Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  2. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  3. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  4. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  5. Bätzing gegen Papst Leo
  6. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  7. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  11. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  12. „Wir werden erwartet“
  13. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  14. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  15. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus

Marx: „Das wird ein schmerzvoller Prozess“

19. September 2018 in Deutschland, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal Marx warnt im Umgang mit Missbrauch vor „Unachtsamkeit und klerikalem Gehabe“


München (kath.net/pem) Vor dem Hintergrund einer wissenschaftlichen Studie zum sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland hat Kardinal Reinhard Marx dazu aufgefordert, Haltungen zu überdenken und zu verändern. „Wie viel Unachtsamkeit, wie viel klerikales Gehabe steckt in uns?“, fragte der Erzbischof am Dienstag, 18. September, in einem Gottesdienst anlässlich des Priestertages des Erzbistums München und Freising in der Kirche St. Sylvester im Münchner Stadtteil Schwabing. Er warnte die Kirche ausdrücklich davor, Kritik am Umgang mit dem Thema beiseite zu schieben: „Wir sollten Kritik als Ermutigung begreifen, diese Aufgabe anzupacken.“


Die Verantwortlichen in der Kirche müssten „hinschauen, hören und Konsequenzen ziehen – das wird ein schmerzvoller Prozess“, sagte Marx, der auch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und Berater von Papst Franziskus ist. „Es ist nicht einfach, sich darüber auszutauschen, aber wir dürfen der Herausforderung nicht ausweichen.“ Jeder, der ein geistliches Leben führe, wisse, dass manchmal ein „toter Punkt“ komme, eine Hoffnungslosigkeit, und man sich frage, wie es mit der Kirche weitergehen solle. „Ich bin überzeugt, es kommt eine große Veränderung.“

Neben vielen positiven Seiten müsse man auf das „Dunkle schauen. Sünde und Gewalt ziehen sich durch die Geschichte der Kirche.“ Dies werde nun durch die neue Studie, die in der kommenden Woche bei der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz auf der Tagesordnung steht und der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll, neuerlich mit voller Wucht sichtbar. „Es ist zutiefst verstörend, dass Menschen innerhalb der Kirche Böses erfahren durch Menschen, die das Evangelium verkünden sollen.“

Marx erinnerte daran, dass Priester an Christi statt eingesetzt seien. „Es ist ein riesiger Anspruch.“ Priester seien aber nicht die „Herren des Glaubens der Menschen“, sondern die „Diener ihrer Freude, die sie ermutigen sollen“. Der Kardinal sagte, die Kirche müsse die Begabungen der Laien „noch mehr wertschätzen als bisher“. Das Volk Gottes mit seinen unterschiedlichen Begabungen sei ein „großer Reichtum“.

Eigentliches Thema des turnusgemäßen Priestertages war „Kirche in einer digitalisierten Welt“. Die an den Gottesdienst anschließende Tagung dazu fand in den Räumen der Katholischen Akademie Bayern statt.

Kardinal Marx


Foto Kardinal Marx (c) Erzbistum München und Freising


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Erzbistum München

  1. Pfarrer protestiert gegen Abtreibungs-Aktivismus des BDKJ München
  2. Wallfahrtsort Maria Birkenstein – Wie geht es weiter?
  3. 'Bruder Marx', bleib in München!
  4. Initiative im Erzbistum München will mehr Aufgaben für Laien
  5. Münchner Erzbischof wettert gegen Corona-Demos
  6. Erzdiözese München: Wortgottesdienste statt Urlaubsaushilfen durch ausländische Priester
  7. Marx-Kurs in München: Erstmals mehr als 10.000 Kirchenaustritte in 1 Jahr
  8. Erzbischof Carlo Maria Viganò bei Anti-Marx-Kundgebung in München!
  9. Katholische Integrierte Gemeinde verweigert sich der Visitation
  10. Erzbistum dementiert Schlagzeile der „Abendzeitung“







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Wir werden erwartet“
  3. Leo XIV. drängt auf internationale Regeln für Künstliche Intelligenz
  4. Papst baut Sekretariat der weltweiten Synode um
  5. Papst dankt Mercedes für "100 Jahre Papamobil"
  6. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  7. Vatikan warnt vor ‚Extremismus‘ und ‚Spaltung‘ durch Knien beim Kommunionempfang
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. „Die ‚Irish Times‘ hat den 3293. Artikel von jemandem veröffentlicht, der nicht mehr zur Messe geht“
  10. Ulf Poschardt warnt vor Islamismus: Erst sind die Synagogen dran, dann die Christen
  11. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  12. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  13. Papst Leo beantragte Briefwahl-Unterlagen für die Midterms - Papst hat tatsächlich gewählt!
  14. „Mit der Unterstützung meiner Schwiegereltern verließ ich eine nicht-sakramentale Beziehung“
  15. Drei Stunden im Fegefeuer

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz