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Irland: Kampagne gegen Lebensschutz in der Verfassung

23. August 2017 in Chronik, 5 Lesermeinungen
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Die Kampagne wird offenbar mit hohen Summen international tätiger Stiftungen unterstützt. Darunter die ‚Open Society’ Stiftungen von George Soros, die ‚Bill & Melinda Gates Foundation’ und andere.


Dublin (kath.net/LifeNews/jg)
Irische Lebensschützer gehen davon aus, dass es bald zu einer Abstimmung über die achte Verfassungsänderung geben könnte. Diese legt fest, dass Ungeborene ein Recht auf Leben haben.

Bereits 2016 wurde bekannt, dass der Milliardär George Soros über seine „Open Society“ Stiftungen versucht, Abtreibungsverbote weltweit zu bekämpfen. Die Republik Irland spielt dabei eine wesentliche Rolle. kath.net hat hier berichtet: Soros-Stiftungen arbeiten weltweit gegen Abtreibungsverbote

In den letzten Jahren hat Soros laut einem Bericht der konservativen Plattform Breitbart.com mehrere hunderttausend Dollar an Organisationen gespendet, die sich für eine Liberalisierung der Abtreibung in Irland einsetzen. Dazu zählen Amnesty International Irland und der irische Ableger der International Planned Parenthood Federation.


Niamh Ui Bhriain von der Lebensschutzorganisation Life Institute rechnet mit einem Referendum zur Abschaffung der achten Verfassungsänderung bereits im nächsten Jahr. Leo Varadkar, dem Ministerpräsidenten der Republik Irland, sei dies ein wichtiges Anliegen, sagt Ui Bhriain.

Life Institute und andere Lebensschutzgruppen haben mittlerweile eine Gegenkampagne begonnen. Laut Ui Bhriain gibt es tausende Freiwillige, die von Tür zu Tür gehen und die Bevölkerung von der Beibehaltung des umfassenden Lebensschutzes überzeugen wollen. Beinahe 200.000 der 1,1 Millionen Haushalte Irlands seien bereits erreicht worden, bis zur Abstimmung sollen es 800.000 sein, sagt Ui Bhriain.

Irland verbindet eine restriktive Abtreibungsregelung mit einer geringen Müttersterblichkeit. Es zählt zu den Ländern mit der besten medizinischen Versorgung für Mütter und der niedrigsten Müttersterblichkeit. Dies sei Abtreibungsbefürwortern wie Soros ein Dorn im Auge, weil es zeige, dass Abtreibung nicht notwendig sei. Deshalb hätten sie gezielt Länder wie Irland für ihre Kampagnen ausgesucht, ist Ui Bhriain überzeugt.

Neben George Soros gibt es weitere Milliardäre, die sich für die Liberalisierung der Abtreibung in Irland einsetzen. Dazu zählt etwa Chuck Feeney, der mit der Errichtung von Duty Free Shops reich geworden ist. Nach Angaben des Life Institute hat er 18 Millionen Dollar für Pro-Abtreibungsorganisationen in Irland gespendet. Die Bill & Melinda Gates Foundation und die Ford Foundation haben ebenfalls Millionenbeträge an das „Centre for Reproducive Rights“ gegeben, das sich für die Liberalisierung der Abtreibung in Irland einsetzt.



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