Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  3. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  4. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  5. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  8. Die Stunde der Heuchler
  9. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  10. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  11. Ein einziges Depositum der Wahrheit. Die Einheit von Schrift und Tradition
  12. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  13. Ist Jesus der Herr?
  14. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  15. Und die Kirche hat doch Recht

Irland: Bericht stellt Kreuze in katholischen Krankenhäusern in Frage

5. März 2019 in Chronik, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Autoren werfen auch die Frage auf, ob Krankenhäuser, die keine Abtreibungen und Sterilisationen durchführen, weiterhin öffentlich gefördert werden sollten.


Dublin (kath.net/LSN/jg)
Ein Bericht, der im Auftrag des Gesundheitsministeriums der Republik Irland erstellt worden ist, schlägt vor, dass katholische Krankenhäuser bei sichtbaren religiösen Symbolen auf die „persönlichen Präferenzen“ der Patienten Rücksicht nehmen sollten.

Der Bericht wurde Ende Februar veröffentlicht. Eine unabhängige Prüfungsgruppe unter Führung von Catherine Day, der ehemaligen Generalsekretärin der EU-Kommission, hat das Verhältnis zwischen dem irischen Staat und Freiwilligenorganisationen untersucht. Darunter waren auch Krankenhäuser, die von der katholischen Kirche betrieben werden. Derzeit gibt es zwölf dieser Spitäler. Alle von ihnen werden von der Republik Irland finanziell unterstützt. Insgesamt erhalten die katholischen Krankenhäuser € 1,34 Milliarden pro Jahr. Sie stellen 26 Prozent der öffentlich finanzierten Patientenbetten bereit.


Der Bericht stellte fest, dass eine „Anzahl von Personen“, die im Rahmen der Untersuchung befragt worden waren, angemerkt hätten, dass das religiöse Ethos einer Organisation in der Ausstattung erkennbar sei, etwa durch Kapellen, religiöse Bilder, Zeichen und Plakate. Auch wenn dies nicht direkt mit den von der Organisation zur Verfügung gestellten Dienstleistungen zu tun habe, empfiehlt der Bericht, dass die Organisationen sich der Wirkung der Ausstattung auf die Patienten beziehungsweise Kunden bewusst sein sollten. Die Organisationen sollten danach trachten, deren „persönlichen Präferenzen“ in diesen Belangen so weit wie möglich entgegen zu kommen, schreiben die Autoren.

Irlands Premierminister Leo Varadkar sagte gegenüber NewsTalkFM, die Regierung plane kein Verbot religiöser Symbole in den öffentlichen Bereichen katholischer Krankenhäuser. Der Bericht sei jedoch als Botschaft an Organisationen, die Schulen und Krankenhäuser betreiben, zu verstehen. Sie sollten diese Dinge berücksichtigen. Im 21. Jahrhundert sei im Vergleich zu früher vieles anders geworden, insbesondere hinsichtlich der religiösen Bindung der Menschen. Einrichtungen die von der öffentlichen Hand unterstützt würden, sollten daher auch der Öffentlichkeit entsprechen und nicht nur einem Teil, sagte der Politiker.

Der Bericht warf die Frage auf, ob die irische Regierung weiterhin Krankenhäuser finanziell unterstützen sollte, die sich weigern, Abtreibung und Sterilisationen durchzuführen und keine Verhütungsmittel verschreiben. Es sei rechtlich möglich, Krankenhäusern im Besitz religiöser Organisationen die Finanzierung zu entziehen. Dies würde jedoch eine „ernsthafte und dauernde Störung“ der Krankenversorgung zur Folge haben. Die Entscheidung sei in erster Linie politischer Natur, stellte der Bericht fest.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Irland

  1. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  2. Irische Ärzte, die Abtreibungen durchführen, erhalten dafür im Durchschnitt 21.000 Euro pro Jahr
  3. "Im Laufe der neun Monate hat Jesus Stück für Stück mein Herz verändert und geheilt!"
  4. Holy Family Mission – ein missionarisches Projekt zur Erneuerung der Kirche in Irland
  5. Irischer Priester verweigert Pro-Abtreibungspolitiker die Kommunion
  6. Der zukünftige irische Premierminister ist kein Freund der Katholiken
  7. Irland: Wähler lehnen Verfassungsänderung zu Familie und Rolle der Frau ab
  8. Umfrage in Irland: 90 % wollen, dass Frauen Information über Alternativen zur Abtreibung erhalten
  9. Irland: Justizausschuss des Parlaments lehnt Euthanasiegesetz ab
  10. Irischer Bischof kritisiert Verbot von Erstkommunionen und Firmungen






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Die Stunde der Heuchler
  11. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  12. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  13. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  14. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  15. Goldensteiner Schwestern: Schwere Vorwürfe um Spendengelder

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz