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Beirut: Premier Hariri will Religionsdialog 'im Zeichen Marias'

8. April 2017 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Fest Mariä Verkündigung wird als libanesisches Nationalfest und Fest der gemeinsamen Verehrung der Mutter Jesu im Christentum und im Islam begangen - Hariri: Staat stiftet Grundstück für Dialogzentrum


Beirut (kath.net/KAP) Im Libanon fühlen sich Christen und Muslime durch die kürzlich abgehaltene interreligiöse Al-Azhar-Tagung über "Freiheit und Bürgerschaft, Diversität und Integration" bestärkt, das "libanesische Modell" des Zusammenlebens nicht nur zu verteidigen, sondern auch weltweit bekannt zu machen. Am 25. März, dem Fest Mariä Verkündigung, das seit 2010 im Libanon als Nationalfest unter dem Vorzeichen der gemeinsamen Verehrung Marias im Christentum und im Islam begangen wird, kündigte Ministerpräsident Saad Hariri - selber ein Muslim - an, dass der libanesische Staat im Stadtzentrum von Beirut ein großes Grundstück für den Bau eines "Internationalen Marianischen Zentrums für den interreligiösen Dialog" zur Verfügung stellen wird.

Die Ankündigung Hariris erfolgte bei einer Feier der Plattform "Gemeinsam vor der Jungfrau Maria" im berühmten Jesuiten-Kolleg Notre-Dame-de-Jamhour. In Kommentaren war von einer Initialzündung für eine "neue marianische Kultur des Miteinanders und der Koexistenz" die Rede.


Der christliche Ko-Sekretär der Plattform, Nagy el Khoury, brachte den Wunsch zum Ausdruck, dass diese neue Kultur ausgehend von Jamhour sich in alle Teile des Libanons, aber auch "weit über die Grenzen des Landes hinaus in alle Welt" verbreiten sollte. In den letzten Jahren sei das Fest Mariä Verkündigung am 25. März schon in Nazareth und in italienischen, französischen, nordafrikanischen, polnischen und belgischen Orten und Pfarren im Zeichen der interreligiösen Begegnung begangen worden. Jetzt bestehe die Hoffnung, dass der Libanon ein "Epizentrum des weltweiten Dialogs" wird und der 25. März auch den Charakter eines "internationalen Tags des interreligiösen Dialogs" erhält.

Scheich Mohammed Nokkari, der muslimische Kollege Khourys, bedauerte, dass in den letzten Jahren "eine Bande von Verbrechern" im Nahen Osten ohne jede Berechtigung den Anspruch erhoben habe, "im Namen des Islam" zu regieren. Die in Jamhour sichtbar gewordene gemeinsame Initiative von Christen und Muslimen sei eine würdige Antwort auf die von den IS-Terroristen ausgelöste "Spirale des Hasses". Es sei zu hoffen, dass auch die Vereinten Nationen den 25. März zum "internationalen Tag des interreligiösen Dialogs" proklamieren.

Ministerpräsident Hariri unterstrich die Bedeutung der Tatsache, dass sich Christen und Muslime am 25. März in Jamhour um "die schönste der Frauen", die ein "Punkt der Begegnung" zwischen den beiden Religionen sei, versammelt haben. Ebenso müssten sich alle Bürger um den Libanon scharen. Mit Staatspräsident Michel Aoun seien alle Verantwortlichen des Libanon entschlossen, jeden Versuch der Spaltung abzuwehren und das Land geschlossen durch alle Stürme zu führen.

Die politischen und religiösen Verantwortlichen des Libanon möchten auch eine libanesische Folge-Konferenz der Aufsehen erregenden Al Azhar-Tagung zustande bringen und den Großimam der Al-Azhar-Universität, Ahmed al-Tayyeb, nach Beirut einladen. Die Einladung an den Großimam soll nach dem für 28./29. April vorgesehenen Kairo-Besuch von Papst Franziskus erfolgen. Der frühere libanesische Ministerpräsidenrt Fouad Siniora (ein sunnitischer Muslim) nimmt sich im Auftrag des nationalen Komitees für den christlich-islamischen Dialog um die Vorbereitung der Folge-Konferenz an. Auch der sunnitische Mufti der Republik, Scheich Abdellatif Deriane, setzt sich für die Causa ein, wie die katholische Nachrichtenagentur "AsiaNews" berichtete.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Helena_WW 8. April 2017 
 

Und bei uns wurde die Mutter Gottes Maria im Zuge von Ökumene in Abseits gestellt

Bei uns wurde Marienverehrung über jahrzehnte von den sich für die ganz Schlauen haltenden verunglimpflicht, mit der Begründung von vorgeblicher Ökumene ins Abseits gestellt, bei Seite geräumt ins Museeum geräumt. Dabei ist mir aus meiner persönlichen Erfahrung mit Menschen aus meinem ganz einfachen Lebensalltag bewusst, dass man die Menschen mit unser allen heiligen Gottesmutter Maria, dem heiligen Josef, der heiligen Familie, unseren Heiligen ansprechen kann, das die uns auch heute viel sagen können. Da kann ich auch mit evangelischen Christen, jenseits der politisierten Ökumene von sog. Berufschristen, mit Menschen anderen Glaubens oder unreligiös drüber sprechen. Und mit Muslimen habe ich mich auch schon entsprechend unterhalten. Das sind ja dann auch normale Menschen gewesen und keine vom politischen Islam, die unsere Politiker und Polit-Berufschristen becircen.

So, und nun ein "Segne du Maria" kräftig gesungen.


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 Christina Maria 8. April 2017 
 

Maria...

ist die Mutter a l l e r Menschen und die Frau a l l e r Völker!!!


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