Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  5. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  6. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  7. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  8. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  11. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  12. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  13. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  14. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  15. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘

Vatikan drängt auf Niedrigpreismedikamente gegen Aids

31. Jänner 2004 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof Cordes meint, dass viele Kinder gerettet werden könnten


Vatikan (kath.net/Zenit.org)
Der Heilige Stuhl fordert die pharmazeutische Industrie auf, Medikamente gegen Aids für niedrigere Preise herzustellen, um zu verhindern, dass dermaßen viele Menschen an dieser tödlichen Krankheit in Afrika sterben. „Der Heilige Stuhl hat Initiativen gesetzt, Druck auf große Pharmakonzerne auszuüben, um die Preise zu senken“, bestätigte Erzbischof Paul Josef Cordes, Präsident des Päpstlichen Rates „Cor Unum“ bei einer Pressekonferenz am Donnerstag, auf der er die diesjährige Fastenbotschaft Johannes Pauls II. vorstellte.

In seinem Fastentext betonte der Papst in Bezug auf die Aids-Epidemie, besonders bei Kindern, dass „die Menschheit vor solch einer besorgniserregenden Tragödie ihre Augen nicht verschließen darf“.

„Das Leid von Kindern, die sterben, weil sie keine Medikamente bekommen, könnte verhindert werden“, sagte Erzbischof Cordes, dessen Rat weltweit die karitativen Aktivitäten der katholischen Institutionen koordiniert.

Pater Angelo d’Agostino, der medizinische Direktor des „Nyumbani – The Children of God Relief Institute“ von Nairobi sprach ebenfalls auf der Pressekonferenz, wo er den wiederholten Aufruf des Papstes bekräftigte. Pater d’Agostino’s Projekt wird dieses Jahr eine Unterstützung von „Cor Unum“ erhalten; eine Antwort auf das Ersuchens des Heiligen Vaters in seiner Fastenbotschaft von 2004, die Hilfe für Kinder in Not zu verstärken.

Täglich sterben „in Kenia 400 Menschen an Aids“, erklärte der Priester. „Es kommt einem Völkermord gleich, wenn pharmazeutische Kartelle Afrika adäquate Medikamente verweigern.“

Für Pater d’Agostino, der 30 Jahre lang Professor an der Georgetown University war und die letzten beiden Jahrzehnte als Arzt in Kenia arbeitete, ist das „Fehlen von sozialem Gewissen dieser kapitalistischen Unternehmen ein moralisches Problem“, weil sie „25 Millionen Afrikanern das Leben retten könnten, die in Schwarzafrika mit dem HIV- Virus infiziert sind.“

„Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge gibt es aufgrund von Aids 11 Millionen Waisenkinder in Afrika“, fügte Erzbischof Cordes hinzu.

Pater d’Agostino ist der Gründer von Nyumbani Village, ein Heim für 1.000 Menschen, deren Mehrzahl Kinder mit Aids und ältere Menschen sind. Das Heim wird vom amerikanischen Philanthropen John Noel finanziert.

Mit seiner Gegenwart in Rom bei der Veröffentlichung der Fastenbotschaft des Papstes im Vatikan ruft der Priester auch die Kommunikationsmittel auf, über dieses Drama zu berichten. Damit soll auf Reaktionen von Seiten der Christen, der Zivilgesellschaft und besonders der Pharmaindustrie gedrängt werden.

„Cor Unum“ wird Nyumbani Village in der Erzdiözese von Nairobi unterstützen und dafür finanzielle Mittel zur Verfügung stellen.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesundheit

  1. Studie belegt: Ehrenamtliches Engagement in Wohltätigkeitsorganisationen hält gesund
  2. Weiterhin Hl. Messen in Regensburg, Passau und Bamberg
  3. Schönborn: Kirche hält sich an staatliche Vorgaben zu Coronavirus
  4. Bekannte Kirche in Rom wegen Coronavirus geschlossen
  5. 'Übertragungen durch Weihwasser bisher nicht beschrieben'
  6. Kapitänin der Fußballnationalmannschaft: Lungenembolie durch Pille
  7. Die Skandale des Alder Hey Kinderkrankenhauses
  8. Sie drückte sich im Drogenrausch die Augen aus
  9. US- Studie: Wer verheiratet ist, hat weniger Stress
  10. Kein Platz für Übergewichtige im Lobpreisteam?







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  3. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  4. Rom: "Krippe von Bethlehem" zu sehen
  5. Der Heilige und das Tier
  6. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  7. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  8. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  9. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  10. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  11. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  12. Warum der Todestag des Franz von Assisi nicht sein Gedenktag ist
  13. Wo der Mensch nicht berechenbar ist
  14. Wenn das Nein nicht mehr zählt
  15. 'Tatsächlich Gott'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz