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Was die katholische Evangelisation von General Petraeus lernen kann

17. Juli 2018 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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Pfarren als Kristallisationspunkte für die Gläubigen, gleichzeitig Ausgangspunkte für Neuevangelisation – eine Idee, die von der ‚Benedikt-Option’ und General Petraeus inspiriert ist.


London (kath.net/jg)
Wie kann Neuevangelisierung konkret aussehen? Theo Howard, Koordinator für Evangelisation am „Zentrum für katholische Formung“ des Erzbistums Southwark, lässt sich bei seiner Arbeit sowohl von Rod Drehers „Die Benedikt Option“ als auch von General David Petraeus’ Strategie zur Aufstandsbekämpfung im Irak inspirieren.

Dreher plädiert für die Bildung christlicher Gemeinschaften. Nur so könne das Christentum inmitten einer neuheidnischen Kultur überleben, die dem Glauben zunehmend feindlich gegenüber stehe. Howard möchte die Pfarren des Erzbistums Southwark im Süden Londons zu Orten machen, in denen sich die Katholiken versammeln und gegenseitig stärken können.


Einen weiteren Ansatz findet er in der Strategie, die General Petraeus 2007 zur Bekämpfung der Aufstände im Irak angewendet hat. Bis 2006 seien die US-Truppen in großen Basen stationiert gewesen, die sie nur selten verlassen hätten. Das Gebiet rundherum hätten sie den Aufständischen überlassen. General Petraeus verteilte seine Soldaten auf viele kleinere Stützpunkte und ließ sie Präsenz zeigen. Die Stützpunkte bildeten ein Netz der Sicherheit und Stabilität. Die irakische Bevölkerung gewann langsam Vertrauen in das Vorgehen der US-Truppen. Dies bildete den Schlüssel zum Sieg über die Aufständischen.

Die militärische Intervention der USA im Mittleren Osten sei ethisch zweifelhaft, dennoch fand Howard, der seine Bachelor-Arbeit zu diesem Thema geschrieben hat, bemerkenswerte Parallelen zu seiner gegenwärtigen Arbeit in der Evangelisation. Wie die Stützpunkte der US-Armee könnten die Pfarren „Orte der Sicherheit“ für die Gläubigen in einem glaubensfernen Umfeld sein. Von dort aus könnten Missionsprojekte ausgehen, die den Glauben wieder verbreiten.

Die Analogie mit der Militärstrategie habe natürlich ihre Grenzen. Er wolle auf keinen Fall den Eindruck erwecken, die Katholiken seien in einer kriegsähnlichen Situation mit bewaffneten Gegnern, schreibt Howard.


Link zum Artikel von Theo Howard im Catholic Herald (englisch):

What Catholic evangelists can learn from General Petraeus



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