Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  3. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  4. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  5. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  6. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  7. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  8. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  9. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  10. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  11. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  12. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  13. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  14. Norwegischer Bischof Hansen: „Die Evangelisierung ist der grundlegende Auftrag der Kirche“
  15. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“

Weitere fragwürdige Berufungen an Päpstliche Akademie für das Leben

26. Juni 2017 in Weltkirche, 23 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Maurizio Chiodi vertritt die Ansicht, Euthanasie durch Nahrungs- und Wasserentzug sei unter bestimmten Umständen zulässig. Anne-Marie Pelletier empfiehlt der Kirche, Scheidung und Wiederheirat anzuerkennen.


Rom (kath.net/LSN/jg)
Mit dem Priester Maurizio Chiodi, der an der Mailänder theologischen Fakultät lehrt, und der französischen Bibelwissenschaftlerin Anne-Marie Pelletier hat die Päpstliche Akademie für das Leben neben Nigel Biggar zwei weitere neue Mitglieder, die in wichtigen Fragen offenbar nicht die Lehre der Kirche vertreten.

Der Blog Rorate caeli berichtet, dass Chiodi eine Kommission geleitet hat, die unter bestimmten Umständen Euthanasie durch Nahrungs- und Wasserentzug für zulässig hält. Im italienischen Jesuitenmagazin Aggiornamenti Sociali hat die Kommission einen Artikel veröffentlicht, indem sie für ein Recht auf Patientenverfügungen eintritt, in denen die Bedingungen festgelegt werden können, unter denen der Patient keine Nahrung und kein Wasser erhalten soll.


Die Katholische Kirche lehrt, dass es unter zulässig sein kann, außergewöhnliche medizinische Maßnahmen einzustellen. Doch es ist niemals erlaubt, einen Patienten verhungern oder verdursten zu lassen. Nahrung und Wasser könnten unter keinen Umständen als außergewöhnliche Maßnahmen gelten. Jeder Patient in einem permanent vegetativen Zustand sei eine Person einer fundamentalen menschlichen Würde und müsse daher die gewöhnliche und angemessene Pflege erhalten, heißt es in einer Richtlinie der Glaubenskongregation vom 1. August 2007.

Laut einem Bericht der italienischen Zeitung L’ Avvenire hält Chiodi die Verwendung künstlicher Verhütungsmittel für moralisch zulässig. Nicht die Methode der Verhütung sei für deren moralische Beurteilung entscheidend, sondern das „Gewissen der Partner“, deren Verantwortungsbewusstsein, deren grundsätzliche Offenheit für das Leben, zitiert die Zeitung den Priester.

Anne-Marie Pelletier nahm im Mai 2015 an einem Treffen einiger Bischöfe aus Deutschland, der Schweiz und Frankreich an der Gregoriana in Rom teil. Diese offiziell als „Studientag“ bezeichnete Veranstaltung war von den Vorsitzenden der Bischofskonferenzen der drei genannten Länder initiiert worden. Unter den Teilnehmern waren Reinhard Kardinal Marx, Felix Gmür, der Bischof von Basel, der Moraltheologe Eberhard Schockenhoff, P. Hans Langendörfer, Generalsekretär der Deutschen Bischofskonferenz und ausgewählte Medienvertreter. Kath.net hat berichtet.

Der Studientag war eine „geschlossene Veranstaltung“ im Vorfeld der Familiensynode. Laut einem Bericht des National Catholic Register setzten sich die Teilnehmer mit der Frage auseinander, wie die Kirche Personen in „stabilen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften“ offener aufnehmen könne. Pelletier war eine der Referentinnen und hatte das Treffen anschließend als „echtes Zeichen der Zeit“ bezeichnet. In ihrem Referat vertrat sie die Ansicht, Scheidung und Wiederheirat seien unter bestimmten Umständen zulässig. Der Kirche empfahl sie, in eine „Dynamik des gegenseitigen Zuhörens“ einzutreten.

Anne-Marie Pelletier wurde 2014 als erste Frau mit dem Wissenschaftspreis der Vatikan-Stiftung "Joseph Ratzinger - Benedikt XVI." ausgezeichnet.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Der Petersdom feiert das 400-jährige Weihejubiläum: „Die Pfarrkirche der Welt“
  2. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  3. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  4. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  5. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  6. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  7. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“
  8. Norwegischer Bischof Varden: Der hl. Bernhard von Clairvaux „war und ist faszinierend“
  9. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  10. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom






Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  4. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  5. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  6. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  7. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  8. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  9. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  10. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  11. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar
  12. Irrtümer über den Jakobsweg
  13. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  14. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  15. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz