Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  2. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  3. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  4. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  5. Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe
  6. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  7. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  8. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'
  9. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  10. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  11. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  12. Ein Moment zum Schämen
  13. „Klimaschützer“ fliegen am häufigsten
  14. Ein Akt der Demut?
  15. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt

‘Lasst uns drei Hütten bauen!’

12. März 2017 in Spirituelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Predigt von Josef Spindelböck zum 2. Fastensonntag A (12.03.2017).


St. Pölten (kath.net/ stjosef.at)
L1: Gen 12,1–4a; L2: 2 Tim 1,8b-10; Ev: Mt 17,1–9
Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Als die Apostel Petrus, Johannes und Jakobus mit Jesus auf dem Berg waren und er vor ihren Augen verklärt, d.h. im Lichtglanz verwandelt wurde, da stockte ihnen gleichsam der Atem. Was sie hier sahen und mitbekamen, war unerhört!

Für einige Minuten – oder war es länger? – waren die Jünger herausgerissen aus dem gewöhnlichen Alltag. Sie durften Dinge sehen, die sie nie für möglich gehalten hätten. Bevor sie gemeinsam mit Jesus auf den Berg Tabor gestiegen waren, hatte er ihnen noch Verschiedenes anvertraut, was seine Person und sein künftiges Schicksal betraf: Er würde verraten werden und dann in Jerusalem den Tod erleiden. Doch am dritten Tag würde er auferweckt werden. Und dann hatte Jesus seine Jünger noch eingeladen, sich selbst zu verleugnen und täglich das je eigene Kreuz zu tragen. Am Schluss dieser Belehrungen stand die geheimnisvolle Ankündigung: „Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht schmecken, bis sie den Menschensohn in seinem Reich kommen sehen.“ (Mt 16,28)


Und nun schien sich genau dies zu erfüllen: Die beiden Brüder Jakobus und Johannes und auch Petrus, der Felsenmann, durften die Herrlichkeit des Herrn schauen. Zu Jesus, der im Lichtglanz erstrahlte, gesellten sich auch noch Mose und Elija, die mit Jesus redeten. Ein wahrhaft heiliger, ehrfurchtgebietender Augenblick, eine wirklich gesegnete Zeit! Jetzt sollte eigentlich die Zeit stehenbleiben ...

So oder ähnlich muss Petrus gedacht haben, denn er wagte irgendwann die folgenden Worte auszusprechen: „Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.“ (Mt 17,4) Es war einfach zu schön, um wahr zu sein! Dieser Zustand sollte nach dem Wunsch des Petrus für immer so bleiben.

Wir verstehen den Apostel sehr gut: Er wollte das festhalten, was im Augenblick von einzigartiger Schönheit und Heiligkeit war. Aus der Zeit, die einem unter den Händen zerrinnt, sollte unverlierbare Gegenwart werden. Denn Stunden des Glücks und der Erfüllung lassen wir ungern aus der Hand; wir möchten sie am liebsten festhalten, wenn uns dies nur gelänge!

Und doch: Noch war das Offenbarungsereignis nicht abgeschlossen. Eine leuchtende Wolke überschattete sie plötzlich. Eine Stimme war zu hören: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören.“ (Mt 17,5) Gott selber gibt Zeugnis für seinen eingeborenen Sohn, den er in diese Welt gesandt hat. Wir werden an die Taufe Jesu im Jordan erinnert, wo bereits in ähnlicher Weise kundgemacht worden war, wer Jesus wirklich ist: der Sohn Gottes, der den Menschen die Wahrheit des Heiles mitteilt und ihnen die nahe Gegenwart des Reiches Gottes verkündet.

Wie tief dies damals den Aposteln ins Herz gegangen ist, wissen wir nicht. Sie konnten diese Erfahrung noch nicht richtig einordnen in ihr Leben. Erst nach dem Tod und der Auferstehung Jesu konnten sie einigermaßen damit umgehen. Als die Geschehnisse die Apostel in Furcht versetzt hatten, richtete sie Jesus auf und sagte zu ihnen: „Steht auf und fürchtet euch nicht!“ (Mt 17,7) Er zeigt ihnen damit, dass das Leben hier auf Erden weitergeht. Wir können nicht einfach beim Schönen und Erhabenen stehen bleiben, sondern wir sind aufgerufen, immer wieder den nächsten Schritt zu tun – inmitten aller Unwägbarkeiten, ja sogar in mancher Bedrängnis! Doch Gott ist bei uns. Er geht alle Wege mit uns. Wir brauchen uns nicht zu fürchten!

In diesem Sinn wollen wir daher auf das Ziel unserer Berufung blicken: auf die ewige Gemeinschaft mit Gott in Herrlichkeit! So manche „Taborstunden“ werden uns hier auf Erden geschenkt; sie sollen uns im Guten ermutigen und bestärken.

Gott aber schenke uns auf die Fürbitte der seligen Jungfrau und Gottesmutter Maria sowie des heiligen Josef seine Gnade, damit wir voll Hoffnung und Zuversicht ausschreiten auf den Wegen des Lebens, auf denen Gott uns zum Heil führen will! Amen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jesus Christus

  1. Mariä Lichtmess - Das Fest der Begegnung und Darstellung des Herrn im Tempel (2. Febr.)
  2. Warteschlangen vor den Kinos: Der Film „Sacré Coeur“ bricht in Frankreich Zuschauerrekorde!
  3. 1.167 Beichten in 65 Stunden
  4. Jesus first! - 'Gott kann nur bis 1 zählen'
  5. "Jesus ist der gute Hirt - nicht ich"
  6. Kardinal in Fastenpredigt an Kurie: Konzentriert euch auf Jesus
  7. Jesus. Eine Weltgeschichte
  8. Die göttliche Dreifaltigkeit nämlich nimmt in uns Wohnstatt am Tag der Taufe
  9. Man kann auch sagen, dass niemand außer Christus in den Himmel aufsteigt
  10. Englischer Priester: Jesus, nicht der NHS, ist Herzstück des Landes






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  3. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  4. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  5. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  6. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  7. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'
  8. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  9. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!
  10. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  11. Besuch einer LGBTQ-Gemeinde
  12. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  13. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  14. 'Der Papst sollte diese wöchentlichen Presse-Mehrkämpfe unterlassen'
  15. Überraschendes Blutwunder in Neapel bei Papstbesuch

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz