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Domradio: Kardinal Müller kritisiert Wucherpfennig-Kompromiss

25. Oktober 2018 in Deutschland, 36 Lesermeinungen
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Ehemaliger Präfekt der Glaubenskongregation: "Wucherpfennig ist nicht Leibeigener des Jesuitenordens“, vielmehr „eigenverantwortliche Persönlichkeit“, deshalb müsse er „verantwortlich für seine Lehre eintreten“ - Ehe nur zwischen Mann und Frau


Köln-Frankfurt (kath.net) „Ich fürchte, dass dies ein fauler Kompromiss ist.“ Dies sagte der frühere Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, gegenüber dem Kölner „Domradio“ zu dem offenbar erarbeiteten Kompromiss zwischen dem Vatikan und dem Jesuitenpater Ansgar Wucherpfennig. Diesem war die erneute kirchliche Unbedenklichkeitserklärung „Nihil obstat“ für die Verlängerung seiner Amtszeit als Rektor der Jesuitenhochschule Sankt Georgen in Frankfurt von Rom verweigert worden, kath.net hat mehrfach berichtet, dann machte der Jesuitenorden einen Kompromissvorschlag.

Müller erläuterte gegenüber dem „Domradio“ weiter, dass nicht der Jesuitenorden oder andere für die Rechtgläubigkeit Wucherpfennigs eintreten könne. „Pater Wucherpfennig ist nicht der Leibeigene des Jesuitenordens“, vielmehr sei er „eine eigenverantwortliche Persönlichkeit“, deshalb müsse er selbst „verantwortlich für seine Lehre eintreten“.


Überhaupt würden in letzter Zeit häufig „so faule Kompromisse gemacht, die der Kirche schwer schaden“, sagte Müller und verwies ausdrücklich auf die „Frage des Kommunionempfangs durch Personen, die nicht voll der katholischen Kirche angehören und im Stande der Gnade sind“. Zuerst sei von der Glaubenskongregation „eine ganz klare Aussage“ gekommen, „die voll mit der Lehre der Kirche übereinstimmt. Und dann gab es wieder so einen faulen Kompromiss, sodass dann theologisch ungelernte Personen auf die Idee gekommen sind, ein Bischof könne hier nach eigenem Gutdünken entscheiden.“ Doch könne ein Bischof Entscheidungen „nur innerhalb der katholischen Glaubenslehre treffen“, es gehe hier um „die Applikation der katholischen Glaubenslehre auf einzelne Situationen“.

Die „Grundwirklichkeit der Ehe“ sei „nur für einen Mann und für eine Frau möglich“, stellte Müller außerdem zur sogenannten „Homo-Ehe“ fest. „Personen gleichen Geschlechts können keine Ehe eingehen“ und wenn Staaten von einer gleichgeschlechtlichen Ehe sprächen, sei dies „Etikettenfälschung“ und Kompetenzüberschreitung. „Was die Ehe ist, kann nicht vom Staat definiert werden, denn es ist eine vorstaatliche Wirklichkeit.“

Link zum Interview im „Domradio“: Kardinal Müller zur Causa Wucherpfennig: "Brauchen unseren Standpunkt nicht zu ändern, weil er der richtige ist"

Archivfoto Kardinal Müller


Archivfoto Kardinal Müller (c) Bistum Regensburg


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Lesermeinungen

 discipulus 29. Oktober 2018 
 

Was genau soll ich denn recherchieren? Seit dem von Ihnen zitierten Fall Küng 1979 (übrigens bevor Ratzinger nach Rom kam – recherchieren bitte einmal selbst), gab es in Deutschland nur fünf Fälle, bei denen einem Professor aufgrund seiner Lehre die Lehrbefugnis entzogen wurde. Allein an der süddeutschen Fakultät, an der ich studiert habe, gab es mehr Professoren, die häretische Thesen vertraten, als deutschlandweit im Zeitraum von 1980 bis 2013 die Lehrbefugnis verloren. Daß die Glaubenskongregation nicht immer und überall einschreitet, ist jedenfalls kein Grund, einem Papst zu unterstellen, er rechtfertige oder dulde häretische Aussagen.
Was der zweite Absatz Ihres Posts aussagen soll, ist mir nicht ganz klar. Bislang hat P. Franziskus weder die (übrigens nicht definitive) Lehre von Humanae Vitae in Frage gestellt, noch das definitive Verbot der Frauenpriesterweihe. Letzteres hat er sogar mehrfach ausdrücklich bekräftigt, sehr zum Leidwesen vieler deutscher Theologen.


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 Federico R. 27. Oktober 2018 
 

@discipulus - Machen Sie sich doch einfach mal ...

... die Mühe und recherchieren Sie, wie viele Male in den vergangenen 50 Jahren welchen Theologen und aus welchen Gründen die kirchliche Lehrerlaubnis entzogen wurde. Einer der bekanntesten Fälle dürfte der Entzug der Lehrerlaubnis des Tübinger Theologen Professor Hans Küng durch das kirchliche Lehramt – war’s nicht unter Kardinal Ratzinger? - gewesen sein.
Aber auch die päpstlichen Lehrschreiben gehören zum festen Lehrgut der Kirche, z.B. die Enzyklika „Humanae Vitae“ des soeben heiliggesprochenen Papstes Paul VI. Oder denken Sie an Johannes Paul II., der, wie p.Franziskus bereits mehrmals bekräftigte, in einem Lehrschreiben festlegt, dass die Kirche keine Recht habe, Frauen zum Priesteramt zuzulassen. Wie könnte ein amtierender Papst so mir nichts dir nichts die Lehre seiner Vorgänger, zumal der heiliggesprochenen, aufheben, auch wenn es keine Dogmen sind?


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 Kirchental 27. Oktober 2018 

@totti001

Unterstellung ist hart geurteilt - aber ich habe unzulässig verallgemeinert. Dafür bitte uch um Entschuldigung. Denn an der MfPh ist tatsächlich die Anrede Professor und Präsident üblich.

In unserem Sprachgebrauch ist es allgemein üblich geworden, bei der Rede über Dritte nur noch den Nachnamen ohne Titel und Funktion zu nennen. Selbst in den Nachrichten wird nur von Merkel und Steinmeier berichtet, ohne den Zusatz BK oder BPR. Deshalb glaube ich nicht, dass hier im Forum bei gleichem Tun besondere Missachtung einer Person zugrunde liegt. Ausserdem dreut ja immer die Zeichengrenze.

Trotzdem spricht in gewisser Weise fehlender Respekt daraus. Besonders wenn man die korrekte Anrede im direkten Gespräch unterlässt. "Frau Merkel" statt "Frau Bundeskanzler", Herr Marx statt Eminenz o wenigstns Herr Kardinal.

Wenn wir also zeichenfrei agieren, sollten wir uns alle wieder gegenseitig den nötigen Respekt zollen. Käme sicherlich dem Klima zugute.


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 ottokar 27. Oktober 2018 
 

Toleranz und Gehorsam

Das entscheidende Problem in unserer Kirche ist, dass die Grenzen von Toleranz und Gehorsam völlig verschwommen sind.In Fragen , welche den Inhalt der 10 Gebote, die klaren Aussagen der Evangelien und den Inhalt des Kathechismus betreffen, kann es keine Toleranz geben, das ist so und das bleibt so.Wer diese Tatsachen verbiegen, aufweichen oder ändern will, der arbeitet gegen unseren Schöpfer.Er ist ungehorsam. Das Problem aber ist, dass die erforderliche irdische/kirchliche Autorität nicht zu erkennen ist, die zur rechten Zeit den dringend notwendigen Gehorsam gegenüber der einzig wahren und gültigen Lehre einfordert. Wie einfach wäre es, wenn unser Papst öfters oder immer so klare Worte gebraucht, wie jene, als er völlig zu Recht Abtreibung mit Auftragsmord gleichsetzte. Im vorliegenden Falle fehlt mit einfach das laute Bekenntnis: Praktizierte Homosexualität widerspricht dem Schöpfungsplan und ist Sünde . Natürlich wird man dann als homophob beschimpft, was durchaus zu ertragen wäre.


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 discipulus 27. Oktober 2018 
 

@Frederico R.

Daß er Heilige Vater häufig unüberlegt spricht und dabei viel Kritikwürdiges sagt, ist eine Sache. Aber Sie sprachen im Hinblick auf den Fall Wucherpfennig davon, was mit einem Papst wäre, der Häresien duldete. Und geduldet wurden die theologischen Irrtümer, die an deutschen Universitäten hartnäckig verbreitet werden, auch von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. Verglichen mit dem, was man in deutschen Hörsälen so hört, sind die Aussage von Wucherpfennig noch eher harmlos (was sie nicht rechtfertigen soll). Daß so etwas geduldet wird, ist also nicht neu. Das kann man gerne kritisieren - aber die Kritik trifft dann nicht nur P. Franziskus, sondern auch seine Vorgänger. Und auch Kardinal Müller, der ja schon unter P. Benedikt als Präfekt der Glaubenskongregation hätte aktiv werden können. Im Übrigen hat seit Paul VI. kein Papst mehr im engen Sinn "ex cathedra" eine Lehre verkündet.


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 Federico R. 27. Oktober 2018 
 

@discipulus - Falsche Lehren ...

... zurückweisen – ex cathedra! -, die rechte Lehre bekräftigen. Das haben in den letzten 50 Jahren – sagen wir mal seit Paul VI. – doch, soviel ich weiß, alle Päpste gemacht. Warum tut das eigentlich ausgerechnet p.Franziskus nicht? Fragwürdiges wird höchstens mal bei Interviews hoch über den Wolken herausgeplappert. Das hat doch irgendwie System – oder sollte ich mich täuschen?


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 totti001 26. Oktober 2018 

Anrede

@Kirchental... ich habe keine Ahnung, woher sie Ihre Unterstellungen herhaben. In St. Georgen werden jesuitische Dozenten ganz bestimmt nicht mit Herr Professor angesprochen. Im übrigen spricht der hier oft zynische und menschenverachtende Ton in der Diskussion nicht gerade dafür, dass es den anwesenden wirklich um den Glauben geht, denn dann würde man sich auch in der Sprache mäßigen.


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 Wiederkunft 26. Oktober 2018 
 

Homoehe

Hatte Florian Silbereisen in seinen früheren Schows seine Klosterschwestern, die ihm sehr nahe standen auftreten lies, so verkommt sein Show immer mehr zu einer Schwulenparade! So bei seiner letzten, wo einer seine Club 3 Kameraden öffentlich seinen Lebenspartner einen Heitatsantrag machte. Eine lesbische Sängerein mit Regenbogenfahnen umgeben ihr Lied zwitscherte, mit dem Text: " Wenn er und er, und sie und sie ihr Kind zur Kita bringen....usw., und natürlich immer dabei der schwule, blonde Antony!


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 Federico R. 26. Oktober 2018 
 

@Lauri2

Würde ein Papst Häresien verkünden, häretische Lehren zulassen oder ihre Verbreitung nicht untersagen, würde er sich selbst automatisch seines Amtes entheben. (Ich schreibe ganz bewusst im Konjunktiv.) Und niemand bräuchte ihn, wie Sie schreiben, aus dem Amt zu „verjagen“. Auch diejenigen, die einem häretischen, also falschen Papst folgen würden, wären – soweit ich weiß - automatisch exkommuniziert.

Zu Ihrem zweiten Posting: Natürlich muss die Kirche in der Welt sein und wirken – wo denn sonst? Aber es gilt auch jenes Herrenwort: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“. Das ist mit "Entweltlichung gemeint.


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 Stefan Fleischer 26. Oktober 2018 

Nichts Neues unter der Sonne?

Danke Bernhard Joseph. Habe ich richtig verstanden, dass die moderne Theologie - zum besseren Verständnis etwas krass ausgedrückt - auf dem besten Weg ist, zurück in die Ideologie Rousseaus, bzw. der Französischen Revolution zu fallen, nur dass sie es (noch) nicht wagt, Gott ganz aus dem Spiel zu lassen, weil sie sonst sich fragen müsste, ob das noch eine Religion sei?


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 leibniz 26. Oktober 2018 
 

Robespierre

Bernhard Joseph, wieder einmal hervorragend beschrieben!
Comte war eben ein "gläubiger" Schüler Robespierres. Dieser wiederum glaubte fest an die Philosophie oder besser Ideologie Rousseaus. Das Ergebnis war die totalitäre "Demokratie", in welcher die "Tugendhaften" (=alle, die den Glauben Robespierres teilten) die "Bösen" (alle, die ihn nicht teilten) dem Fallbeil überantworteten. So endet jeder Versuch, das Paradies auf Erden zu schaffen. Ich kann nur jedem empfehlen, das großartige Buch von Friedrich Sieburg: "Robespierre" zu lesen, gibt es auch als Hörbuch, gesprochen von einem der größten deutschen Schauspieler Rolf Boysen.


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 Bernhard Joseph 26. Oktober 2018 
 

@Stefan Fleischer

Auguste Comte wollte mit seinem Positivismus ein Reich aufbauen, in dem die Menschheit als höchstes "Wesen" (hier = Prinzip) an die Stelle Gottes tritt. Der einzelne Mensch soll in dieser Menschheit aufgehen und darin sein eigentliches "Glück" finden. Für Comte bildete der Glaube das Hindernis, sich der Welt, so wie sie ist, voll und ganz zuzuwenden. Was genau das Gute sei, konnte und wollte Comte als Positivist nicht sagen, letztlich ist es nach positivistischem Verständnis immer das rein Funktionale, wobei eine kleine ideologische Elite bestimmt, was nützlich für die Menschheit ist. Dieses Denken, das Gott ausschließt, ist heute selbst zum theologischen Maßstab auch in der katholischen Kirche geworden. Der Gläubige soll sich nicht zu Gott hinwenden sondern zur Menschheit. Die Sünde besteht dann darin, nicht an der neuen, immer zukünftigen, von allen Übeln befreiten Menschheit mitzuwirken. Comte bewunderte, dies sei angemerkt, den jakobinischen Terror als letzten Ausdruck der Tugend!


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 Lautensack1 26. Oktober 2018 
 

Bedeutungslosigkeit

Wieviele Seminaristen studieren eigentlich noch in St. Georgen - etwa im Vergleich mit Heiligenkreuz oder Wigratzbad?

Vielleicht wäre hier ja ein entspanntes 'Laßt die Toten die Toten begraben' angebracht.


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 phillip 26. Oktober 2018 
 

Häresie und Folgewirkungen

Sie wissen schon, Frederico, dass das Vorliegen einer Häresie, sollten diesbezüglich (kirchenrechtliche) Rechtswirkungen eintreten bzw ausgelöst werden, von einer kirchlichen Autorität - quasi amtlich - festgestellt werden müsste? Was mich bei der Sache ärgert und hin und wieder zu sprachlich deftigen Ausdrücken verleitet, ist die Tatsache, dass es keine Regelungen - auch göttlicher Natur nicht - für den Fall gibt, dass der Papst selbst Häresien begünstigt und/oder verbreitet. Ein häretischer und/oder nicht seinem göttlichen Auftrag nachkommender Papst kann daher schalten und walten wie es ihm beliebt, und evangeliums- und glaubenstreue Katholiken können daher nur den vom häretischen Papst vorgezeichneten und angestrebten Weg in die Glaubenslosigkeit nicht mitgehen, hoffen und darauf warten, dass Gott selbst eingreifen und einem derartigen Treiben ein Ende setzen wird. Herr Jesus, komm bald!!!


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 Stefan Fleischer 26. Oktober 2018 

@ Lauri2

Ihr Post beschreibt sehr schön den weit verbreiteten Denkfehler von heute. Viele Christen glauben (und viele Predigten tönen so) als sei Christus Mensch geworden um ein Reich Gottes aufzurichten, oder zumindest eine heile Welt zu schaffen. Dann aber hätten eigentlich 2000 Jahre Christentum genügen müssen. Und dazu müsste er in uns Menschen die Neigung zum Bösen, zur Sünde ausrotten. Das ginge nur indem er uns unsere Freiheit nimmt.
Christus ist Mensch geworden und für uns am Kreuz gestorben um "sein Volk aus seinen Sünden zu erlösen." (Mt 1,21) Er ist gekommen um uns das ewige Reich Gottes wieder zu erschliessen und uns den Weg dorthin zu weisen, uns auf diesem zu unterstützen. Nur insoweit die Menschen in Freiheit diese Erlösung annehmen und aus ihr leben gibt es dann auch eine bessere Welt hier und jetzt.
Wir haben es bei dieser modernen Theorie mit einer groben Verweltlichung der Botschaft Christi zu tun. Die Folgen dieser Verweltlichung zeigen sich heute deutlicher als je zuvor.


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 Kirchental 26. Oktober 2018 

@totti01

Wenn schon Protokoll, dann richtig

Die korrekte Anrede lautet Professor Wucherpfennig.

Darauf legen die Professoren an Jesuitenhochschulen genauso viel Wert, wie alle anderen Hochschullehrer dieser Welt. Die Anrede Pater ist in diesem Fall völlig unüblich.


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 Zeitzeuge 26. Oktober 2018 
 

Der hochwürdige Herr Pater Professor Dr. Ansgar Wucherpfennig SJ

weiss ganz genau, daß er der überlieferten Lehre
der römisch-katholischen Kirche zuwiderhandelt!

Hier geht es nicht um "theologische Meinungen", sondern um die verbindliche,
in Schrift und Tradition begründete kirchliche Lehre, also um das Ewige Heil!

Dieses gilt auch für den hochwürdigen
Herrn Pater General der Jesuiten, Sosa,
der erst kürzlich den päpstlichen Jurisdiktionsprimat über die universale Kirche öffentlich geleugnet hat, siehe CNA vom 16.10.2018!


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 Eliah 26. Oktober 2018 
 

Anstand ohne Glauben?

Werter Herr Fleischer,
sittliches Handeln, also Anstand, ist nach Immanuel Kant vom Glauben an die Existenz Gottes abhängig. Vielleicht ist das das innerste Problem des Paters.


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 totti001 26. Oktober 2018 

Pater... es heisst Pater

Für alle Diskutanten, die sich noch etwas Anstand bewahrt haben: es heißt immer noch Pater Wucherpfennig... so viel Respekt sollte man doch noch für einen Ordensmann aufbringen, selbst wenn man theologisch anderer Meinung ist.


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 Smaragdos 25. Oktober 2018 
 

@Lauri2:

Sie verwechseln IN der Welt und VON der Welt: natürlich muss die Kirche IN der Welt sein, und das ist sie ja, aber sie darf nicht VON der Welt sein, denn DANN ist sie verweltlicht. Entweltlicht ist sie nur, wenn sie in der Welt ist, ohne von der Welt zu sein!

Es ist haarsträubend, was hier Wucherpfennig gesagt hat: denn er verlangt das genaue Gegenteil von dem, was Papst Benedikt damals in Freiburg gefordert hat: die ENTweltlichung der Kirche. Doch Wucherpfennig fordert ganz offen eine Verweltlichung der Kirche: allein schon deswegen sollte er sein Amt schleunigst ablegen.


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 Kirchental 25. Oktober 2018 

@Lauri2

Es schmerzt mich, so hart zu urteilen, aber Sie haben von der Botschaft Jesu, seinem Erlösungstod und dem Reich Gottes wenig verstanden.

Das Reich Gottes ist nicht von dieser Welt oder in dieser Welt, nachzulesen Joh 18,36.
Christus hat nicht gelebt, gelehrt und gelitten, um aus dieser Welt eine bessere zu machen, sondern um uns von der Schuld zu erlösen und uns das Leben im Reich Gottes zu eröffnen!

Die Kirche ist nicht die weltliche Organisation, die sie erkennen; sie ist der mystische Leib Christi, nicht nur irdisch, sondern auch überirdisch. Als solche ist sie zwar einerseits in der Welt - aber ihr "Zweck" ist nicht die Welt - ihre Aufgabe ist, darüber hinaus zu weisen.


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 lesa 25. Oktober 2018 

Die Leidtragenden sind die Irregeführten

Herr Wucherpfennig scheint verwirrt und nicht in der Lage zu erkennen, was auf dem Spiel steht bei seiner irrigen Verkündigung. Da müssten schon die Kirchenoberen Vernunft an den Tag legen. Das Schlimme an der Sache ist, dass die Fäulnis sich ausbreitet. Die Leidtragenden sind diejenigen, die verführt und verwirrt werden.


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 doda 25. Oktober 2018 

Faule Kompromisse

Ist der Berg an faulen Kompromissen, der sich in der Kirche auftürmt noch zu überblicken?
Soviele Ortspfarrer haben sich in ihren faulen Kompromissen verheddert.


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 gebsy 25. Oktober 2018 

Verführter Verführer?

Warum ist er so geworden; war die Seelenbildung mangelhaft?


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 Lauri2 25. Oktober 2018 
 

@Stefan Fleischer

-entweltlicht- , -verweltlicht-
Was bedeutet das eigentlich?
Die Kirche muss IN der Welt sein, so wie auch Jesus in der Welt war und für die Welt gelebt und gelehrt hat, damit sie eine menschliche Welt wird und so das Reich Gottes entsteht. Dafür ist er gestorben.
In seiner Nachfolge muss die Kirche den Weg zum Reich Gottes, der der Weg Jesu ist, gehen IN der Welt.


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 Stefan Fleischer 25. Oktober 2018 

Ü

"Oder zieht sie (die Kirche) sich zurück, wird klein und entweltlicht?"
sagt Herr Wucherpfennig im Interview. Damit gibt er zu, dass er und seine Mitstreiter verweltlicht sind. Eine verweltlichte Kirche aber ist nicht die Kirche Jesu Christi.


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 Lauri2 25. Oktober 2018 
 

@Federico R. Schluss. Punkt. Aus

"Aber dann hätte er sein Amt verwirkt.
Schluss. Punkt. Aus."

Die Frage ist dann nur, wer wird ihn dann aus dem Amt jagen?


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 Federico R. 25. Oktober 2018 
 

Schluss. Punkt. Aus.

Was Herr Wucherpfennig lehrt, widerspricht der Heiligen Schrift, der Lehre der Kirche und der gesamten kirchlichen Tradition. Eindeutig: Das ist Häresie.

Wenn Herr Sosa, der Generalobere des Jesuitenordens, Herrn Wucherpfennig die angebliche „Rechtgläubigkeit“ bestätigt, bestätigt er damit eine Häresie. Eindeutig.

Wenn p.Franziskus das so stehen lässt und nichts dagegen unternimmt, bestätigt auch er eine Häresie. Eindeutig.

Aber dann hätte er sein Amt verwirkt.

Schluss. Punkt. Aus.


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 Stefan Fleischer 25. Oktober 2018 

Wenn Herr Wucherpfennig eine andere Lehre vertreten will als die Kirche, so ist er als Wissenschaftler frei, aber nicht als Lehrbeauftragter der Kirche. Diese Funktion müsste er in diesem Fall schon rein anstandshalber abgeben.


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 Kurti 25. Oktober 2018 
 

Wucherpfennig (was für ein Name, so möchte ich nicht

heißen) wittert Oberwasser nachdem der Vatikan offenbar nachgibt:
https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/wucherpfennig-ich-bin-ja-nicht-der-einzige-der-die-lehre-kritisiert
Ja, direkt oder indirekt von der Kirche gut leben wie auch bei manchen Bischöfen der Fall, aber deren Lehre nicht voll akzeptieren. Das können viele.


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 Sebi1983 25. Oktober 2018 
 

Kardinal Müller ist eines der wenigen Hoffnungszeichen...

... in dieser Zeit. Ein Licht in düsterer Zeit, das von keinem anderen als dem Papst selbst unter dem Scheffel gestellt wurde. Eine Schande ist das! Statt geeignete Leute wie Müller in der Kirchenleitung zu fördern, werden sie von Papst Franziskus kalt gestellt. Wohin der Papst mit seiner Personalpolitik kommt, zeigt ein Skandal, der den nächsten jagt. Wann wacht dieser Papst endlich aus seiner Mischung von Überforderung und Selbstüberschätzung auf?


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 Mariat 25. Oktober 2018 

Eine falsche Rechtgläubigkeit verführt auch noch weitere Seelen

dies sollte der Jesuitenorden bedenken.
Wie Kardinal Müller sagte: Jeder steht in der Eigenverantwortung.

Warnung vor Irrlehrern 2 Petrus 2,1-3
„ Es gab aber auch falsche Propheten im Volk; so wird es auch bei euch falsche Lehrer geben. Sie werden verderbliche Irrlehren verbreiten und den Herrscher, der sie freigekauft hat, verleugnen; doch dadurch werden sie sich selbst bald ins Verderben stürzen. Bei ihren Ausschweifungen werden sie viel Anhänger finden, und ihretwegen wird der Weg der Wahrheit in Verruf kommen. In ihrer Habgier werden sie euch mit verlogenen Worten zu kaufen versuchen; aber das Gericht über sie bereitet sich schon seit langem vor, und das Verderben, das ihnen droht schläft nicht.“


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 Ginsterbusch 25. Oktober 2018 

Das ist gewollt, nicht nur Kompromiss

Wer soll den sonst die Laudatio auf die Regenbogen-Gender- Homo-und alle anderen Widernatürlichen halten?
Der Mann wird gebraucht.
Ironie off.


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 Eliah 25. Oktober 2018 
 

Statt SJ besser SH

Wer sich wie Herr Wucherpfennig hinter einem Ordensbruder versteckt, dessen Mumm ist keinen roten Heller wert. Hätte man das Verbot des Jesuitenordens doch niemals aufgehoben! Statt Societas Jesu sollte man den Verein Societas Haereticorum nennen.


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 wedlerg 25. Oktober 2018 
 

@Kurti: erinnert irgendwie an das Volk Isreal

Stephanus wurde auch gesteinigt, während die Pharisäer und Priester gegen Kritik immunisierten.


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 Kurti 25. Oktober 2018 
 

Die guten Leute schmeisst der Papst raus, die

schlechten werden geduldet. So macht sich die Kirche mehr und mehr unglaubwürdig und die Ungläubigen lachen nur noch über sie.


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