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Medien: Papst hebt Sanktionen gegen Ernesto Cardenal auf

18. Februar 2019 in Aktuelles, 33 Lesermeinungen
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Päpstlicher Nuntius besuchte den 94-jährigen Befreiungstheologen - UPDATE: Vatikan bestätigt Aufhebung der Suspendierung. Cardenal hat inzwischen erstmals wieder konzelebriert - Aktuelles Foto


Rom-Managua (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat sämtliche Sanktionen gegen den nicaraguanischen Befreiungstheologen Ernesto Cardenal aufgehoben. Das berichten unter anderem die spanische Zeitung "El Pais" und das italienische Portal "Il Sismografo" mit Bezug auf den päpstlichen Botschafter in Nicaragua. Der 94-jährige Priesterdichter Cardenal, er war zeitweilig Minister der einstigen Revolutionsregierung in Nicaragua, befindet sich seit zwei Wochen wegen einer Niereninfektion in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Managua.

Nuntius Stanislaw Sommertag habe vor wenigen Tagen den Befreiungstheologen besucht und ihm in der Folge mitgeteilt, Franziskus habe sämtliche Sanktionen gegen ihn aufgehoben, berichtete "Il Sismografo" am Montag. Zugleich habe der Nuntius Cardenal angeboten, mit ihm gemeinsam die erste Messe seit fast 35 Jahren zu feiern. Eine offizielle Bestätigung des Vatikan dazu gibt es noch nicht.


Wegen Cardenals politischem Engagement hatte ihm Papst Johannes Paul II. 1985 die Ausübung des priesterlichen Dienstes verboten. Als Johannes Paul Nicaragua einen Pastoralbesuch abstattete, ging das Bild um die Welt, wie der Papst den Priester-Politiker mit erhobenem Zeigefinger ermahnte.

Laut Kirchenrecht ist Priestern die Übernahme politischer Mandate nicht gestattet. Zuvor war Ernesto Cardenal unter anderem am Sturz des Diktators Anastasio Somoza (1925-1980) in Nicaragua beteiligt, nach der Revolution 1979 wurde er Kulturminister der sandinistischen Regierung unter Daniel Ortega. Inzwischen hat Cardenal sich von der erneut regierenden Regierung Ortega losgesagt. Dieser sei ein "kleiner, mieser Diktator", wurde Cardenal zitiert.

In den vergangenen Tagen hatte auch Managuas Weihbischof Silvio Baez den Kranken besucht und sich von ihm segnen lassen. Ein Foto der Szene sorgte in den Medien für Aufsehen.

UPDATE 19.2.2018
Die Päpstliche Nuntiatur in Managua/Nicaragua bestätigt, dass Papst Franziskus sämtliche Sanktionen gegen den Ernesto Cardenal aufgehoben hat. Der 94-Jährige, der sich aktuell mit einem Nierenproblem im Krankenhaus aufhält und auf Fotos gesundheitlich sehr angeschlagen wirkt, wurde daraufhin vom Nuntius im Krankenhaus besucht. Bei der Hl. Messe, die der Nuntius am Krankenbett Cardenals feierte, konzelebrierte Cardenal.

Der nicaraguanische Priester Ernesto Cardenal konzelebriert erstmals wieder bei einer Hl. Messe


Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten



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Lesermeinungen

 mirjamvonabelin 21. Februar 2019 
 

@myschkin

"Das Foto
von dem gebrechlichen Cardenal zeigt, warum es richtig ist, dass der Papst hier die Tugend der Milde walten ließ."

Mir zeigt das Foto das Gegenteil - warum es falsch vom Papst war Sanktionen gegen Ernesto Cardenal aufzuheben.


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 Wunderer 20. Februar 2019 
 

2 Irrationale

In Lateinamerika ist vieles möglich, was andernorts nur Kopfschütteln hervorrufen würde. Dieser Kontinent tickt wenig rational, weithin. Jeder mit ein wenig Grips (und heller Haut) kann da ganz einfach Volks(ver)führer werden, sich anbeten und verehren lassen, und sich die Taschen füllen: von Castro auf Kuba bis Peron in Argentinien.


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 myschkin 19. Februar 2019 
 

Das Foto

von dem gebrechlichen Cardenal zeigt, warum es richtig ist, dass der Papst hier die Tugend der Milde walten ließ.


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 Triceratops 19. Februar 2019 
 

Oweh! Ich muss was korrigieren.

Hab ich jetzt erst bemerkt. Cardenal war natürlich nicht Kulturminister in der Regierung Somoza, wie ich weiter unten geschrieben habe, sondern unter Ortega!


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 Gambrinus 19. Februar 2019 
 

Moral von der Geschicht:

Am Ende kriecht der Vatikan immer zu Kreuz, man muss nur lang genug warten.

Ist die Abkehr von Ortega wirklich gleichbedeutend mit einer umfassenden Bekehrung? Ich nehme es nicht an.


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 Bernhard Joseph 19. Februar 2019 
 

@landpfarrer

Der Maxismus als politische Ideologie negiert aber den katholischen Glauben. Die Symbiose von Marxismus und Glaube in der Befreiungs"theologie" ist doch genau besehen eine Perversion des Glaubens und damit der Theologie. Entweder ist der Marxismus wahr, dann wäre der christliche Glaube unwahr oder umgekehrt. Zwei sich ausschließende Wahrheiten können doch nicht zugleich wahr sein.

Marx - der noch logisch denken konnte - hat sich doch klar als materialistischer Denker verstanden, der Religion lediglich als Unterdrückungsinstrument des Menschen verstanden hat. In der merxistischen Logik ist das auch nur konsequent und es ist daher absurd, den Marxismus in den Glauben intergrieren zu wollen. Das ist eben eine Häresie und es wäre uns sicher viel in der Kirch erspart geblieben, wenn das Papst Johannes Paul II. als Häresie auch sanktioniert hätte.


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 Kirchental 19. Februar 2019 

Werte Rosenzweig und alle!

Ich denke, unsere werte Rosenzweig hat ein großes Bedürfnis nach Frieden in ihrer Umgebung. Sie freut sich über jedes positive Zeichen von Umkehr und Bekehrung.

Ich gebe zu, dass mich das manchmal zum Schmunzeln und zum Stirnrunzeln bringt - je nach Stimmung.

Nun leben wir leider in einer Zeit des Kampfes und der Auseinandersetzung. Nach innen noch mehr als nach außen.

Normalerweise komme ich ganz gut klar damit. Heute aber, als ich auf katholische.de die Auseinandersetzung eines Moraltheologen mit Kardinal Müller zum Thema Homosexualität las, habe ich mich nach Zeiten gesehnt, wo sich Gläubige einfach auf die Aussage ihrer Priester verlassen durften, ohne sich selbst durch den CIC, Thomas oder Aristoteles kämpfen zu MÜSSEN! Aus persönlichem Interesse gerne, aber nicht, um zu wissen was richtig und falsch ist. Da konnte ich Rosenzweig besser verstehen.

Liebe Rosenzweig, bitte beten Sie weiter für alle, die zum Wohle der Kirche streiten müssen um inneren Seelenfrieden!


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 Zeitzeuge 19. Februar 2019 
 

Lieber Hape!

Danke!

E.Cardenal wollte selbst überhaupt nicht,
daß die Suspendierung aufgehoben wird,
Zitat: "Mein Priestertum ist von anderer Art, deshalb ist es nicht nötig, die Aufhebung der Sanktion zu betreiben", Quelle katholisches.info
vom 20.01.2015.

Von "anderer Art" waren auch seine theologischen Ansichten, wiederum
zitiere ich Cardenal, 1982, bei einem
offiziellen Besuch der DDR:

"Ich gehöre zu jenen Christen Lateinamerikas, die sich zugleich als Marxisten verstehen. Wir sehen in der Auferstehung beispielsweise keinen individuellen, sondern einen kollektiven Akt, der mit der Befreiung aller Menschen identisch ist. Das Reich Gottes, das Reich des Himmels, verstehe ich als vollendete humanistische Gesellschaft. Weiterleben nach dem Tod bedeutet, sich heute für andere Menschen zu engagieren, denn in ihnen
vermag ich fortzubestehen."

Widerrufe habe ich nie vernommen!

