Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  5. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  6. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  7. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  8. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  9. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  10. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  11. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  12. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  13. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  14. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  15. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf

Domradio: Kardinal Müller kritisiert Wucherpfennig-Kompromiss

25. Oktober 2018 in Deutschland, 36 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ehemaliger Präfekt der Glaubenskongregation: "Wucherpfennig ist nicht Leibeigener des Jesuitenordens“, vielmehr „eigenverantwortliche Persönlichkeit“, deshalb müsse er „verantwortlich für seine Lehre eintreten“ - Ehe nur zwischen Mann und Frau


Köln-Frankfurt (kath.net) „Ich fürchte, dass dies ein fauler Kompromiss ist.“ Dies sagte der frühere Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, gegenüber dem Kölner „Domradio“ zu dem offenbar erarbeiteten Kompromiss zwischen dem Vatikan und dem Jesuitenpater Ansgar Wucherpfennig. Diesem war die erneute kirchliche Unbedenklichkeitserklärung „Nihil obstat“ für die Verlängerung seiner Amtszeit als Rektor der Jesuitenhochschule Sankt Georgen in Frankfurt von Rom verweigert worden, kath.net hat mehrfach berichtet, dann machte der Jesuitenorden einen Kompromissvorschlag.

Müller erläuterte gegenüber dem „Domradio“ weiter, dass nicht der Jesuitenorden oder andere für die Rechtgläubigkeit Wucherpfennigs eintreten könne. „Pater Wucherpfennig ist nicht der Leibeigene des Jesuitenordens“, vielmehr sei er „eine eigenverantwortliche Persönlichkeit“, deshalb müsse er selbst „verantwortlich für seine Lehre eintreten“.


Überhaupt würden in letzter Zeit häufig „so faule Kompromisse gemacht, die der Kirche schwer schaden“, sagte Müller und verwies ausdrücklich auf die „Frage des Kommunionempfangs durch Personen, die nicht voll der katholischen Kirche angehören und im Stande der Gnade sind“. Zuerst sei von der Glaubenskongregation „eine ganz klare Aussage“ gekommen, „die voll mit der Lehre der Kirche übereinstimmt. Und dann gab es wieder so einen faulen Kompromiss, sodass dann theologisch ungelernte Personen auf die Idee gekommen sind, ein Bischof könne hier nach eigenem Gutdünken entscheiden.“ Doch könne ein Bischof Entscheidungen „nur innerhalb der katholischen Glaubenslehre treffen“, es gehe hier um „die Applikation der katholischen Glaubenslehre auf einzelne Situationen“.

Die „Grundwirklichkeit der Ehe“ sei „nur für einen Mann und für eine Frau möglich“, stellte Müller außerdem zur sogenannten „Homo-Ehe“ fest. „Personen gleichen Geschlechts können keine Ehe eingehen“ und wenn Staaten von einer gleichgeschlechtlichen Ehe sprächen, sei dies „Etikettenfälschung“ und Kompetenzüberschreitung. „Was die Ehe ist, kann nicht vom Staat definiert werden, denn es ist eine vorstaatliche Wirklichkeit.“

Link zum Interview im „Domradio“: Kardinal Müller zur Causa Wucherpfennig: "Brauchen unseren Standpunkt nicht zu ändern, weil er der richtige ist"

Archivfoto Kardinal Müller


Archivfoto Kardinal Müller (c) Bistum Regensburg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jesuiten

  1. Jesuitenorden verlässt Liège nach 456 Jahren
  2. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  3. Eklat durch NS-Vergleich gegenüber Israel bei interreligiösem Kongress in Rom
  4. Weniger Gläubige in der Münchner Jesuitenkirche
  5. Jesuitenorden erinnert an Bekehrung Ignatius von Loyolas
  6. USA: Pro-Abtreibungspolitiker wird Jesuit
  7. Jesuitengeneral Sosa: Es gibt einen Kampf in der Kirche
  8. Jesuitengeneral: Satan ist nur eine ‚symbolische Realität’
  9. Und wieder ein Jesuiten-Skandal
  10. US-Jesuitenschule möchte weiterhin katholisch sein






Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  5. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  6. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  7. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  8. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  9. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  10. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  11. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  12. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  13. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  14. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  15. Irrtümer über den Jakobsweg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz