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Was Pater Werenfried van Straaten der Welt hinterließ

18. September 2003 in Chronik, keine Lesermeinung
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"Vermächtnis und Auftrag" Pater Werenfried van Straatens war das Thema einer Konferenz des katholischen Hilfswerks Kirche in Not/Ostpriesterhilfe vom 11. bis 14. September in Castel Gandolfo.


Castel Gandolfo (www.kath.net / KIN) Im Mittelpunkt der Tagung, die von hochrangigen Vertretern des Vatikans begleitet wurde, stand die Frage, welchen Aufgaben sich das Hilfswerk nach dem Tod seines Gründers van Straaten im neuen Jahrtausend stellen muss.Joachim Kardinal Meisner von Köln nannte in seinem Referat den im Januar im Alter von neunzig Jahren verstorbenen Pater Werenfried van Straaten einen „Mann aus einem Guss“, dessen Charisma „die Tat und nicht so sehr die Theorie“ gewesen sei. Pater Werenfried sei „für die Liebe Christi eine Gelegenheit“ gewesen, „sich zu offenbaren“, oft durch eine „unglaubliche Phantasie und Findigkeit“. Meisner forderte die Mitarbeiter auf, den Weg des Glaubens und des Ideenreichtums, den van Straaten voran geschritten sei, weiter zu verfolgen. Ähnlich äußerte sich in einem weiteren Beitrag der Erzbischof von Paris, Jean-Marie Kardinal Lustiger. Lustiger rief dazu auf, erfindungsreich zu sein, „um die Wunden des leidenden Christus“ in der Welt zu heilen. Dazu gehöre vor allem, Wege zu gehen, die von anderen Hilfsorganisationen nicht beschritten würden.

Der Präfekt der Glaubenskongregation für den Klerus, Kardinal Dario Castrillon Hoyos, forderte die Mitarbeiter von „Kirche in Not“ dazu auf, in ihren Hilfsdiensten auch weiterhin stets die Menschen als das Wichtigste zu betrachten. Auch die Referenten aus den sechzehn Nationalsekretariaten von „Kirche in Not“ bekräftigten, dass sie dem Charisma ihres Gründers und den Grundsätzen seiner Hilfe treu bleiben wollen. Dazu gehört vor allem die pastorale Ausrichtung des Hilfswerks, die Liebe gegenüber den Notleidenden und die Treue zu Kirche und Papst.

Die Hilfsorganisation „Kirche in Not“ ist in siebzehn Ländern präsent. Ihr Hauptsitz befindet sich in Königstein im Taunus. Jährlich werden durchschnittlich etwa zehntausend Hilfsprojekte in 130 Ländern unterstützt. Pater Werenfried van Straaten (1913-2003) stammte aus Holland und gehörte dem Prämonstratenserorden an. 1947 gründete er sein Hilfswerk, um der Kirche überall dort zu Hilfe zu eilen, wo sie wegen Missachtung der Religionsfreiheit oder durch Armut zu leiden hat. Im Nachkriegsdeutschland hat Pater Werenfried van Straaten sich unermüdlich für die Vertriebenen eingesetzt. Man kannte ihn damals unter dem Beinamen "der Speckpater".



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