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Papst ruft Menschen in Rumänien zum Zusammenhalt auf

30. Mai 2019 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Vor dem am Freitag beginnenden dreitägigen Papstbesuch hat sich Franziskus in einer Videobotschaft an die rumänische Bevölkerung gewandt.


Bukarest (kath.net/ KAP)
Mit einer Videobotschaft hat Papst Franziskus sich für die Einladung nach Rumänien bedankt und zum Zusammenhalt aufgerufen. Er wolle das Land "als Pilger und als Bruder" besuchen, sagte der Papst in der zweiminütigen Ansprache, die der Vatikan vor der am Freitag beginnenden Reise von Franziskus veröffentlicht hat. Insbesondere freue er sich auf die Begegnung mit Patriarch Daniel Ciobotea und der gesamten Leitung der orthodoxen Kirche, sagte Franziskus.

Von Freitag bis Sonntag bereist der Papst Rumänien; dabei besucht er die Hauptstadt Bukarest, einen Wallfahrtsort der Ungarn in Siebenbürgen sowie die Städte Iasi, Sibiu und Blaj. Eigens erwähnte er in der Videobotschaft die bevorstehende Seligsprechung von sieben Märtyrern aus der Zeit des kommunistischen Regimes. Ihr Glaubenszeugnis sei ein Aufruf, sich als Glaubensgeschwister einander anzunähern, sagte Franziskus.


Zudem rief er zum gemeinsamen Engagement für die eigenen kulturellen Wurzeln, die Familie und vor allem die Zukunft der Kinder auf. Die Menschen des Landes sollten Ängste und Verdächtigungen überwinden, indem sie trennende Barrieren abbauen. In Rumänien leben orthodoxe, griechisch-katholische und römisch-katholische Christen sowie verschiedene Nationalitäten wie Rumänen, Ungarn, Deutsche, Ukrainer oder die ethnische Minderheit der Roma.
30. Auslandsreise des Papstes

Die insgesamt vierten Reise von Papst Franziskus in die Balkanregion steht unter dem offiziellen Motto "Gehen wir gemeinsam!". Es ist gleichzeitig die 30. Auslandsreise des Papstes.

Franziskus beginnt seine dreitägige Visite am Freitag in der Hauptstadt Bukarest. Nach dem offiziellen Empfang durch Staatspräsident Klaus Iohannis und einem Gespräch mit Ministerpräsidentin Viorica Dancila wird er im Präsidentenpalast vor Vertretern aus Politik, Gesellschaft und Diplomatie sprechen.

Ferner ist eine Unterredung mit dem seit 2007 amtierenden Oberhaupt der rumänisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Daniel (Ciobotea), geplant. Anschließend hält Franziskus eine Rede vor dem Leitungsgremium der rumänisch-orthodoxen Kirche und nimmt an einem Gebet in der orthodoxen Kathedrale teil. Zum Abschluss des ersten Besuchstags feierte der Papst einen Gottesdienst in der katholischen St. Iosif-Kathedrale von Bukarest.

Am Samstag zelebriert der Papst eine Messe im siebenbürgischen Sumuleu Ciuc, einem der größten Wallfahrtsorte des Landes. Am Nachmittag ist in Iasi unweit der Grenze zur Republik Moldau ein Treffen mit Jugendlichen und Familien geplant.

Am Sonntag leitet Franziskus in Blaj die Seligsprechungsfeier für sieben griechisch-katholische Bischöfe, die in der Zeit kommunistischer Unterdrückung zwischen 1948 und 1970 im Gefängnis starben. Der Gottesdienst findet laut dem Programm im byzantinischen Ritus statt; es ist das erste Mal, dass Franziskus als Papst nach dieser ostkirchlichen Tradition zelebriert. Abschließend trifft der Papst Angehörige der Roma, die in Rumänien eine sozial oft schlechter gestellte Bevölkerungsgruppe darstellen.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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