Quelle: Theologisches Nr. 178, Feb.1985

H.M. Görgen: Von der "Theologie der
Befreiung" zur Befreiung von der Theologie


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 hape 19. Februar 2019 

Werte @Rosenzweig,

ich denke auch, dass @Bernhard Josef das korrekt dargestellt hat.

Papst Franziskus lässt hier Gnade vor Recht ergehen. Einerseits zwar verständlich. Andererseits kann man diese Geste, im großen Kontext dieses Pontifikates, wohl nur als Rehabilitation der Befreiungstheologie an sich verstehen. Und da ist es eben nicht mehr verständlich. Die linken Kräfte in der Kirche werden das für sich zu nutzen wissen. Das ist wohl auch die Absicht des Papstes.

Was nützt es aber Ernesto Cardenal im persönlichen Gericht vor Jesus Christus, wenn er zu Lebzeiten zwar vom Papst rehabilitiert wurde, innerlich aber gar nichts bereut hat? Unter dieser Voraussetzung wäre auch jede Beichte ungültig gewesen.

Für die Einheit der Kirche und um Missverständnissen vorzubeugen, wäre es wichtig gewesen, darauf hinzuweisen, dass es auch für Ernesto Cardenal keine pauschale Barmherzigkeit gibt, sondern dass jeder Akt von Barmherzigkeit an die innere Umkehr gebunden ist.


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 landpfarrer 19. Februar 2019 
 

Hier noch einige Informationren: Sein Bruder war Jesuit und wurde bei den Sandinisten ebenfalls Minister. Weil er dieses Amt nicht aufgeben wollte wurde er auch er suspendiert. Als er sein Ministeramt nicht mehr innehatte wurde er wieder in den orden aufgenommen und er durfte sein Priesteramt wieder ausüben. Er starb vor wenigen Jahren. Beide wurden nicht wegen Häresie suspendiert sondern wegen Verstoss gegen die kirchliche Disziplin, die Klerikern kein politisches Amt erlaubt. Allerdings ist dies eine Norm, die nicht zum Göttlichen Recht gehört und auch geändert werden könnte. Wir erinnern uns: nicht nur in Mittelalter und früher Neuzeit gab es Kleriker in der Politik sondern z.B. in Deutschland und Italien noch im vergangenen Jahrhundert (z.B. die Prälaten des "Zentrums" die im Parlament sassen) und da war es ausdrücklicher Wunsch der Bischöfe und auch Roms dass diese das taten.


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 Bernhard Joseph 19. Februar 2019 
 

@Rosenzweig

"Ich sage euch: Ebenso wird im Himmel mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die keine Umkehr nötig haben."

Wo bitte, ist bei Ernesto Cardenal eine Umkehr hin zum katholischen Glauben zu erkennen?


Sich von der erneut regierenden Regierung Ortega loszusagen ist lediglich ein politischer und kein Glaubensakt!

Auch die Aussage Ortega sei ein "kleiner, mieser Diktator" ist doch nicht als Glaubenszeugnis zu sehen, sondern wiederum nur eine politische Aussage.

Umkehr bei Cardinal bedeutete, dass er die Befreiungs"theologie" als falsch und verderblich erkannt hätte, aber davon kann überhaupt keine Rede sein. Das Ideal eines marxistisch orientierten "Glaubens" ist für Cardenal weiterhin das, an was er glaubt und für was er einsteht. Insofern ist und bleibt seine Haltung häretisch!

Vergebung und Gnade lassen sich nicht von der Wahrheit ablösen oder sie werden Lüge!


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 mirjamvonabelin 19. Februar 2019 
 

Denke ich richtig?

Ernesto Cardenal war nicht exkommuniziert, er nur keine priesterlichen Dienste ausüben dürfen?
Wozu erlaubt ihm das der Papst Franziskus jetzt? Er braucht das doch nicht für sein Seelenheil?

Ein Ungehorsamer wird immer ungehorsam bleiben.
So erlebe ich es in meiner Umgebung.

Psychopaten denken so,
"der/die wird sich schon beruhigen, also kann ich tun was ich will"
und grinsen zum Verbot.


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 Rosenzweig 19. Februar 2019 

Werter @ Montfort.. ( Fortsg.II)

-
Es befremdet mich oftmals, dass bei solchen, wie diesen- o.ä. Berichten – hier im Forum so wenig Resonanz gem.
Lk.15,7 zu finden ist- wo JESUS sagt:

"Ich sage euch: Ebenso wird im Himmel mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die keine Umkehr nötig haben."
-leider eher Gegenteiliges zu lesen ist.

So möchte ich noch einmal das "AVE" anfügen:
"Heilige MARIA -Muttergottes, bitte für UNS Sünder JETZT und in der Stunde UNSERES TODES - Amen."


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 Rosenzweig 19. Februar 2019 

Werter @Montfort- eine BITTE, erst richtig LESEN- dann erübrigt sich vorschnelles Urteilen..

-
“..über mangelndes notwendiges Differenzieren(..)"
-
Hierzu:
1.Titel meines Post:
DANKE- @myschkin & @Stephaninus..
-
2. damit nahm ich dankend Bezug auf beide werte Vor-Kommentatoren, denen ich hier 100%tig ZUgestimmt hatte!

Und so meiner Freude kundtat, über den Schlussssatz vom werten @myschkin:
“Ich finde, dass die Reaktion des heutigen Papstes angesichts dieser Umstände menschlich ist und mit der kirchlichen Tradition der Vergebung und der Gnade vereinbar ist."
-
Diesem habe ich mit folgd. Worten zugestimmt:

“..und ihm(Cardenal)in der Todesgefahr- bzw.Todesstunde(auch von der Kirche jetzt)die CHANCE u.Gnade eines mit "Gott versöhnten Todes" ERMÖGLICHT WIRD!
Somit werter @Montfort- auch Ihre weiteren Erklärungen bzgl:
"der Erlangung eines mit“Gott versöhnten Todes" für Cardenal- wie für jeden Christen.."-
dürften sich ebfls. erübrigt haben?
-
Kurze Info: ich gehöre noch in die “Ur-Zeit”- wo der SAKRAMENTEN-Unterricht NUR! vom Priester/Pfr./Kapl.erteilt wurde!
-
Forts.II


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 Gandalf 18. Februar 2019 

Das Gute ist...

Personalentscheidungen von Franziskus sind kein Dogma, die darf man sachlich als Katholik kritisiern.


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 Sebi1983 18. Februar 2019 
 

@SpatzInDerHand

Mir geht es ganz ähnlich wie Ihnen. Ich denke auch gern an die Klarheit und Würde von Päpsten wie Johannes Paul II. oder Benedikt XVI.

Diesen konkreten Schritt von Papst Franziskus werte ich als eine pastorale Geste der Barmherzigkeit an einen 94jährigen Kranken, der sich auf die Begegnung mit seinem Richter vorbereitet. Möge er versöhnt mir Gott und der Kirche aus dieser Welt scheiden.


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 Zeitzeuge 18. Februar 2019 
 

Hoch interessant ist, was der Bruder von

Leonardo Boff, der Servit Clodovis Boff,
dem die Lehrerlaubnis entzogen wurde, der
sich aber 2007 endgültig von der "Befreiungstheologie" distanzierte, u.a.
in einem älteren Interview sagte:

"Das "anonyme Christentum" von Karl Rahner war eine große Ausrede, um Christus, das Gebet, die Sakramente und die Mission zu vernachlässigen, in dem man sich nur mehr auf die Veränderung der Sozialstrukturen konzentrierte."

Als Kardinal Sales ihm die Lehrerlaubnis für kath. Theologie entzog sagte er zu Cl. Boff;

"Clodovis, ich denke, Du irrst Dich. Gutes tun genügt nicht, um Christ zu sein. Das Zentrale ist, den Glauben zu bekennen..!"

Cl. Boff dazu in dem Interview:

"Er hatte recht. Tatsächlich wurde die Kirche für uns irrelevant. Und nicht nur sie, auch Christus selbst."

Klare Worte eines ehemaligen "Insiders"!

Der Artikel ist zu finden

bei katholisches.info vom 29.06.2013

Bruder von Leonardo Boff: "Wir hätten auf Ratzinger hören sollen"


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 Bernhard Joseph 18. Februar 2019 
 

Marxistische Verkürzungen

Die Befreiungstheologie ist nichts weiter als eine marxistische Schmalspur-Ideologie. Bei Karl Marx hätte eine solche Ideologie wohl nur ein müdes Lächeln hervorgerufen, ob ihrer intellektuellen Schlichtheit.

