Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  3. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  4. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  5. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  6. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  7. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  8. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  9. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  10. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  11. THESE: Warum die UNO weg muss!
  12. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  13. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  14. „Auf dass doch alle eins seien“ (Joh 17,21)
  15. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970

Bischöfe Kroatiens und Bosniens rufen zur Neuevangelisierung

2. Dezember 2024 in Weltkirche, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gemeinsames Hirtenwort: die Kirchenvertreter auch ihre Kritik an Abtreibung, Leihmutterschaft und der sogenannten "Gender-Ideologie".


Zagreb (kath.net/ KAP)
In einem neuen gemeinsamen Hirtenwort erinnern die katholischen Bischöfe Kroatiens und Bosnien-Herzegowinas anlässlich einiger Jubiläen an die christlichen Wurzeln und rufen zu einer neuen Welle der Evangelisierung auf, auch im Kontext neuer Trends in der Gesellschaft. In dem am Donnerstag in Zagreb vorgestellten 35-seitigen Schreiben erneuern die Kirchenvertreter auch ihre Kritik an Abtreibung, Leihmutterschaft und der sogenannten "Gender-Ideologie".

Wie die kroatische katholische Nachrichtenagentur IKA berichtet, rufen die Vertreter beider Bischofskonferenzen in dem Hirtenbrief zunächst zur Teilnahme an den Jubiläumsfeiern auf, die im kommenden Jahr von Welt- und Ortskirche begangen werden. Neben dem Heiligen Jahr 2025, das Papst Franziskus zu Weihnachten eröffnet, oder dem 1.700 Jahr-Jubiläum des Konzils von Nicäa feiert die Kirche in Kroatien auch den 1.100. Jahrestag der Kirchenversammlungen von Split (925/928), die als richtungsweisend für die Entwicklung des Christentums in der Region gelten. Ebenfalls vor 1.100 Jahren wurde der Brief von Papst Johannes X. an "den lieben Sohn Tomislav, König der Kroaten" veröffentlicht, wobei die Erinnerung an den ersten kroatischen König Tomislav als Anfang des kroatischen Königreichs gefeiert wird.


Die Bischöfe erinnern in ihrem Hirtenbrief an das christliche Erbe der Kroaten, wobei auch hier wie traditionell die Ortskirche in den beiden Ländern inoffiziell als "Kirche bei den Kroaten" oder "Kirche im kroatischen Volk genannt wird". Katholiken in Kroatien und Bosnien-Herzegowina sind meist ethnische Kroaten.

Das Feiern der genannten Jubiläen habe eine tiefe theologische Begründung, so die Bischöfe. Die Umstände der Kirchenversammlungen von Split in den Jahren 925 und 928 betrachten die Bischöfe auch im Kontext der christlichen Wurzeln Europas. Obwohl diese Wurzeln im kroatischen nationalen Wesen auch einige Jahrhunderte früher sichtbar seien, zeigten sie sich gerade in dieser Zeit erkennbar in ihren Früchten "von denen wir heute nicht flüchten dürfen, wenn wir Gutes für unser Volk und das ganze Europa wollen", so die Bischöfe. Und weiter: "Sie helfen uns auch heute auf eine neue Weise die Schönheit des Evangeliums zu leben, in einer notwendigen Verbundenheit des Persönlichen und des Gemeinsamen."

Die Jubiläumsfeiern könnten in der von Verbindung von Vergangenheit und Zukunft "auf das Wesentliche und in bestimmten Augenblicken auch das Entscheidende für das Leben hinweisen", betonen die Bischöfe. In diesem Sinne rufen sie auf zu einem anhaltenden Einsatz für die Erneuerung des Glaubens und für die "christliche Identität als Einzelne und als kirchliche Gemeinschaft".

Im Hirtenwort mahnen die Bischöfe zum Widerstand gegen Gewalt und jede Form von Missbrauch. Das kirchliche Eintreten für die unbegrenzte Würde des Menschen bekräftigend, rufen sie außerdem zum öffentlichen Einsatz "gegen alles, was im Gegensatz zur Würde der menschlichen Person steht" auf. Hier nennen die Kirchenvertreter Schwangerschaftsabbrüche, Euthanasie und auch Leihmutterschaft. Die sogenannte "Gender-Ideologie" ist aus Sicht der Bischöfe "inakzeptabel".

Unter anderem rufen die Bischöfe zu einer neuen Welle der Evangelisierung. Auch im Hinblick auf Einwanderung-Entwicklungen betonen sie, dass die Christen dazu aufgerufen seien, "die Hefe der Evangelisierung unserer neuen Mitbürger" zu sein.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Evangelisation

  1. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  2. Wenn dein Herz hungrig ist, wirst du Gott in jeder Art Gebet begegnen
  3. Bischof Hanke: Über die Zukunft der Kirchensteuer nachdenken!
  4. Erzbischof McMahon: Trotz Skandalen das Evangelium verkünden
  5. Was die katholische Evangelisation von General Petraeus lernen kann
  6. Lasst euch nicht einschüchtern!
  7. Linz: Großer ökumenischer 'Christustag' zu Pfingsten
  8. Im Kampf stehen, aber ohne Waffen
  9. ‚Wir müssen die Keuschheit fröhlich und heiter leben’
  10. ‚Jeder Mensch besitzt eine spirituelle Dimension‘







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  3. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  4. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  5. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  6. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  7. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  8. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  9. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  10. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen
  11. Bozner Bischof: Wortgottesdienste ohne Kommunionausteilung feiern
  12. Kirche statt Catwalk: Hana Nitsches radikaler Weg zu Gott
  13. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  14. „Wenn Klatsch und Tratsch Wasser wären, würden wir darin ertrinken“
  15. Großbritannien: Christlicher Pastor wegen Kritik am Islam und an Transgender verhaftet

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz