Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  9. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  10. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  11. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  12. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  15. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden

Ehe, Familie, Diversität – so geht neukatholisch

30. Juli 2018 in Kommentar, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das Erzbistum Freiburg hat seinem Referat für Ehe und Familie ein Update verpaßt. Man glaubt es kaum, Diversität ist neuerdings katholisch - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)
Das Erzbistum Freiburg hat seinem Referat für Ehe und Familie ein Update verpaßt. Man glaubt es kaum, Diversität ist neuerdings katholisch. Der Begriff an sich ist definiert als ein Konzept der Soziologie und bedeutet Anerkennung von Gruppen- und individuellen Merkmalen. Häufig wird lt. Wikipedia der Begriff „Vielfalt“ synonym zu Diversität benutzt. Diversität im Neupolitsprech bezieht sich häufig auf Aspekte der Genderideologie und beinhaltet vor allem auch die Anerkenntnis sexueller Vielfalt.

Nun kann aus der Ferne nicht die Arbeit beurteilt werden. Das wäre denkbar unfair. Doch wer sich im Web positioniert, kann auch im Web rezensiert werden. So sei dies nun als eine Rezension der Webseite http://fitfuersleben-ebfr.de/ aufgefaßt.

Es verwundert nicht wenig, ein Referat einer Diözese, das dereinst Ehe und Familie als Schwerpunkt hatte, plötzlich – vielleicht gar nicht so plötzlich – Diversität im Namen führt. Auf der neuen Webseite des Referates findet sich die thematische Spezifizierung in Partnerschaft, Ehe, Kinder, Familie, Religion und Leben. Auf den ersten Blick zum Glück erst einmal nichts von sexueller Diversität zu finden.


Optisch und von der Themengliederung her kommt es dann ja doch irgendwie katholisch einher. Man ist ja schon für die Ehe, für die Familie. Doch einzig die Alleinerziehenden haben einen eigenen Menüpunkt bei Familie. Familienbund und Familienferien fallen dem Referat noch ein und das war es dann. Etwas dünn, bleibt der Eindruck, doch bei der Themenfassung gibt es Überschneidungen.

Kinder sind auch Familie oder im besten Falle Bestandteil einer Familie. Doch da kommt die Überraschung. Kinder existieren unter diesem Punkt - ausgenommen eine Willkommensinitiative vorwiegend als Objekte sexueller Aufklärung. Nun mag es ja gut sein, nicht den glaubens- und lebensfeindlichen Organisationen das Feld zu überlassen. Doch hat ein Erzbistum mehr nicht zu bieten? Religion spielt eine Rolle. Aber nur sehr allgemein. Religionssensibel erziehen heißt das einzig angebotene Programm. Da kann zu allem erzogen werden. Von einer Erziehung zu gläubigen Katholiken ist das Lichtjahre entfernt.

Bleibt noch Partnerschaft und Ehe. Man sucht hinweise auf ein katholisches Eheverständnis weitestgehend vergeblich. Humanae vitae und dessen Lehre ist komplett Fehlanzeige auf der Seite. Etwas anderes findet sich dafür: Hilfe bei Scheidung. Hand aufs Herz: Ich hätte mich bei der Lektüre der Webseite nicht gewundert, wäre ich auf eine Liste guter Scheidungsanwälte gestoßen. Sehr leichtfertig spricht man auch von einer „zweiten Ehe“, nach Scheidung. Der Menüpunkt heißt sogar „Wiederheirat“. Auch hier fehlt jeglicher Hinweis auf ein katholisches Eheverständnis. Die App „Ehe.Wir.Heiraten.“, die es für Android und Iphone gibt, ist eine eigene Rezension wert.

Ein kurzes Fazit nach einer Stöberzeit von gut einer Stunde auf der Seite kommt zu einem ernüchternden Ergebnis. Würde man aus der Seite und der URL alle Hinweise die expilzit auf das Erzbistum Freiburg oder die katholische Kirche hinweisen, wäre nicht zu unterscheiden, ob es sich um die Seite einer staatlichen Stelle oder einer beliebigen NGO handelt. Was der Begriff Diversität im Namen des Referats verloren hat, erschließt sich gar nicht.

Als Seite für eine katholische Seelsorge für Ehe und Familie ist diese Seite schlicht unbrauchbar. Eine Fehlverwendung von Kirchensteuer ist die Erstellung einer solchen Seite allemal. Wenn die Seite das dahinter stehende Referat des Erzbischöflichen Ordinariats Freiburg wirklich abbildet. Wäre eine Visitation der Dienststelle vielleicht eine Hilfe. Es bleibt nach der Lektüre ein schaler Geschmack.

Was wollen die Macher mit dieser Seite erreichen?


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  2. Der Tod der Theologie in Deutschland
  3. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  4. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  5. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  6. Bischöfliche Spökenkiekerei zum Jahreswechsel
  7. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  8. Hippe Missionare sind brandgefährlich
  9. Bischof sein in Opferperspektive
  10. Ein entscheidungsrelevantes „We shall see“ zur Synodalkonferenz







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND im SOMMER - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  6. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  7. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  8. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  9. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  10. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  11. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  12. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  13. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  14. Mexiko in Angst: Priester spenden auf einem Dach eucharistischen Segen
  15. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz