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Der Papst, die Handreichung und ein Intrigantenstadl

28. Juni 2018 in Kommentar, 31 Lesermeinungen
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Der Papst hat, so ist einer Note zu entnehmen, sein „F“ dazu gegeben. Es bestätigt sich, dass derjenige, dem es gelingt das Ohr des Papstes zu bekommen, auch den „F“reibrief bekommt. kath.net-Kommentar von Peter Winnemöller


Bonn (kath.net/pw) Man fühlt sich an unselige Zeiten erinnert. In Deutschland tobte innerhalb der Kirche der Streit um die Beratungsscheine, die zur straffreien Abtreibung berechtigen. Ein Teil der deutschen Bischöfe wollte schon damals im großen bunten Mainstream der Welt mitspielen. Das Leben der Schwächsten war dabei zweitrangig. Papst Johannes Paul II. war demgegenüber für ein unverstelltes Zeugnis für das Leben. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz kam damals auf die grandiose Idee, den Beratungsschein mit einem Zusatz zu versehen, der die Verwendung zur straffreien Abtreibung ausschließen sollte. Dies geschah natürlich nicht ohne sich vorher zu versichern, dass staatliche Stellen den Schein trotzdem anerkennen würden. Ein solcher Sophismus muss einem erst einmal einfallen. Der Papst kassierte die Regelung trotzdem. Papst Johannes Paul II. war ein starker Hirte der Kirche.

In bester unseliger Tradition bedient man sich heute eines ähnlichen Sophismus, um die von Rom eigentlich untersagte Veröffentlichung der Handreichung dennoch vornehmen zu können. Die Handreichung ist nun eine „Orientierungshilfe“ und sie ist veröffentlicht. Der Papst hat, so ist einer ebenfalls veröffentlichten Note zu entnehmen, sein „F“ dazu gegeben. Der Fels wackelt! Es bestätigt sich, dass derjenige, dem es gelingt zur rechten Zeit das Ohr des Papstes zu bekommen, auch den „F“reibrief unter seine Note bekommt. Man kann schon sagen, dass der Papst im Hinblick auf konsequentes Handeln ganz arg schwankt.

Auch was das Stärken der Brüder in der Wahrheit angeht, schwächelt der Papst. Noch unvergessen sind die Worte des Papstes zu jenem gemischtkonfessionellen Ehepaar in Rom, das nach der gemeinsamen Kommunion fragte. „Beziehen Sie sich immer auf die Taufe: «Ein Glaube, eine Taufe, ein Herr», so sagt uns Paulus - und daraus ziehen Sie die Konsequenzen. Ich werde nie wagen, eine Erlaubnis zu geben, das zu tun, weil das nicht meine Kompetenz ist. Eine Taufe, ein Herr, ein Glaube. Sprecht mit dem Herrn und geht weiter. Mehr wage ich nicht zu sagen.“ Mehr wagte er nicht zu sagen. Und nun haben wir den Salat. Wer, wenn nicht Petrus ist es, der „mehr sagen“ soll. Er sagte nichts, doch im aktuellen Kommunionstreit fiel er um.

Zwar will man einen lauten Streit gehört haben, glaubt man einem „Standpunkt“ im Portal der Internetmarke der APG, doch am Ende hat der Papst offensichtlich doch zugestimmt. Der Kardinal aus München hatte sein Spiel gewonnen. Dass der Papst damit zugleich aber einen seiner eigenen hochrangigen Kurialen in den strömenden römischen Monsunregen gestellt hat, kümmert offensichtlich wenig. Der Papst empfindet die Kurie sowieso als Pest, was soll es also. Hätte Ladaria westfälisches Naturell, so würde er ihm das frisch verliehene rote Birett vor die Füße knallen und sich eine nette Landpfarrei suchen. Der Präfekt der Glaubenskongregation ist schwer beschädigt. Noch vor wenigen Tagen war er an die Presse gegangen und hatte sein Handeln, die Veröffentlichung der Handreichung zu stoppen, sachlich und gut nachvollziehbar begründet.

Nun ist er in der Öffentlichkeit, dieser Text, der aus irgendwelchen Gründen – obwohl nicht reif für die Veröffentlichung – dennoch als Diskussionsgrundlage dienen soll. Wie soll das gehen, da der Text wahrlich kein großer Wurf ist. Das gibt sogar der Ökumenebischof der DBK zu, der ihn ansonsten verteidigt. Zudem steckt die Handreichung, die eine Orientierungshilfe ist, sich aber im Text selber doch selbst als Handreichung bezeichnet, noch voll gravierender theologischer Mängel. Die öffentliche Diskussion, die ohnehin nur noch „Kommunionstreit“ heißt, ist so aufgeheizt, dass eine sachlicher Auseinandersetzung jetzt völlig aussichtslos erscheint.

Wehe dem Bischof, der jetzt nicht schleunigst eine hinreichend liberale Lösung im Sinne der Nichthandreichung einführt. Man wird ihn zu jagen und zu drängen wissen. Das walte die allmächtige Phalanx aus Presse und Diözesanräten. Und da der Episkopat gerade seinem Klerus ein leuchtendes Beispiel gegeben hat, was es heißt, dass die Diözesen keine Filialen des Vatikans sind, kann man sich schon mal darauf einstellen, dass sich Pfarreien (oder pastorale Räume) künftig noch weniger um Vorgaben aus der Bischofsstadt scheren werden.

Da wundert es wenig, wenn inzwischen sogar der eher für seine ruhige, nüchterne und besonnene Haltung bekannte Kardinal Müller den deutschen Bischöfen attestiert, eine Agenda zu verfolgen, die die Kirche elastisch an die Welt anschmiegt. Treffsicher nennt der Kardinal die Punkte der Agenda der Anbiederung. „Segnungen für Homosexuelle, Interkommunion mit Protestanten, die Relativierung der Unauflösbarkeit der sakramentalen Ehe, die Einführung von Viri probati, die Abschaffung des Zölibats und die Anerkennung von sexuellen Beziehungen vor und außerhalb der Ehe.“ (vgl.: http://kath.net/news/64271)

Diese Agenda wird uns noch reichlich beschäftigen, denn es sollte niemand glauben, dass mit der jetzt veröffentlichten „Orientierungshilfe“ schon das Ende erreicht ist. Die Zeit drängt, die Gelegenheit ist günstig. Rom ist schwach und so können lange gehegte Projekte jetzt umgesetzt werden. Die Spaltung im Episkopat wird sich unter dieser Belastungsprobe durchsetzen. Den „Modernisierern“ kann es gleichgültig sein.

Bei aller Krise, die mit dieser Aktion von unseren eigenen Bischöfen verstärkt wurde, kann man als gläubiger Mensch den Fortbestand der Kirche ruhig als gegeben ansehen. Der KKK gilt auch noch immer. Die ewige Wahrheit, die Christus ist, bleibt treu.

Doch der unbedarfte Zeitgenosse, der der Kirche mit etwas Abstand gegenüber steht, muss sich jetzt wirklich fragen: Veräppeln sie uns jetzt oder haben sie uns in den vergangenen Jahrhunderten veräppelt. Es ist den Menschen ein Ärgernis, was gerade geschieht. Und das ist nicht harmlos.

Deutsche Bischofskonferenz - Note von Kardinal Marx nach Gespräch mit EB Ladaria für Papst Franziskus - Mit Sichtvermerk von Papst Franziskus


Foto oben: Sichtvermerk von Papst Franziskus


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Lesermeinungen

 Alpenglühen 30. Juni 2018 

@per_plex - erkrankungsbedingt bin ich nicht ganz fit, aber…

Ich weiß nicht, wer wieviel Geld an Rom weiterleitet. Aber dennoch: bitte nicht alle Bistümer in 1 Topf werfen! Es waren die Bfe. von Augsburg, Bamberg, Eichstätt, Passau, Regensburg!, Görlitz u. auch Köln, die sich wegen der Handreichung an Rom wandten. U. auch 6 WB! haben die Handreichung abgelehnt. Wir wissen nicht, wann die Planung für die „Handreichung“ anfing. U. auch nicht, was in Rom wirklich abgelaufen ist. Ob das Ganze nicht von Anfang an, vielleicht seit Monaten, ein abgekartetes Spiel zwischen Kard. Marx u. P. Franziskus war. Aufgrund des –ich denke unerwarteten- Widerstands, ähm der Anfrage der 7 Bfe. mußten Beide halt medienwirksam ein wenig Theater spielen. D war schon oft rebellisch, u. Kard. Marx „mischt“ gerne mit. Leider traue ich P. F. inzwischen nicht nur einiges, sondern ALLES zu. Auch den Ausverkauf der Una Sancta Katholica. Beten wir, u. warten nicht ab, ob u. ggf. welche Sakramente wir nach der Jugend- u. der Amazonassynode noch haben werden.


6
 
 per_plex 30. Juni 2018 
 

Antwort an +Hauch und mehr

+Hauch, ja Hauch der Herr ist trotzdem gegenwärtig! Und: Gestern auf einer Veranstaltung mit ca. 10 Priestern aus Diözese von Bischof Feige gesprochen. Fazit: 1. Das Papier interessiert nicht und Papier ist geduldig. Der Herr bleibt in der kath. Eucharistie der HERR!".

Die Handreichung hat schlafende Hunde geweckt, jeder hat mir versichert, dass das einfache Durchwinken beim Austeilen der Kommunion vorbei ist! Wirklich jeder hat mir mitgeteilt, dass Sie jetzt mit Argusaugen über den rechten Empfang der Eucharistie wachen werden.
ENDE DER DURCHSAGE

Leider ist das in der immer mehr verweltlichen Kirche genauso wie in der WELT: Wer bezahlt bestimmt. Bistümer in Bayern wie München-Freising, Regensburg, aber auch Köln und Paderborn geben den Löwenanteil an Finanzen nach Rom. Deshalb kneift der Herr Papst und unterschreibt mit "F", ein Witz oder was? Ein stabiles und zuverlässiges Lehramt für die röm.-kath. Kirche sieht anders aus. Unsere Kirche wird es verkraften, hoffe ich. --


4
 
 lesa 30. Juni 2018 

Was der Hl. Geist bewahrt hat

@hauch: Das vorige Zitat (Fr)stammt aus einem Schreiben des Glaubenspräfekten Ladaria Ende Mai.
Danke, dass Sie mit Hörbereitschaft fragen und nachdenken, anstatt blindlings auf eine zeitgeistige ideologische Haltung fixiert zu sein! Es hilft uns nur die Offenbarung, zu der auch die lebendige Tradition gehört. "Tradition, das ist der Hl. Geist, der der Kirche das Evangelium erklärt." (M.Thurian)Die Katholische Kirche hätte sonst längst aufgehört, zu existieren!
Zum Zölibat äußerte ein Großer der Ökumene (ev. Ursprungs): „Weiß die katholische Kirche, welch radikale Umkehrung der Werte sie damit einleiten würde? Der Zölibat der Priester, Torheit des Evangeliums, hat in ihr eine verborgene Wirklichkeit bewahrt. Mit der Priesterehe würde die Kirche stärker funktionsbezogen und zweckorientiertwerden. Die Heirat der Priester wird zur Lösung der derzeitigen Krise nichts beitragen. Der zahlenmäßige Rückgang der Berufungen hat andere Gründe und erfordert andere, wesentlichere Maßnahmen.“


9
 
 lesa 30. Juni 2018 

@hauch: Christus wollte dieses Sakrament den zwölf Aposteln verleihen, die alle Männer waren, und diese haben es ihrerseits anderen Männern übertragen. Die Kirche wusste sich immer an diese Entscheidung des Herrn gebunden, die es ausschließt, das Priestertum des Dienstes gültig Frauen zu übertragen. Johannes Paul II. lehrte in dem Apostolischen Schreiben Ordinatio sacerdotalis vom 22. Mai 1994: „Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken (vgl. Lk 22,32), dass die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und dass sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben“ (Nr. 4). Die Kongregation für die Glaubenslehre bekräftigte in Antwort auf eine Frage zur Lehre von Ordinatio sacerdotalis, dass es sich hier um eine Wahrheit handelt, die zum Glaubensgut (depositum fidei) der Kirche gehört.


9
 
 hauch 30. Juni 2018 
 

@benedetto05; „Nicht in zahllosen Pseudoreformfragen verzetteln“ danke Ihnen von Herzen für dieses „Gedanken-Stopschild“


3
 
 hape 30. Juni 2018 

@hauch

Zur Frage der Gültigkeit: soviel ich weiß, sind Gültigkeit und Wirksamkeit der Wandlung unabhängig von der Rechtgläubigkeit und vom Gnadenstand des Priesters. Wenn also die Hl. Messe von einem gültig geweihten katholischen Priester zelebriert wird, dann handelt er als Persona Christi. Als Persona Christi kann er aber unmöglich sündigen.

Darüber hinaus: vgl. euchar. Blutwunder von Lanciano, welches der Herr im 8. Jahrhundert gegenüber einem von Zweifel geplagten Priester gewirkt hatte und welches bis heute andauert.

Zu Frage Ihres Pfarrers: entscheidend sind die gültige Weihe und das Geschlecht des Priesters. Es gefiel Gott nun mal, als Mann in die Welt zu kommen. Deshalb kann nur ein Mann als Priester in Persona Christi handeln. Dem gegenüber ist der Zölibat allerdings zweitrangig. Zugleich ist der Zölibat in der lateinischen Kirche ein zentraler Aspekt der Berufung und gilt als bestätigendes Zeugnis der Gegenwart Christi in der Welt.


4
 
 hauch 29. Juni 2018 
 

Danke

@lesa ich danke Ihnen!

Zu den Zielen/Öffnungen unserer Kirche -nicht zum Thema meiner Frage, die ist ja nun geklärt; unser Pfarrer meinte wir sollten uns fragen was wichtiger sei: die Weihe des Priesters oder der Zölibat und die Geschlechtlichkeit (sprich Frauenpriestertum)!?!?!


2
 
  29. Juni 2018 
 

@hauch

Die Verwandlung der eucharistischen Gestalten in Leib und Blut Jesu = Realpräsenz, hängt nicht vom Glauben oder der Heiligkeit eines Priesters ab - sonst wären wir ja total aufgeschmissen - sondern wird von jedem gültig geweihten Priester vollzogen, der die Absicht hat, das zu tun was die Kirche vorgibt. (Vgl. Eucharistiewunder wo Priester oft keinen oder nur noch wenig Glauben hatten).

Will heißen, dass sich der Herr in der Eucharistie auf Gedeih und Verderb an uns sündige Menschen ausliefert. Eine solche Verrücktheit kann man nur mit der unendlichen Liebe Gottes zu seinen Geschöpfen erklären....


7
 
 hape 29. Juni 2018 

@benedetto05

Papst Franziskus hat in dieser Angelegenheit auch deutlich gemacht, was er von der Glaubenskongregation hält. Nämlich gar nichts.

Nachdem er Gerhard Kard. Müller völlig überraschend aus dem Verkehr gezogen hatte, hat Franziskus nun auch dessen Nachfolger Kardinal Ladaria Ferrer, SJ en passant gezeigt, dass auch dieser nichts zu sagen hat.

Damit hat Franziskus die Glaubenskongregation aufs schwerste beschädigt. Das ist eine Einladung an die liberalen Kirchenreformer, in dogmatischen Fragen jetzt mal so richtig durchzustarten.

Wie Peter Winnemöller a.a.O. dazu schon meinte, wäre es gut nachvollziehbar, wenn Kardinal Ladaria dem Papst gegenüber jetzt die Brocken hinwerfen würde.


9
 
 Stephaninus 29. Juni 2018 
 

Dank an die Foristen

für die Zusammenstellung der Geschehnisse. Also letztlich muss man wohl sagen: Die Handreichung ist durch den Papst, wenn auch nicht formal, so doch faktisch, . Mir stockt der Atem.


8
 
 hape 29. Juni 2018 

@Stephaninus: was passiert ist …

… ist ganz gut im Kommentar von Regina Einig in der aktuellen Tagespost zu lesen. –

In meinen Worten würde ich es so sagen: Kard. Marx hat sein Schrottauto lackiert. Das hat er dann Papst Franziskus gezeigt und gefragt, ob ihm das jetzt so besser gefällt. Ja, und es gefiel Franziskus tatsächlich besser. So gut sogar, dass er eine Prüfung durch den TÜV (Ladaria) nicht mehr für nötig hielt.

Anschließend hat die DBK dann einmütig (sic!) den lackierten Schrotthaufen als STVO-tauglich erklärt. So wurde aus der theol. mangelhaften „Handreichung“ über Nacht eine wertvolle theol. „Orientierungsschrift“. Jeder Bischof darf nun damit rumfahren, wie es sein persönliches Gewissen erlaubt.

Die evang. Kirche hat, wie immer medial gut mit der DBK abgestimmt, den lackierten Schrotthaufen lautstark begrüßt und der DBK zugleich das nächste Ziel vorgegeben: nämlich die Zulassung der Katholiken zum evang. Abendmahl.

Marx soll das angeblich wohlwollend in sein Pflichtenheft notiert haben.


8
 
 Stephaninus 29. Juni 2018 
 

@benedetto05

vielen Dank. Okay, hier kann ich folgen: Aber heisst das, dass der Papst nun doch die Veröffentlichung explizit erlaubt hat?


3
 
 Montfort 29. Juni 2018 

Wer in dieser "Handreichung" eine "Orientierungshilfe" sieht, ...

... läuft tatsächlich Gefahr, dem "Widersacher" schlechthin die Hand zu reichen und immer mehr die rechte Orientierung zu verlieren auf den hin, der "Weg, Wahrheit und Leben" ist.

Heiliger Michael, ...


8
 
 Demetrios 29. Juni 2018 
 

Schwäche ?? Programm !!!

Es erstaunt einen schon immer wieder, wie wenig die Programmatik der "heilsamen Dezentralisation" (siehe "Evangelii gaudium") ins Bewusstsein gerade der glaubenseifrigen Katholiken gedrungen ist. Immer wieder tut man erstaunt und entrüstet über Maßnahmen, die nichts anderes als daraus folgerichtig sind. Auch der jetzige Präfekt der Glaubenskongregation hatte EG wohl nicht so recht verinnerlicht und ist jetzt nachhaltig korrigiert, wenn auch (noch?) im Amt gehalten worden. Bitte, liebe Mitkatholiken: Das letzte, was man Franziskus vorwerfen kann, ist mangelndes Durchsetzungsvermögen oder gar Schwäche! Es sei denn, man sieht die entschlossene Durchsetzung einer Agenda als solche.


2
 
 Stephaninus 29. Juni 2018 
 

Verstehe nichts mehr

was ist denn nun eigentlich passiert? Ich kann nicht mehr folgen.


2
 
 Federico R. 29. Juni 2018 
 

Scusi ...

... für die sprachliche Holprigkeit meines vorausgehenden Postings. Passiert beim Abändern des bereits eingestellten Textes in Hektik (knappe Zeit). Manche Mitposter kennen das ja. Dennoch hoffe ich, dass mein Anliegen verstanden wird.

Und dem neuen Bischof wünsche ich natürlich den festen Beistand des Heiligen Geistes bei der Leitung des St.-Kilians-Bistums. Da ging’s nämlich ganz am Anfang der fränkischen Kirchengeschichte - um 689 - auch um eine strittige Ehesituation, in deren Folge der Legende nach die irischen Frankenmissionare Kilian, Kolonat und Totnan in Würzburg den Märtyrertod fanden. Am 7. Juli beginnt hier die St.-Kilians-Festoktav – die erste mit Bischof Dr. Franz Jung.


3
 
 Kirchental 29. Juni 2018 

Herrgott hilf!

Mein Anliegen gehört nicht ganz zu diesem Text und irgendwie doch!

Eben las ich eine Pressemeldung im BR und bin völlig erschüttert!

Kardinal Marx hat in Zusammenhang mit der Amazonas Synode offenbar gesagt, man müsse sehen, welche Personen (!) als probati geeignet sind.

Das Bayerische Landeskommitee der Katholiken greift das zum heutigen Festtag auf, und fordert, dass nicht viri probati sondern eben personae probatae berufen werden sollen.

Also Frauenpriestertum und Aufhebung des Zölibat unu actu.

Und natürlich finden sich sofort geeignete Damen, die sich selbst als höchst geeignet erachten.

Auch wenn das natürlich nicht zur Meldung über die Kommunion gehört - das Schiff der Kirche steuert offenbar völlig führerlos durch die Stürme!

Ich bin zutiefst erschüttert! Nur den Betern!


6
 
 hauch 29. Juni 2018 
 

Frage

Wenn der Kommunionempfang nun so relativiert wird und (wie es scheint) viele Priester eh nicht mehr an die Realpräsenz des Herrn und an die Wandlung glauben...
Nun, ich frage mich ob unter diesen Bedingungen der Herr wirklich gegenwärtig sein möchte / kann oder noch ist...haben diese Priester noch die Gnade der Wandlung? Ich meine sie ist ihnen schließlich nicht von Menschen gegeben.

Kann mir hierzu jemand eine Antwort geben


2
 
 JP2B16 28. Juni 2018 
 

@freya: ich wollte die große Bedeutung in Erinnerung rufen, ...

... dass der Leib des Herrn geläutert (frei von Sünden - mindestens von schweren) empfangen werden sollte. Wenn die monatliche Beichtpraxis wieder von allen Gläubigen gelebt wird, wäre mit Kommunionbänken sicher der grundsätzlichen Sache wieder genüge getan. Für den würdigen Empfang des Leib de Herrn muß die Methode in keinster Weise einfach sein. Ganz herzlichen Dank für Ihre Zeilen.


2
 
  28. Juni 2018 
 

@JP2B16

Da wüsste ich eine einfachere Methode, um den eucharistischen Herrn vor Missbrauch zu schützen: Wiedereinführung der Kommunionbänke und der knienden Mundkommunion: Zu dieser Demutshaltung beim Empfang des Hl. Sakramentes sind nur die bereit, die um die Bedeutung der Hl. Eucharistie wissen und auch regelmäßig das Bußsakrament empfangen. Auf diese Weise würde man alle Unbußfertigen abhalten und dem Herrn die vielen sakrilegischen Kommunionen ersparen, über die Er sich schon im 14. Jh. bei der hl. Birgitta beklagte. O-Ton Jesus: "Mir wäre es lieber an manchen Orten würde keine Hl. Messe gelesen, als dass so viele sakrilegisch meinen Leib empfangen!"
Mir kommt es fast so vor, als ob der Kindesmissbrauch durch kath. Geistliche mit dem Missbrauch der Eucharistischen Gestalten einherginge!


9
 
 Mmh 28. Juni 2018 
 

"Mehr wage ich nicht zu sagen.“"

Ich mag mich täuschen, aber ich habe das von Anfang an so verstanden, dass er nicht mehr zu sagen wagt, weil er sich sonst den Vorwurf der Häresie machen lassen muss. Wie gesagt, kann sein, dass ich mich täusche.


3
 
 Savanorola 28. Juni 2018 

Erzbischof Kard. Degenhardt

hat in seiner Zeit als Paderborner Bischof seinen Priestern die Erlaubnis zur Einzelfalllösung gegeben. Es sollte halt nicht publik gemacht werden,aber der seelsorglichen Praxis vor Ort dienen.


1
 
 Federico R. 28. Juni 2018 
 

Für mich ist es recht spannend, ...

Für mich ist es recht spannend, ...
relativ junge neue Bischof von Würzburg, Dr. Franz Jung, in diesem „Kommunionstreit“ verhalten wird. Wird er – dem Vernehmen nach nahe am Ohr von Kardinal Marx zu sein - diesen und damit auch seinem Magdeburger Mitbruder Feige (et al.) argumentativ unterstützen oder steht er doch näher bei seinen sechs bayrischen Dubia-Oberhirten. Was wird er z.B. bei künftigen Gemeindevisitationen die Kommunionkinder zum Thema Beichte und Eucharistie fragen. Sie müssen ja, wenn ich recht weiß, noch vor ihrer Erstkommunion ihre erste Beichte ablegen. Wie antwortet er, wenn ein Kind aus einer konfessionsgemischten Beziehung die Frage stellt, warum sein evangelischer Papa zur Kommunion geht, obwohl er noch nie im Leben in einem Beichtstuhl gekniet/gesessen hat?
Aber vielleicht hat der neue Bischof schon eine passende Antwort auf Lager - "Heißhunger" oder so.


10
 
 JP2B16 28. Juni 2018 
 

Ein Gedanke zu einer "neuen" Praxis des Empfangs der Hl. Eucharistie!

Nichts in der sichtbaren Welt hat einen für das Heil des Menschen so hohen Wert wie die Hl. Eucharistie. Deshalb gebührt ihr das Höchstmaß an Ehrerbietung, das ein Mensch imstande ist aufzubringen, und deshalb auch ein Gedanke: warum nicht nach dem "Agnus Dei" erst einmal ein erhabenes, von mir auch aus die Sinne betörendes Lied, während dessen "nur" geistig kommuniziert werden kann, gefolgt von Danksagung und Schlußsegen für die ganze Gemeinde. Danach sind die Gläubigen eingeladen in der Sakristei nach dem Empfang des Bußsakraments (in neuer Kurzform: Bekenntnis, Vergebungsbitte und Lossprechung) den Leib des Herren zu empfangen (gleichzeit. Entlassung mit persönlichem Segen). Mit einer solchen liturgischen Änderung wären Missbrauch und unwürdiger Empfang nahezu ausgeschlossen. Priester und Gläubige, die um den Schatz und die gebotene Ehrerbietung für die Hl. Eucharistie wissen, werden auch den zusätzlichen Zeitbedarf nicht als lästig, sondern umgekehrt als größere Vorfreude erleben.


3
 
 Gandalf 28. Juni 2018 

So ein mieses deutsches Theater gibt es weltweit kein zweites Mal!


15
 
 Paddel 28. Juni 2018 

Ich würde, wenn ich könnte?

Meine (evtl. irrtümliche) Einschätzung: Papst Franziskus kann gar nicht offiziell zustimmen, denn dann wäre das komplete Lehramt auf den Kopf gestellt und sein Papsttum in Gefahr. Sein Verhalten wirkt auf mich, als ob er innerlich der Handreichung zustimmt, aber äußerlich nicht kann.


15
 
 hruotland 28. Juni 2018 
 

Argentinisch

Erik von Kühnelt-Leddhin charakterisiert in seinem Buch "Weltweite Kirche " den argentinischen Klerus der 70er/80er Jahre sehr gut und man kann darin jemanden erkennen, ich sage nicht wen: diese Priester
"wollen zeigen, dass sie auf der Seite des Fortschritts sind, dass sie demokratisch denken. .., bereit sind, die Amtskirche zu kritisieren und selbst dem Papst Widerstand zu leisten, dass sie weltoffen sind, ..., gegen die Reichen und Mächtigen. "
Er nennt es mit einem Begriff von Spengler "Priesterpöbel". Den zitiert er in einer Fussnote: "Es gibt in allen derartigen Zeiten einen Priesterpöbel, der die Würde und den Glauben der Kirche durch den Schmutz parteipolitischer Interessen schleift, sich mit den Mächten des Umsturzes verbindet und mit den sentimentalen Phrasen von Nächstenliebe und Schutz der Armen die Unterwelt zur Zerstörung der gesellschaftlichen Ordnung entfesseln hilft."


9
 
 Ginsterbusch 28. Juni 2018 

In der Haut des Prirsters,

der sich aus Absicht oder Feigheit am HERRN schuldig macht und viele ins Verderben zieht, in dieser Haut möchte ich am Tag des jüngsten Gerichts nicht stecken!!!


10
 
 Stefan Fleischer 28. Juni 2018 

Alle wollen die Einheit, aber:

Eine Einheit zu Lasten der Wahrheit
ist eine Zeitbombe mit Splittermantel.


19
 
 wedlerg 28. Juni 2018 
 

Geschwätz, Mafia und Vetternwirtschaft

All das prangert der Papst immer so plakativ an, um es dann mit seinen Leuten 1:1 umzusetzen. Das ist Peronismus! Aber das ist auch nicht katholisch, nicht christlich und nicht wahrhaftig.


19
 
 matthieu 28. Juni 2018 
 

Lieber in die Politik

Mit solchen Tricks legt man politische Gegner rein.
Aber ist das ein Umgang unter Bischöfen?
Ist das ein Umgang mit der Wahrheit?
Entsetzlich
Oder wie Torwart Manuel Neuer gestern zum Fußball sagte: "Erbärmlich"


17
 

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