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Türkei: Religionsbehörde beruft Imam für die Hagia Sophia

3. November 2016 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
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Der Wunsch wird lauter, die einstige Kirche wieder als Moschee zu nutzen


Istanbul (kath.net/idea) Die türkische Religionsbehörde Diyanet hat für die als Museum genutzte frühere Kirche und spätere Moschee Hagia Sophia in Istanbul erstmals einen Imam berufen. Das berichtet die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Die ehemalige Kirche aus dem 6. Jahrhundert war 1453 in eine Moschee umgewandelt worden und ist seit 1935 ein Museum. Der neue Geistliche, Onder Soy, hat seinen offiziellen Amtssitz in einem Nebengebäude auf dem Gelände. Seine Gebete dort werden aber bereits von den Minaretten der Hagia Sophia über Lautsprecher ausgestrahlt. Präsident Recep Tayyip Erdogan habe der Religionsbehörde zu der Ernennung gratuliert, heißt es weiter. Inzwischen werden vor allem in den sozialen Medien in der Türkei Forderungen laut, die Hagia Sophia wieder ganz als Moschee zu nutzen. Bislang sind dort religiöse Riten untersagt. Allerdings wird das Verbot immer mehr aufgeweicht. Bereits im April 2015 fand dort ein Gebetsgottesdienst statt. In diesem Jahr lasen im Fastenmonat Ramadan Imame aus dem Koran vor und sprachen Gebete, die vom Fernsehen übertragen wurden.


Kritik aus Griechenland und den USA

Die Berufung des Imams stieß international auf Kritik. Das griechische Außenministerium bezeichnete die Entscheidung als „rückschrittlich“. Auch das US-Außenministerium ermahnte die Türkei zu einem „respektvollen Umgang“ mit der Geschichte des Ortes. Vom griechisch-orthodoxen Patriarchen von Istanbul, Bartholomäus I., liegen bisher keine Kommentare zur Berufung vor. Vor zwei Jahren hatte er angeregt, das Gebäude wieder als Kirche zu nutzen. Denn es gebe einen größeren Mangel an christlichen als an muslimischen Versammlungsorten in der Türkei.
Medien zeigen Imam als Boxer „gegen die christlichen Kreuzfahrer“
Unterdessen haben türkische Medien den Imam ausführlich vorgestellt. So wurde bekannt, dass er Kickboxen, Karate und Musik liebe. Auf Fotos wird er mit Boxhandschuhen gezeigt mit der Unterzeile: „Gegen die christlichen Kreuzfahrer: Wir haben nun einen boxenden Imam.“

Informative Arte Doku: Hagia Sophia (Denkmäler der Ewigkeit)


Phoenix Doku: Istanbuls Hagia Sophia - Kirche, Moschee, Museum



Georgisch-orthodoxer Gesang mit wunderschönen Bildern aus der Hagia Sophia



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Lesermeinungen

 Mr. Incredible 4. November 2016 
 

Die Kollegen

Minderwertigkeitskomplex und Großmannsuchtversammeln sich gerade in der Türkei.
Was für ein pathetischer Haufen. Man denkt an Teenager mit Oberlippenbart.


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 Gipsy 3. November 2016 

Sie mögen

die Hagia Sophia -Moschee- nennen (Zukunftspläne), es möge auch ein Imam darin seine Gesänge zu Gehör bringen....sie wird aber immer und für alle Zeiten eine Kirche sein. Nicht alles kann erobert werden.


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 goegy 3. November 2016 
 

Als ich in den 50er Jahren noch jung war, redete kein Mensch von Istanbul.
Die Stadt hiess durchgehend Konstantinopel. Sie ist eine griechische Stadt, die zwar seit vier Jahrhunderten türkisch besetzt ist, so wie Ostdeutschland ab 1945 russisch okkupiert war.

Die Hagia Sofia ist die Hauptkirche von Konstantinopel und zudem das religiöse Zentrum der christlichen Orthodoxie.


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 resistance 3. November 2016 
 

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart beschäftigt einen Islamwissenschaftler, einen türkischen Muslim. Vor einigen Tagen hielt er einen Vortrag in einem evangelischem Gemeindezentrum. Dabei zeigte er stolz große Moscheen. Die erste war die Hagia Spophia.


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 MariaAnna 3. November 2016 
 

Na ja, es wird ein wenig verbales Geplänkel geben, viellleicht sogar den einen oder anderen leisen Aufschrei eines katholischen (aber keineswegs deutschen)Bischofs, aber letztendlich macht die türkische Regierung was immer sie möchte. Wir, der Westen sind viel zu dekadent, wir verdrehen unsere Geschichte, verleumden die Kreuzzügler und halten es für wichtiger, unseren Kindern die "Freiheiten der sexuellen Vielfalt" schon im Kindergarten aufzuzwingen; wir wehren uns schon lange nicht mehr, wir unterwerfen uns nur noch! Manchmal denke ich, wir verdienen es unterzugehen!


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 Cremarius 3. November 2016 

Toleranz als Einbahnstrasse?!

Da in Deutschland Moscheen errichtet werden können, sogar finanziell untersützt aus Steuermitteln, die DITIB unbehelligt agieren kann, wäre es doch ein Zeichen von Toleranz, wenn in der Hagia Sophia künftig auch ab und an ein christlicher Gottesdienst gefeiert werden könnte. Eine "Simultan-Moschee" sozusagen...

Warum soll Toleranz und interkultureller Dialog, auf Augenhöhe versteht sich, nur in Europa möglich sein?

Und nur zugunsten des Islams?

Oder ist der Islam gar nicht so tolerant, wie stets behauptet wird?

Nicht einmal die Paulus-Kirche in Tarsus darf für Gottesdienste benutzt werden. In einem diesbezüglichen Video auf youtube sagt Kardinal Meisner nur: Die Türken reden nur blabla...

Die Hagia Sophia könnte eine Warnung sein: So kann es dem Christentum ergehen, wenn es nicht aufpasst, die Zeichen der Zeit falsch deutet...

Nordafrika, der Nahe, Mittlere Osten - einst urchristlich...

Der Klügere gibt im Zweifel solange nach, bis er der Dumme ist.


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 Guardian 3. November 2016 

Falsch, Unrecht widerfuhr im 4. Kreuzzug...

...nicht etwa den achso armen muslimischen Osmanen (die es nämlich damals noch gar nicht gab - höchstens als umherziehende, seldschukische Nomaden :-)), sondern unsern (eigenen) christlichen Brüdern, den orthodoxen Byzantinern. Wahrlich eine Schande!

Selbst die spätere, osmanische Entweihung = muslimische Vereinnahmung (inkl. ikonoklastischer + total hässlicher Verunstaltung, siehe Bilder) geschah sogar nach islamischer Einsicht(!) völlig unrechtmäßig, sprich unwirksam:

http://www.eslam.de/begriffe/h/hagia_sophia.htm

Auch hier verkünden die Türken - wieder einmal - ihr von Geschichtsfakten abgelöstes, ignorantes Weltbild.


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 Christ777 3. November 2016 
 

...

Ich sag dazu nur eines: Regensburger Rede ...


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