Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  5. Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
  6. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  7. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  8. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  9. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  10. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  11. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft
  12. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden
  13. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  14. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  15. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘

Die Skandale des Alder Hey Kinderkrankenhauses

1. Mai 2018 in Prolife, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Organentnahmen ohne Zustimmung der Eltern, fehlende Standards in den Operationsräumen. Das Krankenhaus, das durch Alfie Evans bekannt geworden ist, war schon früher im Kreuzfeuer der Kritik.


Liverpool (kath.net/jg)
Das Alder Hey Kinderkrankenhaus, dessen bekanntester Patient wohl der vor wenigen Tagen verstorbene Alfie Evans war, ist schon in früheren Jahren in die Schlagzeilen geraten. Dies berichtet die Lebensschutzorganisation Live Action auf ihrer Internetseite.

Laut einem Bericht der britischen Zeitung The Guardian vom Januar 2001 hat das Kinderkrankenhaus in den Jahren von 1991 bis 1993 bei Operationen entnommene Thymusdrüsen an ein pharmazeutisches Unternehmen abgegeben und dafür finanzielle Gegenleistungen erhalten. Die Zustimmung der Eltern wurde dabei nicht eingeholt.

Die Thymusdrüsen wurden bei komplexen Herzoperationen entfernt, um besseren Zugang zum Bereich des Herzens zu erhalten und die eigentlichen Operationen durchführen zu können.


Das pharmazeutische Unternehmen, dem Guardian zufolge handelte es sich um Aventis Pasteur, habe £ 5 pro Thymusdrüse bezahlt, sagte Dr. Mark Caswell, ein Kinderarzt des Alder Hey Krankenhauses, gegenüber den Medien.

Aventis Pasteur habe die Organe zur Herstellung eines Medikaments zur Behandlung von aplastischen Anämien verwendet. 1993 habe man die Transaktionen eingestellt, aus Sorge, diese könnten als „Verkauf von Organen“ verstanden werden, auch wenn es sich bei den fünf Pfund nur um eine „symbolische Zahlung“ gehandelt habe, sagte Caswell.

Das Alder Hey war in einen weiteren Skandal verwickelt, der ebenfalls im Januar 2001 offiziell bekannt wurde. Damals gab Liam Donaldson, als Chief Medical Officer für England der höchste Beamte des Gesundheitsministeriums, bekannt, dass in englischen Spitälern 50.000 Organe verstorbener Kinder aufbewahrt wurden, davon 3.000 im Alder Hey Kinderkrankenhaus in Liverpool. Auch dies war ohne Einverständnis der Eltern geschehen.

Das Alder Hey Krankenhaus sei auch in diesem Skandal ein „besonderer Fall“ gewesen, weil Dick Van Velzen, ein Pathologe des Krankenhauses, ganze Organsysteme gesammelt habe. Van Velzen sei vor einen Disziplinarausschuss der Ärztekammer geladen, berichtete der Guardian damals. 2005 verlor er seine Zulassung als Arzt, wurde aber nie strafrechtlich verfolgt, berichtet Live Action.

Im Februar 2014 wurde bekannt, dass das Alder Hey Krankenhaus vier von fünf nationalen Standards in seinen Operationsräumen nicht erfülle. Die „Care Quality Commission“, welche die Standards überprüft, habe dies festgestellt, nachdem sie von Mitarbeitern des Krankenhauses alarmiert worden sei. Diese hätten die Mängel selbst festgestellt, das Management des Krankenhauses habe auf ihre Hinweise aber nicht reagiert, berichtete der Guardian.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesundheit

  1. Studie belegt: Ehrenamtliches Engagement in Wohltätigkeitsorganisationen hält gesund
  2. Weiterhin Hl. Messen in Regensburg, Passau und Bamberg
  3. Schönborn: Kirche hält sich an staatliche Vorgaben zu Coronavirus
  4. Bekannte Kirche in Rom wegen Coronavirus geschlossen
  5. 'Übertragungen durch Weihwasser bisher nicht beschrieben'
  6. Kapitänin der Fußballnationalmannschaft: Lungenembolie durch Pille
  7. Sie drückte sich im Drogenrausch die Augen aus
  8. US- Studie: Wer verheiratet ist, hat weniger Stress
  9. Kein Platz für Übergewichtige im Lobpreisteam?
  10. Wissenschaftliche Studie: Verhütungspille erhöht Depressionsrisiko







Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  3. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  4. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  5. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  6. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  7. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  8. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  9. Visitation im Stift Heiligenkreuz abgeschlossen
  10. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  11. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  12. Sieg der „rebellischen Nonnen“
  13. Kardinal Arborelius: In Schweden „weiß jeder, dass die katholische Kirche Abtreibung ablehnt“
  14. Gleichgültigkeit und Dekadenz – Die größte Hoffnung für iranische und russische Diktatoren
  15. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz