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Erzbischof Koch: Paare intensiver auf kirchliche Heirat vorbereiten

29. Mai 2016 in Familie, 4 Lesermeinungen
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Er sei sieben Jahre auf die Priesterweihe vorbereitet worden, sagte der Berliner Erzbischof auf dem Leipziger Katholikentag. Ehen würden dagegen - überspitzt gesagt - in sieben Minuten geschlossen.


Leipzig (kath.net/KNA) Der katholische Familienbischof Heiner Koch (Foto) hält eine intensivere Vorbereitung von Paaren auf eine kirchliche Heirat für unabdingbar. Er sei sieben Jahre auf die Priesterweihe vorbereitet worden, sagte der Berliner Erzbischof am Samstag auf dem Leipziger Katholikentag. Ehen würden dagegen - überspitzt gesagt - in sieben Minuten geschlossen.

Nach den Worten von Koch ist die katholische Kirche davon überzeugt, dass Gott in der ehelichen Gemeinschaft präsent ist. Von daher bedeute die Vorbereitung auf eine kirchliche Ehe auch Vermittlung von Glauben.


Der Erzbischof rief die Gemeinden dazu auf, mit mehr Herzblut Jugendliche und junge Erwachsene für die Ehe zu gewinnen. Denn die Ursehnsucht des Menschen nach Verlässlichkeit in einer lebenslangen Partnerschaft sei groß. Er erlebe es aber nicht, dass in Pfarreien der Funke für Ehen überspringe.

Koch verwies auf Afrika, wo die kirchliche Hochzeit keine private Feier, sondern eine Angelegenheit der ganzen Gemeinde sei. Durch sie ginge dann auch ein Riss, wenn die Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau scheitere.

Auch wenn die katholische Kirche vom Wirken Gottes in einer Ehe überzeugt sei, wisse sie um die Möglichkeit des Scheiterns, sagte Koch. «Ehe ist für uns kein Idealismus», so der Familienbischof. Gott sei aber gerade auch in schwachen Beziehungen dabei.

(C) 2016 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto Erzbischof Koch (c) Erzbistum Berlin


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Lesermeinungen

 Chris2 30. Mai 2016 
 

"Rechtzeitige Trennung"

Eine gründliche Ehevorbereitung kann viele Spannungen und allzu leichtes Sheitern verhindern und damit insbesondere auch verhindern, dass Kinder später zwischen getrennten Eltern zerrieben werden. Auch dadurch, dass am Ende der Vorbereitung die Erkenntnis steht, die eigenen Vorstellungen passen nicht zusammen (@mphc) bevor man heiratet und Kinder bekommt.


2
 
 mphc 30. Mai 2016 

Fehler

"Dabei kommen Themen vor, die das Liebespaar noch behandelt hat."
Soll heißen: "Dabei kommen Themen vor, die das Liebespaar noch nicht behandelt hat."


1
 
 mphc 30. Mai 2016 

Ein Modell für Ehevorbereitung in Österreich

ist die von Schönstatt in den meisten Diözesen
http://www.schoenstatt.at/traut-euch-start.html
Dauert sechs Wochen, wobei jede Woche an einem Abend ein Vortrag von einem Ehepaar oder einem Priester stattfindet und danach das Gespräch im Brautpaar. Dabei kommen Themen vor, die das Liebespaar noch behandelt hat. Das führt dazu, dass Paare sich tiefer kennenlernen. Manchmal hat das dazu geführt, dass Brautpaare sich wieder getrennt haben.


2
 
 Stefan Fleischer 29. Mai 2016 

Ehevortbereitung

Die Paare intensiver vorbereiten ist sicher nötig. Doch wenn diese Vorbereitung erst beginnt, wenn der Heiratstermin bereits feststeht, ist der Zug bereits abgefahren, zumal eine solche Vorbereitung eigentlich auch die noch vorhandenen Lücken im Glaubenswissen füllen und zu einer intensiveren Glaubenspraxis hinführen sollte. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr, heisst ein altes Sprichwort. Deshalb bin ich der Ansicht, dass die Ehevorbereitung eigentlich schon im Religionsunterricht der Schulzeit beginnen muss, indem dort das für ein Leben aus dem Glauben nötige Wissen vermittelt und die religiöse Praxis angemahnt, geübt und gefördert wird. Die Firmvorbereitung müsste dann ganz bewusst auch dieses Thema weiterführen. Nur so kann einigermassen sichergestellt werden, dass man Leuten, die eine kirchlichen Ehevorbereitung direkt oder indirekt verweigern, zum Sakrament der Ehe zulassen muss, auch wenn sie offensichtlich nicht das Sakrament sondern die Show wollen.


8
 

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