Immerhin, jetzt haben sich zwei Gescheiterte ja zusammengefunden.


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 Triceratops 18. Februar 2019 
 

Der konkrete Grund für das Verbot, das Priesteramt auszuüben:

CIC Can. 285 - §3.
"Öffentliche Ämter anzunehmen, die eine Teilhabe an der Ausübung weltlicher Gewalt mit sich bringen, ist Klerikern verboten."

Also: ENTWEDER Priester ODER Politiker. Beides gleichzeitig geht nicht. Cardenal war seinerzeit Kulturminister der Somoza-Regierung.
Jetzt ist er schon lange kein Minister mehr und hat auch sonst kein politisches Amt mehr. Wo also ist das Problem?


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 Montfort 18. Februar 2019 

@Rosenzweig - Leider lassen Sie wieder einmal jegliche notwendige Differenzierung vermissen,

obwohl diese in den Kommentaren bereits ersichtlich ist.

Zur Erlangung der "Gnade eines mit Gott versöhnten Todes" wird für Ernesto Cardenal aber - wie für jeden Christen - die Umkehr (möglichst im Sakrament der Versöhnung durch Reue, Bekenntnis, Besserungsvorsatz und Buße) notwendig sein, die "barmherzige" Aufhebung der Sanktionen durch seinen ideologischen Genossen Papst Franziskus wird ihm da für das ewige Heil gar nichts nützen.


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 Rosenzweig 18. Februar 2019 

DANKE- @myschkin & @Stephaninus..

-
schließe mich Ihren Kommentar auch 100% an
und danke, dass sich Ernesto Cardenal von seinen s.Zt.sicher schweren Verirrungen öffentl. distanziert hat-(wie hier berichtet!) u.ihm in der Todesgefahr- bezw. Todesstunde (auch von der Kirche jetzt) die Chance u. Gnade eines mit "Gott versöhnten Todes" ermöglicht wird!
-
"Heilige MARIA -Muttergottes, bitte für UNS Sünder JRTZT und in der Stunde des TODES - Amen."
-
So dankb. verbunden..


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 wedlerg 18. Februar 2019 
 

Scheint einer der seinen zu sein

PF scheint in Cardenal einem Bruder im Geiste eine Geste und der Welt einen politischen Fingerzeig geben zu wollen: der gute Sozialist Cardenal als "guter" Christ.

Natürlich ist Cardenal ein alter, kranker Mann dem man ein Geste zukommen lassen darf. Die Frage ist allerdings, ob PF nicht hier wieder einmal Kirchenrecht beugt, Nepotismus betreibt und einen Mann zu Gallionsfigur erhebt, der sich nie von den Gräueltaten des Marxismus distanziert hat. Sein Bruch mit den Sandinisten war kein ideologischer - allein war ihm Ortega ein Verräter an der Revolution.

PF hingegen hat kein Problem mit Ortega: erst im Sommer 2018 schrieb er an Ortega:


"Anlässlich des Nationalfeiertages von Nikaragua lasse ich allen Söhnen und Töchtern dieses geliebten Landes einen herzlichen Gruß zukommen und versichere Sie meines Gebets, auf daß Jesus Christus, der Friedensfürst, Ihnen die Gnaden einer brüderlichen Versöhnung und eines friedlichen und solidarischen Zusammenlebens schenke."

katholisches.info/2018/09/11/papstschreiben-an-comandante-ortega/


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 Einsiedlerin 18. Februar 2019 
 

Mein erster Gedanke

beim Lesen der Nachricht war, hier hilft ein Befreiungstheologen dem anderen. Aber vielleicht gab es seitens Cardenal ja tatsächlich eine große Umkehr. Somit: Gnade vor Recht, so wie auch Jesus handelt, wenn Reue vorhanden ist.


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 Stephan M. 18. Februar 2019 
 

Am Rande gefragt ...

Wann hören wir desselbigen gleichen im Zusammenhang mit den Franziskanern der Immakulata, die sich nun rein gar nichts haben zuschulden kommen lassen???


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 st.michael 18. Februar 2019 
 

Waren Benedikt und Joh.Paul 2 dumm ?

Natürlich nicht, sie orientierten sich sich an der Kirchenlehre.
Dieser Papst schockt immer mehr, der Orden der Immaculata wird geschlossen, Bischöfe, Kardinäle gefeuert nach Herzenslust ohne Stil und Verstand.
Kirchenfeinde, Abtreiber, Atheisten Häretiker und sonstige Irrlehrer stehen hoch im Kurs, nein auch die Geschmacklosigkeit einer Lutherstatue im Vatikan darf nicht fehlen.
Wofür dieser Pontifex steht, dürfte inzwischen auch dem Letzten "Franz-Seligen" klar sein.
Nur der Papst selbst sagt nichts, er handelt, um diese Kirche in einen kommunistisch wertfreien Plauderverein umzuwandeln.
Ich denke das ist die letzte Prüfung der Kirche vor ihrem Untergang.
O tempora o mores !
Franziskus entpflichten subito!


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 Stephaninus 18. Februar 2019 
 

@myschkin

Ich stimme Ihnen 100% zu. Sehe es auch so.


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 SpatzInDerHand 18. Februar 2019 

@Johannes Evangelista: Hat Cardenal öffentlich zurückgerudert?

Oder warum wird ihm diese "Barmherzigkeit" jetzt plötzlich zuteil... kostenlos, umkehrlos...?


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 myschkin 18. Februar 2019 
 

Ernesto Cardenal

ist nicht jemand, den ich sonderlich schätze. Sich dem Sandinisten-Regime angedient zu haben, ist eine schwere Hypothek, weil sie im Widerspruch zur priesterlichen Unabhängigkeit steht. Die Reaktion des Hl. Johannes Paul II. war deshalb gerechtfertigt.

Nun aber hat sich Cardenal von seinem früheren Regierungschef klar distanziert, wie oben zu lesen ist. Und nun steht er offensichtlich am Rande der Ewigkeit. D. h., seine gegenwärtige Situation unterscheidet sich damit wesentlich von der damaligen, in der der Hl. Johannes Paul zu handeln hatte. Ich finde, dass die Reaktion des heutigen Papstes angesichts dieser Umstände menschlich ist und mit der kirchlichen Tradition der Vergebung und der Gnade vereinbar ist.


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 Johannes Evangelista 18. Februar 2019 
 

Zeit heilt

Wer in den 80er Jahren in der Kirche aktiv war, kam an Ernesto Cardenal fast nicht vorbei - als Vorbild oder Schreckgespenst. Wie schön, dass man jetzt jenseits der Konflikte von damals einem alten Priester Versöhnung zuteil werden lässt. Und alle unter 40 Jahren fragen sich, was an der Meldung spannend ist.


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 Rolando 18. Februar 2019 
 

Es kann sein, daß er sich bekehrt hat


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 Kirchental 18. Februar 2019 

Mir geht's genauso

Täuscht es, oder ist es Programm von PF, das Pontifikat von JPII möglichst rückabzuwickeln?


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 Smaragdos 18. Februar 2019 
 

Mit welcher Begründung hebt PF diese Sanktionen auf? Hat JPII etwa damals falsch geurteilt? Oder hat Cardenal gar seine politischen Aktivitäten als Priester bereut und gebeichtet?? Oder geht es nur darum, einmal mehr JPII zu diskreditieren, um eine neue Kirche zu errichten, die nicht die Kirche Christi ist?


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 SpatzInDerHand 18. Februar 2019 

Äh - ja? Ich brauche es nicht, dass die katholisch-deutsche Kirche ihn wieder vollmundig

lobt, liebt und als Vorbild hinstellt. Nein, wirklich nicht!! Ich bräuchte von Papst Franziskus vielmehr eine klarere Politik gegen Missbrauchsvertuscher in den Reihen der Bischöfe und Kardinäle - und keine Beförderung von Leuten wie Kard. Farrell auf allerhöchste und einflussreiche kirchliche Ämter. Mein Vertrauen in meine Kirche ist derzeit nämlich angekratzt... ich sehne mich zurück zu den Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI, "meine" Päpste!


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