Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  3. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  6. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  7. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  8. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  9. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  10. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  11. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  12. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  13. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  14. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!
  15. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“

Schottischer Priester feiert Messe auf Mount Everest

20. Juni 2025 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Der Himmel ist wieder auf den höchsten Punkt der Erde herabgestiegen“, sagte Ninian Doohan bei der Messfeier in fast 5.400 Meter Höhe im Mai 2025.


Edinburgh (kath.net / pk) Ein schottischer Priester feierte Anfang Mai 2025 im Basislager des Mount Everest eine Heilige Messe. Der 44-jährige Father Ninian Doohan hatte zu Weihnachten 2023 den Sherpa-Trekkingführer Gele Bishokarma in der St. Patrick’s Church in Edinburgh getauft und ihm versprochen, ihn in seiner Heimat zu besuchen, der Kirche dort zu helfen, und zu sehen, „wie unser katholischer Glaube am höchsten Punkt der Erde gelebt wird“. Das berichtet das „National Catholic Register“.

Am 2. Mai kam Doohan in Nepal an und brachte medizinische Hilfsgüter für die St. Ignatius-Kirche in Kathmandu mit. Danach machte er sich mit dem Trekkingführer und einem kleinen Team auf zum Basislager, das rund 5.400 Meter hoch gelegen ist. „Der Himmel ist wieder auf den höchsten Punkt der Erde herabgestiegen“, sagte er zu seinen Begleitern bei der Messe im Basislager. „Es ist sicherlich die erste Heilige Messe, die hier im beginnenden Pontifikat von Papst Leo XIV. gefeiert wird.“ Als Altar nutzte der Priester einen behauenen Stein.


Der Altar, den Father Doohan benutzte, wurde von einem der Träger geschnitzt, einem Hindu. In Nepal leben rund 29 Millionen Menschen, davon sind nur 8.000 Katholiken. Der Priester segnete die rund 20 Teilnehmer außerdem mit einer Reliquie, die er mitgenommen hatte.   

Die Tour sei herausfordernd gewesen, gab Pater Doohan zu. Der Körper werde durch alle möglichen Faktoren eingeschränkt, etwa die dünne Luft, die Kälte, Muskelkater und die allgegenwärtige Gefahr der Höhenkrankheit. Manchmal gehe es einfach nur darum, „einen Fuß vor den anderen zu setzen“. Aber er sagte, dass „inmitten der Erschöpfung ein Gefühl der Dankbarkeit“ aufkomme.

Pater Doohan trug während der gesamten Wanderung seine Soutane als sichtbare Erinnerung daran, dass es sich bei der Besteigung um eine Pilgerreise handelte und nicht nur um eine sportliche Leistung. Vor seiner Ankunft hatten Gemeindemitglieder zu Hause eine „JustGiving“-Seite eingerichtet, um Geld für die Jesuitenmission St. Ignatius zu sammeln, die mobile Kliniken und eine Schule für Kinder mit besonderen Bedürfnissen betreibt. Die Spenden beliefen sich auf über 6.700 Dollar, noch bevor Pater Doohan das „Dach der Welt” erreichte.

1953 bestieg Sir Edmund Hillary den Mount Everest und vergrub dort ein von Papst Pius XII. gesegnetes Kruzifix auf dem Gipfel. Die Eucharistiefeier von Father Doohan ist die höchste jemals aufgezeichnete Messe auf dem heutigen Basislager des Mount Everest.

Doohan wuchs unter schwierigen Umständen auf. Die Sucht seines Vaters führte zur Scheidung und häufigen Umzügen, sodass er größtenteils von seiner Mutter und seinen Großeltern betreut wurde, aber die katholische Gemeinde in Glasgow gab ihm Halt im Glauben. Getauft in St. Margaret Mary's in Rutherglen, entdeckte er schon früh seine Liebe zur Eucharistie. Nachdem seine Familie nach Australien ausgewandert war, besuchte er als Jugendlicher täglich die Messe vor der Schule.

Als Priester war er in vielen Bereichen tätig, unter anderem in Straßenpastoral, die ihm von den Missionarinnen der Nächstenliebe beigebracht wurde. Sie servierten warme Mahlzeiten in der Suppenküche, lasen den Besuchern aus der Heiligen Schrift vor, hielten kurze praktische „Predigten“. Er studierte auch die Werke von Papst Johannes Paul II., um seinen Aufruf zu verinnerlichen, Christus in die Welt zu bringen.

„Wie in jeder Beziehung muss man Zeit und Mühe in den Glauben investieren“, erklärt Doohan. „Und natürlich erfordert die Beziehung zu Gott, dass wir auf die Gnade reagieren, die er uns bereits schenkt. Er macht also den ersten Schritt auf uns zu. Gott ist immer treu, auch wenn wir es nicht sind.“

Mit einem Hauch von Humor fügt er hinzu: „Zu viele Menschen denken vielleicht, es sei wie in diesen alten Hollywood-Filmen, dass man in einem ganz bestimmten Moment eine ganz klare Anweisung erhält, fast wie ein Blitzschlag. Ich glaube, dass Gott seine Berufung oft nach und nach und im Laufe der Zeit offenbart.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  3. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang
  4. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  5. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  6. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  7. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  8. Bischof Hansen/Oslo kündigt Diözesansynode an – Keine Abstimmung über die kirchliche Lehre
  9. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  10. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  11. Wenn der Sturm den Glauben prüft - Der Friede Christi mitten im Gegenwind
  12. Präfekt des Dikasteriums für die Gesetzestexte: Kirchenrecht soll dem Heil der Seelen dienen
  13. Expertin fordert nach Aufsichtsversäumnissen in den Provinzen nun nationalen Sterbehilfe-Watchdog
  14. Studie: Weniger Angststörungen in religiös geprägtem Umfeld
  15. Jugendliche: Mladifest in Medjugorje "Tankstelle für den Glauben"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz