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'Wenn das Brot, das wir teilen, ein Toastbrot ist'

26. April 2017 in Kommentar, 25 Lesermeinungen
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Ein Symbolbild zum Thema „Erstkommunion“ sorgt auf Facebook für Aufregung. Aber worum geht es hier tatsächlich – um Bildästhetik oder um das Eucharistieverständnis? kath.net-Kommentar von Tobias Klein


Essen (kath.net/tk) Auf der Facebook-Seite des Bistums Essen – wie auch auf einigen anderen Bistumsseiten auf Facebook – werden Beiträge zu verschiedensten Themen und Anlässen gern mit Grafiken illustriert, die aus Bildzeichen (sogenannten „Emojis“) des Kurznachrichtendienstes WhatsApp zusammengesetzt sind. Das pastorale Konzept hinter dieser Bildästhetik ist unschwer einzusehen: Viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind die Kommunikation in Form dieser „Emojis“ gewöhnt, man will sie „abholen, wo sie stehen“ – und ihnen gleichzeitig vermitteln: „Kirche ist nicht von gestern“. Jüngst erschien nun auf der Facebook-Seite des Ruhrbistums ein solches „Emoji“-Bild zum Thema „Erstkommunion“: Vor einem grellrosa Hintergrund waren zahlreiche meist lächelnde Kinder dargestellt, die sich an den Händen hielten, und in der Bildmitte prangte groß ein angeschnittenes Kastenweißbrot.

Schnell meldeten sich in den Kommentaren zu diesem Beitrag Stimmen zu Wort, die bemängelten, diese Art der bildlichen Darstellung sei der Bedeutung und der Würde der Heiligen Eucharistie nicht angemessen. Andere Diskussionsteilnehmer äußerten Unverständnis gegenüber dieser Kritik: Was sei denn schlimm daran, wenn das Eucharistische Brot wie Brot aussehe? Schließlich habe Jesus beim Letzten Abendmahl gewiss keine Hostien ausgeteilt, sondern normales Brot verwendet. Die Verwendung von Hostien in der heute üblichen Form sei überhaupt erst seit dem 9. Jahrhundert aufgekommen. Und die kirchlichen Bestimmungen über die gültige Materie für die Eucharistie beträfen schließlich nur die Inhaltsstoffe des Brotes und nicht seine äußere Form.

Zu alledem ließe sich durchaus vieles sagen – etwa, dass es schließlich nachvollziehbare Gründe dafür gibt, dass die Kirche im Laufe ihrer Geschichte zur Verwendung von Hostien übergegangen ist; dass die Feier der Eucharistie kein mimetisches „Nachstellen“ des historischen Letzten Abendmahles ist bzw. sein soll; schließlich auch, dass ein Brot, das so aussähe wie das abgebildete, tatsächlich keine gültige Materie sein könnte – zumindest nicht im Römischen Ritus, der ausdrücklich ungesäuertes Brot vorschreibt: Aus ungesäuertem Brotteig kann man keine Kastenbrote backen. Letztlich geht all das aber wohl am Kern der Sache vorbei. Stein des Anstoßes war schließlich nicht die Abbildung eines realen Brotes – geschweige denn eines Brotes, das tatsächlich in einer Eucharistiefeier zum Einsatz gekommen wäre –, sondern ein Bildzeichen, das deshalb so aussieht, wie es nun mal aussieht, weil das eben das WhatsApp-Bildzeichen für „Brot“ ist.


Und genau da liegt, zeichentheoretisch betrachtet, der Fehler des Bildes.

Die kritisierte Grafik ist als Symbolbild zum Thema „Erstkommunion“ gedacht. Aber was stellt sie eigentlich dar? Die Kinder, die sich an den Händen halten, kann man als Zeichen für „Gemeinschaft“ oder auch „Feier“ deuten. Und im Mittelpunkt dieser Gemeinschaft und dieser Feier steht – der Aussage des Bildes zufolge – ein Brot. Nur dass es bei der Erstkommunion gerade nicht um das Brot als solches geht, sondern um den wahren Leib Christi – zu dessen physischer Vergegenwärtigung das Brot lediglich seine Materie „leiht“, also seinerseits selbst nur „Zeichen“ ist. Dieser Sachverhalt lässt sich, zugegeben, mit WhatsApp-„Emojis“ nicht darstellen. Eben deshalb ist die Wahl dieser Darstellungsform so unbefriedigend.

Wer die Kritik an diesem Facebook-Beitrag des Bistums Essen nun allerdings überzogen findet, der kann freilich einwenden: „Aber dass das Brot für den Leib Christi steht, das wissen wir als Katholiken doch.“

Wissen wir das?

Tatsächlich stellt das Verständnis bzw. Bewusstsein für den Unterschied zwischen normalem Brot und dem Leib Christi in der Gestalt von konsekriertem Brot eine zentrale Voraussetzung für den Empfang der Kommunion dar. Die Senkung des Mindestalters für die Zulassung zur Erstkommunion wurde unter dem Pontifikat des Hl. Pius X. explizit aus der Überzeugung heraus beschlossen, dass dieser Unterschied auch schon von Kindern verstanden werden könne. Im Prinzip darf man wohl davon ausgehen, dass das auch heute noch gilt – zumal der Erstkommunion ja ein katechetischer Unterricht vorausgeht. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass unter den Kindern, die zur Erstkommunion angemeldet werden, der Anteil derer, die bis dahin weitgehend glaubens- und kirchenfern aufgewachsen sind, heutzutage signifikant höher sein dürfte als zur Zeit des Hl. Pius X. In einem im Vorfeld des diesjährigen „Weißen Sonntags“ in der Rubrik „Standpunkt“ des Online-Portals katholisch.de erschienenen Meinungsbeitrag setzt sich der Leiter des Referats Erwachsenenseelsorge beim Bischöflich Münsterschen Offizialat Vechta, Dominik Blum, mit diesem Problem auseinander und urteilt: „Die Bedingung für den Empfang der Eucharistie – Kinder und Erwachsene müssen ehrfürchtig darum wissen, dass es sich um kein gewöhnliches Brot, sondern um den Leib Christi handelt – erfüllt auch die sparsamste Katechese.“ Falls Blum mit dieser Einschätzung Recht hat, mag man allerdings die Frage aufwerfen, ob der real stattfindenden Erstkommunionkatechese womöglich gerade diese Sparsamkeit vielfach fehlt. Spricht man mit Priestern, hört man nicht selten Klagen darüber, dass der Sinn für die Heiligkeit der Eucharistie nicht nur vielen Kindern abgeht, sondern auch und erst recht deren Eltern. Und auch unabhängig vom konkreten Anlass „Erstkommunion“ kann man es häufig erleben, dass erwachsene Katholiken eine Sicht auf die Eucharistie vertreten, die mit der kirchlichen Lehre über dieses Sakrament wenig gemein hat. Kurz gesagt: Das Wissen um bzw. der Glaube an die Realpräsenz Christi im Altarsakrament ist unter den Katholiken unserer Breiten keineswegs so allgemein verbreitet, wie man sich das wünschen möchte.

In Anbetracht dieses Mangels ist ein Symbolbild zum Thema „Erstkommunion“, auf dem das Allerheiligste durch ein angeschnittenes Kastenweißbrot repräsentiert wird, wohl kaum besonders hilfreich. Ja, womöglich ist die Banalität der Bildgestaltung sogar eine direkte Folge dieses Mangels.

Dr. Tobias Klein ist Autor und Publizist. Er ist verheiratet und lebt in Berlin

Zur Dokumentation – Facebook-Post des Bistums Essen zur Erstkommunion


Zur Dokumentation - Bistum Essen: 10 Dinge, die Du von einer Erstkommunion kennst - Der Beitrag kommt ohne die Worte ´Jesus´und ´Eucharistie´ aus


Foto oben (c) Bistum Essen/Screenshot vom 25.4.2017 (Ausschnitt)



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Lesermeinungen

 chiarajohanna 28. April 2017 
 

Das Bild ist vollkommen unangemessen - ebenso ein "alltägliches" Toastbrot ?

Das Bild soll Kinder helfen,
leichter den Zugang zur Kommunion
zu finden ?

Auf keinen Fall !!!

Da verschließen sich eher die Herzen,
als das man mit Freude auf das Bild schaut: Alles im dunklem Lila,
Kinder eng aneinander gepresst,
und in der Mitte ein Toastbrot.

Wo bleibt da der Unterschied
zum Brot zuhause?
oder
gibt es keinen mehr?

Selbst eine Briefmarke ist schöner,
als diese plumpe Bild-Darstellung,
anlässlich einer "Kommunion".

Warum nicht eine Sonne ...
ein Baum ...
Vögel am Himmel ...
sich im Kreis anfassende Kinder ...
das richtige Brot in Mitte ...
angestrahlt von der Sonne ...
und betrachtet von den Kindern ...
Hoffnung - Luft - Atem ...
Freiheit - Freude - Zuversicht ...
Lebendigkeit + Leben,
so wie Kinder eben selber sind:
Quicklebendig !

Wenn man Kinder vorbereiten möchte,
muss man ihr Lebensgefühl achten
und es fördern.

Dieses Bild ist so gesättigt,
nimmt den ganzen Raum ein,
das kein Platz mehr zu Atmen ist.


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 Selene 27. April 2017 
 

Eine Nachbarin von mir

hat vor Jahren ihre Kinder bei der Petrusbruderschaft zur Erstkommunion gehen lassen inclusive der Vorbereitung dort.

Bei der polnischen Gemeinde wird auch noch anders vorbereitet, habe ich mir sagen lassen.


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 Christophorus. 27. April 2017 

Staunen und staunen lehren ..

Für alle die selbst Erstkommunionunterricht geben:
Suchen Sie doch nach „Eucharistische Wunder“, „Lanciano“ etc. und staunen Sie! und lehren Sie die Kinder das Staunen über eine solche Liebe.


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 Christophorus. 27. April 2017 

Glauben aufgrund von Wundern ? ja!! warum nicht

Ich habe auch schon Erstkommunionunterricht gegeben. Als ich von eucharistischen Wundern zu sprechen begann
Da hätten Sie erleben sollen wie da die Augen und Ohren sich öffneten – da wurde es mucksmäuschenstill. Als ich erwähnte daß man von vielen eucharistischen Wundern sicherlich auch Bilder im Internet finden könnte – musste ich unbedingt sofort danach suchen und zeigen – ich war selbst überrascht wie zahlreich die erstklassigen Dokumente waren die ich auf Anhieb fand.
Das heißt: Die Neugier ist bei den Kindern absolut vorhanden und wenn jemand argumentiert daß man nicht aufgrund der Wunder glauben soll weil das doch auch Jesus gesagt hatte, dann kann ich nur antworten: Aus welchem Grund hätte Gott denn solche Wunder wirken sollen wenn nicht deshalb damit wir glauben können daß er selbst es ist. Wie viele Menschen kamen zum Glauben an Jesus aufgrund der Wunder die er wirkte ! Die Juden überlegten sogar Lazarus umzubringen damit die Juden nicht mehr zum Glauben kämen…


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 Christophorus. 27. April 2017 

Oft führen leider Blinde die Blinden

Im Erstkommunionunterricht. Das ist ein Problem. Viele durchaus gutwillige Christen übernehmen den Erstkommunionunterricht obwohl sie selbst dieses Sakrament eigentlich nicht im katholischen Sinn glauben.
Es kommt auch vor daß evangelische Christen Erstkommunionunterricht halten.
Es kommt auch vor daß bei der Erstkommunion Traubensaft und sogar Apfelsaft zur Konsekrierung verwendet wird. Man will nicht daß die Kinder zu früh an Alkoholkonsum herangeführt werden - dies wurde sogar demokratisch in der Elternversammlung abgestimmt.
Wie will ich denn Kinder an diesen Glauben heranführen daß Jesus Christus selbst und persönlich Ihnen buchstäblich sein Herz schenkt wenn niemand sich traut dies auszusprechen vor den Kindern ?
Wie sollen denn die Kinder den Leib Christi vom Brot unterscheiden wenn man Ihnen Toastbrot anstatt Hostien zeigt (die bei uns üblicherweise konsekriert werden)?


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 Montfort 27. April 2017 

@Schlegl - Danke, das wissen Sie, aber viele Priester und Gemeinden in deutschen Landen nicht!

"Nachdem im Messbuch für Karfreitag nach der Passion und der Verehrung des heiligen Kreuzes eindeutig die Kommunionfeier vorgesehen ist, ist sie im lateinischen Ritus auch durchzuführen! Keine Frage! Noch dazu, wo es diese Kommunionfeier nur 1x pro Jahr gibt!" Der lat. Ritus gibt damit auch wieder, dass ja das "Letzte Abendmahl" Jesu und die Hingabe Jesu am Kreuz am selben Tag (von Abend bis Nachmittag!) waren - in der Kommunion am Karfreitag empfangen wir so im Leib Jesu doch die Frucht der freien Hingabe in Abendmahl UND Kreuzesopfer.

Bsp. aus Ihrer Diözese: St. Othmar, Mödling: "Um den Karfreitag von den anderen Tagen zu unterscheiden wird bei der Liturgie auf eine Kommunion verzichtet."

Der österr. Malteserorden schreibt: "Am Karfreitag gibt es keine Heilige Messe, es darf keine Eucharistiefeier stattfinden. In vielen Pfarren wird auch auf die Kommunion verzichtet, denn am Todestag Jesus soll der Mensch es aushalten Jesus nicht empfangen zu können."

etc., etc., etc.


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 SCHLEGL 27. April 2017 
 

@Montfort

Nachdem im Messbuch für Karfreitag nach der Passion und der Verehrung des heiligen Kreuzes eindeutig die Kommunionfeier vorgesehen ist, ist sie im lateinischen Ritus auch durchzuführen! Keine Frage! Noch dazu, wo es diese Kommunionfeier nur 1x pro Jahr gibt!
Interessant sind hier die Byzantiner. Am Karfreitag gibt es dort KEINE Kommunionspendung, nur Vesper mit Grablegung und Abends die Matutin am Grab. Die ganze Fastenzeit gibt es nur am Samstag und Sonntag die Feier der Göttlichen Liturgie (Messe). Jeden Mittwoch und Freitag die "Liturgie der vorkonsekrierten Gaben"-eine Vesper mit anschließender Übertragung des Allerheiligsten und Kommunionfeier. An den anderen Tagen wird der Bußkanon des hl. Andreas von Kreta bzw.der ägyptischen Maria gebetet. Manchmal auch, besonders in der Ukraine, der Kreuzweg.
Es ist relativ wenig bekannt, dass in der lateinischen Kirche die tägliche Messe ausgerechnet im frühen Mittelalter gerade in der Fastenzeit eingeführt wurde.Msgr.Franz Schlegl


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 Esperanza 27. April 2017 

Steht auf.... lernt die Kinder selbst...

In Anbetracht der schwierigen Situationen in den Pfarreien, was die katholische Bildung bei Kindern, bes. Erstkommunion anbelangt, gibt es aus meiner eigenen Erfahrung im Moment nur einen Weg... die Kinder soweit es geht selber oder mit befreundeten Familien, religiösen Lehrern schulen...

... es gibt gute Literatur, welche so verfasst ist, dass die Kinder die Materie sogar selbst erlernen können, z.B.http://www.verheissung.ch/buechlein/#A_Eucharistiebuechlein
Für die Erwachsenen, welche sich auf den Weg machen, Kinder fundiert zu lernen hat Dr. Vitus Huonder ein sehr empfehlenswertes Büchlein verfasst bezüglich des Verständnisses der Liturgie.


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 Zeitzeuge 27. April 2017 
 

Nachtrag zur Einführung der neuen Messordnung 1969

Auf der Bischofssynode 1967 stimmten nur 71 von 180 Teilnehmern uneingeschränkt für den Entwurf einer neuen missa normativa!
Daher bedienten sich die "Reformer" in vorkonziliarer Weise der päpstlichen Autorität um ihre Vorstellungen durchzusetzen, nach Prof. Georg May unterscheidet sich der NOM v. 1969 nur ganz geringfügig von der von den Bischöfen
mehrheitlich nicht angenommene missa normativa.
Der NOM Papst Paul VI. wurde anscheinend aus den vorgenannten Gründen niemals den Bischofskonferenzen oder Einzelbischöfen zur Abstimmung vorgelegt!
Dieser Beitrag ist ein zusammengefaßter, kleiner Auszug aus einem größeren Beitrag von Prof.Dr. Georg May in der Una Voce Korrespondenz Heft 1/1976.


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 Montfort 26. April 2017 

Ja, aber erklären Sie das doch einmal so manchem Priester, ...

... "dass die Feier der Eucharistie kein mimetisches 'Nachstellen' des historischen Letzten Abendmahles ist bzw. sein soll."

Viele Liturgien der Karwoche werden ja mittlerweile von Priestern wie Pfarreigemeinden solcherart missverstanden. Deutlichstes Beispiel: Viele meinen, am Karfreitag dürfe es nicht nur keine Eucharistiefeier, sondern auch keine Kommunionausteilung in der Karfreitagsliturgie geben, "weil Jesus ja jetzt tot" sei. Liturgischer Nonsens!

Und viele Priester liberaler Ausrichtung zelebrieren so, dass man den Eindruck hat, sie meinten, sie müssten Christus schauspielernd "ersetzen"! - und merken wohl gemeinsam mit der "überaktiv" am eigentlichen Geschehen der Messfeier höchst un-beteiligten Gemeinde überhaupt nicht mehr, dass der dreifaltige Gott wirkmächtig da ist in der leibhaftigen, lebendigen Gegenwart Jesu Christi!

Herr, steh Deiner Kirche bei und bekehre uns hin zu Dir!


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 Laus Deo 26. April 2017 

Materie gemäss Canon

Can. 924 — § 1. Das hochheilige eucharistische Opfer muß mit Brot und Wein, dem ein wenig Wasser beizumischen ist, dargebracht werden.

§ 2. Das Brot muß aus reinem Weizenmehl bereitet und noch frisch sein, so daß keine Gefahr der Verderbnis besteht.

§ 3. Der Wein muß naturrein und aus Weintrauben gewonnen sein und darf nicht verdorben sein.


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 ad Orientem 26. April 2017 
 

@Chris2: Die Kinder pastoral "dort abholen, wo sie stehen",

wie es immer so schön heißt, würde dann wohl eher nahelegen, eine Party für "Bernd, das Brot" aus dem unseligen ÖR-Kika zu veranstalten, anstatt die Kinder zu Hl. Kommunion zuzulassen!


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 Chris2 26. April 2017 
 

Sieht aus wie Pacman

und ist damit dann doch wieder voll retro, Alter, ey...


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 Zeitzeuge 26. April 2017 
 

Einen neuen Ritenstreit möchte ich hier wirklich nicht beginnen

Hinweis:

Das neue Vorwort Benedikts XVI. steht in der russischsprachigen Ausgabe der Werkausgabe Ratzinger/Benedikt!


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 Waldi 26. April 2017 
 

Da werde ich daran erinnert,

dass vor einigen Jahren ein verrückter Priester in der "Musterdiözese" Linz bei der Fronleichnams-Prozession, statt der Hostie, ein an einer Stange aufgepflanztes Fladenbrot stolz vor sich her trug! Dieser Anblick hat mich klar davon überzeugt, wie viel profane Albernheit in die kath. Kirche eingedrungen ist, seitdem man alle über Jahrhunderte gewachsenen und als religiös fruchtbar erkannten Traditionen über Bord geworfen hat! Vieles, was das II. Vatikanum an Neuerungen hervor brachte, liegt weit unter den hohen Werten - die es dafür aufgegeben hat! In der Liturgie, dem mystisch teuersten Herzstück der kath. Kirche, zeigt sich dieser Werte-Verlust an Ehrfurcht und Heiligkeit am deutlichsten. Daher ist auch die Aussage vom hervorragenden Robert Kardinal Sarah zu verstehen: "Nachkonziliare Kirche hat keine christlichen Wurzeln"! Auch die Eskapaden des Bistums Essen sind darauf zurück zu führen. Gähnend leere Kirchen sind das sichtbare Resultat dieser Umdeutung aller Werte ins Profane!


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 Paddel 26. April 2017 

@serafina

Kann ich gut nachvollziehen. Deswegen haben wir unsere Kinder stets selbst vorbereitet. Allerdings am vergangenen Sonntag hatte auch eines unserer Kinder Erstkommunion und wir waren in einer Gemeinde, in der die Vorbereitung vom Pfarrer begleitet wurde und die Erstkommunionfeier war sehr schön!
Auch bei einem Neffen in einer anderen Gemeinde, dort bekamen die Kommunionkinder die Hostie knieend in den Mund. Das ist eine ganz normale Gemeinde, im ordentlichen Ritus, bei einem normalen Priester innerhalb einer normalen Diözese.
Das was Sie beschreiben ist genauso real, wie das andere. Wir erleben beides und gehen dann dorthin wo es gut ist und da haben wir im Umkreis doch immerhin vier gute Priester. Allerdings kostet das Fahrgeld, Zeit und Aufwand.


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 tuennes 26. April 2017 
 

Aha.
Da sind also viele Kinder, die sich bei der Hand halten und in deren Mitte ist ein Brot.
Wird da der Tag des Toast-Brotes gefeiert?
Wenn schon Bilder, dann bitte welche mit einer Aussage die dem Inhalt wirklich entspricht, aber der war den heutigen Essenern wohl nicht so wichtig.


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 serafina 26. April 2017 
 

Erstkommunion-Vorbereitung

„Wir erhalten Brot und denken dabei an Jesus“ Orignial-Ton unserer Gemeindereferentin vor einigen Tagen bei der Generalprobe mit den Erstkommunionkindern. Entsprechend verlief dann auch die feierliche Erstkommunion selbt: Viel Mensch, wenig Gott und jede Menge Aktionismus.
Es ist einfach nur noch unendlich traurig !!!


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 Paddel 26. April 2017 

@Ehrmann

Der Ritus macht weder Priester noch Gläubige frömmer oder besser. Es kommt immer auf die innere Haltung an. Es gab im alten Ritus prozentual genauso schräge Priester, wie heutzutage im neuen. Z.B. im Buch von Gabriele Kuby "Gottesraub" haben die frommen Priester an den Fast-und Abstinenztagen gut gegessen, in der Hl. Beichte den Kindern gesagt, sie wären vom Teufel besessen usw. Da mag zwar die Form gestimmt haben, aber die innere Haltung, was war mit der? Was war mit der kl.hl. Theresia? Sie war ENTZETZT!! über die Priester. Ich persönlich finde zwar "ad orientem" viel besser, weil es hier um ein intimes Geschehen geht, als "versus populus" (oder wie das heißt), aber trotzdem kann ich im ordentlichen Ritus (sofern er von einem guten Priester gefeiert wird) genauso im Herzen mitfeiern, als in einem außerordentlichen Ritus. Ich empfinde bei mir eher einen Unterschied aufgrund der Person des Priesters, als aufgrund der Form der Hl. Messe.


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 SCHLEGL 26. April 2017 
 

@Ehrmann

Auch im alten Ritus wurde das von Ihnen genannte Gebet LEISE gesprochen, meist aber in unglaublicher Geschwindigkeit vom Priester heruntergerasselt, niemand hat es gehört! Am Sonntag hat die Orgel praktisch über die GANZE Messe, ausgenommen die Wandlung, DRÜBERGESPIELT! Das habe ich auf dem Land als Kind oft genug erlebt! Die Liturgie in Landessprache war auch eine Forderung, ein guter Rat, der katholischen Orientalen an die Lateiner beim 2. Vatikanum. Papst Benedikt hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bei einem derartig starken Kulturwandel (die amerikanische Bischöfe verstanden auf dem II. Vatikanum kaum mehr Latein!) die Beibehaltung der lateinischen Sprache für die Liturgie unhaltbar gewesen ist. Katholiken aus Osteuropa, Skandinavien, dem Baltikum, Asien und Afrika sind UNENDLICH dankbar für eine Liturgie in der Landessprache! Für die katholischen Ostkirchen gibt es überhaupt keine Diskussionen,die jeweilige Landessprache zu verwenden!Msgr. Franz Schlegl


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 Ehrmann 26. April 2017 

@Genesis : dazu mußten wir Liturgiereform und Landessprache "schlucken"!

Dieses "Wie das Wasser sich mit Wein verbindet zum heiligen Zeichen" bei der Gabenbereitung wäre eine wunderbare Katechese, die aber niemand hört (weil leise oder von Gesang übertönt)und ist nur ein Punkt, bei dem ich mich frage "wozu deutsch?" - ganz abgesehen von all den anderen Texten, bei denen es durch Verwendung der Landessprache nicht zum besseren Verständnis, eher zu leeren Kirchen gekommen ist - vom Religionsunterricht durch Lehrer angefangen, die oft selbst nicht mehr etwas anderes als "Gemeinschaft" gelernt haben, selbst in der Sonntagsmesse fehlen....u.s.w.


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 Imrahil 26. April 2017 
 

Als Anmerkung: gesäuert ist richtig, das macht aber nicht ungültig, sondern (das aber definitiv) unerlaubt (im Lateinischen).

Im übrigen natürlich Zustimmung.


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 SCHLEGL 26. April 2017 
 

Fehler im Artikel

Es ist richtig, dass die lateinische Kirche erst im 9. Jahrhundert zu den ungesäuerten Hostien übergegangen ist, die armenisch apostolische Kirche aber bereits im 5./6. Jahrhundert. Die byzantinische Kirche verwendete von Anfang an bis heute gesäuertes Brot (aus Weizenmehl und Hefe, aber OHNE Salz!).Übrigens erfüllt das italienische Toskanabrot genau diese Bedingungen, weshalb man daraus byzantinischen Prosphoren schneiden kann. Der Streit um die Materie (gesäuert oder ungesäuert) ist längst überwunden, ich weiß von katholischen Priestern,welche als Militärgeistliche im 2. Weltkrieg in Griechenland gewesen sind, dass sie selbstverständlich gesäuertes Brot, wie die Orthodoxen für die Messe verwendet haben, weil keine Hostien erhältlich waren.
Das Bild zur Erstkommunion finde ich allerdings geschmacklos und unpassend.Msgr. Franz Schlegl


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 Stefan Fleischer 26. April 2017 

Sinn für die Heiligkeit der Eucharistie

"dass der Sinn für die Heiligkeit der Eucharistie nicht nur vielen Kindern abgeht, sondern auch und erst recht deren Eltern"
Dazu wäre anzumerken:
1. Nicht nur der Sinn für die Heiligkeit der Eucharistie fehlt sehr vielen Katholiken, sondern der Sinn für das Heilige an sich.
2. Nicht nur der Sinn für die Heiligkeit, sondern auch der Sinn für (der Glaube an) die Realpräsenz unter den Gestalten von Brot und Wein fehlt vielerorts
3. Verantwortlich dafür ist die mangelhafte Verkündigung und eine Religionspädagogik, welche auf „Gotteserfahrungen“ setzt, die es zu vermitteln gelte. Solche aber sind ohne den Glauben und das dazugehörende Glaubenswissen nicht zu haben.
4. Wenn man aber unseren Katecheten und Katechetinnen zuhört, so fragt man sich schon, ob es nicht sogar dort an all dem mehr oder weniger fehlt.
5 Man sollte nicht nur von Neuevangelisation sprechen, sondern diese entschieden an die Hand nehmen und die ganze Lehre verkünden, ob man sie hören will oder nicht. (2.Tim 4,2)


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 Genesis 26. April 2017 

Welch ein Jammer!

Zu mir sagte mal eine Pfarrgemeinderätin, dass der evangelische Gottesdienst und die Eucharistiefeier dasselbe sind.

Soviel zum Thema "Glaubenswissen".

Ein anderer Fall:
Ein Mann sagte mir seinen Grund, warum er nicht mehr glaubt.
Man höre und staune: "Seitdem ich weiß, dass der Priester auch Wein nimmt und nicht nur Wasser, seitdem glaube ich nichts mehr!" - so sprach ein erwachsener, katholischer Christ.


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