Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  7. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  8. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  9. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  10. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  11. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  12. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  13. Beschließen ohne zu entscheiden?
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. Die Nazi-Projektion

Irland: Bericht stellt Kreuze in katholischen Krankenhäusern in Frage

5. März 2019 in Chronik, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Autoren werfen auch die Frage auf, ob Krankenhäuser, die keine Abtreibungen und Sterilisationen durchführen, weiterhin öffentlich gefördert werden sollten.


Dublin (kath.net/LSN/jg)
Ein Bericht, der im Auftrag des Gesundheitsministeriums der Republik Irland erstellt worden ist, schlägt vor, dass katholische Krankenhäuser bei sichtbaren religiösen Symbolen auf die „persönlichen Präferenzen“ der Patienten Rücksicht nehmen sollten.

Der Bericht wurde Ende Februar veröffentlicht. Eine unabhängige Prüfungsgruppe unter Führung von Catherine Day, der ehemaligen Generalsekretärin der EU-Kommission, hat das Verhältnis zwischen dem irischen Staat und Freiwilligenorganisationen untersucht. Darunter waren auch Krankenhäuser, die von der katholischen Kirche betrieben werden. Derzeit gibt es zwölf dieser Spitäler. Alle von ihnen werden von der Republik Irland finanziell unterstützt. Insgesamt erhalten die katholischen Krankenhäuser € 1,34 Milliarden pro Jahr. Sie stellen 26 Prozent der öffentlich finanzierten Patientenbetten bereit.


Der Bericht stellte fest, dass eine „Anzahl von Personen“, die im Rahmen der Untersuchung befragt worden waren, angemerkt hätten, dass das religiöse Ethos einer Organisation in der Ausstattung erkennbar sei, etwa durch Kapellen, religiöse Bilder, Zeichen und Plakate. Auch wenn dies nicht direkt mit den von der Organisation zur Verfügung gestellten Dienstleistungen zu tun habe, empfiehlt der Bericht, dass die Organisationen sich der Wirkung der Ausstattung auf die Patienten beziehungsweise Kunden bewusst sein sollten. Die Organisationen sollten danach trachten, deren „persönlichen Präferenzen“ in diesen Belangen so weit wie möglich entgegen zu kommen, schreiben die Autoren.

Irlands Premierminister Leo Varadkar sagte gegenüber NewsTalkFM, die Regierung plane kein Verbot religiöser Symbole in den öffentlichen Bereichen katholischer Krankenhäuser. Der Bericht sei jedoch als Botschaft an Organisationen, die Schulen und Krankenhäuser betreiben, zu verstehen. Sie sollten diese Dinge berücksichtigen. Im 21. Jahrhundert sei im Vergleich zu früher vieles anders geworden, insbesondere hinsichtlich der religiösen Bindung der Menschen. Einrichtungen die von der öffentlichen Hand unterstützt würden, sollten daher auch der Öffentlichkeit entsprechen und nicht nur einem Teil, sagte der Politiker.

Der Bericht warf die Frage auf, ob die irische Regierung weiterhin Krankenhäuser finanziell unterstützen sollte, die sich weigern, Abtreibung und Sterilisationen durchzuführen und keine Verhütungsmittel verschreiben. Es sei rechtlich möglich, Krankenhäusern im Besitz religiöser Organisationen die Finanzierung zu entziehen. Dies würde jedoch eine „ernsthafte und dauernde Störung“ der Krankenversorgung zur Folge haben. Die Entscheidung sei in erster Linie politischer Natur, stellte der Bericht fest.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Irland

  1. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  2. Irische Ärzte, die Abtreibungen durchführen, erhalten dafür im Durchschnitt 21.000 Euro pro Jahr
  3. "Im Laufe der neun Monate hat Jesus Stück für Stück mein Herz verändert und geheilt!"
  4. Holy Family Mission – ein missionarisches Projekt zur Erneuerung der Kirche in Irland
  5. Irischer Priester verweigert Pro-Abtreibungspolitiker die Kommunion
  6. Der zukünftige irische Premierminister ist kein Freund der Katholiken
  7. Irland: Wähler lehnen Verfassungsänderung zu Familie und Rolle der Frau ab
  8. Umfrage in Irland: 90 % wollen, dass Frauen Information über Alternativen zur Abtreibung erhalten
  9. Irland: Justizausschuss des Parlaments lehnt Euthanasiegesetz ab
  10. Irischer Bischof kritisiert Verbot von Erstkommunionen und Firmungen







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  9. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  10. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  11. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  12. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  13. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz