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Stephanuskreis: Schicksal der entführten Erzbischöfe aufklären!

22. April 2018 in Deutschland, 1 Lesermeinung
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Stephanuskreises der CDU/CSU-Bundestagsfraktion fordert die deutsche Bundesregierung dazu auf, die Suche nach den beiden hochrangigen orthodoxen Erzbischöfen zu unterstützen.


Berlin (kath.net/pm) "Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, Mor Gregorios Yohanna Ibrahim und seinen griechisch-orthodoxen Amtsbruder Paul Yazigi lebend wiederzufinden. Allerdings bedarf die Suche nach den beiden hochrangigen Erzbischöfen der Unterstützung durch die Bundesregierung." Dies sagte der Vorsitzende des Stephanuskreises der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Heribert Hirte, gemäß Presseaussendung. "Mit der Entführung dieser zwei bekannten Persönlichkeiten wollten die islamistischen Rebellen gezielt Angst unter den Christen in Syrien schüren und ihnen zeigen, dass sie nicht länger willkommen seien. Tatsächlich haben in den vergangenen Kriegsjahren viele Tausende ihre Heimat verlassen müssen. Diesen Exodus können wir noch stoppen, wenn wir die christlichen Gemeinden vor Ort besser unterstützen, ihnen neue Hoffnung auf eine Zukunft in ihrem Land geben – und dazu gehört unbedingt auch, den Fall der zwei entführten Bischöfe aufzuklären!"


Hirte erläuterte weiter: "Wie mir berichtet wurde, gelten beide Würdenträger als Verfechter der friedlichen Koexistenz von Muslimen, Christen und weiterer Religionsgemeinschaften und Volksgruppen in Syrien. Erzbischof Mor Gregorios Yohanna Ibrahim rief vor seiner Entführung zu Versöhnung, Vergebung und gegenseitigem Dialog auf. Das Ziel Deutschlands ist doch die Bewahrung des pluralistischen Gefüges der syrischen Gesellschaft, helfen wir also den Christen vor Ort wo immer wir können."

Hintergrund: Der syrisch-orthodoxe Metropolit Mor Gregorios Yohanna Ibrahim und sein griechisch-orthodoxer Amtskollege Boulos Yazigi wurden am 22. April 2013 nahe der Stadt Aleppo von islamistischen Rebellen entführt. Der Vorfall ereignete sich in einer von der oppositionellen Freien Syrischen Armee kontrollierten Region. Dabei wurde der Fahrer und Subdiakon von Bischof Ibrahim, Fatha’Allah Kabboud, ermordet. Weiterhin gibt es keine Hinweise zum Wohlergehen der Bischöfe oder zu möglichen (Lösegeld-) Forderungen der Täter. Sämtliche Bemühungen für eine Freilassung blieben bisher erfolglos.

Der Stephanuskreis, ein überkonfessionelles Gesprächsforum der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, tritt für Toleranz und Religionsfreiheit ein und kümmert sich um die Situation verfolgter Christen in aller Welt. Dem Stephanuskreis gehörten in der vergangenen Legislaturperiode 88 Abgeordnete an. In dieser Wahlperiode wird sich das Forum in Kürze wieder neu konstituieren.

Archivfoto oben: Die beiden orthodoxen Bischöfe noch vor ihrer Entführung


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