Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  2. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  3. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  4. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  5. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  6. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  7. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  8. Die Stunde der Heuchler
  9. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  10. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  11. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  12. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  13. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  14. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  15. Ein einziges Depositum der Wahrheit. Die Einheit von Schrift und Tradition

Weitere fragwürdige Berufungen an Päpstliche Akademie für das Leben

26. Juni 2017 in Weltkirche, 23 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Maurizio Chiodi vertritt die Ansicht, Euthanasie durch Nahrungs- und Wasserentzug sei unter bestimmten Umständen zulässig. Anne-Marie Pelletier empfiehlt der Kirche, Scheidung und Wiederheirat anzuerkennen.


Rom (kath.net/LSN/jg)
Mit dem Priester Maurizio Chiodi, der an der Mailänder theologischen Fakultät lehrt, und der französischen Bibelwissenschaftlerin Anne-Marie Pelletier hat die Päpstliche Akademie für das Leben neben Nigel Biggar zwei weitere neue Mitglieder, die in wichtigen Fragen offenbar nicht die Lehre der Kirche vertreten.

Der Blog Rorate caeli berichtet, dass Chiodi eine Kommission geleitet hat, die unter bestimmten Umständen Euthanasie durch Nahrungs- und Wasserentzug für zulässig hält. Im italienischen Jesuitenmagazin Aggiornamenti Sociali hat die Kommission einen Artikel veröffentlicht, indem sie für ein Recht auf Patientenverfügungen eintritt, in denen die Bedingungen festgelegt werden können, unter denen der Patient keine Nahrung und kein Wasser erhalten soll.


Die Katholische Kirche lehrt, dass es unter zulässig sein kann, außergewöhnliche medizinische Maßnahmen einzustellen. Doch es ist niemals erlaubt, einen Patienten verhungern oder verdursten zu lassen. Nahrung und Wasser könnten unter keinen Umständen als außergewöhnliche Maßnahmen gelten. Jeder Patient in einem permanent vegetativen Zustand sei eine Person einer fundamentalen menschlichen Würde und müsse daher die gewöhnliche und angemessene Pflege erhalten, heißt es in einer Richtlinie der Glaubenskongregation vom 1. August 2007.

Laut einem Bericht der italienischen Zeitung L’ Avvenire hält Chiodi die Verwendung künstlicher Verhütungsmittel für moralisch zulässig. Nicht die Methode der Verhütung sei für deren moralische Beurteilung entscheidend, sondern das „Gewissen der Partner“, deren Verantwortungsbewusstsein, deren grundsätzliche Offenheit für das Leben, zitiert die Zeitung den Priester.

Anne-Marie Pelletier nahm im Mai 2015 an einem Treffen einiger Bischöfe aus Deutschland, der Schweiz und Frankreich an der Gregoriana in Rom teil. Diese offiziell als „Studientag“ bezeichnete Veranstaltung war von den Vorsitzenden der Bischofskonferenzen der drei genannten Länder initiiert worden. Unter den Teilnehmern waren Reinhard Kardinal Marx, Felix Gmür, der Bischof von Basel, der Moraltheologe Eberhard Schockenhoff, P. Hans Langendörfer, Generalsekretär der Deutschen Bischofskonferenz und ausgewählte Medienvertreter. Kath.net hat berichtet.

Der Studientag war eine „geschlossene Veranstaltung“ im Vorfeld der Familiensynode. Laut einem Bericht des National Catholic Register setzten sich die Teilnehmer mit der Frage auseinander, wie die Kirche Personen in „stabilen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften“ offener aufnehmen könne. Pelletier war eine der Referentinnen und hatte das Treffen anschließend als „echtes Zeichen der Zeit“ bezeichnet. In ihrem Referat vertrat sie die Ansicht, Scheidung und Wiederheirat seien unter bestimmten Umständen zulässig. Der Kirche empfahl sie, in eine „Dynamik des gegenseitigen Zuhörens“ einzutreten.

Anne-Marie Pelletier wurde 2014 als erste Frau mit dem Wissenschaftspreis der Vatikan-Stiftung "Joseph Ratzinger - Benedikt XVI." ausgezeichnet.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  2. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  3. Vatikan prüft Teilnahme an Trumps Friedens-Rat für Gaza
  4. Kurienerzbischof Gallagher: Leihmutterschaft ist eine „neue Form des Kolonialismus“
  5. „Synoden sind gute, nützliche Instrumente zur Entwicklung praktischer pastoraler Strategien, aber…“
  6. Vatikan hebt Pfarraufhebungen in US-Diözese Buffalo auf
  7. Latein nicht mehr erste Amtssprache im Vatikan
  8. Nicht nur Kardinäle an der Spitze: Papst ändert Vatikanverfassung
  9. Vatikan kündigt bevorstehende Veröffentlichung eines Dokuments zu Monogamie an
  10. Bemerkenswert großer Andrang bei „Alter Messe“ im Petersdom - Kard.-Burke-Predigt in voller Länge!






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  4. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  7. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  8. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  9. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  10. Die Stunde der Heuchler
  11. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  12. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  13. Goldensteiner Schwestern: Schwere Vorwürfe um Spendengelder
  14. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  15. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz