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"Armutsmigration nach Europa ist ein Mythos"

11. Juli 2019 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
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Leiter des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung: Die Leute in den meisten armen Ländern Afrikas können sich eine Auswanderung gar nicht leisten. Dazu müsse man dort erst mal zum Mittelstand gehören und auch das nötige G


Berlin (kath.net)
"Die vielbeschworene Armutsmigration nach Europa ist also ein Mythos." Dies erklärt Reiner Klingholz, der Leiter des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, in einem Interview mit dem "Spiegel". Klingholz hat diese Woche gemeinsam mit Kollegen eine umfassende Studie veröffentlicht und stellt darin fest, dass die Migranten aus Afrika überwiegend zwischen 20 und 30 Jahre alt, meist männlich und vergleichsweise gut gebildet und nicht arm seien. Die Leute in den meisten armen Ländern Afrikas können sich eine Auswanderung nämlich gar nicht leisten. Dazu müsse man dort erst mal zum Mittelstand gehören und auch das nötige Geld haben. Mit zunehmendem Reichtum in Afrika steigt laut Klingholz die Wahrscheinlichkeit, dass die Menschen migrieren. Die höchste Wanderungswahrscheinlichkeit gäbe es bei Ländern mit einem BIP von 8000 bis 13.000 Dollar, dazu gehören Ländern wie Tunesien und Jordanien.



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