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Südtiroler Bischof für christliche Wurzeln im Autonomiestatut

10. Juni 2017 in Chronik, keine Lesermeinung
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Erwähnung christlich-abendländischer Werte in Präambel würde auch "Bedeutung der Religion für das Zusammenleben" unterstreichen.


Bozen (kath.net/ KAP)
Ein Bekenntnis zu den christlichen Wurzeln wünscht sich Ivo Muser, Bischof von Bozen-Brixen, für das zur Überarbeitung anstehende Südtiroler Autonomiestatut. Vorschläge dazu werden zurzeit beim Autonomiekonvent gesammelt. Ende Juni wird der "Konvent der 33" das Schlussdokument verabschieden und es dem Landtag zur weiteren Behandlung vorlegen, berichtete die Südtiroler Diözese am Mittwoch. Derzeit werde "kontrovers diskutiert", ob in der Präambel dieses Dokumentes die christlich-abendländischen Werte genannt werden sollen oder nicht.

Bischof Muser und sein Generalvikar Eugen Runggaldier baten die Konvents-Mitglieder "eindringlich", einen solchen Wertebezug in das Dokument aufzunehmen. Dies sei nicht nur deshalb wichtig, weil der christliche Glauben die Geschichte, die Kultur und die Identität Südtirols "zutiefst mitgeprägt hat und weiterhin prägt". Es werde damit auch die Bedeutung der Religion für das Zusammenleben der Menschen unterstrichen. Eine Gesellschaft, die Religion ganz in die Privatsphäre dränge, "wird notgedrungen zu einer Gesellschaft ohne Gott und damit zu einer Gesellschaft, deren Werte und Grundsätze kein verbindendes und verbindliches Fundament mehr haben und damit ihre Allgemeingültigkeit verlieren", warnten Muser und Runggaldier. Die Menschen in Südtirol bräuchten auch in Zukunft "Prinzipien, die nicht nur Ergebnis eines Konsenses oder einer Abstimmung sind, die jederzeit geändert werden können".


Christliche Wurzeln in der Präambel seien nicht gegen das Recht auf Religionsfreiheit zu verstehen, gegen den modernen pluralistischen Staat, gegen Anders- oder gar nicht Glaubende, betonten Bischof und Generalvikar. Es gehe vielmehr um ein Bekenntnis zu biblischen Grundwerten wie Liebe, Freiheit, Menschenwürde, Toleranz, Solidarität und Gerechtigkeit, "ohne die keine demokratische Gesellschaft leben kann".

Gerade die Demokratie lebe von Werten, die sie mit ihren eigenen Möglichkeiten und Instrumenten allein nicht begründen oder erhalten kann, griffen Muser und Runggaldier ein berühmtes Böckenförde-Zitat auf. So könne zum Beispiel die unantastbare Würde jeder menschlichen Person nicht zu einem Gegenstand einer demokratischen Abstimmung gemacht werden. "Aus diesen Gründen gehört das Bekenntnis zu den christlich-abendländischen Wurzeln in die Präambel des Schlussdokumentes des 'Konvents der 33' hinein", halten Muser und Runggaldier fest.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Foto: Bischof Ivo Muser (C) Diözese Bozen-Brixen


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