand ... (2)

Zwar nur eine Petitesse, aber interessieren würden auch noch Kosten und Finanzierung des wortwörtlichen „Heiden-Spektakels“ vom 4. Oktober in den Vatikanischen Gärten. Wer hat die guten Leute zu den Flughäfen befördert, wie hoch die Kosten für Normalkleidung, Flug, Unterbringung, Verköstigung?

Nicht dass es den angeblichen oder tatsächlichen Regenwaldbewohnern nicht vergönnt sei: Aber Jet-Fliegen gefährdet doch bekanntlich auch das Weltklima (was ja durchaus richtig ist). Also: Wenn Greta schon mit einem Luxuskatamaran nach Amerika segeln muss, dann könnten ihr die zähen, leistungsstarken Indios sogar noch einiges vormachen (und damit sogar einen neuen Guinness-Rekord für sich verbuchen): mit dem Boot/Kanu/Einbaum über die Meere – in soundsoviel Wochen ....


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 Federico R. 10. Oktober 2019 
 

So ein Aufwand ... (1)

... nur wegen einer Handvoll im tiefsten Dschungel in Abgeschiedenheit leben wollender Menschen? Aber die wirklichen Gründe sind ja inzwischen hinreichend bekannt. Darum nochmals die Frage nach der Finanzierung dieses farceartigen Unternehmens. Wie hoch die Kosten – von Beginn an? (Sie dürften nicht unerheblich sein.) Und wer bezahlt? Vielleicht die Spender für diverse katholische Hilfswerke – also wir)? Der Vatikan vermutlich eher nicht, der sammelt ja selbst noch Geld. Vielleicht der in Finanzgeschäften geübte honduranische Kardinal Maradiaga als Mitfinanzier? Vielleicht auch noch ein bisschen aus Hummes‘ und Kräutlers diversen Geheimschatullen?


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 Aquilinus 10. Oktober 2019 
 

Pachamama - Maria - Synkretismus-2.

Wikipedia sagt über Pachamama:
„Für weite Teile der indigenen Bevölkerung vermischt sich die Gestalt der Pachamama mit der Gestalt der Mutter Gottes Maria. Es verbinden sich so „heidnische“ und christliche Vorstellungen (Synkretismus).“
Ein bekanntes Monument der Pachamama als nackte, schwangere Frau steht in Santa Maria in Argentienien:
Für Bilder, einfach nach „Monumento alla Pachamama in Santa Maria“ suchen.
Auch hier steht aufschlussreiches:
https://artedea.net/pachamama-die-allumfassende-lebensgottin/
„Pachamama stellen sich die Menschen – wenn nicht als Erde bzw. Universum selbst – am ehesten in Drachengestalt vor.“
„Alte Abbildungen der Pachamama zeigen sie auch mit einem Fötus in ihrem Bauch, der offenbar gerade geboren wird oder kurz vor der Geburt steht.“
Das alles erinnert mich an diese seltsame "Marienfigur", die doch mehr der Pachamama ähnelt!


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 Aquilinus 10. Oktober 2019 
 

Pachamama - Maria - Synkretismus-1.

Ein Fan der Befreiungstheologie gab in meiner Studienzeit bei seinem Referat selbstkritisch zu, dass Leonardo Boff die Muttergottes leider vergöttliche. Ich habe nun ein wenig nachrecherchiert:
Leonardo Boff sagte 2013:
„Wir müssen der "Schwester und Mutter Erde" des Heiligen Franziskus, der Pachamama ("Große Mutter") der indigenen Völker Lateinamerikas wieder Ehrfurcht entgegenbringen. Wir brauchen ein neues zivilisatorisches Paradigma, in dessen Zentrum nicht der Profit, sondern die Menschheit und die lebendige Erde stehen. Ohne eine gewisse Spiritualität im Sinne einer anthropologischen Dimension - und nicht als Monopol von Regierungen und Kirchen - werden wir das nicht erreichen. Sie muss als Ausdrucksweise eines Bewusstseins gefördert werden, das sich als Teil eines umfassenderen Ganzen empfindet, und als machtvolle und liebevolle Energie wahrnimmt. Diese Energie ist ein anderer Name für Gott.“
https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008138.html


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 Chris2 10. Oktober 2019 
 

Eine sehr (ge)wichtige Stimme,

die belegt, dass nicht die ganze Amazonasregion eine "Neue Kirche" will, sondern in der Kirche Christi bleiben möchte.


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 Rolando 10. Oktober 2019 
 

Jesus ist der Herr, nach wie vor

Der Teufel bekommt nicht mehr Macht als Gott zulässt. Sein Angriff ist weit fortgeschritten, er meint bald zu siegen. Ebenso war es bei der Kreuzung, es schien alles aus zu sein, Jesus war tot. Dann kam die Allmacht Gottes, die Auferstehung. Wenn man die Vision von Papst Leo XIII betrachtet, verlangte der Teufel mehr Zeit und mehr Macht, es wurd ihm gewährt. Beten wir, Fasten wir, Opfern wir, bitten wir um Gottes Erbarmen für die Kirche, den Papst, die Kardinäle, die Bischöfe und Priester, weihen wir sie der Muttergottes. Ich denke, daß nach dem Durchstehen dieser Krise ein neues Pfingsten kommt, der Protestantismus wird Geschichte sein. Es wird sich zeigen, wie oft in der Bibel steht, „damit sie erkennen, daß ich der Herr bin“.
Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren. Glaube, Hoffnung und Liebe, bleiben wir dabei.


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 hape 10. Oktober 2019 

Werte @griasdigott,

genau das meine ich. – Das Instrumentum Laboris spricht oft vom Schrei. Schrei nach Leben, Schrei Amazoniens, Schrei der Völker, Schrei der Erde, Schrei der Armen, Schrei von uns Indigenen, Schrei der „Mutter Erde“, Schrei der umkämpften Erde.

Das zeugt von wenig Gottvertrauen. Denn Jesus sagt: „Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern bei ihnen zögern? Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen. Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, den Glauben auf der Erde finden?“ (Lk 18,8) –

Die Befreiungstheologen schreien laut, aber glauben wenig. Diese Bilder schreien auf ihre eigene Weise. Sie zeigen einen schreienden Mangel an Gottesfurcht. Wie wollen denn diese Leute Gott in der Schöpfung anbeten, wenn sie den eucharistischen Herrn noch nicht mal im Tabernakel wahrnehmen?

Wie kann man sich im Haus des Herrn, in Gegenwart seiner göttlichen Majestät, nur derart daneben benehmen?


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 griasdigott 10. Oktober 2019 

So kommen Amazonas -Elemente liturgischen zum Einsatz

@hape - ich weiss nicht genau, ob Sie den Beitrag auf CNA deutsch meinten:
So kommen Amazonas -Elemente liturgisch zum Einsatz. Bilder und Videos

Da stillt eine Indianermutter ein Ferkel, hält ihr Baby im Arm. Der deutsche Text erklärt, was da steht. Anderes ich, Pfeil Ferkel - Baby

Wer gestattet soetwas? Warum reißt das keiner runter? Ich bin fassungslos!
Mein Herz weint


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 hape 10. Oktober 2019 

Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, …

… den Glauben auf der Erde finden? – Wenn die Amazoniensynode so weiter macht (siehe Link), wird es schwierig.

Quelle: https://de.catholicnewsagency.com/story/amazonas-rituale-in-einer-katholischen-kirche-in-der-nahe-des-vatikans-5168


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 Tisserant 10. Oktober 2019 

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, in der Kirche ist der Rauch Satans zu erkennen und tritt immer deutlicher zu Tage!
Anders, kann ich mir diesen Mumenschanz nicht erklären!
Und die Befreiungsuntheologie war und ist antichristlich und antikirchlich.

Schon im 19.Jahrhundert gab es in Frankreich hierzu Bestrebungen, Sozialismus mit der rk zu verknüpfen.
Der große Widersacher ist sehr pfiffig und einige Bischöfe sind ihm auf den Leim gegangen.


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 Philipp Neri 10. Oktober 2019 

Armutszeugnis für die Verantwortlichen und Veranstalter!


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 borromeo 10. Oktober 2019 

Nach dieser deutlichen Einschätzung

eines offensichtlich kundigen Menschen aus der Region, um die es geht, frage ich mich schon, ob die Teilnehmer an der "Zeremonie" im Vatikan wirklich nicht gewußt haben, was sie da veranstalten (lassen)?

Ich kann es mir nicht vorstellen, angesichts geballter anwesender theologischer Kompetenz. Damit bleibt nur, davon auszugehen, daß das Spektakel von interessierter Seite (und damit meine ich diejenigen Kirchenvertreter, die die Amazonassynode zur Durchsetzung ihrer eigenen Ziele und Befindlichkeiten nutzen wollen) mit Wissen um die Hintergünde und mit voller Absicht inszeniert wurde.

Daher kommt tatsächlich mein Unbehagen, das @Herbstlicht richtig wahrgenommen hat. Ich glaube sogar, daß es mehr als Unbehagen ist.


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 hape 10. Oktober 2019 

Das, was Herr Macuxí als „heidnisch“ einstuft,

gilt in der Neuen Kirche vermutlich als "indigene Interpretation von gut katholisch."

Die Holzstatuetten könnten notfalls auch als Maria und Elisabeth durchgehen. "Den du o Jungfrau zu Elisabeth getragen hast." Das würde zum Rosenkranzmonat Oktober passen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das wirklich so gemeint war.

Dieser Gebet-Tanz-Event hätte "indigenen europäischen Katholiken", z.Zt. nennt man die etwas spöttisch "Traditionalisten", fairer Weise erklärt werden müssen, damit wenigstens der Anschein der Ökumenischen Einheit gewahrt bliebe. Aber Traditionalisten sterben sowieso bald aus. – Wenn ich mir deren volle Priesterseminare ankucke, würde ich sagen, dass sich die Reformer wahrscheinlich irren ;-)

Immerhin waren auf den Gesichtsbemalungen einiger Teilnehmer*innen auch Kreuze zu sehen. Immerhin haben sich die beiden Zeremonienmeister, ein Mann und eine Frau, vom Papst segnen lassen. Immerhin haben die beiden dabei auch so etwas wie eine Kniebeuge angedeutet.


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 Herbstlicht 10. Oktober 2019 
 

so viele Fragen, so viel Beunruhigung

Wie ist es möglich, dass eine solche antikatholische Zeremonie in den Gärten des Vatikans stattfinden konnte, zumal im Beisein von Franziskus?
Nachdem ich diese Begebenheit in den vergangenen Tagen bereits zweimal verlinkte (ebenso @Aquilinus und auch @borromeo sein Unbehagen über dieses Ritual ausdrückte), bin ich froh, dass nun selbst der Häuptling eines indigenen Stammes, Rechtsanwalt Marcolino, dieses Zeremoniell kritisierte, denn ich dachte schon, ich sei vielleicht überkritisch.

Mir stellt sich immer mehr die besorgte Frage: Wohin bewegt sich die katholische Kirche und was haben die Veränderer im Sinn und welches sind ihre wahren Motive?
Jemand, der die Kirche liebt, kann doch kein Interesse daran haben, Ihre Identität zu zerstören. Dies gilt doch auch in besonderem Maße für die Kirchenoberen.
Warum also legen sie Hand an?


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 Mariat 10. Oktober 2019 

DANK sei dem Häuptling Macuxi

für seine Ehrlichkeit.


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 Zeitzeuge 10. Oktober 2019 
 

Anbei als Link ein (unkritischer) Bericht über die

Abirrungen des Synkretismus am Beispiel Bolivien, dem im Artikel erwähnten "Missionar" scheint
das völlig egal zu sein, unglaublich!

Heilige Nazaria Ignatia von der heiligen Teresia

bitte für das arme Bolivien!

religion.orf.at/radio/stories/2779108/


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 wedlerg 10. Oktober 2019 
 

Kein Wunder, dass die Südamerikaner zu den Freikirchen wechseln

Die Unterdrückung von Gläubigen durch die Befreiungstheologen und der Zwang im Kommunismus und Primitivismus ein Ideal zu sehen, treibt in Südamerika die Leute in die Arme der Freikirchen. Südamerikaner sind gläubig und konservativ - und müssen die Eskapaden linker elitärer Gruppen tragen.

Das trifft nicht nur auf die indigenen Völker zu, sondern auch auf die weißen und schwarzen Gläubigen des Kontinents.


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 bücherwurm 10. Oktober 2019 

@Stephaninus: Sie haben mit Ihrer Bemerkung zwar zunächst recht.

Allerdings stört diese Zeremonie auch "in der Wolle gefärbte" Katholiken wie mich! Das ist … um es, hm, vorsichtig zu sagen … zumindest eine sehr unklare Bildsprache … Übrigens kann ich mich auch zumindest von meinem europäischen Horizont her keine derartige Verehrung einer Heiligenfigur vorstellen, allerhöchstens bei der Gottesmutter (und auch da sieht man es nicht in diesem Ausmaß).


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 Stephaninus 10. Oktober 2019 
 

Allerdings ist der evagelikale

Hintergrund des Häuptlings, dessen Aussage ich in Vielem teile, auch nicht ausser Acht zu lassen. Die Evangelikalen sind teilweise wie Berserker in die Herde der Katholiken eingebrochen und sehen sowieso katholische Riten als Heidentum an.


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 SpatzInDerHand 10. Oktober 2019 

Jesus spricht gemäß der Bibel:

"ICH bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater außer durch mich." Darauf lebe ich und darauf werde ich sterben... Solus Christus!


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 Ehrmann 10. Oktober 2019 

Will Franziskus die Intentionen seiner Hintermänner ad absurdum führen?

Vielleicht kann er sich dann endlich von ihnen lösen?


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 CALIFAX 10. Oktober 2019 

Wie Recht er hat!

Schluss mit der ganzen Synoden-Verschleierungs-Taktik!

Maranatha!


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