Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  8. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  9. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  10. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  11. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  12. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  13. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  14. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  15. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela

Ehe, Familie, Diversität – so geht neukatholisch

30. Juli 2018 in Kommentar, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das Erzbistum Freiburg hat seinem Referat für Ehe und Familie ein Update verpaßt. Man glaubt es kaum, Diversität ist neuerdings katholisch - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)
Das Erzbistum Freiburg hat seinem Referat für Ehe und Familie ein Update verpaßt. Man glaubt es kaum, Diversität ist neuerdings katholisch. Der Begriff an sich ist definiert als ein Konzept der Soziologie und bedeutet Anerkennung von Gruppen- und individuellen Merkmalen. Häufig wird lt. Wikipedia der Begriff „Vielfalt“ synonym zu Diversität benutzt. Diversität im Neupolitsprech bezieht sich häufig auf Aspekte der Genderideologie und beinhaltet vor allem auch die Anerkenntnis sexueller Vielfalt.

Nun kann aus der Ferne nicht die Arbeit beurteilt werden. Das wäre denkbar unfair. Doch wer sich im Web positioniert, kann auch im Web rezensiert werden. So sei dies nun als eine Rezension der Webseite http://fitfuersleben-ebfr.de/ aufgefaßt.

Es verwundert nicht wenig, ein Referat einer Diözese, das dereinst Ehe und Familie als Schwerpunkt hatte, plötzlich – vielleicht gar nicht so plötzlich – Diversität im Namen führt. Auf der neuen Webseite des Referates findet sich die thematische Spezifizierung in Partnerschaft, Ehe, Kinder, Familie, Religion und Leben. Auf den ersten Blick zum Glück erst einmal nichts von sexueller Diversität zu finden.


Optisch und von der Themengliederung her kommt es dann ja doch irgendwie katholisch einher. Man ist ja schon für die Ehe, für die Familie. Doch einzig die Alleinerziehenden haben einen eigenen Menüpunkt bei Familie. Familienbund und Familienferien fallen dem Referat noch ein und das war es dann. Etwas dünn, bleibt der Eindruck, doch bei der Themenfassung gibt es Überschneidungen.

Kinder sind auch Familie oder im besten Falle Bestandteil einer Familie. Doch da kommt die Überraschung. Kinder existieren unter diesem Punkt - ausgenommen eine Willkommensinitiative vorwiegend als Objekte sexueller Aufklärung. Nun mag es ja gut sein, nicht den glaubens- und lebensfeindlichen Organisationen das Feld zu überlassen. Doch hat ein Erzbistum mehr nicht zu bieten? Religion spielt eine Rolle. Aber nur sehr allgemein. Religionssensibel erziehen heißt das einzig angebotene Programm. Da kann zu allem erzogen werden. Von einer Erziehung zu gläubigen Katholiken ist das Lichtjahre entfernt.

Bleibt noch Partnerschaft und Ehe. Man sucht hinweise auf ein katholisches Eheverständnis weitestgehend vergeblich. Humanae vitae und dessen Lehre ist komplett Fehlanzeige auf der Seite. Etwas anderes findet sich dafür: Hilfe bei Scheidung. Hand aufs Herz: Ich hätte mich bei der Lektüre der Webseite nicht gewundert, wäre ich auf eine Liste guter Scheidungsanwälte gestoßen. Sehr leichtfertig spricht man auch von einer „zweiten Ehe“, nach Scheidung. Der Menüpunkt heißt sogar „Wiederheirat“. Auch hier fehlt jeglicher Hinweis auf ein katholisches Eheverständnis. Die App „Ehe.Wir.Heiraten.“, die es für Android und Iphone gibt, ist eine eigene Rezension wert.

Ein kurzes Fazit nach einer Stöberzeit von gut einer Stunde auf der Seite kommt zu einem ernüchternden Ergebnis. Würde man aus der Seite und der URL alle Hinweise die expilzit auf das Erzbistum Freiburg oder die katholische Kirche hinweisen, wäre nicht zu unterscheiden, ob es sich um die Seite einer staatlichen Stelle oder einer beliebigen NGO handelt. Was der Begriff Diversität im Namen des Referats verloren hat, erschließt sich gar nicht.

Als Seite für eine katholische Seelsorge für Ehe und Familie ist diese Seite schlicht unbrauchbar. Eine Fehlverwendung von Kirchensteuer ist die Erstellung einer solchen Seite allemal. Wenn die Seite das dahinter stehende Referat des Erzbischöflichen Ordinariats Freiburg wirklich abbildet. Wäre eine Visitation der Dienststelle vielleicht eine Hilfe. Es bleibt nach der Lektüre ein schaler Geschmack.

Was wollen die Macher mit dieser Seite erreichen?


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  2. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Der Bischof und der Denunziant
  6. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  7. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  8. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  9. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  10. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Erschütterndes Historiendrama: Netflix-Serie „Fauda“ verarbeitet den Terror des 7. Oktober
  5. Muslimische Organisation: ‚In 45 Jahren wird Frankreich wieder katholisch‘
  6. Frankreichs neue „Generation Leo“: Warum die Jugend plötzlich wieder zum Papst strömt
  7. „Er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen“ (Psalm 91)
  8. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  11. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  12. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  13. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  14. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  15. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz