Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Patricia Kelly über Corona: 'Bin durch die Hölle gegangen'
  2. „3G am Arbeitsplatz“ - wo bleibt der Aufschrei?
  3. Umstrittene Ex-Ordensfrau möchte, dass sich Bischöfe vom ‚Marsch fürs Leben’ distanzieren
  4. Deutschland plant den Irrsinn: Grün-FDP wollen Änderung des Geschlechtseintrags ab 14 Jahre!
  5. US-Erzbistum Santa Fe erklärt: die versuchte „Weihe“ einer Frau zum Priestertum ist ungültig!
  6. Weihbischof Schneider: Alte Messe ist ‚stärker’ als Papst Franziskus
  7. Aufbau einer gerechteren Welt ist nicht Politik, sondern Substanz des Glaubens
  8. Katholische Kirche in Deutschland könnte wie in den Niederlanden enden
  9. „Beichtgeheimnis ist Bestandteil des Grundgesetzes“
  10. Kardinal Müller: Priester sind die letzte Berufsgruppe wo man Kollektivurteile fällt
  11. Streiflichter und Eindrücke von der Synodenversammlung
  12. Diözese Graz-Seckau untersagt Fernseh-Messen nach Liturgiemissbrauchsvorfällen
  13. Uniforme Medien und Werteverlust im Westen
  14. Die Freiheit verwirklicht sich in der Nächstenliebe
  15. Lobbyarbeit, medialer Druck und eine (synodale) Agenda für Deutschland

"Jesus ist der gute Hirt - nicht ich"

13. März 2021 in Jugend, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Und dahinein kommt Jesus und sagt mir: „Stopp mal. ICH bin der gute Hirt. Das fällt alles gar nicht in deinen Zuständigkeitsbereich.“ Puuh. Was für eine Wohltat! - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Lucia Kirchgasser


Salzburg (kath.net)

In der Bibel habe ich heute den Vers gelesen: „Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe.“ (Joh 10,11)

Wenn ich so etwas lese, kommen bei mir sehr schnell so Gedanken wie „Wo habe ich in meinem Leben eine Hirtenrolle? Gebe ich mich hin? Bin ich bereit, mich für andere dem Wolf zu stellen oder laufe ich davon? Stelle ich das Wohl der anderen über mein eigenes?“.

Und ich glaube, das sind auch alles berechtigte Fragen.

Aber jetzt beim Schreiben des Artikels hatte ich dann das Gefühl, das Jesus mir heute etwas ganz anderes zeigen will.

Mir ist aufgefallen, dass er immer wieder sagt: „ICH bin der gute Hirt.“ Er sagt nicht: „DU sollst ein guter Hirt sein.“


In seinem Bild bin ich nicht der Azubi-Hirt. In seinem Bild bin ich einfach nur ein Schaf.

Es tut so gut, sich das mal auf der Zunge zergehen zu lassen.

Ich DARF bei Jesus das Schaf in der Geschichte sein!

Ich muss nicht das Tor zum Schafstall hüten. Jesus behütet uns.

Ich muss nicht eine ganze Herde auf saftige Weiden führen. Jesus führt uns.

Ich muss mich nicht um alles kümmern. Jesus kümmert sich.

Ich muss nicht gegen den Wolf kämpfen. Jesus kämpft für mich.

Ich muss nicht sterben. Jesus stirbt für mich.

Ich bin nicht verloren. Jesus rettet mich.

Jesus ist der gute Hirt - nicht ich.

Gott sei Dank!

Ich bin gerade so erleichtert. Irgendwie tappe ich immer wieder in die Falle, zu glauben, ich müsste alles unter Kontrolle haben und ich müsste mehr sein, als ich bin. Und dann kommt die „Realitäts-Klatsche“ und ich erkenne, wie weit ich von diesem Ideal entfernt bin.

Und dahinein kommt Jesus und sagt mir: „Stopp mal. ICH bin der gute Hirt. Das fällt alles gar nicht in deinen Zuständigkeitsbereich.“ Puuh. Was für eine Wohltat!

Aber wenn meine Aufgaben nicht die des Hirten sind. Was ist dann meine Aufgabe?

Was will der gute Hirt von mir?

„Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich.“ (Joh 10,14)

„…die Schafe hören auf seine Stimme…“ (Joh 10, 3)

„…die Schafe folgen ihm, denn sie kennen seine Stimme.“ (Joh 10,4)

Je mehr ich in der Bibel lese, desto besser lerne ich Jesus kennen und umso besser kann ich seine Stimme im Alltagstrubel heraushören. Und dann kann ich ihm folgen.

Es braucht meine Zeit, mein Innehalten, mein Hinhören, mein Zuhören. Es braucht ein gegenseitiges Erkennen und den Mut ihm zu folgen.

Das ist es, was Jesus will. Und das will ich auch.

„Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“ (Joh 10,10)


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 lakota 15. März 2021 
 

Ein sehr wohltuender Artikel,

herzlichen Dank!
Auch ich meine manchmal, ich müsste mehr tun, mich mehr einsetzen. Dann kommen oft Gefühle von Überforderung oder Resignation auf, weil es nicht klappt.

Aber ich bin nicht der, der sich um alles kümmern muß - ich darf Schäflein sein und auf den Hirten vertrauen!
Wunderbarer, wohltuender Gedanke!


2

0
 
 stephanus2 14. März 2021 
 

@Diadochus

:-) Einen gesegneten Sonntag !


3

0
 
 Diadochus 14. März 2021 
 

@stephanus2

Jeder hat seine Aufgabe im Reich Gottes. Gott kann jeden als Werkzeug gebrauchen. Jede Gabe, auch wenn sie in den Augen der Menschen unbedeutend erscheinen mag, ist groß vor Gott. Indem Sie beten erfüllen Sie ebenso als kleines Schäfchen einen wichtigen Beitrag für die Evangelisation, denn der Hirte ist es, der die Herzen aufschließt, der an der Herzenstüre klopft. Je mehr wir beten, umso mehr Bekehrungen der Herzen gibt es, denn der Hirte macht die kleinen Gebete Seiner Schäfchen groß. Mir geht es übrigens ganz genauso wie Ihnen. Ich nütze die Talente, die ich eben habe. Der gute Hirte freut sich über jede gute Gabe und jeden guten Willen. Da können Sie versichert sein. Ja, das offene Kreuztragen um den Hals, das ist was.


2

0
 
 lesa 14. März 2021 

Hören und nicht schweigen, wenn man reden soll

Eine sehr wichtige Voraussetzung zeigen Sie da auf! "Gott wir das gute Werk vollenden, das ER begonnen hat" (Phil) Und im Ephbrief: "Wir sind ganz und gar sein Werk und geschaffen zu guten Werken, die ER für uns bereitet hat, damit wir in Ihnen wandeln." (Eph 2)
Es liegt alles daran, auf den Guten Hirten zu HÖREN, ob man reden oder schweigen soll. Es ist in unsere Zeit ein Übel, dass viele schweigen und den Menschen das Brot der Orientierung schuldig bleiben. Allerdings sind Dikussionen und Gerede nicht das Mittel, das die Herzen öffnet, sondern Gebet und Opfer.


3

0
 
 stephanus2 13. März 2021 
 

Mir fällt noch etwas dazu ein..

man ist als Christ ja aufgefordert, Christus zu verkünden, ob gelegen oder ungelegen. Damit tue ich mich schon länger schwer, weil ich mich dem nicht gewachsen fühle. Ich habe glaube ich keine Überzeugungskraftund erreiche nur Gegenteiliges;, ich bin nicht selbstbewusst und gehe Meinungsverschiedenheiten immer nach Möglichkeit aus dem Weg. Und Ihr Beitrag ermutigt mich als Frau, diese Verkündigung und Evangelisation doch eher Männern zu überlassen wie es von Anbeginn war, und eher im Hintergrund zu wirken mit Glauben ,Gebeten und guten Werken. Ein Kreuz um den Hals trage ich offen,auch im Sommer im Bus z.B. ,das auch manchen neugierigen Blick oder freundliche Bemerkung auf sich zieht. Das ist doch schon mal was :-)


2

0
 
 Diadochus 13. März 2021 
 

Liebes Schäfchen

Das ist, wie ich finde, eine schöne Auslegung der Bibelstelle, eine schöne Akzentuierung auf das Wort ICH. Hirte ist nur der Hirte. Ein Schaf bleibt ein Schaf. Da kannst Du, liebe Lucia, als liebes kleines Schäfchen nur beten, dass Du gute Hirten (Priester) hast, denen Du folgen kannst, die Dich auf saftige Weiden und Auen führen, sprich in den Himmel.


1

0
 
 stephanus2 13. März 2021 
 

Besonderen Dank auch für

..."ich bin nicht der Azubi-Hirt" :-)


3

0
 
 stephanus2 13. März 2021 
 

Gott zum Gruß,

sehr geehrte Frau Kirchgasser ! Einen sehr wichtigen Punkt greifen Sie da auf und machen ihn bewusst. Tatsächlich kann ich mich da anschließen mit der ja, Selbstüberforderung und ja, Selbstüberschätzung. Wir dürfen uns führen lassen und am wichtigsten ist, auf Seine Stimme zu hören und ihr zu folgen.Ich hab mal gelesen,'lasse Jesus immer voraus gehen'.


3

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jesus Christus

  1. Kardinal in Fastenpredigt an Kurie: Konzentriert euch auf Jesus
  2. Jesus. Eine Weltgeschichte
  3. Die göttliche Dreifaltigkeit nämlich nimmt in uns Wohnstatt am Tag der Taufe
  4. Man kann auch sagen, dass niemand außer Christus in den Himmel aufsteigt
  5. Englischer Priester: Jesus, nicht der NHS, ist Herzstück des Landes
  6. Johannes erzählt: Das Lamm Gottes
  7. Viele Gebetsaufrufe, aber kaum Aufrufe zur Umkehr

Jugend

  1. Planned Parenthood: zweitgrößter Anbieter von Transgender-Hormonbehandlungen in den USA
  2. Er ist da – er, der König, der alles in seinen Händen hält.
  3. Irischer Minister will ‚Geschlechtsänderung’ für Jugendliche vereinfachen
  4. Zwischen den sieben Bergen in Bergen
  5. Seligsprechung von italienischem "Cyber-Apostel" am 10. Oktober
  6. Vatikan erkennt 19-Jährigen als Glaubensvorbild an
  7. Teenstar oder ein mediales Ablenkungsmanöver







Top-15

meist-gelesen

  1. Diözese Graz-Seckau untersagt Fernseh-Messen nach Liturgiemissbrauchsvorfällen
  2. Patricia Kelly über Corona: 'Bin durch die Hölle gegangen'
  3. Weihbischof Schneider: Alte Messe ist ‚stärker’ als Papst Franziskus
  4. „3G am Arbeitsplatz“ - wo bleibt der Aufschrei?
  5. Umstrittene Ex-Ordensfrau möchte, dass sich Bischöfe vom ‚Marsch fürs Leben’ distanzieren
  6. Deutschland plant den Irrsinn: Grün-FDP wollen Änderung des Geschlechtseintrags ab 14 Jahre!
  7. Weihesimulationen sind nicht auszuschließen
  8. Uniforme Medien und Werteverlust im Westen
  9. Über strukturelle Gewalt in der Kirche
  10. Paderborner Erzbischof Becker löste die Priestergemeinschaft der Integrierten Gemeinde auf
  11. Streiflichter und Eindrücke von der Synodenversammlung
  12. US-Erzbistum Santa Fe erklärt: die versuchte „Weihe“ einer Frau zum Priestertum ist ungültig!
  13. Vatikan regelt Übersetzungen liturgischer Texte noch genauer
  14. Kardinal Müller: Priester sind die letzte Berufsgruppe wo man Kollektivurteile fällt
  15. Lobbyarbeit, medialer Druck und eine (synodale) Agenda für Deutschland

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz