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Helmut Kohl wird in Speyer beerdigt

21. Juni 2017 in Deutschland, 9 Lesermeinungen
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Früherer deutscher Bundeskanzler wird auf eigenen Wunsch nicht im Familiengrab beigesetzt, sondern auf einem sonst dem Speyrer Domkapitel vorbehaltenen Friedhof.


Speyer (kath.net) Der verstorbene frühere deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl wird nicht im Familiengrab in Ludwigshafen beerdigt werden, sondern auf einem Friedhof in Speyer, auf dem sonst nur die Mitglieder des Speyrer Domkapitels zur letzten Ruhe gebettet werden. Damit wird sich das Grab Kohls auch in unmittelbarer Nähe zum Speyrer Konrad-Adenauer-Park befinden. Das berichteten verschiedene Medien, beispielsweise „t-online“. Kohl wird also nicht an der Seite seiner verstorbenen ersten Frau Hannelore Kohl ruhen, die im Grab seiner Eltern ihre letzte Ruhestätte gefunden hatte.


Nach Angaben des vieljährigen Kohlvertrauten Kai Dickmann (langjähriger Chefredakteur der „Bild“) habe dies Kohl im Spätsommer 2015 gemeinsam mit seiner zweiten Frau Maike Kohl-Richter entschieden. Dies zeige seine seit der Kindheit bestehende Verbindung zu Speyer und dem Speyrer Dom. Kohl hatte im Speyrer Dom auch häufig die Hl. Messe besucht.

Nach dem europäischen Trauerakt in Straßburg wird für den CDU-Politiker im Speyrer Dom eine Totenmesse gehalten werden.

Archivfoto: Helmut Kohl als Bundeskanzler (1989)
(c) Wikipedia/Konrad Adenauer-Stiftung/CC BY-SA 3.0 de


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Lesermeinungen

 Diasporakatholik 22. Juni 2017 
 

@SpatzInDerHand, @Helena_WW

Sicherlich ist Walter Kohls Buch aus seiner Sicht der Dinge geschrieben - dafür aber doch erstaunlich differenziert. Zumindest die 10€ für die Taschenbuchausgabe sind nach meiner Meinung lohnenswert angelegtes Geld, um die Familienmitglieder Kohl besser kennenlernen und einschätzen zu können.
Zudem habe ich gerade beim Friseur einen erstaunlich guten und ebenfalls sehr differenzierten Artikel über Helmut Kohls zweite Ehefrau Maike ausgerechnet im Stern gelesen, der ihre bedingungslose Hingabe für ihren Mann würdigt.
Dass es seitens der beiden keine Versöhnung mit den Söhne und deren Familien gab, steht dabei auf einem anderen Blatt und in BEIDEN PARTNER Entscheidung und Verantwortung.


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 Helena_WW 22. Juni 2017 
 

Kanzler der Einheit? Er allein ? Aber als Familenvater um Einheit bemüht?

und wäre man als Ehefrau eines Witwers nicht auch in einer mütterlichen, stiefmüterlichen Pflicht sich um Einheit der Familie mit den Kindern und Enkelkindern des Witwers zu bemühen, den man geheiratet hat.
http://www.focus.de/politik/deutschland/andenken-an-altkanzler-kohl-oeffentlich-ausgetragene-familienschlacht-ueberschattet-politische-wuerdigung_id_7270104.html


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 SpatzInDerHand 22. Juni 2017 

Diasporakatholik, Ihnen kommt nicht zufällig der Verdacht,

dass so ein Buch als Hauptangelpunkt fürs eigene Verstehen vielleicht zu einseitig ist? Hm?


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 Diasporakatholik 22. Juni 2017 
 

Wer Helmut Kohl echt verstehen möchte,

...der sollte das ungemein ehrliche und aufhellende Buch seines Sohnes Walter lesen.
Dann versteht man ihn selbst und die anderen lebenden und gestorbenen Mitglieder der Familie und des Umfeldes Helmut Kohls sowie seine Entscheidungen.


3

0
 
  21. Juni 2017 
 

Cicero

Ich begrüße es , daß Bundeskanzler
Helmut Kohl ein Europ. Begräbnis
einem Deutschen vorzieht.Er wird sie wahrscheinlich nicht mehr hören,:Aber
auf eine Trauerrede von Angela Merkel
resp.Frank Steinmeier würde ich auch
wohlwollend verzichten.


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 antonius25 21. Juni 2017 
 

politischer Nachruf, @Myschkin:

Eben, heute heisst es, Kohl und seine Frau wollten auch keine Rede von Frau Merkel, sondern von einer Auswahl auslaendischer Politiker, unter anderem Viktor Orban. Viktor Orban hat Kohl auch noch vor kurzem besucht, als sich sonst niemand mehr politisch fuer Kohl interessiert hat. Wenn man seinen Reden aufmerksam folgt (und nicht nur den Presseschlagzeilen), spricht da das gleiche Europa der Vaterlaender, demokratisch, frei, basierend auf christlichen Werten und christlicher Tradition, sowie der sozialen Makrtwirtschaft. Also genau das, was Frau Merkel erfolgreich Stueck fuer Stueck entsorgt.


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 myschkin 21. Juni 2017 
 

So sehr ich es begrüße,

dass Bundeskanzler Kohl in einem europäischen Staatsakt verabschiedet wird, so gut ich die Entscheidung für ein Requiem im Dom zu Speyer nachvollziehen kann, so bedauerlich finde ich es, dass er nicht bei seiner verehrten Frau Hannelore seine letzte Ruhe findet. Vielleicht spekuliert seine zweite Frau darauf, dereinst im Grab des Bundeskanzlers beerdigt zu werden, um als seine bessere Hälfte in die Geschichte einzugehen?

Was die Verabschiedung in Straßburg anbelangt, so verhindert sie einen Nachruf von Bundespräsident Steinmeier. Das ist umso mehr nachvollziehbar, als Steinmeier jüngst im Namen der Bundesrepublik Deutschland einen Kranz an Arafats Grab abgelegt hat. Auch ich würde nicht wollen, dass eine Person, die eine solch geschmacklose Totenehrung vorgenommen hat, an meinem Sarg spricht.


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 Helena_WW 21. Juni 2017 
 

Mir ist Frau Hannelore Kohl noch in guter Erinnerung

Wenn ich so als Zeitzeugin die Ära Kohl(Kanzler ab 1982), die zeitgleich mein Jugendzeit(80'er Jahre) war, in Gedanken Revue passieren lasse, so war es für mich Hannelore Kohl, die gebürtige Leipzigerin, die sich durch ihr Lebenszeugnis für die Überwindung des Leids des getrennten Deutschlands und für die Einheit Deutschlands eingesetzt hat.


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 Diasporakatholik 21. Juni 2017 
 

Konsequent

Nachdem ich jetzt das sehr empfehlenswerte Buch seines Sohnes Walter Kohl "Leben oder gelebt werden" gelesen habe, überrascht mich diese Entscheidung Helmut Kohls nicht.
Sie ist vielmehr konsequent im Bezug auf sein gesamtes Leben.


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