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Frauenrechtlerin Ates plant liberale Moschee in Wien

27. August 2018 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
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Vorbild ist Moschee in Berlin, in der Frauen und Männer aller muslimischer Glaubensrichtungen gemeinsam beten können.


Wien (kath.net/KAP) Die deutsche muslimische Frauenrechtlerin und Juristin Seyran Ates plant die Gründung einer liberalen Moschee in Wien. Vorbild ist die von ihr 2017 im Berliner Stadtteil Moabit gegründete Ibn-Rusdh-Goethe-Moschee, wie das Linzer "Volksblatt" am Donnerstag berichtete. Dort können Musliminnen und Muslime aller Glaubensrichtungen, Frauen und Männer gemeinsam beten. Frauen beten dort auch ohne Kopftuch. "Ich habe die Absicht, auch in Wien eine solche Moschee zu gründen", sagte Ates. Bis Jahresende soll ein geeigneter Raum gefunden werden. In Berlin wurden die Moscheeräumlichkeiten von der evangelischen Kirche angemietet.


Ates, die am kommenden Montag auch zum "Forum Alpbach" kommt, zeigte sich überzeugt, die Mehrheit der Musliminnen und Muslime hänge durchaus einem säkularen Islam an, traue sich das aus Angst vor Fundamentalismus aber nicht offen zur Schau zu tragen. "Diejenigen, mit denen ich in Österreich über das Projekt schon gesprochen habe, sagen im ersten Atemzug: 'Das wäre wunderbar, aber ich hätte Angst, dabei mitzumachen, weil ich nicht so leben möchte wie du.'" Aus dieser Bedrohungssituation entstehe für Ates auch "die Wahrnehmung, der muslimische Mainstream sei konservativ, weil die anderen eingeschüchtert sind und sich nicht trauen".

Ates steht seit Gründung der Moschee in Berlin unter ständigem Polizeischutz, weil es Morddrohungen gegen sie gab. Unter anderem hatten die Fatwa-Behörde in Ägypten und die türkische Religionsbehörde Diyanet die Moschee als "unislamisch" kritisiert.

Seyran Ateş Vortrag: ´Frauen im Islam - Theorie und Wirklichkeit´


Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Archivfoto Seyran Ates (c) Wikipedia/Müjgan Arpat/CC BY-SA 3.0


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Lesermeinungen

 priska 29. August 2018 
 

Ausgerechnet eine Frauenrechtlerin will eine liberale Moschee planen ..der Witz des Tages ist bestimmt eine grüne ..


1
 
 scientia humana 28. August 2018 
 

Was ist _der_ Islam und wer sind die Fundamentalisten?

Über 95 % aller, die sich Muslime nennen, gehören entweder einer der 4 sich wechselseitig anerkennenden sunnitischen Rechtsschulen oder der, der 12-er Schia (Iran etc.) an. Alle 5 beruhen auf einer wörtlichen Auslegung des Koran und der Hadithen. Keine hat die im 10 Jhd. eingeführte Todesstrafe für Apostaten zurückgenommen, nur die der Hanafiten (von der Türkei nach Pakistan) nimmt die Apostatinnen (Frauen) aus und lässt sie aber alle drei Tage peitschen.

Innerhalb dieser Scharia (Rechtssystem) forden einige "Theologen" ausdrücklich, dass jeder Muslim verpflichtet ist, das Recht in die eigene Hand zu nehmen, wenn die Obrigkeit versagt.

Innerhalb der 5 % gibt es auch die Koranisten (nur der Koran, keine Hadithen). Der prominente Koranist Khalifa (Iman in Tuscon, Arizona) wurde 1990 ermordet.


1
 
 Chris2 27. August 2018 
 

Viel Glück, Frau Ates

Und bitte treten Sie auch der Islamkonferenz der Bundesregierung wieder bei, zu der ja inzwischen nicht mehr nur die islamistisch angehauchten, aus dem Ausland finanzierten, Verbände zugelassen sind.


1
 
 JuM+ 27. August 2018 
 

Sie möge bitte ihr Vorhaben in einem islamischen Land umsetzen.


4
 
 Alpinyeti 27. August 2018 

Reformation im Islam?

Hat die gute Frau eigentlich den Koran und die Hadithe gelesen, die für den Islam EINZIG verbindlich und unabänderlich sind? Mit ihren Aktivitäten setzt sie sich in Widerspruch zu ihrer Religionsgemeinschaft. Will sie den Islam etwa reformieren? Dann muss sie auch den Koran umschreiben - und hat hunderte Millionen von Fundamentalisten am Hals. Ich wünsche ihr alles Gute - sie kanns brauchen.


3
 

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