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‚Wir müssen die Keuschheit fröhlich und heiter leben’

6. September 2013 in Weltkirche, 7 Lesermeinungen
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Christen müssten heute, ähnlich wie in der frühen Kirche, in einer Welt leben, die ihr ablehnend gegenüber steht, sagt ein Priester, der Homosexuelle betreut, die nach den Geboten der Kirche leben wollen.


Norwalk (kath.net/CWN/jg)
„Wir können nicht überzeugen, wenn wir nicht von der Wahrheit all dessen überzeugt sind, was die Kirche uns lehrt“, sagte P. Paul Check in einem Interview mit dem „Catholic World Report“. Check ist katholischer Priester und leitet das „Courage“ Apostolat. Die Organisation unterstützt Menschen mit homosexuellen Neigungen, die entsprechend der Lehre der katholischen Kirche leben wollen.


„Wir müssen die Keuschheit fröhlich und heiter leben“, sagt er in Bezug auf seine Schützlinge. Pornographiekonsum und die Verwendung von Verhütungsmitteln seien gesellschaftliche Phänomene, die auch vor Katholiken nicht Halt machten, sagte Check. Man dürfe daher nicht erwarten, dass die Menschen heute die Lehre und Gebote der Kirche einfach annehmen würden, fuhr er fort.

Er schlug vor, sich an die Situation der frühen Kirche zu erinnern, die in einer Kultur wachsen konnte, die ihr ablehnend gegenüber stand. „Ein verbitterter Christ, der über die Welt schimpft wird kein gutes Instrument der Evangelisation sein“, sagte Check wörtlich. „Wir brauchen ein Gottvertrauen, wie es uns die heilige Therese so großartig vorgelebt hat“, fuhr er fort.


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Lesermeinungen

 Scotus 7. September 2013 

Keuschheit und Sexualität

Priester und Ordensleute leben nicht beziehungslos. Im Gegenteil bedeutet Keuschheit: intensive Beziehung. Sie ist positive Beziehung zum lebendigen Christus und von daher zum Vater.

Neben der Hinwendung zu Gott bedeutet sie auch Zuwendung zu den Menschen - rein und ohne Beimischung von Eigeninteresse oder Eigennutz.

Und was wir Sexualität nennen, ist nur ein kleiner Teil eines Stroms dieses Lebens in uns, das mit einem Fluss zu vergleichen ist, der vielleicht an einer Stelle aufgestaut ist, und aus irgendwelchen Gründen an bestimmten Stellen über seine Ufer tritt, und in ein Gebiet kommt, in das er nicht hingehört.

Und wenn wir über die Keuschheit sprechen, dann sollten wir dies fröhlich tun und Zeugnis ablegen über diese glückliche Beziehung zu Gott und den Menschen.


1
 
 kmh 6. September 2013 
 

Wir muessen die Keuschheit froehlich und heiter leben

und dazu gehoert auch, dass wir nicht pruede sind, das wird leider gerne vergessen bei der Rede ueber Keuschheit. Pruederie ist eine Suende, denn sie verletzt die von Gott erschaffene Sexualitaet. Die Umwelt/Welt erfaehrt davon nichts, denn es ist fast unmoeglich ueber das tiefe Geheimnis der Ehe und ihrer "Annehmlichkeiten" im mystischen Leib in angemessener Weise zu sprechen. Die Wahrheit kann man nicht besitzen, man kann ihr nur begegnen, genau wie dem Geheimnis des Sakraments der Ehe. Und das nur im vollen Umfang, je mehr man sich da auf Gottes Willen einlaesst.


4
 
  6. September 2013 
 

‚Wir müssen die Keuschheit fröhlich und heiter leben’:-)

So ist es:-)

Gottes und Marien Segen


3
 
  6. September 2013 
 

@Bichler, Theodor69, carl eugen

Gerne möchte ich mich Ihren Kommentaren anschliessen.
Auch mir sind homosexuell empfindende Menschen bekannt.
Einer davon ist mir besonders lieb.
Wenn diese Menschen ihre Neigung ausleben (oder auch nicht), übernehmen sie Verantwortung für ihr Leben und vor Gott, wie auch wir sie für unser Verhalten übernehmen müssen.

Es sind nicht die einzelnen, in ihrem Menschsein genauso gefährdeten homosexuell Ausgerichteten, die ihr Leben gestalten, ihren Aufgaben gewissenhaft nachgehen, sondern es ist die laute, aufdringliche, teilweise aggressiv agierende Schreihals-Gruppe auf der Straße, die mich so unendlich stört.
Ständig geben sich Schwule als Opfer - sie sind es nicht! Das war einmal und ist gottlob vorbei.
Die Homo-Lobby ist mächtig und derart gut vernetzt, dass man nur staunen kann.
Wer von den Obdachlosen, den Hartz IV-Empfängern u.a. hat eine solch intensiv arbeitende Lobby hinter sich wie homosexuelle Menschen?

Es ist dieses Gerechtigkeitsgefälle, das mir sauer aufstößt.


3
 
 carl eugen 6. September 2013 

Lieber @Bichler!

Das spiegelt auch meine Erfahrungen wider! Wir müssen diesen Menschen, die diese Neigungen verspühren und redlich versuchen als gläubige Menschen Gottes Geboten zu folgen, beistehen. Menschen, die sich grosse Mühe geben, Gottes Willen zu erkennen und zu erfüllen, verdienen auch unseren Beistand!


3
 
 Theodor69 6. September 2013 
 

@Bichler

Großartiger Kommentar! Meine große Bewunderung gilt den Homosexuellen, die versuchen nach Vorgabe der Kirche zu leben! Daher sollten wir sehr vorsichtig sein, wie wir über "Homosexuelle" sprechen.


4
 
 Bichler 6. September 2013 

P. Paul Check hat eine schwere Aufgabe!

Ich habe selbst Homosexuelle unter meinen Freunden - sowohl welche, die es leben als auch welche, die versuchen, dem Herrn zu folgen. Es sind alles nette Menschen und wir haben enorme Diskussionen. Es ist für viele ein Kampf, die wirklich an Gott glauben, gleichzeitig aber diese Neigung haben. Es ist eine große Aufgabe, ihnen zu helfen und - wie der Katechismus sagt - mit Respekt entgegenzutreten. Das sind nicht die (Perversen), die bei Regenbogenparaden auftreten, sondern die im Stillen leben. Wie gesagt, wir müssen auf sie zugehen und ihnen helfen. Sie haben ein schwieriges Leben, aber sie sind nicht gottlos!


4
 

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