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Franziskus pilgert in größten Marienwallfahrtsort Rumäniens

26. Mai 2019 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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In Sumuleu Ciuc/Csiksomlyo warten am 1. Juni auf den Papst mindestens 100.000 Gläubige und wohl auch viele ungarische Flaggen.


Bukarest (kath.net/ KAP)
Am 1. Juni feiert Papst Franziskus im rumänischen Marienwallfahrtsort Sumuleu Ciuc eine große Messe unter freiem Himmel. Sumuleu Ciuc (ung. Csiksomlyo, dt. Schomlenberg) ist einer der größten Pilgerorte des Balkanlandes, das Johannes Paul II. bei seinem Rumänienbesuch 1999 der vielen Marienkirchen wegen einen "Garten der Muttergottes" nannte. Auf Papst Franziskus werden in dem Heiligtum laut Kirchenverantwortlichen mindestens 100.000 Menschen warten - und wohl auch viele ungarischen Flaggen. Der Wallfahrtsort liegt in einer mehrheitlich ungarischsprachigen Gegend Siebenbürgens, wird wegen seiner Geschichte aber auch von vielen Gläubigen ungarischer Muttersprache aus dem Ausland besucht. Für die Papstmesse hat sich Ungarns Staatspräsident Janos Ader angekündigt.


Pilgerziel in Sumuleu Ciuc ist eine mehr als zwei Meter große gotische Holzstatue, Maria mit dem Jesuskind und Zepter. Sie wurde um 1515 für die Kirche der seit 1400 in Csiksomlyo ansässigen Franziskaner geschaffen und ist angeblich die größte bekannte Gnadenstatue der Welt. Seit dem 16. Jahrhundert pilgern alljährlich zu Pfingsten die katholischen Magyaren des Szeklerlandes und die römisch-katholischen Tschangos (auch Tschangonen genannt) aus der Moldau zu dem Franziskanerkloster mit seiner Marienkirche.

Die Geschichte der Pfingstwallfahrt geht dabei auf das Jahr 1567 zurück, als der ungarische König und Fürst von Siebenbürgen, Johann Sigismund Zapolya (1540-1571), die katholischen Szekler mit einem kalvinistischen Heer angriff. Zur entscheidenden Schlacht kam es am Pfingstsamstag. Die Szekler siegten, schrieben ihren Erfolg der Hilfe der Muttergottes zu und entschlossen sich, jedes Jahr zu Pfingsten zum Schauplatz zu pilgern. Ein Jahrhundert später verwüsteten türkische Soldaten die Pilgerstätte; die Statue blieb jedoch unversehrt. Die heutige Kirche wurde zwischen 1802 und 1824 im klassizistischen Barockstil erbaut.
In kommunistischer Zeit waren Pilgerfahrten in Rumänien zwar nicht verboten, doch versuchten die Behörden, die Teilnahme durch Schikanen zu behindern. 1990 fand erstmals seit 1949 wieder eine vollständige Wallfahrt nach Csiksomlyo statt. In den vergangenen Jahren nahmen daran jeweils rund 300.000 Menschen an den Wallfahrtstagen teil; 2017 gab es die 450-Jahr-Feiern.

Über den sogenannten "Mitteleuropäischen Marienweg" ist Sumuleu Ciuc auch mit einigen der bekanntesten europäischen Pilgerzentren verbunden. Neben der Nord-Süd-Route von Tschenstochau nach Medjugorje gibt es für den Marienweg auch eine Ost-West-Route, die von Csiksomlyo ins steirische Mariazell führt.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Lapos 26. Mai 2019 
 

Csiksomlyo ist der größte ungarische Wallfahrtsort

Sumuleu Ciuc/Csíksomlyó/Schomlenberg ist der größte ungarische Wallfahrtsort, der heute mitten in Rumänien liegt. Jedes Jahr zu Pfingsten versammeln sich dort Hundertausende Ungarn aus Siebenbürgen, Ungarn, der Slowakei und Serbien zu einer beeindruckenden Wallfahrt. Der Ort liegt im Landkreis Hargita im wunderschönen weiten Csík-Becken. In diesem Landkreis ist auch heute noch die ungarische Bevölkerung in der Mehrheit, manche Dörfer sind noch rein ungarisch und es werden die alten Traditionen hochgehalten. Ich war auch schon mehrere Male dort und weiß, daß eine Wahlfahrt eine seelische Gemeinschaft ist und dient der Präsentation einer gesunden Lebensweise. Im 2016 wurde über den westlichen Marienweg ein 1300 km langer „Maria Marathon“ von Mariazell nach Csiksomlyo organisiert.


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 Federico R. 26. Mai 2019 
 

Teil 2

An dieser Stelle darf man - diesmal in voller Übereinstimmung mit p.Franziskus – nochmals an eine Aussage des derzeit regierenden Papstes gegenüber einer deutschen Generaloberin (Frau Dr. Katharina Ganz, Koster Oberzell bei Würzburg) erinnern. Anlässlich einer Audienz für Generaloberinnen sagte das katholische Kirchenoberhaupt: „Wir sind Katholiken. Wenn jemand eine andere Kirche will, ist er frei, sie zu machen.“

Frau Dr. Ganz hatte diese Aussage des Papstes umgehend nach ihrer Rückkehr ins heimatliche Kloster öffentlich als „schlechten Witz“ bezeichnet. Wäre dem nun wirklich so – halt nur ein missverständliches (oder doch hintersinniges?) päpstliches Späßchen -, dann, ja dann wäre der Papst in jedem Fall ein kirchenspalterischer Heuchler.


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 Federico R. 26. Mai 2019 
 

Die angekündigte marianische Pilgerreise ...

... des amtierenden Papstes nach Rumänien darf schon im voraus als „vom Heiligen Geist und von der Mutter Christi“ initiiert und somit sicher auch als von beiden geleitet und begleitet gesehen werden.

Weißgekleidete „Kirchenstreik“-Frauen vom Typ „Maria 2.0“ wird man dort voraussichtlich nicht erwarten können. Damen dieser Art sind in eigenem Machtstreben und im Drang nach Selbstverwirklichung im von ihnen anvisierten Amt als Priesterinnen viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um ihre Zeit für ureigene katholische Marienfrömmigkeit zu verschwenden. Außerdem sind sie ein von Medien mit viel heißer Luft aufgeblasenes, typisch deutsches zeitgeistiges Phänomen, das sich kaum nach Rumänien exportieren lässt. (Teil 2 folgt.)


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