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Kardinal Müller: Echte Reform der Kirche heißt Erneuerung in Christus

10. Juli 2019 in Weltkirche, 60 Lesermeinungen
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Der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation übt scharfe Kritik am ‚Instrumentum laboris’ der Amazonien-Synode und sieht einen Zusammenhang mit dem ‚synodalen Weg’ der Kirche in Deutschland.


Rom (kath.net/jg)
Das Arbeitsdokument („Instrumentum laboris“) der Amazonien-Synode sei in weiten Teilen eine Projektion europäischen theologischen Denkens auf die Amazonasregion. Das sagte Gerhard Ludwig Kardinal Müller, der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation, in einem Interview mit Edward Pentin, dem Vatikankorrespondenten des National Catholic Register. (Siehe Link am Ende des Artikels)

Müller warnte vor einer Überbewertung des „Instrumentum laboris“. Es sei eine Diskussionsgrundlage und kein lehramtliches Dokument der Kirche. Es sei großteils von Männern mit Wurzeln im deutschsprachigen Raum verfasst und nicht von Menschen aus dem Amazonasgebiet und spiegle eine europäische theologische Perspektive wieder, deren Ideen schon vor 30 Jahren aufgetaucht seien.

„Nicht alle diese Ideen sind im Einklang mit grundlegenden Elementen der katholischen Theologie“, sagte der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation wörtlich. Dies gelte insbesondere für das Verständnis von Religion. Das Christentum verstehe sich als Glaube, der von Gott geoffenbart worden ist, an die Inkarnation des Wortes Gottes in Jesus Christus. Der katholische Glaube sei keine Religion im Sinne einer natürlichen, vom Menschen ausgehenden Beziehung zur Transzendenz, sagte Müller – offenbar im Hinblick auf die im „Instrumentum laboris“ zum Ausdruck kommende Wertschätzung indigener Naturreligionen.


Weil Gott in Christus Mensch geworden sei und in seinem Kreuz das Leid aller auf sich genommen habe, könne die Offenbarung nicht als Ausdruck der europäischen Kultur relativiert werden, sagte Müller.

Die von Edward Pentin im Interview angesprochene Befreiungstheologie sieht Kardinal Müller in einem weiteren Sinn. Befreiung sei tatsächlich ein grundlegendes Element des katholischen Glaubens, weil wir durch Jesus Christus von der Last der Sünden befreit sind und damit von der Gottferne.

Diese Freiheit bringe auch die Heilung innerweltlicher Verhältnisse und Dimensionen mit sich. Richtig verstanden bedeute sie auch, dass Christen in der Gesellschaft Verantwortung übernehmen für eine integrale Entwicklung, die nicht nur materielle Aspekte berücksichtigt, sondern Raum für die Gemeinschaft mit Gott lässt. Man könne die Kirche aber nicht in eine „NGO nur für die weltliche Entwicklung“ umwandeln, sodass diese den Mittelpunkt des Glaubens bilde.

Diese Gefahr sieht Müller in der Ausrichtung des „Instrumentum laboris“, deren Verfasser nach seiner Aussage „keine großen Theologen“ sind und einen „eher praktischen, ideologischen Zugang zu den Fragen“ haben.

Zölibat

Der Zölibat sei in der westlichen, lateinischen Tradition der Kirche tief in der Spiritualität des Priestertums verwurzelt, erinnerte der Kardinal. Es sei nicht nur eine externe disziplinäre Frage, sondern berühre das Priestertum wesentlich, sagte Müller und verwies auf das Dekret „Presbyterorum ordinis“ des Zweiten Vatikanischen Konzils.

Die Krise des Christentums in der westlichen Welt habe nichts mit dem Priesterzölibat zu tun, sondern sei eine Krise des Glaubens und auch der spirituellen Führung.

Pentin sprach in diesem Zusammenhang noch einmal den großen Einfluss deutschsprachiger Theologen auf die Amazonien-Synode an. Müller erwiderte, dass dies kein guter Einfluss sei, weil die katholische Kirche in Deutschland in Niedergang sei. Die Führungspersönlichkeiten der Kirche in Deutschland würden die wahren Ursachen dafür nicht sehen, sondern über die Sexualmoral, den Zölibat und das Frauenpriestertum sprechen. Wörtlich sagte er: „Sie sprechen aber nicht über Gott, Jesus Christus, die Gnade, die Sakramente und Glaube, Hoffnung und Liebe, die theologischen Tugenden und die Verantwortung der Christen und der Kirche für die Entwicklung einer Gesellschaft, die stark von Legalismus und Verzweiflung geprägt ist.“

Für Müller ist es kein Zufall, dass der „synodale Weg“ der deutschen Bischöfe zur gleichen Zeit wie die Amazonien-Synode begonnen wurde. Sie hätten die wahren Ursachen des sexuellen Missbrauchs, der zum Anlass für den synodalen Weg genommen worden ist, nicht erkannt und würden über Dinge sprechen, die nichts damit zu tun hätten, kritisierte der Kardinal.

Das Beispiel des europäischen Protestantismus könne zeigen, wohin der Weg führe. Dessen Zustand sei noch schlechter als jener der katholischen Kirche, obwohl die Protestanten verheiratete Pastoren hätten und gleichgeschlechtliche „Ehen“ akzeptieren würden.

Bischöfe hätten eine apostolische Mission und seien keine Politiker, betonte der Kardinal. Eine echte Reform der Kirche habe eine Erneuerung in Christus und „ein Wiedererwachen des apostolischen Eifers für das ewige Heil des Menschen“ zum Ziel, sagte er wörtlich.


© Foto: kath.net Markus Gehling



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Lesermeinungen

 lesa 15. Juli 2019 

Juble, Tochter Zion! Ich komme und wohne in deiner Mitte! (vgl Sach 2)

@lakota: Das freut mich!
Und morgen ist das Fest Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel...


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 lakota 13. Juli 2019 
 

@Lesa

Ein wunderbares Gebet! Ich werde es mir ausdrucken und ins Gotteslob legen.
Herzlichen Dank!


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 lesa 12. Juli 2019 

Danke für die Rückmeldung!

@Ulma: Danke! Diese Mitpatronin Europas möge beten, dass Europa wieder aus dieser Kraft leben lernt ...


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 Ulma 12. Juli 2019 
 

Vergelt's Gott!

Ein herzliches Vergelt's Gott @lesa für dieses schöne und tiefe Gebet von Edith Stein. Das ist der Kern. Es erhebt die Seele und macht glücklich.


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 JohannBaptist 12. Juli 2019 
 

Erneuerung in Christus

Schön, daß Kard.Müller drauf kommt.
Ist dies nicht das Losungswort der FSSPX?


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 Pilgrim_Pilger 12. Juli 2019 
 

Ja so ist es!

Wenigstens ein Kardinal der die Zeichen dieser Zeit deuten kann.

Mt 24,10 -23... Dann werden viele zu Fall kommen und einander hassen und verraten. Viele falsche Propheten werden auftreten und sie werden viele irreführen. Und weil die Missachtung von Gottes Gesetz überhandnimmt, wird die Liebe bei vielen erkalten. Wer jedoch bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.


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 lesa 11. Juli 2019 

Danke

@Sehr geehrter @Bernhard Joseph: Haben Sie vielen Dank für diese Worte! Manchmal muss ich mich überwinden, z. B. über die Eucharistie einfach so "loszuschreiben", Sie verstehen, weil das alles so kostbar und heilig ist. Aber es gilt, "den unergründlichen Reichtum Christi zu verkünden (Paulus) Es ist diese Kommentiertätigkeit hier eine konkrete, sehr dankenswerte Möglichkeit der Glaubensverkündigung und der gegenseitigen Mitteilung von Glauben und Gedanken.
Und Sie, Sie SCHÜTZEN entschlossen den Glauben mit Ihrer Fähigkeit, theologisch profund Sachverhalte sprachlich brillant darzulegen. Wie sehr IHRE Kommentare nötig und dankenswert sind, wissen Sie bereits. Danke auch für Ihr Durchhalten!


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 Selene 11. Juli 2019 
 

Die richtigen Worte zur richtigen Zeit

Ich bin immer dankbar, wenn sich Kardinal Müller zu Wort meldet, weil ich durch seine Statements Antworten auf meine Fragen und eine Richtschnur in der (persönlichen) Verunsicherung und der allgemeinen Verwirrung in Kirche und Gesellschaft finde.

Danke Eminenz für Ihre wertvolle Orientierungshilfe!


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 Bernhard Joseph 11. Juli 2019 
 

Verehrte @lesa

Ich freue mich immer ungemein, Ihre schönen und aus einem festen und klaren katholischen Glauben heraus verfassten Kommentare zu lesen!

Danke ausdrücklich dafür, insbesondere in heutiger Zeit des sich auch in der Kirche verdunkelnden Glaubens.

Schon oft haben Sie mir neue Perspektiven im Blick auf unseren Glauben eröffnet, ohne vom Kern, der Offenbarung, auch nur geringste Abstriche zu machen.


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 lesa 11. Juli 2019 

Quelle kirchlichen Lebens

Danke den Postern, die einen Wortgottesdienst einer Eucharistiefeier zu unterscheiden.
Wenn Zeiten kommen, in denen Gläubige keine Messfeier mehr besuchen können, ist es äußerst kostbar, dass Laien zusammen kommen, gemeinsam das Wort Gottes hören und beten.
Solange es möglich ist, dass Gläubige Gelegenheit haben, eine Heilige Messe zu besuchen, soll dies gepflegt und gefördert werden.
Aber ohne Not Wortgottesdienste zu präferieren heißt, dass die Bedeutung der Eucharistie von den Betreffenden neu entdeckt werden muss.
"Aus seinem geopferten und verherrlichten Leib, aus seinem für uns durchbohrten Herzen geht der Strom des Lebens, der Heilige Geist, für uns hervor." (H. Spaemann)
Dies geschieht konkret und wirksam in jeder Eucharistiefeier. Darum ist sie QUELLE und Gipfelpunkt kirchlichen Lebens.
Das Volk Gottes spürt dies und während man sie mitunter des "Klerikalismus" verdächtigt, reagieren sie mit dem Glaubenssinn der Getauften gegen subtile Protestantisierungstendenzen.


9

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 lesa 11. Juli 2019 

Eucharistisches Gebet der Hl. Edith Stein

1. Du kommst zu mir im Gastmahl Deiner Liebe,
Dein Fleisch und Blut wird mir zu Trank und Speise
und Wunderbares wird gewirkt.
2. Dein Leib durchdringt geheimnisvoll den meinen,
und Deine Seele eint sich mit der meinen.
Ich bin nicht mehr, was ich einst war.
3. Du senkst voll Liebe Deinen Blick in meinen
und neigst Dein Ohr zu meinen leisen Worten
und füllst mit Frieden tief das Herz.
4. Du kommst und gehst, doch bleibt zurück die Saat,
die Du gesät zu künft` tger Herrlichkeit
verborgen in dem Leib von Staub.
Ich danke und glaube, ich hoffe und liebe.
5. Es bleibt das Band, das Herz mit Herz verbindet,
der Lebensstrom, der aus dem Deinen quillt und jedes Glied belebt.
6. Wie wunderbar sind Deiner Liebe Wunder, wir staunen nur und stammeln und verstummen, weil Geist und Wort versagt.
Ich danke und glaube, ich hoffe und liebe.
(Hl. Edith Stein)


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 lesa 11. Juli 2019 

Biblisch bedeutet Gedächtnis GEGENWÄRTIGSETZUNG

HX7: Es ist so schön, dass der Herr Ihnen die Sehnsucht nach dem Verständnis der Eucharistie ins Herz gelegt hat. Er wird Sie auf diesem Weg weiterhin führen!
"Was ist also die Eucharistie? Christus in seiner Hingegebenheit. Das Leiden und Sterben des Herren in seiner ewigen Wirklichkeit. Eingegangen in solche Gestalt, uns gegeben in solcher Art, daß daraus unser gläubiges Dasein leben soll, so, wie der Leib aus körperlicher Speise und körperlichem Trank lebt. Das sollen wir stehen lassen. Jeder Versuch, es "geistig" oder auf "reine Christlichkeit" zu deuten, muß es zerstören. Es ist Anmaßung und Unglaube, wenn der Mensch bestimmen will, was hier möglich sei. Gott sagt, was Er will; und was Er will, ist. Das Bild und das Maß dessen, was als "Vollendung seiner Liebe" von Ihm her sein kann (Joh 13,1) setzt nur Er."
(R. Guardini)
Theologisch ganz genau als Erfüllung der Bundesverheißung nachweisbar, bleibt sie ein "Geheimnis des Glaubens"
Mit dem Herzen eines Kindes EMPFANGEN ...


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 Marloe1999 11. Juli 2019 

Danke für die Ermutigungen! :)

Natürlich muss ich, müssen wir Vertrauen zu Gott haben. Ohne das Vertrauen auf Seine Allmacht, wäre unser Glauben leblos. Die Folge dieser närrischen Pläne von Marx, Sternberg und co. - kann für uns nur der organisierte Widerstand sein. Vertrauen, Opfern und Beten - Ja, mehr denn je! Aber ich denke wir sind auch aufgefordert, für unsere Kirche zu kämpfen. Zeigen wir offen, dass wir nicht bereit sind, uns diese „Reformen“ aufoktroyieren zu lassen!


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 lesa 11. Juli 2019 

Dringend notwendiger Impuls

@hape: "Schön zu lesen". Es stärkt die kleine Herde und hält sie auf dem klaren Kurs. Außerdem können wir beten, dass auch jene, die "den Amazonaskurs" für richtig halten, schließlich angesichts ihrer großen Verantwortung auch über solche Wortmeldungen von Kardinälen nachdenken und von einer Agenda abrücken, die sich in der Kirchengeschichte bereits als schädlich genug erwiesen hat und ganz und gar keine Reform gebracht hat, sondern Abbau.


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 gebsy 11. Juli 2019 

HX7 - Antwortversuch

http://www.gebsy.at


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 Stephaninus 11. Juli 2019 
 

HX7

Ich freue mich herzlich, dass Sie sich so ehrlich und offen mit unserer Kirche beschäftigen. Ich kann Ihnen sagen, das Leiden an der zeitlichen Gestalt der Kirche gehört einfach zum Katholischsein. Das war schon immer so. Die grossen Heiligen haben oft sehr gelitten und doch die Kirche auch immer sehr geliebt. Das Schifflein Petri wird nicht untergehen, daran könnten auch die schlechtesten Päpste (und wir hatten eine Reihe davon in den letzten 2000 Jahren (allerdings auch ein grosse Zahl wirklich guter)), die dümmsten Bischöfe etc. nichts ändern. Christus bleibt in der Kirche ganz präsent, vor allem in der hl. Eucharistie, auch in Händen unwürdiger Priester. Zwei Ding - ich beziehe mich dabei auf ein Gesicht von Don Bosco - helfen mir immer wieder: Das eigene Schifflein (wie das der Kirche)an der Eucharistie und der Muttergottes festmachen. Maria ist auch Ihre Mutter und sie ist vor allem die Mutter der Kirche. Wer an diesen beiden Pfeilern sein Boot verknotet, wird nicht untergehen.


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 Stephaninus 11. Juli 2019 
 

@FelixHey5

Ihre These oder Kritik finde ich der Diskussion äusserst wert. Sie haben schon recht. Die Konservativen - wenn ich das mal so sagen darf - habe ihre Chancen wohl ziemlich verstreichen lassen. Drück mich banal aus, ich weiss. Deshalb dünkt es mich auch, dass die Aussage von Kardinal Müller, den ich an sich sehr schätze, nur die halbe Miete ist. Dann: Der Erosion, die sich vermtl. schon weit vor 1950 immer mehr - und jetzt galoppierend - abzuzeichnen begann, hat man wenig entgegengesetzt. Oft hat Rom in Bezug auf sehr problematische Entwicklungen in Nordeuropa in den 80ern und 90ern zwar mit dem Säbel gerasselt, passiert ist aber herzlich wenig. War man innerlich schon morsch? Und wenn ich bedenke, wie noch unter dem Pontifikat von JP II von höchsten Stellen eine schützende Hand über einen Unhold wie Marcial gehalten wurden, um nur ein Beispiel zu nennen, bleiben gewaltige Fragen offen.


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 hape 11. Juli 2019 

@ FelixHey5

Kardinal Müller gibt die Antwort, die die Kirche immer schon gegeben hat und die die einzig richtige ist: echte Reform der Kirche heißt Erneuerung in Christus. Alles andere ist Firlefanz. Gerade weil sich die Menschen in 2000 Jahren nicht verändert haben, hat die Antwort von damals auch heute noch Gültigkeit.

Wir müssen uns auch nicht ständig fragen, was schief läuft. Das ist hinlänglich bekannt. Zuletzt BXVI, Kard. Brandmüller, Kard. Sarah, Bisch. Schneider, Weihbisch. Laun, Prof. May, Kard. Meisner, usw. Selbst ein Modernist wie Kard. Lehmann bekannte in seinem geistlichen Testament: "Wir haben uns alle, gerade in der Zeit nach 1945, tief in die Welt und das Diesseits vergraben und verkrallt, auch in der Kirche. Dies gilt auch für mich. Ich bitte Gott und die Menschen um Vergebung. Die Erneuerung muss tief aus Glaube, Hoffnung und Liebe kommen.“ –

Ein Anfang wäre, wenn die DBKZDK endlich mal verkündigen würde, warum es auch heute lohnt, katholisch zu sein.


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 Rolando 11. Juli 2019 
 

Fortsetzung

Das 2. Vatikanische Konzil würd nicht so umgesetzt wie es umgesetzt werden sollte, sondern die protestantisch ausgerichtete Ökumene verwässerte den ursprünglichen Sinn.


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 Rolando 11. Juli 2019 
 

FelixHey5

Die Antwort hat mehrere Aspekte. Die Problematik ist im Hinblick auf die Vision von Papst Leo XIII zu sehen, wo Satan behauptet, die Kirche Jesu Christi zerstören zu können, die erforderliche Macht und Zeit wurde ihm von Jesus gewährt. Dann der Einfluss des Protestantismus, was sehr gefährlich ist, weil die Lüge im Namen Jesu verkündet wurde und wird. Dann die darwinistische Evolutionstheorie, wo Gott nicht mehr Schöpfer ist, sonder auf eine Grundursache reduziert wurde, da sich alles von der Urzelle weiterentwickelt haben soll, (übrigens ist dies eine Ursache der nationalsozialistischen Rassenideologie, die Weiterentwicklung zur arischen Rasse). Dann die Verbreitung der ungehemmten Sexualität, die den Gehorsam schwächt, bis ganz negiert. Und schließlich die geballte Macht der Medien, die all diese Widergöttlichkeiten massiv verbreitet und als Wahr hinstellt, hingegen die Wahrheit verschweigt. Der Trost ist, am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren, Fatima und Medjugorije helfe


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  11. Juli 2019 
 

@Stefan Fleischer: Wirklich schon vorher?

Nun, ich bin 25 Jahre jünger, aber in den 70-ern wurden wegen der vielen Kirchgänger, wo ich Ministrant war, noch zusätzlich 2 Kirchen gebaut. Und, Küng hin, Küng her, damals übte die Kirche Einfluss auf die Intellektuellen Debatten in der Gesellschaft aus, die Beziehung zu Gott begeisterte. Zu Trauerzug von Kardinal Höffner kamen in Köln sechsstellige Zahlen (zu dem von Kardinal Meißner nur wenige Tausend). Wir müssen uns fragen - und das muss sich auch Kardinal Müller als ehemaliger höchster Glaubenslehrer der Kirche fragen - was ist in den 35 Jahren danach so sehr schiefgelaufen, dass die Menschen uns nicht mehr vertrauen? Denn die Menschen sind die gleichen wie vor 2000 Jahren, viel Einsamkeit und Verängstigung in Zeiten dramatischer Umbrüche. Und können wir da sagen, wir können uns derzeit nicht um sie kümmern, denn wir diskutierten zurzeit nostalgisch intern und haben kein seelsorgerisches Personal, das wir noch gewinnen können? Auf all das gibt mir Kardinal Müller keine Antwort.


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 Stefan Fleischer 11. Juli 2019 

@ Konrad Georg

Je mehr ich zurück denke, desto mehr wird mir klar, dass damals den Allerwenigsten bewusst war, was eigentlich gespielt wurde, sogar unter den Akteuren, ja, dass das auch heute noch vielen, sehr vielen nicht bewusst ist. Es wäre zum Verzweifeln, wenn wir nicht vertrauen dürften.


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 Konrad Georg 10. Juli 2019 
 

HX7

Es ist sicher hilfreich, wenn Sie die Eucharistischen Wunder betrachten:
Lanciano und etliche andere.


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 Konrad Georg 10. Juli 2019 
 

Verwirrung

@ Oelberg
Mit der luherischen Revolution 1517 hat Deutschland einen Volltreffer erlitten. Seither lastet der Geist Martin Luthers auf unserem Land. Deswegen entstand eine große Euphorie, als Johannes XXIII. das Konzil ankündigte. Plötzlich sahen diejenigen Mäusemelker Oberwasser, denen an Kirche und Lehre vieles wegen der lutheristischen Vorprägung nicht passte. So zogen die Bischöfe, Veni Creator Spiritus singend in den Petersdom ein mit dem Vorsatz, die eigenen Flausen durchzusetzen. Mit unklaren Formulierungen ist das teilweise gelungen, aber mit dem Dreh, sich auf den Geist des Konzils zu berufen, wurde dann alles durchgesetzt. Wie eine Ideologie verwüstete dieser die Kirche und das Volk Gottes. 192 War die Zahl der Messbesucher auf die Hälfte gefallen. Keine Religion verträgt völlig Neues.
Lieber Herr Fleischer, ich bin erst 76. Sie haben damals als bereits Älterer sicher mehr wahrgenommen.


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 bernhard_k 10. Juli 2019 
 

@Sanreg

... ja, Jesus ist im gemeinsamen Beten auch anwesend, aber eben nicht so unmittelbar wie in der Hl. Eucharistie ... die Real-Präsenz in der Hl. Eucharistie ist nicht zu toppen ...

Auch für Sie der google-Tipp!!


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 bernhard_k 10. Juli 2019 
 

@HX7

Super! Alles Gute Ihnen! Auch für Ihren Kurs!!

Ein super Tipp zur Realpräsenz: googeln nach "Eucharistische Wunder" DDDr. Egger

Sie werden staunen! Gottes Segen Ihnen ...


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 Stefan Fleischer 10. Juli 2019 

@ Oelberg

Ich war damals noch sehr jung. Aber wenn ich mich richtig erinnere war damals schon vor dem Konzil so etwas wie eine Aufbruchstimmung vorhanden. Und auch das Konzil selbst hat Hoffnungen geweckt. Als dann die tatsächlichen (aber auch viele vermeintliche) Fehler der Kirche, z.B. die Überbetonung der Gerechtigkeit Gottes etc., beanstandet und auch korrigiert wurden, da merkte praktisch niemand, dass sich damit der Paradigmenwechsel von gottzentriert zu menschzentriert einnistete und immer mehr ausbreitete. Auch heute noch sind sich ja viele dessen nicht bewusst und merken nicht, wie sich der moralistisch-therapeutische Deismus den Glauben unterwandert und zerstört. Zum Glück gibt es aber Anzeichen, dass gerade auch junge Leute merken, dass es dringend eine Refokussierung auf Gott bedarf, dass eine bessere Welt ohne Gott eine grosse Illusion ist.

www.stefanfleischer.ch/EINZELTEXTE/moralistisch.html


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 Sanreg 10. Juli 2019 
 

@bernhard_k

Jesus sagt:
Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt 18,20)
Ist er dann nicht life/real anwesend??
Gilt dieses Wort überhaupt?


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 HX7 10. Juli 2019 
 

@bernhard_k

Kein Problem. Ich mache gerade den theologischen Fernkurs der katholischen Kirche, weil ich es wissen möchte.
Die Realpräsenz Versuche ich grade zu verstehen.


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 Sagittarius 10. Juli 2019 
 

@Oelberg

Was nützt es, wenn die Kommandozentrale gut besetzt ist (Sel. Papst Paul VI., Hl. Papst Johannes Paul II., Papst Benedikt VI. und gute Offiziere zur Seite stehen (Kardinal Müller), wenn so manche Hirten plötzlich den Befehl gegeben haben, rückwärts zu rudern (z. Bsp. Königsteiner Erklärung, Maria Trost Erklärung usw.), weil sie Angst hatten, dass so mancher Meuterer, dem der Kurs Richtung "Ewige Heimat" nicht mehr gefiel, das Boot verlassen könnte. Was ich sagen möchte ist: Was nützt der beste Kapitän, wenn keiner auf ihm hört? Man kann nicht den Päpsten die alleinige Verantwortung zuschustern, auch das meuternde "Volk Gottes" hat erheblich zu der heutigen Misere beigetragen.


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 bernhard_k 10. Juli 2019 
 

@HX7 - sorry

Oh, sorry, ich dachte, Sie sind in der Kath. Kirche.

Aber das kann ja noch werden ... denn in der Hl. Eucharistie empfangen Sie Jesus Christus sozusagen "live", wie in einem Livekonzert! ER ist real da! Während dem Hochgebet wandelt sich die Hostie in Jesus Christus selber! Jesus Christus ist also live/real anwesend - das ist die Megasensation!! Kein sonstiges Event dieser Erde kann hier mithalten ...


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 Oelberg 10. Juli 2019 
 

@Stefan Fleischer

Das habe ilch bis jetzt noch nicht so gesehen, aber @ FelixHey5 hat das sehr gut analysiert.
Wenn die ganze Misere schon mit Jo XXIII. begonnen hat (Aggiornamento), dann ist es doch sehr erstaunlich, dass bei den beiden Vorgängerpäpsten von PF hier nicht entschieden zurückgerudert wurde.
Neben diesen beiden waren ja u.a. auch wie erwähnt Kard. Meisner und auch Kard. Müller (Präfekt d. Glaubenskongregation) in dieser Zeit im Amt.
Hat Satan denn auch diese verwirrt?


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 Sagittarius 10. Juli 2019 
 

@HX7

Ihre Sorgen sind wirklich berechtigt, doch ich denke, man sollte mehr auf Christus schauen und weniger auf die Wellen, sonst kann man an der Kirche irre werden und untergehen (an ihr verzweifeln), so wie Petrus, als er auf dem stürmischen See gewandelt ist. Man könnte heute den Eindruck gewinnen, dass Jesus das sinkende Schiff verlassen hat. Aber ER ist mitten im Boot wie ein Schlafender, nämlich in der Hl. Eucharistie. Jesus könnte dem ganzen Spuk sofort ein Ende bereiten, aber ER tut es nicht, weil noch zu wenig Christen IHM in der Anbetung der Hl. Eucharistie zu wecken versuchen. Auch müssen wir wieder Maria mit ins Boot holen, damit sie ihren Sohn um neuen Wein (wahre Erneuerung) und um den Hl. Geist bittet, so wie in Kana und an Pfingsten. Erst wenn die Christen sich wieder auf die 2 tragenden Säulen der Kirche, die Hl. Eucharistie und Maria, besinnen, wird wieder Ruhe auf dem Schiff Petri einkehren.


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 bernhard_k 10. Juli 2019 
 

@HX7 - "wo noch hin?" fragen Sie...

Bitte bleiben Sie in unserer hl. Kath. Kirche! Sie ist die wahre Kirche, der mystische Leib Christi! Wenn es auch Sünder in der Kirche gibt, "DIE" hl. Kath. Kirche selber kann nicht sündigen, bleibt immer rein und makellos; sie ist ja die Braut Christi. Das muss man immer auseinanderhalten!!

Ein leidenschaftlicher Sportler gibt ja seinen Sport auch nicht auf, bloß weil es ein paar schlechte Sportler gibt ...


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 Sagittarius 10. Juli 2019 
 

Die Kirche muss dem ewigen Heil dienen

"Bischöfe hätten eine apostolische Mission und seien keine Politiker, betonte der Kardinal. Eine echte Reform der Kirche habe eine Erneuerung in Christus und „ein Wiedererwachen des apostolischen Eifers für das ewige Heil des Menschen“ zum Ziel."
Treffender kann man es nicht mehr ausdrücken.
Die Kirche muss sich "entweltlichen". d.h. sich nicht um Klima, Ökologie oder anderen politischen Themen sorgen, sondern sie muss sich um die unsterblichen Seelen sorgen, das ist die eigentliche Berufung der Seel-Sorger.


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 HX7 10. Juli 2019 
 

Ist die katholische Kirche das unsinkbare Schiff?

Ich verfolge mit Interesse schon länger die Entwicklung in der Kirche - ich war Freikirchler. Warum ist die Kirche so politisch? Eigentlich politisch links! Schon in der Flüchtlingsfrage ist der hl. Vater komplett bei der linken Agenda! Warum wird nicht mit Weisheit gearbeitet, indem man zwischen Flüchtlingen und Wirtschaftsmigranten unterscheidet und das Schleppertum beim Namen nennt? Mir scheint, die Kirche zerbröselt. Aber wo ist dann die wahre Kirche? Die Freikirchen sind extrem heterogen und oft fundamentalistisch. Die ev. Kirche hängst sehr dem Zeitgeist an und die kath. Kirche m.E. zunehmend auch.
Ehrlich gefragt: Wo soll man da noch hin?


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 Stefan Fleischer 10. Juli 2019 

@ FelixHey5

Als 80-jährige Mann kann ich sagen, das Problem ist nicht erst 35 Jahre alt. Es begann sich, so wie man das im Rückblick sieht, schon vor dem Konzil zu entfalten. Aber die allermeisten Gläubigen alles Hierarchiestufen realisierten nicht, wie Satan unter dem Deckmantel des Aggiornamento die Verwirrung säte, deren Früchte wir heute ernten.


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  10. Juli 2019 
 

Hilft das wirklich?

Nun ja. Bei allem Respekt für Kardinal Müller: Er und alle diejenigen, die die Dinge so sehen wie er, hatten ja ihre historische Chance: 2 Pontifikate mit fast 35 Jahren Dauer, alle Personalentscheidungen im deutschen Sprachraum unter maßgeblicher Beteiligung von Kardinal Meißner, alleinige Verantwortung in allen Glaubensfragen. Da sollte man meinen, alle Ziele seien verwirklicht. Das Ergebnis ist aber leider nicht positiv, sondern nüchtern vorsichtig formuliert, wenig ermutigend. Dramatische Rückgänge bei Kirchenmitglieder und Gottesdienstbesuchern, viel zu wenig neue Priester, die sich von uns angezogen fühlen und der Verlust des Einflusses der Kirche auf unsere Gesellschaft. Jeder von uns, der ein solches Ergebnis zu verantworten hätte, würde sich zerknirscht zeigen, um neue Einsichten beten und die Verantwortung übernehmen. Was aber lesen wir hier: Am besten unverändert weiter so wie bisher. Angesichts der erschreckenden Ergebnisse der 35 Jahre hilft uns das nicht wirklich weiter.


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 JP2B16 10. Juli 2019 
 

Das WAHRE Christentum ist KEINE Religion: S.E. Kardinal Müller benennt DAS Ärgernis dieser Welt

"Das Christentum verstehe sich als Glaube, der von Gott geoffenbart worden ist, an die Inkarnation des Wortes Gottes in Jesus Christus. Der katholische Glaube sei keine Religion im Sinne einer natürlichen, vom Menschen ausgehenden Beziehung zur Transzendenz," ...
Und genau diese Wahrheit, dass das wahre Christentum eben KEINE Religion im weltlich gedachten Sinne ist, der Mensch gewordene Gott eben KEIN Religionsstifter ist, ist DAS Ärgernis dieser Welt (Joh 15,18-27), an der sich die Soros' dieser Welt und ihre Jüngerschaft in Politik, Wirtschaft und Kultur mit einer Mächtigkeit und Schärfe abarbeiten, dass selbst immer mehr vormals echte Gläubige, Geistliche wie Laien, vor diesem Ungeist dieser Zeit in einer durch die Medien "gepushten" Atmosphäre der Verängistigung einknicken - vom wahren kath. Glauben abfallen. Beten, beten, beten ... bittet uns die Muttergottes schon so lange in ihrer aller geduldigsten Liebe zu uns, ihren Kindern. Nur noch das Beten wird Umkehr bewirken können.


11

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 Stefan Fleischer 10. Juli 2019 

Apropos Befreiungstheologie (1)

Eine Zwischenbemerkung
.
Der Begriff Befreiungstheologie kann zwei grundsätzlich verschiedene Theologien bedeuten. Er steht für eine Theologie der Befreiung des Menschen aus Sünde und Schuld durch Leiden und Tod am Kreuz unseres Herrn. Er steht aber auch für eine Theologie der Befreiung des Menschen aus den Leiden dieser Zeit, insbesondere jenen, welche durch gesellschaftliche Strukturen etc. verursacht sind.
In ersten Fall spricht man in unserem Sprachraum von Erlösung. Man würde also besser von Erlösungstheologie sprechen. Im zweiten Fall geht es tatsächlich um Befreiung im weltlichen Sinn unserer Sprache. Würde man nur hier von Befreiungstheologie sprechen, könnte man viele Missverständnisse vermeiden.


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 Mysterium Ineffabile 10. Juli 2019 

Omnia instaurare in Christo

Anche, Kardinal Müller in den Fußstapfen des Heiligen Papstes Pius X. Das ist die einzige Lösung.


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 Stefan Fleischer 10. Juli 2019 

Apropos Befreiungstheologie (2)

Die entscheidende Frage ist nämlich, kam Christus, der Herr, als unser Erlöser in diese Welt oder als Befreier. Im zweiten Fall hätte er gründlich versagt. Er war nicht in der Lage weder Israel aus dem Joch der Römer zu befreien, noch aus dem Würgegriff der Pharisäer und Schriftgelehrten. Er wollte das auch gar nicht. Er kam in die Welt um sein Volk aus seinen Sünden zu erlösen. Er tat dies, indem er sich aus freiem Willen dem Leiden unterwarf und so zu einer heiligen und makellosen Opfergabe an den Vater wurde zur Sühne für unsere Süden.
Es ist klar, dass Christus das Heil des ganzen Menschen will. Er wusste jedoch ganz genau, dass die letzte Ursache jeden Unheils in dieser Welt die Sünde ist. Seine Erlösertat ist «Wurzelbehandlung». Die Befreiungstheologie ist auf «Symptombehandlung» spezialisiert. Ich glaube, wir müssten diese beiden Theologien immer sauber auseinander halten.


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 Stephaninus 10. Juli 2019 
 

@Marloe1999

Ich verstehe Sie sehr gut. Dennoch: Herr der Kirche sind nicht die Bischöfe und auch nicht der Papst sondern unser Herr Jesus ganz allein. Auf ihn setzen wir unsere Hoffnung. In der Kirchengeschichte gab es schon oft grosse Verwirrung - bis hinauf in die Spitze. Zugegebenermassen ist die heutige Zeit diesbezüglich eine ganz schlimme (ich hätte nie geglaubt, dass nach J.P. und Benedikt ein derartiger Absturz möglich ist - aber unter der heilen Oberfläche war eben viel mehr bereits krank und morsch, als es die Persönlichkeiten dieser Päpste und haben vermuten lassen. Ausserdem geht z.B. der Missbrauch oft viele Jahrzehnte bis vor 1950 retour). Bleiben wir darum, auch wenn es wahrlich schwer ist, gelassen. Der Teufel möchte in unsere Herzen Verwirrung, Wut und Verzagtheit bringen. Das nützt nur ihm.

NB: Oftmals finde ich, wir - ich meine ausdrücklich nicht Sie - sollten uns hier in den Kommentaren stärken, als dass wir negative Emotionen schüren und gegenseitig über uns herfallen.


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 nazareth 10. Juli 2019 
 

Danke Eminenz. Danke von ganzem Herzen. Wir würden gerne hörbar Unterstützung bieten. Dass nur dort Kirche blüht wo unverkürzt verkündet wird dringt ja trotz der selbstredenden Zahlen nicht wirklich durch. Das Politikergebet ist schon Mal eine hoffnungsvolle Gelegenheit, diese Gnade Gottes auf Welt und Gesellschaft herabzuziehen. Wie können wir uns in diesem Fall bündeln? Wir lieben unsere Kirche und die strahlende freimachende Botschaft der Kirche. Wo können wir das deutschen und österreichischen Bischöfen nahelegen, dass dies der einzig gangbare Weg ihrer Berufung ist, treu zu sein?


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 Adamo 10. Juli 2019 
 

Sehr geehrter Herr Kardinal Müller

Sie geben uns einfachen katholischen Christen stets die klare Ausrichtung
an Jesu Verkündigung vor, dafür danken wir Ihnen sehr.

Machen Sie weiter so, wir benötigen dringend Ihre Aussagen in unserer verworrenen Zeit!


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 carolus romanus 10. Juli 2019 

(2)

Kleine Gemeinschaften, die am Glauben festhalten, haben dagegen Zulauf, wie die Zahl der Gottesdienstbesucher und Priesterweihen zeigt. Dies ruft bei den „Reformern“ Neid hervor. Man versucht diese Gläubigen zu diffamieren (Traditionalisten, Rechtsradikale) und wo alles nichts hilft, einzelne Gemeinschaften zu zerstören.
Und so ziehen sie weiter auf ihrem „synodalen Weg“ wie die Lemminge in den Abgrund, ganz vorne weg der Ober-Flötenspieler Kasper.


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 carolus romanus 10. Juli 2019 

Nicht lernfähige Lemminge

Die Reformbesessenen in der dt.kath. Kirche um Marx, Starnberg und den Club der 231 („ZDK“) ignorieren vollkommen die Realität. Würden ihre „Reformen“ umgesetzt, so hätten wir (eine) weitere evangelische Kirche(n) (Pfarrerinnen, keinen Zölibat, Abendmahl, Pluralismus der Glaubensinhalte, Zersplitterung, keine Beichte). Die Realität ist bei den evangelischen Kirchen bereits jetzt zu besichtigen: leere Kirchen, die von mehreren Teilzeit-Pastorinnen, gerne auch wiederverheiratet, verwaltet werden, unterschiedliche Glaubensansichten, die sich nur darin einig sind, nicht katholisch zu sein, Mangel an Nachwuchs geistlicher Berufe usw.
Das Ende der bisherigen Kirchen in Deutschland hat eine Studie kürzlich untersucht. Irgendwann sind nicht nur die Kirchen leer, wie bereits jetzt schon, sondern das Geld alle.


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 zeitblick 10. Juli 2019 

Ans gute Ziel mit Maria der Mutter der Kirche

Marloe1999
"Die guten Bischöfe und Kardinäle müssen doch einen Plan für die Zukunft haben."

Genau das wäre der Punkt. Darum drehen sich alle Debatten.
ABER:
Auch, wenn die Hirten schweigen, Gottes Wort hat Bestand, ER hat uns bereits verheißen: Jeremia 29,11 "Denn ich, ich kenne meine Pläne, die ich für euch habe - Spruch des Herrn -, Pläne des Heils und nicht des Unheils; denn ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben."

Der Weg ist die Treue zur Muttergottes. Ein Orientierungspunkt Ihre Erscheinungen in Fatima, jetzt noch anhaltend in Medjugorje. Auch Maria spricht über die Zukunft der Kirche. Vor allem, dass wir keine Angst haben sondern ihr folgen sollen.


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 JP2B16 10. Juli 2019 
 

Seine Eminenz bringte es wieder einmal mehr auf den Punkt! Großartig!!

"Das Christentum verstehe sich als Glaube, der von Gott geoffenbart worden ist, an die Inkarnation des Wortes Gottes in Jesus Christus. Der katholische Glaube sei keine Religion im Sinne einer natürlichen, vom Menschen ausgehenden Beziehung zur Transzendenz," ...
Und genau diese Wahrheit, dass das wahre Christentum eben KEINE Religion im weltlich gedachten Sinne ist, der Mensch gewordene Gott eben KEIN Religionsstifter ist, ist DAS Ärgernis dieser Welt (Joh 15,18-27), an der sich die Soros' dieser Welt und ihre Jüngerschaft in Politik, Wirtschaft und Kultur mit einer Mächtigkeit und Schärfe abarbeiten, dass selbst immer mehr vormals echte Gläubige, Geistliche wie Laien, vor diesem Ungeist dieser Zeit in einer durch die Medien gepushten Atmosphäre der Verängistigung einknicken - vom wahren Glauben abfallen. Beten, beten, beten ... bittet uns die Muttergottes schon so lange in ihrer aller geduldigsten Liebe zu uns, ihren Kindern. Nur noch das Beten wird Umkehr bewirken können.


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 hape 10. Juli 2019 

Schön zu lesen, …

… wenn ein hoher Kirchenmann mal das sagt, was auf der Hand liegt. Aber wird das irgendetwas ändern? – Wohl kaum.

Auch diese Kritik wird wieder auf dem Neoprenanzug der DBKZDK abperlen und irgendwo in den unendlichen Weiten des pastoralen "weiter so" verdunsten. Die große Menge der Katholiken wird sich damit jedenfalls nicht aus der Gleichgültigkeit locken lassen.


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 Herbstlicht 10. Juli 2019 
 

Marloe1999

Dass Sie sich Sorgen um die Zukunft der Kirche machen ist verständlich. Es wäre seltsam, wenn uns dies alles nicht berühren und umtreiben würde.
Sie sind also nicht allein!
Viele -auch bereits ältere Gläubige- teilen Ihre Befürchtungen und stellen ähnliche Fragen.
Antworten habe ich auch keine, doch um eines bitte ich Sie.
Machen Sie sich keine Sorgen um die Zukunft Ihres Glaubens. Der Glaube ist in Ihnen, in Ihrem Herzen, Ihrer Seele, er hat sich in Sie hineingesenkt.
Was auch immer Kirchenvertreter tun oder gar anrichten mögen, es hat nichts mit Ihrer inneren Beziehung zu Gott zu tun. ER ist es, der in Ihnen wohnt und nicht fehlgeleitete Kirchenobere.

Eines allerdings wäre bitter nötig:
Es bräuchte mehr Seelenhirten vom Schlage Kardinal Müllers.
Seelenhirten, die uns stärken und Mut machen. Es sind immer noch zu wenige, die den Mut haben, aufzustehen.


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 Andrzej123 10. Juli 2019 
 

Der Zölibat

wird durch die Weihe aktiver Homosexueller (seit langem und in sehr hoher Zahl) in das Gegenteil seiner Intention verkehrt.
Warum sagt Kd. Müller nicht auch dies?


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 Stefan Fleischer 10. Juli 2019 

die wahren Ursachen dafür nicht sehen,

oder nicht sehen WOLLEN! Sie zu sehen würde Umkehr bedeuten. Das aber hiesse Abkehr von "den Fleischtöpfen Ägyptens"!
"Kehrt um zu ihm, Israels Söhne, / zu ihm, von dem ihr euch so weit entfernt habt!" (Jes 31,6)


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 Philipp Neri 10. Juli 2019 

Wahr gesprochen!


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 Smaragdos 10. Juli 2019 
 

Tu es Petrus

Kardinal Müller schwingt sich zur Höchstform auf. Einfach genial. Ein Leuchtturm in der Kirche und ein Fels. ER würde es verdienen, Petrus zu heissen!


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 Ginsterbusch 10. Juli 2019 

Kardinal Reinhard Marx und Prof. Dr. Thomas Sternberg bekräftigen eingeschlagenen Weg

So auf der Homepage der ZdK nachzulesen.
Start: September.
Wenn jetzt kein Wunder geschieht, ist im November alles erledigt.
Im wahrsten Sinne des Wortes.


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 Katholikheute 10. Juli 2019 
 

Hoffentlich

passiert ihm nichts.


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 Marloe1999 10. Juli 2019 

Die Zukunft

Natürlich ist Müllers Analyse wieder sehr treffend. Doch allein das feststellen dieser schrecklichen Pläne und Entwicklungen genügt mir als einfachem Gläubigen nicht mehr. Von guten und treuen Hirten wünsche ich mir vor allem Taten, und nicht allein Worte. Ich bin noch ziemlich jung, ich mache mir große Sorgen um die Zukunft meines Glaubens und meiner Kirche. Nehmen wir mal an, die Linken setzen sich im Herbst tatsächlich durch mit ihrer Agenda. Wie soll es für uns weitergehen? Wie soll die Weihe treuer Bischöfe und Priester gewährleistet werden? Rom ist bekanntlich nicht mehr verlässlich. Schon jetzt ist die Hälfte der wahlberechtigten Kardinäle von Franziskus ernannt worden. Was, wenn sein Nachfolger voll auf seiner Linie ist, und die Kirche weiter demontiert? Kommt ein Schisma, ein Gegenpapst? Ich habe einfach nur große Sorgen und Ängste. Die guten Bischöfe und Kardinäle müssen doch einen Plan für die Zukunft haben.


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 bernhard_k 10. Juli 2019 
 

Weltklasse!!!

Vergelt's Gott vielmals!!!


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 Sebi1983 10. Juli 2019 
 

Grazie mille, Eminenza!


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