Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  3. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  4. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  7. Menschenrecht auf Abtreibung?
  8. So fühlt sich Nachhausekommen an
  9. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  12. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne
  13. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  14. Bischöfliche Spökenkiekerei zum Jahreswechsel
  15. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"

George Weigel: Die Krise der Kirche soll keine Krise des Glaubens sein

9. September 2018 in Weltkirche, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein ‚Katholizismus der Bewahrung von Institutionen’ einschließlich bischöflicher Hinhaltetaktiken müsse ein Ende haben, der Glaube an Jesus Christus wieder an die erste Stelle treten, schreibt der Papstbiograph.


New York City (kath.net/jg)
Die Missbrauchsskandale seien ein Aufruf an die katholische Kirche zu einem großen Reinigungsprozess, der durch einen radikaleren Glauben an Christus, die katholische Lehre und die katholische Mission geschehen könne. Das schreibt der katholische Autor und Papst-Biograph George Weigel in einem Gastbeitrag für das Wall Street Journal.

Der katholische Glaube vertraue zuerst auf Jesus Christus, der das „Licht der Völker“ sei, wie es im Titel eines der Dokumente des 2. Vatikanischen Konzils zum Ausdruck komme. Das Vertrauen in die Institution Kirche folge aus dem Vertrauen auf Christus. Wenn das Vertrauen in die Institution verloren gegangen sei, wie es in den letzten beiden Jahrtausenden öfters vorgekommen sei, dann sei es notwendig, sich auf das Fundament des katholischen Glaubens zu besinnen, auf Jesus Christus.


Bischöfe, die in ihrer Verantwortung als Lehrer, Hirte und Verwalter versagt hätten, hätten typischerweise die Bewahrung der Institutionen vor die Evangelisierung gestellt. Es sei ihnen wichtiger gewesen, dass die katholische Maschinerie gut geölt laufe, wenn notwendig auch mit Hilfe von Kompromissen bei Wahrheit und Disziplin, als den Menschen die Freundschaft mit Christus und die manchmal unangenehmen Wahrheiten, welche die Kirche von ihm gelernt habe, zu verkünden, analysiert Weigel.

Der „Katholizismus der Bewahrung von Institutionen“ müsse nun zu Ende sein, verlangt er. Die lebendigsten Teile der Kirche seien dort zu finden, wo die Gläubigen die katholische Lehre ohne Einschränkungen angenommen hätten und verstanden hätten, dass die Weitergabe des Glaubens dazu gehöre. Diese Katholiken würden in der gegenwärtigen Situation zwar Kritik äußern, ihr Glaube sei aber nicht erschüttert. Von ihnen erwartet sich Weigel die notwendige Reform der Kirche.

Zum „institutionenbewahrenden Katholizismus“ zählt Weigel ausdrücklich auch die Hinhaltetaktik von Bischöfen, die nicht bereit seien, kritische Fragen zu beantworten, seien sie nun in den USA oder in Rom stationiert.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  2. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  3. Weihesakrament und Leitungsvollmacht
  4. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  5. Meinungsfreiheit auf katholisch
  6. Die Jugend von heute, die neue Generation Alpha, „sucht Sinn, Rituale und Spiritualität“
  7. US-Erzbischof gibt Anweisung, politische Botschaft an Weihnachtskrippe sofort zu entfernen
  8. Wer MEHR will, soll MEHR bekommen
  9. "Die Christen und Lebensschützer trauern um Martin Lohmann"
  10. "Die Katholische Kirche schwimmt mit dem Zeitgeist, sie ist parteipolitisch nach links gekippt!"






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  4. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  7. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  8. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  9. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  12. "Der Herr ist wirklich in diesen Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig"
  13. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  14. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  15. Ich bin Staatsanwältin – und ich bete

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz